Attack SLX 35 Lambda: Bei Messung durchgefallen - 8 Jahre alt

There are 14 replies in this Thread which was already clicked 2,136 times. The last Post () by petfr.

  • Servus zusammen,


    letzte Woche ist mein 8 Jahre alter Attack SLX bei der Messung katastrofal duchgefallen.

    9.8 g/m³ CO2 und 0.05 g/m³ Staub - siehe Protokoll.


    Bis dahin waren alle Messungen OK: allerdings ist der alte Schornsteinfeger in die Rente gegangen

    und diese Messung wurde zum ersten Mal vom neuen Schorni duchgeführt.


    Ich muss gestehen - die Zugbegrenzer-Einstellung war falsch, siehe Foto, 39 Pa.

    Das lässt sich leicht ändern.

    Danach habe ich gedacht die Türdichtungen zu wechseln und die Verschiebung der Steine unten in der Brennkammer zu prüfen.


    Hat jemand noch einen Tipp, was ich noch machen kann ?


    Im Anhang die ganzen Einstellungen - und ein Diagramm des Abbrandes (von der CMI, der Fühler sitzt außen am Rauchrohr - nur informativ)

    Rücklauf ist auf 72 °C eingestellt - war schon immer so - damit der Kessel nicht so viel Teer an der Tür hat.


    VG

    Miro

  • Hallo Miro,


    da dürftest du einen Hohlbrand gehabt haben den O2 ist zu hoch und AGT zu nieder. Bei der Füllraumtürdichtung musst du schauen das diese an Absaugkanal auch dicht schließt.

    Sonnige Grüße Reiner

    ETA BK 15 mit Saugzuggebläse und Lambdasonde geregelt mit UVR16x2

    3 X 800 l PS zwei mit Solarwendel und 14 m2 FK mit einem CTC 265 EM als

    Backup und LUVANO 10kW geregelt mit zwei UVR16x2, UVR610 mit CAN-I/O45

    CAN-MTx2 und CMI für eine DHH mit Anbau und 110m2 Heizfläche

  • Kontrolle der Fülltürdichtung sollte man natürlich vor der Messung machen . Ebenso die Position der Brennraumsteine . Wurde der Kessel vor der Messung grundgereinigt und erfolgten danach 3-4 Abbrände ? Die viel zu niedrige Abgastemperatur während des Abbrandes ist auffällig . In Verbindung mit dem recht hohen Restsauerstoff könnte das auf einen chronischen Hohlbrand hindeuten . Du heizt doch mit Holzbriketts . Wie schichtest du diese ein ? Wenn man diese ungeordnet in den Füllraum schmeißt , neigen die aufgrund des starken Aufquellen beim Abbrand zum Verkeilen und ergeben dadurch einen ausgeprägten Hohlbrand . Wenn dann noch die Dichtung zum Schwelgaskanal undicht ist , ergibt das astronomische CO-Werte . Holzbriketts sollte man nur mit weitreichend Abstand zu den Seitenwänden einschichten . Bei den kleinen RUF-Briketts also Pressrichtung nach oben bzw. unten und 4-5 cm zu den Seitenwänden . Deine Einstellungen in der Regelung würde ich umgehend wieder auf Werkseinstellung zurückstellen . Mit diesen läuft meiner prima . Das einzige was ich geändert habe , ist das Kesselsoll . Zumindest die Feinstaubwerte hat dein Kessel doch erfüllt :/ . Dein neuer Schornsteinfeger kennt sich anscheinend nicht mit den Vorschriften aus ;( . Die Inbetriebnahme war doch 2016 8) . Dann hast du natürlich andere Grenzwerte wie in deinem aktuellen Messprotokoll angegeben ....

    Im Anhang ein früheres Messprotokoll deines Kessels :saint: .


  • Danke für die Antworten: Für die Messung habe ich extra Buche genommen, sonst heizen wir ausschließlich tatsächlich mit Briketts. Ich Frage den Schornsteinfeger, ob die Messung mit Briketts möglich wäre.


