Optimierung Kesselverhalten bei Solarthermie

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  • Hallo zusammen,


    ich habe einen PE1-35 und zwei 800l Puffertanks. Daran angeschlossen ist eine 9qm Solarthermieanlage, unser Kamin mit Wassertasche (was gerade nicht so relevant ist) und ab nächster Woche auch ein 9KW Heizstab mit Fronius Ohmpilot. Dazu zwei Heizkreise für zwei Wohnungen.


    Der Kessel wurde gerade umgestellt auf "Systemanforderung", sprich er sollte nur anspringen wenn der Boiler (Wärmetauscher ganz oben am Pufferspeicher) unter 50 Grad fällt oder die Heizkreise (Außentemperaturgesteuert) Energie brauchen.


    Jetzt beobachte ich ab und zu, dass kurz bevor die Sonne so richtig auf die Solarthermie ballert, der Kessel bzw. die Lambatronic einen Bedarf feststellt und dann den Kessel für 2 Stunden anwirft (weil der Pufferspeicher schon richtig runter ist). Das soll sie ja grundsätzlich aber eben NICHT wenn innerhalb der nächsten Minuten mit Sonne im Überfluss zu rechnen ist.


    Ich habe im ganzen Haus Temperatursensur am KNX und habe mir schon etwas programmiert, was die Stellwerte der Heizungsaktoren überprüft. Und wenn das Haus überall auf "0 -> kein Heizbedarf" steht, schicke ich über Modbus ein "Absenken" an den Heizkreis. Der zieht die Solltemperatur runter und die Pumpe geht aus. Soweit so gut.


    Nun wollte ich auch unter Berücksichtigung von Sonnenstundenvorhersage die Kesselfreigabe steuern aber ich stelle fest, dass ich den Digitalen Eingang laut Beschreibung nur lesen kann, nicht aber setzen. Obwohl mir der Fröling Support was anderes suggerierte. Habt ihr da eine Lösung? Oder wie fahrt ihr die Anlage zusammen mit Solarthermie?



    Heute kam es dann sogar soweit, dass die Solarthermie voll reinlief während der Kessel den Pufferspeicher heizte. Die Solarthermie bekam die Abwärme nicht weg, Kollektor ging auf 140 Grad und die Sicherheitsabschaltung hat die Kollektorpumpe für Stunden ausgeschaltet. Allerdings war es dann sehr merkwürdig, dass als die Kollektorpumpe wieder lief (auf 100%) und der Kollektor noch 110 Grad hatte (und der Puffer unten nur 42 Grad) der Kollektor seine Wärme noch immer nicht wegbekommen hat. Die Pumpe lief bei > 100 Grad Kollektortemperatur über eine Stunde und der Pufferspeicher wurde eher kühler als wärmer. Am Wärmebedarf in der Wohnung kann es nicht wirklich gelegen haben, bei den niedrigen Vorlauftemperaturen. Zumindest sagt mir das mein laienhafter Verstand. Habt ihr da Tipps wonach ich schauen kann?



    Ein Fröling Außendienstler hatte den Kessel letztes Jahr auch mal von "Systemanforderung" auf fixe Einschaltwerte gesetzt, vermutlich um genau das Verhalten der Solarthermie zu optimieren. Allerdings war das dann so eingestellt, dass wann immer der Pufferspeicher oben unter 60 Grad fiel, der Kessel ansprang. Das war auch regelmäßig zu früh... Daher hat Fröling das wieder umgestellt.


    Wie handhabt ihr das? Bin für einen Austausch dankbar!


    Liebe Grüße

    JP

  • 855

    Approved the thread.
  • Hallo,

    ich habe auch einen fröling PE und zwei Puffer und auch Solarthermie (...und auch einen Heizstab :) ).

    Den PE lasse ich nur von 19:00-24:00 laufen (...auch nach Systemanforderung...)

    Dann kann die ST den ganzen Tag Sonne ernten und wenn dann noch Bedarf sein sollte, geht abends der Pelleter an. Normalerweise geht der nicht an,- ausser im Winter.

    Die Puffer reichen auch tagsüber, falls dann doch keine Sonne scheint.

