Diverse Fragen Rund um das Thema heizen.

There are 22 replies in this Thread which was already clicked 2,657 times. The last Post () by MichaelW.

  • Hallo zusammen,


    seit einigen Wochen beschäfte ich mich mit unserer Heizungsanlage und versuche das ganz zu "optimieren", bzw. effektiv laufen zu lassen. Leider habe ich (w,40, Bürojob) NULL Ahnung von der Marterie. Auf viele meiner Fragen habe ich bereits Antworten gefunden, allerdings tun sich täglich 2 neue Fragen auf. ;( Da ich nicht jedesmal unseren Heizungsbauer nerven möchte, habe ich die Hoffnung, in diesem Forum Antworten zu finden.


    Ersteinmal zur Anlage: Fröling PE1 25kW, 1000L Kombispeicher, 2 Heizkreise (nur FBH) welche aktuell ca. 215 m2 beheizen (2 Wohneinheiten) und Solarthermie. Zuerst habe ich mich mit dem Vorlauf beschäftig. Diesen habe ich schon um fast 10 Grad runter bekommen. Dabei ist mir allerdings aufgefallen, dass wir täglich mehrere Stunden mit einer zu geringen Vorlauftemperatur gefahren sind, wir waren teilweise 7 Grad unter Soll Vorlauf. Vermutlich schon seit 2 Jahren, also von Anfang an. Dies hatte jetzt mit dem geringeren Vorlauf zwischenzeitlich die Hütte erkalten lassen.


    Gestern war der Fröling Kundendienst vor Ort. Der obere Pufferfühler, der den Kessel starten lässt, war zu hoch. Nun startet der Kessel passend und wir fallen nicht mehr in ein Versorgungsloch. Nun habe ich aber festgestellt, dass der Kessel so alle 3-4 Stunden heizt. :/ Ist das nun die Schlussfolgerung des Ganzen?


    Eine weitere Sache die mir schon länger im Auge ist: Zwischen Vor- und Rücklauf ist nur wenig Unterschied. Vielleicht 2,3,4 Grad? Ich hatte im Kopf, dass die Spreizung bei ca. 10 K sein sollte... Was soll mir das sagen? Aktuell ist die Heizkurve bzw. Heizlinie :rolleyes: bei -10 auf 36 Grad, bei +10 auf 29 Grad. Ich denke, damit werde ich die Tage aber noch runter können. Jetzt, wo die Vorläufe konstant in die Hütte kommen... :D


    Dann Frage ich mich die ganze Zeit, das Rohr von den Rückläufen, landet ja unten im Puffer, kurz drüber ist eine Temp-Anzeige, welche nur 22-23 Grad anzeigt... Rein kommt der Rücklauf da aber aktuell mit ca 28 Grad, raus geht der Vorlauf mit 31 Graf. Verstehe ich auch überhaupt nicht. Tja theoretisch benötige ich einen Heizungs-Sorgen-Erklärbär-Telefondienst. ;)


    Danke.


    Viele Grüße.


    Stephanie.

  • Post by Ste.Me. ().

    This post was deleted by Etaminator: Hat sich erledigt ().
  • Die Differenz der Anzeigen wird von deren Ungenauigkeiten stammen.

    Mechanische Bimetall- Thermometer sind besser Schätzeisen!

    Oder aber, dein Speicher ist unten wirklich halt schon so stark ausgekühlt, zB. wegen geringem Durchfluss, schlechter Dämmung gegen den kalten Kellerboden etc.

    Auch zu beachten ist, dass sich das zB. 31 Grad Rücklaufwasser im kalten Speicher sich sein Temperaturniveau sucht und sich dort „einschichtet“. ( Schichtung)

    Gruess Ruedi

    Schmid Zyklotronic 20kW. 1800 l Speicher, 600 l Solarboiler an 6m2 Solarfläche.

    Offene Anlage mit 180l Expansionsgefäss, keine TAS installiert!

    Traktoren: Meili DM 36 Jg.60, MF 254 Jg.78 4m Holzerwagen Jg.88

    Werkzeuge:Geba Brennholzfräse, Vogesenblitz 16t Spalter und El. Spalter 5t, 7 Motorsägen, Biber mit Stihl461 als Antrieb. + Jede Art von Äxten!
    Für Spass und Stromlose Zeiten: Küchenherd TL- Tech Bo 80 mit ca 8kW
    Total 220 m2 beheiztes Chalet, total ca 10-12 Ster pro Saison.