    Ich habe den Kessel am Sonntag komplett gereinigt,

    und die Messung war am Dienstag, d.h. es waren zwei Abbrände dazwischen. Vielleicht war es auch zu wenig?


    Wie ist eigentlich der Zugbegrenzer einzustellen, auf wie viel Pascal ?

    petfr Vielen Dank für meinen :)) alten Protokoll, das mit den Grenzwerten ist mir gar nicht aufgefallen!

  • Wie ist eigentlich der Zugbegrenzer einzustellen, auf wie viel Pascal ?

    Steht in deiner Bedienungsanleitung bei den technischen Daten 8) . Dort steht auch das der das der Kessel im Mischbetrieb (Holz + Holzbriketts) zugelassen ist . Da brauchst du den Feger also vorher nicht um Erlaubnis zu fragen :saint: . Wenn er die Fülltür während des Abbrandes öffnen will , würde ich mich vor diese stellen und das Öffnen notfalls unter Androhung von Waffengewalt verhindern . Bei weitem am besten brennt meiner mit den kleinen RUF-Briketts . Mit den rundlich gepressten habe ich nicht so gute Erfahrungen gemacht . Betreibst du deinen Kessel eigentlich an einem Fabrikschornstein ? Diese 39 PA Unterdruck sind ja ein recht hoher Wert . Hat er das auch wirklich gemessen ?


  • Wunderbar, vielen Dank für die schnelle Antwort!

    Ich benutze auch die kleinen eckigen Briketts, allerdings lokaler Herstellung.


    Ich tausche die Türdichtung, kontrolliere die Steine, stelle den Zug ein, stelle zurück auf sie Werkseinstellungen und dann wage ich eine zweite Messung mit Holzbriketts (zum ersten Mal).

    Vorher konfrontiere ich ihn aber noch mit der Abgasnorm von 2016.

    Ich melde mich, wie es ausgegangen ist oder mit Zwischenfragen.


    Wie war nochmals das Passwort für die Einstellungen?

    Und mit welcher Software-Version läuft dein Kessel?

    VG

    Miro

  • Die Elend mit meinem neuen Schornsteinfeger geht weiter:


    Zitat: "Sehr geehrter Herr ......

    nach 1.BImSchV §5 müssen Anlagen die nach dem 31.12.2014 eingebaut wurden die Grenzwerte einhalten, die auf Ihrer Bescheinigung stehen. Das sind beim Staub 0.02 und beim CO 0.4.

    Bei Ihnen war der CO Gehalt bei über 10

    Gruß"


    Alter, obwohl ich ganz klar eine Inbetriebnahme-Messung von 2016 mit den Grenzwerten der 1.Stufe des BlmSchV habe..

    Na ja, ich habe ihn höfflich nochmals gebeten die -Grenzwerte- in seinem Protokoll anzupassen.

    Das wird er wahrscheinlich nicht tun. Was kann ich dann machen ? Die Rechnung nicht bezahlen ? Beschwerde beim Landratsamt ?

  • Hallo Miroslav,


    dein Schornsteinfeger hat insofern recht, als dass für Anlagen, die nach dem 31.12.2014 in Betrieb genommen wurden, "grundsätzlich" die Stufe-2 der BImSchV gilt. Dabei gilt diese Ausnahme:

    Abweichend von Satz 1 gelten bei Feuerungsanlagen, in denen ausschließlich Brennstoffe nach § 3 Absatz 1 Nummer 4 in Form von Scheitholz eingesetzt werden, die Grenzwerte der Stufe 2 erst für Anlagen, die nach dem 31. Dezember 2016 errichtet werden.