    Irgendwas stimmt bei Dir aber nicht oder ich hab es falsch verstanden: Wieso geht die Wärme vom Kollektor nicht in den Puffer?

    Wie ist die ST überhaupt angeschlossen und wie kommunizieren die beiden Puffer?


    Viele Grüße, Achim

  • Auch, wenn das Glykol "einen weg hat" (z.B. gecrackt ist), tritt der Fehler auf, das der Kollektor die Wärme nicht in den Puffer bekommt . Dann scheint das Zeug zu zäh zu sein und kaum noch Wärmeleitfähigkeit zu besitzen, bzw. hat womöglich einen isolierenden Belag im Wärmetauscher aufgebaut...

    Kurzfristig würde ich auf Luft im System prüfen und ggf. nachfüllen (dabei gleich mal eine Probe vom Glykol nehmen), langfristig eine Spülung des Systems und eine Erneuerung der Flüssigkeit ins Auge fassen.

    Don't blink!

    _______________

    D20P mit A25 und RLA durch Regumat, Hygienespeicher 800l

    Alles gesteuert per ACD01

    + 10m² Röhrenkollektor mit Regusol, gesteuert durch Deltasol BS Plus v2 für Schichtladung

    P.S.: Kranplätze müssen verdichtet sein!

  • Da ist Luft im System. Wird Montag behoben.


    Dennoch möchte ich natürlich sehen, dass der Pelleter nicht unglücklich anspringt. Dh das regelst du über die Pufferladezeiten?


    Was wenn es ein schattiger Tag ist? Ich habe hier zwei Wohneinheiten, viel qm und auch ältere Leute, denen auch mal bei 23 Grad kalt ist. Dh es gibt bei 20 Grad Außentemperatur durchaus Heizbedarf. Da will ich nicht manuell die Pufferzeiten anpassen müssen.


    Beispiel heute: Puffer war über Nacht schön leer. Heute Morgen um 7 Uhr sprang der an, damit die Badezimmer überhaupt auf Wohlfühltemperatur kommen. Wenn ich die Ladezeiten nur auf 19-24 Uhr stelle, wäre das hier heute Morgen ggf zu kalt gewesen.


    Muss mal schauen, ob es bzgl Pufferladung nen modbus Parameter gibt.

  • Hallo J. :)

    ...genau- ich regle das über die Pufferladezeit. Ich hab aber auch nur ein EFH mit 3 Personen und 2x1000l Puffer. Wenn der Pelleter abends nicht angeht, muss immer noch genug gespeichert sein, dass es tagsüber reicht, wenn keine Sonne scheint. Abends würde ja dann der Pelleter wieder anspringen. Klappt ganz gut.

    Das ist für Deinen Bedarf dann wohl nix...?

    Ich hab in dem ersten Hygienespeicher eine Solarwendel und auch in dem zweiten Puffer eine Solarwendel. Wenn im ersten oben 60 Grad sind, schaltet die Lambdatronic auf den zweiten um. Wenn dann im zweiten mehr Temperatur ist, als im ersten, pumpt eine Differenzsteuerung vom zweiten in den ersten um.

    Die Sonnenausbeute vorherzuplanen hab ich auch lange getüftelt, aber das kam zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis. Mit meiner Lösung bin ich jetzt sehr zufrieden.

    Würde mich aber freuen, wenn Du da weiter kommst.


    Viele Grüße, Achim

  • Hallo j.koopmann

    Im ersten Beitrag wurde u.a. genannt 9 qm Solarthermie.


    Es ist aber nicht weiter geschrieben ob Röhren oder Flachkollektoren. Ober ob es noch eine separate

    Steuerung für die ST gibt.


    Ich kenne bei Röhren-ST in meiner Steuerung auch eine spez. Steuerung für die Art des Kollektors. Z.B. können Röhren ein unterschiedliches Temperaturgefüge haben.

    Z.B. kann man dann auch die Pumpe sep. ansteuern, um den Kreislauf in Gang zu bringen.

    Und wo sitzen evtl. die Fühler für die ST?

    Gibt es evtl. eine sep. Zeitsteuerung für ST?