  • Hallo Stephanie Ste.Me.,


    willkommen im Holzheizer-Holzvergaser-Forum! :thumbup:


    Ich habe deinen Beitrag leicht bearbeitet und die, von dir selbst bemerkte, Verwechslung der Begriffe Vor- und Rücklauf korrigiert.


    Ruedi Chaletheizer hat ja schon eine mögliche Erklärung für die Temperaturdifferenzen beschrieben. Es kommt natürlich auch darauf an, wo z.B. das Thermometer am Puffer unten tatsächlich misst. Wenn es sich z.B. um ein Anlegethermometer handelt, könnte der Messfühler auch weiter unten am Puffer angebracht sein, also unterhalb des Rücklaufeintritts.


    Ansonsten sind die Vorlauftemperaturen schon sehr gut. Und Fußbodenheizungen haben selten eine Spreizung von 10K. M.E. sieht das bei dir gut aus. :thumbup:


    Dass der Kessel jetzt öfter startet als vorher kann durchaus am jetzt erhöhten Wärmeverbrauch liegen und natürlich am jetzt nach unten versetzten Puffer-Oben-Fühler. Andererseits schreibst du von einem mittlerweile reduzierten Vorlauf um 10 Grad. Da müsste man jetzt die zeitliche Abfolge der vorgenommenen Änderungen kennen, um etwas dazu sagen zu können. ;)


    Tipps, wie man die Anzahl Starts eines Pelletkessels reduziert, kannst du hier auch bekommen. 8)


    Viele Grüße von Karlheinz :)

    Seit Juni 2011:

    ETA Twin: SH30/P25 "noTouch" (Füllraum 150 Liter)

    Hopf Pelletaustragung: 6x UniWok-Saugsonden (Selbstbaulager für 6 to)

    Paradigma Pufferspeicher: 2x Aqua Expresso (1090 + 958 Liter; seriell verbunden)

    Paradigma FrischWasserStation

    Paradigma VRK-Anlage: 2x CPC21 Star Azzurro Solarpanel (10m²; Aqua-System ohne Glykol)

    Edited once, last by Etaminator: Ein Beitrag von Etaminator mit diesem Beitrag zusammengefügt. ().

  • Hallo Karl Heinz Etaminator,


    vielen Dank für die Bearbeitung. Ich hätte gerne selbst übernommen,aber ich hatte auf die Funktion dazu nicht gefunden.


    Ich danke euch für die schnellen Rückmeldungen. Chaletheizer


    Dann lasse ich die 10 K Spreizung mal aus meinem Kopf. ;)

    Mein Plan langfristig ist es, die Vorläufe der 2 Heizkreise so weit runter zu bekommen, dass die stellmotoren dauerhaft geöffnet sind und man gerade noch die gewünschten 20 Grad in der Bude hat. Der Weg ist ein weiter :D


    Nun, wie gesagt. Eine Frage beantwortet, eine neue tut sich auf :D Bei der ersten Wohneinheit wollen die Stellmotoren nicht schließen, obwohl fast 21 Grad im Raum sind. 20 sind gewünscht und am Raumthermostat eingestellt. Die Antriebe auf Automatik, Deutet ja auch zudem darauf hin, das der Vorlauf immer noch zu hoch ist, korrekt?


    Wie habt ihr die Boilerzeiten? Ich habe aktuell Heizkreiszeiten 24/7 (also keine Nachtabsenkung mehr eingestellt) und der Boiler ebenfalls 24/7. Macht es Sinn die Boilerheizzeit zb auf 5:00 Uhr bis 23:00 umzustellen? Oder hat das keinerlei Auswirkung. Mein bestreben ist übrigens, die BUde so warm wie gewollt zu bekommen (in unserem Fall 20 Grad) und das mit so wenig pellets wie möglich.... :saint:

  • Ich behaupte, dass dieses maximale Absenken der Vorlauftemperatur bei einer Heizwert-Heizung wenig Effekt zeigt.


    Ich bewundere auch jeden, der mit 20° C Raumtemperatur glücklich und zufrieden ist.