    4. naturbelassenes stückiges Holz einschließlich anhaftender Rinde, insbesondere in Form von Scheitholz und Hackschnitzeln, sowie Reisig und Zapfen,

    Da laut Bedienungsanleitung des Attack auch "Holzbriketts" zugelassen sind, scheint dein Schornsteinfeger hier keine Ausnahme zu sehen. Das hätte er aber durchaus in seinem Schreiben erwähnen können. Du kannst nun versuchen ihn davon zu überzeugen, dass du "niemals" etwas anderes als Scheitholz verbrennen wirst. Oder du akzeptierst seine Einstufung und versuchst tatsächlich die Messung mit Holzbriketts zu bestehen. ;)


    Viele Grüße von Karlheinz :)

    Seit Juni 2011:

    ETA Twin: SH30/P25 "noTouch" (Füllraum 150 Liter)

    Hopf Pelletaustragung: 6x UniWok-Saugsonden (Selbstbaulager für 6 to)

    Paradigma Pufferspeicher: 2x Aqua Expresso (1090 + 958 Liter; seriell verbunden)

    Paradigma FrischWasserStation

    Paradigma VRK-Anlage: 2x CPC21 Star Azzurro Solarpanel (10m²; Aqua-System ohne Glykol)

  • Geh zu der Innung der Schornsteinfeger. Das da gilt meines Wissens Deutschlandweit.

  • Zitat: "Sehr geehrter Herr ......

    nach 1.BImSchV §5 müssen Anlagen die nach dem 31.12.2014 eingebaut wurden die Grenzwerte einhalten, die auf Ihrer Bescheinigung stehen. Das sind beim Staub 0.02 und beim CO 0.4.

    Im Anhang nochmal die Verordnung , die für deinen Scheitholzkessel zutrifft . Dein Feger sollte seine Vorschriften etwas sorgfältiger lesen :/ . Inbetriebnahme war genauso wie bei meinem Kessel 2016 . Also gelten bei dir die rot umrandeten Grenzwerte :saint: .


  • Bin ich froh, das ich einen sehr guten Kaminfeger habe

    Als bei mir während einer Abnahme es einen Hohlbrand gab , hat er die Messung gestoppt

    Wir haben gestochert noch 2 große Stücke Holz nachgelegt

    Gewartet und Prüfung neu gestartet und bestanden

    Er hat viele ungeregelte Kessel in der Kundschaft und weiß , wo er drehen muss

    Er ist zwar Preislich an der Obergrenze aber auch sehr Pro Kunde eingestellt

    Wir sind per Du

    Gruß aus dem Schwarzwald

    Christoph

    Ein Pufferspeicher ist nie zu groß ! höchstens zu schlecht Isoliert

    Warmes Haus Glückliche Frau :saint:

  • Als bei mir während einer Abnahme es einen Hohlbrand gab , hat er die Messung gestoppt

    Das ist äußerst lobenswert und zeugt von einer prima Sachkenntnis von der Holzverbrennung :saint: . An Hohlbrand hatte ich ja in diesem Fall ja auch spontan gedacht . Wenn aber der Temperaturverlauf der Abgastemperatur halbwegs mit dem gemessenen Wert des internen Abgassensors übereinstimmt , ist etwas faul im Staate Dänemark :/ . Bei meinem dauert es ungefähr 1 Minute nach dem Anzünden und Schließen der Fülltür bis er im Regelbetrieb ist . Bis er das Abgassoll von 170° erreicht hat , braucht er ca.10 Minuten . Der 35Kw-Kessel wird für seine 180° Abgassoll nicht viel länger brauchen . Diese 180° hat er aber über 6 Stunden Abbranddauer niemals erreicht . So einen langen Hohlbrand habe ich persönlich noch nie erlebt . Hauptverdächtiger wäre hier das Abgasgebläse und insbesondere der Betriebskondensator . Das ist ein Verschleißteil und insbesondere in warmer Umgebung verliert er mit der Zeit an Kapazität . Dann kann sich der Lüfter zwar noch drehen , hat aber nicht mehr die volle Leistung . Dafür sprechen die Abdichtungsversuche des Rauchrohres mittels Silikon bzw. Aluband . Auch der Zugbegrenzer sieht etwas desolat/verbogen aus . Die Klappe sollte normalerweise geschlossen sein . Natürlich sollten dabei die Luftklappen ordnungsgemäß öffnen bzw. schließen und die Rauchgaskanäle frei sein. Miroslav sollte mal ein Datenlogging beim nächsten Abbrand durchführen :/ .

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