  • Luvano-guenther Danke für die Hilfe. Der Punkt ist: Die Pumpe läuft auf 100% und die Hitze wird von den Kollektoren nicht weggebracht. Die Vorlauf- und Rücklaufthermometer für den Solarkreislauf stehen auf 40 Grad trotz 140 Grad im Kollektor. Dazu setzt es "Schläge" am Kreislauf. Da ist schlicht viel Luft in der Leitung und es kommt kein Kreislauf zustande. Morgen wird die Solarleitung gespült und dann sehen wir weiter.


    sonnemondundsterne Ja hier ist der Bedarf leicht anders. Jetzt schauen wir mal wie es ist, wenn die Kollektoren wieder reinbuttern und der 9kw Heizstab seine Arbeit aufnimmt. Derzeit würde der pro Tag 40-50 kWh an Energie bekommen und wird den Puffer ja nochmal kräftig heizen. Mal sehen, ob das dann bis zum nächsten Sonnentag reicht!


    Ich habe zwei zwei Puffer aber alle Anschlüsse hängen nur am linken Puffer. Die Puffer sind miteinander verbunden. Ich kann daher keine separate Ladung/Entladung steuern. Der Heizstab kommt aber in den rechten Puffer. Bin mal gespannt, wie sich das dann verhält.

  • Hallo,

    Die Pumpe läuft auf 100% und die Hitze wird von den Kollektoren nicht weggebracht. Die Vorlauf- und Rücklaufthermometer für den Solarkreislauf stehen auf 40 Grad trotz 140 Grad im Kollektor

    da dürfte die Pumpe überhaupt nicht mehr laufen und Druckschläge die dadurch entstehen sind sehr schlecht für die Anlage was dazu führen kann das sich die Kollektoren zucracken und dann hast du gar keinen Durchlauf mehr.

    Sonnige Grüße Reiner

    ETA BK 15 mit Saugzuggebläse und Lambdasonde geregelt mit UVR16x2

    3 X 800 l PS zwei mit Solarwendel und 14 m2 FK mit einem CTC 265 EM als

    Backup und LUVANO 10kW geregelt mit zwei UVR16x2, UVR610 mit CAN-I/O45

    CAN-MTx2 und CMI für eine DHH mit Anbau und 110m2 Heizfläche

  • Korrekt. Die Pumpe schaltet ab ca. 120 Grad ab. Die Frage war, warum das überhaupt auf 120 Grad hochging. Das Rätsel ist aber gelöst: Luft in der Leitung und es kam kein Kreislauf zustande. Wurde heute gespült und aufgefüllt und der Kollektor läuft wieder. Jetzt ist zwar noch die Pumpe falsch angeschlossen und wird nicht korrekt von der Steuerung angesprochen, aber der wirklich hervorragende Kundendienst hat das als Problem erkannt und schickt mir einen Techniker. D.h. das Solarthermieproblem kann man insofern als "gelöst" betrachten.


    Die verbleibende Frage ist, wie viel die 9qm Röhrenkollektoren bei klarem Himmel und Südausrichtung im Mai an Temperaturanstieg im Puffer erzeugen müssten. Seit heute morgen 9 Uhr hat es die Puffertemperatur unten von 38 auf 44 Grad gebracht. Mal sehen, was da heute noch geht. Und in der Tat ist noch unklar, ob die Pumpe mit der korrekten Drehzahl läuft. Das weiß ich erst heute Abend....

  • Hallo,

    Die verbleibende Frage ist, wie viel die 9qm Röhrenkollektoren bei klarem Himmel und Südausrichtung im Mai an Temperaturanstieg im Puffer

    da sit wieder mal die Frage was will ich ernten Temperatur oder Energie beides geht physikalisch nicht. Ich will Energie und das ist max. Volumenstrom bei geringster VL Temp. den je höher die Temp. im Kollektor desto schlechter ist der Wirkungsgrad.

    Sonnige Grüße Reiner

    ETA BK 15 mit Saugzuggebläse und Lambdasonde geregelt mit UVR16x2

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    Backup und LUVANO 10kW geregelt mit zwei UVR16x2, UVR610 mit CAN-I/O45

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