  • Ich behaupte, dass dieses maximale Absenken der Vorlauftemperatur bei einer Heizwert-Heizung wenig Effekt zeigt.


    Ich bewundere auch jeden, der mit 20° C Raumtemperatur glücklich und zufrieden ist.

    Was meinst du damit genau? Was ist d.M.n. effektiver, als den Vorlauf nicht zu hoch durchzufahren?

    Ach, 20 grad sind toll ;)




  • Nur bei einer Brennwert-Heizung und Wärmepumpen sind niedrige Systemtemperaturen von technischer Bedeutung. Bei erster um den Wasserdampf im Abgas zum Kondensieren zu bekommen, bei letzterer weil der COP (die Arbeitszahl) mit steigender Temperatur rasch schlechter wird.


    Bei einer Feststoffheizung ohne Brennwert-System, die immer mit 70 bis 75° arbeitet, ändern sich beim Absenken der Vorlauftemperatur nur Verluste an den Rohrleitungen. Wenn diese innerhalb der beheizten Gebäudehülle verlaufen, ist die Wärme auch nicht futsch. Nur die Rohre im unbeheizten Keller verlieren mehr Wärme … meist macht das nicht wirklich viel aus. Der Kessel und der Pufferspeicher sind da eher die größeren Verlustbringer.


    Bei deiner Anlage mit einem potenten Kessel mit 25 kW finde ich den Puffer auch zu klein ausgelegt. Dass es da zu mehreren Starts pro Tag kommt ist in Anbetracht der kurzen Ladezeit des kleinen Puffers kein Wunder.

  • Wofür will den der Austroheizer bei einer Pelletsheizung dieser Grösse mehr als 1000l Speicher haben?

    25kW Pelletskessel für ca. 200m2 beheizte Fläche im normalklima Mitteleuropa da reicht doch eine Tonne Heisswasservort längstens aus und 2 oder 3 Starts auf 24 Std. Sind nun auch kein Weltuntergang! Macht doch nicht aus jeder normalen Anlage ein Problem.

    Gruess Ruedi

    Schmid Zyklotronic 20kW. 1800 l Speicher, 600 l Solarboiler an 6m2 Solarfläche.

    Offene Anlage mit 180l Expansionsgefäss, keine TAS installiert!

    Traktoren: Meili DM 36 Jg.60, MF 254 Jg.78 4m Holzerwagen Jg.88

    Werkzeuge:Geba Brennholzfräse, Vogesenblitz 16t Spalter und El. Spalter 5t, 7 Motorsägen, Biber mit Stihl461 als Antrieb. + Jede Art von Äxten!
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  • Nun habe ich aber festgestellt, dass der Kessel so alle 3-4 Stunden heizt. :/

    Das sind aber 6 bis 8 Starts am Tag. Ob das jetzt an zu kleinen Puffern, der großen Wärmeabnahme durch das Objekt, mangelhafte Modulation der Verbrennungsleistung, schlechte Platzierung der Temperaturfühler oder gar einer unglücklichen Konfiguration ist, das weiß ich auch nicht.


    Ich finde das halt viel, weil bei jedem Start wird ein wenig Strom verbraucht, die Zündung beansprucht und die Abgaswerte sind anfangs schlechter.


    Eine gut ausgelegte Pelletheizung läuft mit ein bis zwei Starts am Tag. — Ist halt meine Meinung und Erfahrung. Wir haben 1.200 Liter bei 10 kW Heizleistung und genau einen Start am Tag, in der Übergangszeit oft auch mal noch weniger.

  • Oh, sorry Austro Diesel, da hast du recht, das habe ich übersehen!

    Du hast recht, entweder zu grosse Wärmeabnahme,

    Ich denke eher unzureichende Modulation, oder die Fühler am Speicher schlecht montiert, oder die Parameter beim Kessel suboptimal eingestellt, aber beim Kessel bin ich raus, hab nur einmal einen aus der Nähe gesehen, also nix von 0 Ahnung, da müssen dann andere Forenkollegen weiterhelfen.

    Gruess Ruedi

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  • Oder halt eine einfache Überlegung:


    bei welcher Puffer-Unten-Temperatur stoppt der Kessel?

