Probleme mit dem Vitoligno 300-P

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  • Hallo in die Runde,


    wir haben in unserem Einfamilienhaus eine Viessmann Heizung Vitoligno 300-P. Die Pelletsanlage ist kombiniert mit einer Solarthermieanlage. Einbaudatum: März 2013. In den Anfangsjahren lief die Heizung gut und ich habe mich gefreut, in den Sommermonaten ausschließlich über Sonnenergie Warmwasser zu produzieren. Der Schornsteinfeger war begeistert von dem sauberen Einbau, die Messwerte stimmten und es gab selten Ausfälle. Ich muss zugeben, das ein oder andere mal hatte ich die beiden Aschebehälter zu spät entleert, aber nach Entleerung und Säuberung, manchmal mit einer extra Rostreinigung, kam die Anlage wieder klar und ich leere die Aschekästen heute regelmäßiger.


    Nach ein paar Jahren kam es zu den ersten größeren Störungen. Die Anlage hat alle möglichen Dinge angezeigt und so wurde mittlerweile zwei Mal die Lambda-Sonde getauscht, andere (Klein-)Teile ersetzt und wir haben das Wartungsintervall von einmal auf zweimal jährlich erhöht. In den letzten Monaten mussten dann eine Platine und das Gebläse ersetzt werden.


    Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass für ein großes altes Haus (Baujahr 1922) wie unseres diese Heizung das Optimum ist. Wenn ich einen Energieberater beauftrage, wird er mir in einem ISFP vermutlich aufschreiben, dass ich das Haus dämmen und eine Wärmepumpe einbauen lassen soll - was wirtschaftlich nicht darstellbar ist. In gut zehn Jahren gehe ich in Rente und bekomme keinen Kredit mehr, den ich realistisch bis dahin abbezahlen könnte. Für unsere jetzige Heizung habe ich aber alleine in den letzten Monaten viereinhalbtausend Euro an Wartung und Reparatur bezahlt. So richtig wirtschaftlich ist das auch nicht.


    Hat jemand eine Idee, wie ich die Situation lösen kann? Kann man eine bestehende Pelletsheizung durch eine andere ersetzen? Könnte ich ggf. zumindest das Pelletslager, den Wasserspeicher und die Solaranlage belassen? Geht das überhaupt / darf man das derzeit überhaupt (Gebäudeenergiegesetz)? Und falls ja: welche Pelletsheizung ist verlässlicher?


    Falls diese Angaben noch helfen: Als Bezeichnung auf dem Typenschild steht VL3B, Kesselnennwärmeleistung 6-18 kW, Feuerungsnennwärmeleistung: 6,6-19,8 kW, Kesselklasse 3


    Freue mich auf Antworten, beste Grüße

  • Hallo Pellets Willi erstmal frohe Ostern und willkommen im Forum. Dein Pelletkessel ist die erste Eigenproduktion der Firma Viessmann im Bereich Pellets... Sicherlich ist es möglich nur den Kessel zu tauschen und alles andere was vorhanden ist stehen zu lassen. Aber so wie ich das herauslese existiert wahrscheinlich nur ein Warmwasserspeicher und kein Pufferspeicher.... Sehe ich das richtig ? 30% Förderung von der KfW solltest du für die neue Anlage auch bekommen.

  • Klar kannst du einen Pelletkessel gegen einen anderen ersetzen.


    Gute Hersteller tragen die Namen Hargassner, ETA, auch Fröling wird öfters genannt. Mein Favorit ist ETA mit dem Kessel namens "ePE xy EP", den gibt es von 7 bis über 20 kW Nennleistung.


    Man wird einen Großteil der Istallation weiterverwenden können. Muss man halt genau ansehen. Wenn die Solarthermie schon älter ist muss man da auch mit Ausfall rechnen.

  • Vielen Dank,

    ein Pufferspeicher ist vorhanden.

    Angenommen, ich würde eine Firma finden, die mir z. B. einen ETA installiert - wäre die Wahrscheinlichkeit, dass die jährlichen Wartungs- und Reparaturkosten sinken?

    Oder sind Pelletsanlagen grundsätzlich so störanfällig?

  • Pellet-Heiztechnik hat sich auch weiterentwickelt. Unser neuer Kessel, der von mir angesprochene "ePE 13 EP" läuft seit drei Wintern absolut problemlos, wie eine Gasheizung.


    Die jährliche Reinigung mache ich selber, ist eine halbe Stunde Arbeit. Ein Aschesauger sollte vorhanden sein.


    Die Wartung im dreijährigen Zyklus macht ETA per Wartungsvertrag, vor kurzem erledigt, 330 Euro hier südlich von Wien.


    Ich würde dieses Produkt sofort wieder kaufen.


    Persönlich würde ich nicht auf Solarthermie setzen sondern auf Photovoltaik. Da sind auch schwache Sonnenstrahlen und diffuses Licht noch zu etwas nütze. Wenn die Solarthermie aber noch gut funktioniert kann man das auch so belassen, warum nicht.

  • Ich habe in meinem Bestand der letzten 16 Jahre keinen Kunden der annähernd so viel Geld für Reparaturen an seiner Pelletheizung bezahlt hat.... ETA ist schon ein top Hersteller. Alternativ kaufst du dir einen Pelletkessel an dem Du alles selber reparieren kannst und auch selber die Wartung durchführen kannst.

  • Was selten thematisiert wird, aber durchaus ein wichtiges Thema sein kann, inbesondere bei beengten Raumverhältnissen: die Lage der Rohranschlüsse am Kessel und die Mindestabstände um den Kessel herum für Betrieb und Wartung. Insbesondere das Rauchrohr verträgt weniger Bögen und ist im voluminöser.

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