    Wenn immer nur der obere Teil des Puffer und nicht bis unter durchgeladen wird entsteht auch genau diese Phänomen.

  • Modulation

    Was bedeutet das bitte genau? Wir haben seit umstellung des fühlers ziemlich durchgehend die soll vorlauftemperatur im haus. Allerdings auch ca. 6,8 starts des kessels am tag. Als der Fühler noch falsch hing, hatten wir oft unter den 20 Grad im raum, aber auch nur max 1,2 kesselstarts😅🙈Die starts monitore ich seit gerade und morgen habe ich genaue Zahlen. Zur unserer Anlage, theoretisch hätten wir ca 320 m2 zu beheizen. Bewohnen und heizen aktuell aber nur knapp 220 m2. Was mir heute auch aufgefallen ist. Bei 4 Räumen schließt der stellmotor nicht den heizkreis, obwohl die raumtemperatur längst überschritten ist (soll 20 grad, ist 21.5 zb). Daher haben wir auch aktuell eine starke Abnahme aus dem puffer. Langfristig ist das der Plan dauerhaft offene Kreise, aber ja erst wenn der vorlauf angepasst ist. Es bleibt spannend. Wenn hier noch Einstellungswerte des kessels usw fehlen, gerne fragen, dann suche ich das morgen raus 😊

  • Ach so. Das Haus ist altbau, Dach neu eingedeckt und gedämmt, neue Fenster, keinen Keller, aussenwände sind mit einer lufthohlschicht. Ich verstehe auch immer noch nicht, warum der Rücklauf fast gleich dem vorlauf ist.

  • Modulieren / Modulation bedeutet, dass der Kessel nicht immer mit voller Leistung heizt, sondern in gewissen Grenzen die Leistung dem geforderten Wärmebedarf anpassen kann.

    Gruess Ruedi

    Schmid Zyklotronic 20kW. 1800 l Speicher, 600 l Solarboiler an 6m2 Solarfläche.

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  • aktueller Zustand. Hatte vorhin geheizt.

    Hallo Stephanie,


    laut dem anghängten Bild mit dem Pufferladezustand wird nur der halbe Puffer (500 Liter) mit dem Pelletbrenner beladen (Ladezustand 43%). D.h. die Abschaltbedingung ist nicht Pufferfühler-Unten, sondern Pufferfühler-Mitte. Wie du schreibst, liegt das daran, dass der untere Teil des (Hygiene-) Puffers für die Solarthermie "reserviert" sein soll. Bei dieser Konstellation (und der relativ großen zu beheizenden Fläche) ist es klar, dass der Pelletbrenner öfters am Tag starten muss. D.h. @Austrodiesel hatte recht mit seinem Einwand, dass der Puffer zu klein ist (hatte ich zuvor auch nicht so gesehen). :whistling:


    Wie schon erwähnt, sollte man anstreben, dass ein Pelletlessel möglichst lange läuft, um die ineffektiven Startphasen zu minimieren. Lange Laufzeiten erreicht man durch

    • mehr Puffer: Bei deiner Konstellation könnte man versuchen den Puffer-Mitte-Fühler weiter nach unten zu verschieben (damit verringert man natürlich den Speicherbereich für die Solarthermie).
    • Modulation. D.h. der Kessel reduziert seine Leistung nach einer gewissen Laufzeit auf z.B. 50%.
    • Höhere Puffertemperaturen: Durch Erhöhung der Kessel-Soll-Temperatur und/oder der Abschalttemperatur (Puffer-Mitte-Temperatur) kann man den Kessel dazu zwingen mehr Energie im Puffer zu speichern.

    Ob und wie das bei der Regelung für den Fröling PE1 funktioniert, weiß ich aber nicht. (Fröling schreibt sich übrigens ohne "h" im Namen. Ich werde das gleich noch in deinem Benutzerprofil korrigieren). ;)


    Viele Grüße von Karlheinz :)

    Seit Juni 2011:

    ETA Twin: SH30/P25 "noTouch" (Füllraum 150 Liter)

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    Paradigma Pufferspeicher: 2x Aqua Expresso (1090 + 958 Liter; seriell verbunden)

    Paradigma FrischWasserStation

    Paradigma VRK-Anlage: 2x CPC21 Star Azzurro Solarpanel (10m²; Aqua-System ohne Glykol)

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