Neues Zentrales Heizsystem - Hackschnitzel oder Pellet?

There are 27 replies in this Thread which was already clicked 2,872 times. The last Post () by Austro-Diesel.

  • Hallo zusammen,


    Ich stehe vor der Planung eines zentralen Heizsystems für ein kl. aktuell noch leerstehendes Mehrfamilienhaus in 16225 Eberswalde und ich würde mich über fachlichen Austausch und Einschätzungen sehr freuen :)


    Zum Gebäude:


    Baujahr: ca. 1925

    Wohnfläche aktuell: ca. 300 m² verteilt auf 4 Wohneinheiten

    Dachboden: Roh, evtl. später zu einer 5. Wohneinheit ausbaubar (zusätzl. ca. 60 m²)

    Keller: Vollunterkellert ( leider nur 2 Räume Stehhöhe, ich bin ca. 185 groß)


    Fassade unsaniert, bzw. nicht gedämmt. Und doppelverglaste Plaste Fenster aus den 90ern.


    Heizbedarf:


    Ich schätze der Heizwärmebedarf (unsaniert) liegt bei ca. 60.000–70.000 kWh/a für das gesamte Haus inkl. Warmwasser.


    Wünsche :


    Zentrales Heizsystem mit Wärmelieferung über Heizkreisverteiler an jede Wohnung

    Warmwasserbereitung integriert

    Möglichkeit zur Eigenversorgung mit regionalen Hackschnitzeln in Zukunft

    Niedriger Wartungsaufwand, möglichst automatisiert

    Geringe Betriebskosten, gute Förderfähigkeit

    Kombinierbar mit Solarthermie oder PV (optional)

    Ideal: Pufferspeicher mit ausreichender Kapazität für Nachheizzeiten


    Fragen an das Forum:


    Hackschnitzel oder Pellet?


    Ich tendiere zu Hackschnitzel (z. B. Marke Fröling oder ETA), da dieser wenn ich irgendwann - so Gott will- ein kleinen Nurzwald finde selbst produziert werden kann.


    Wie ist eure Erfahrung im Vergleich zur Pelletlösung?


    Lohnt sich der Aufwand bei 4–5 Wohneinheiten?


    Wieviel kW Heizleistung wären realistisch?

    30 kW? 40 kW? Oder gar mehr für spätere Erweiterung (z. B. Heizkörper in den 4 Wintergärten ( je ca. 6m2 )?


    Wie groß sollte der Pufferspeicher sein?


    Was muss bei der Warmwasserbereitung beachtet werden?


    Wohnungsweise Übergabestationen? Oder zentral mit Zirkulation?


    Förderung Erfahrung?


    Gibt es derzeit bessere Konditionen für Hackschnitzel gegenüber Pellets? Wie ist eure Erfahrung mit dem Antragsverfahren?


    Technikraum / Aufstellort:


    Schätze im Keller sind aufgeund der geringen höhe nur ca. 20 m² nutzbar, inklusive Lagerfläche – reicht das aus für Kessel, Pufferspeicher und ggf. Hackschnitzellager?



    Ich freue mich über jede Rückmeldung – gerne auch mit Beispielen aus ähnlichen Projekten oder konkreten Systemvorschlägen. Auch Hinweise zu Fachplanern oder Firmen in Brandenburg/Berlin, die Erfahrung mit Mehrfamilienhäusern und Hackschnitzelanlagen haben, sind herzlich willkommen.


    Viele Grüße


    Henning


    Ps: Sorry für die lange Nachricht. Ist mein erster Beitrag und ich hab wirklich sogut wie keine Ahnung vom heizen mit Holz.

  • Hallo, lass die Heizung berechnen. Alles andere ist raten ins blaue.


    Ich würde eine Hackschnitzel Anlage den Vorzug geben, diese kann, wenn nötig, auch mit Pellets betrieben werden.

  • Zwar habe ich keine eigenen Erfahrungen mit Hackschnitzeln, aber im Umfeld gut funktionierende Anlagen schon gesehen.


    Hackschnitzel sind eine Option, wenn man die Hackschnitzelproduktion und -zulieferung in verlässlichen Händen weiß oder selber machen kann. Das ist aber mit Materialeinsatz und Lagerplatzbedarf verbunden, der Zellsaft der Hackschnitzel fermentiert auch nach dem Häckseln und daher stinken die Hackschnitzel durchaus mal. Hackschnitzel haben durch die hohe Restfeuchte und den hohen Rindenanteil einen geringeren Heizwert, was den Platzbedarf weiter steigert und Abgase problematischer macht.


    Also wenn man das "industriell" angeht durchaus denkbar, aber eher nicht für dich, meine ich.


    Hargassner wär auch noch ein gut beleumundeter Hersteller.

  • Das Handling mit Hackschnitzeln ist schon aufwendig... Die Anschaffung der entsprechenden Anlagen auch wesentlich teurer als herkömmliche Pellets Heizungen. Wenn der Bezug von vernünftigen Hackschnitzel nicht auf Dauer gesichert ist würde ich die Finger davon lassen...

  • Danke für die schnellen Reaktionen!


    Habe am Donnerstag einen Vertriebler von Ökofen im Haus. Er wird es berechnen- für Pallett - ( Hackschnitzel bieten Sie leider nicht an) und glaube der gibt mir auch einen Installateur an die Hand der es dann auch komplett anbieten kann. Dann krieg ich bald mal n ersten preis. Er empfahl mir am Tele eine 24kw anlage die sich wohl auf 32kw hochtunen lässt mit irgendeinem Update ( falls man z.B. nach dem Dachbodenausbau mehr leistung braucht) ich habe mich jetzt hier im Forum aber gestern nacht wund gelesen und den allg. Eindruck das alle Heizer eigtl. immer lieber noch etwas leistungstärkwres verbaut hätten. Dies besonders auch bei dem Pufferspeicher empfehlen.


    Also Fausregel: immer ne nummer größer planen als gedacht?


    Hat heir jemand erfahrung mit ÖkofenSystemen? Wäre auch über PM erreichbar.


    Das mit der Feuchtigkeit vom Hackschnitzel ist ein sehr guter Hinweis, danke. Habe gehört das kann bei den Palletts auch passieren. Denke komme langfristig aufgrund der Region gut an Hackschnitzel ran, die Fachhochschule im Ort hat auch eine große anlage am Waldcampus. Evtl. kann ich da mitkaufen, werde ich morgen mal anfragen. Und auch wers montiert hat welche Marke usw.


    Würde um fechtigkeit vorzubeugen das Pallett System von o.g. Marke mit so einem Wasserdichten Aufbewahrungs Bottich ergänzen. Rechts im Bild. Links im bild ist ne XL Pelletts Brennwertanlage und wahrscheinlich mit 100-130kw vollkommen übermotorisiert aber so ungefähr stell ich mir das bei mir im (leicht feuchten) Keller vor. Macht glaube fast alles Automatisch.


    Was ist eigtl. der Unterschied zwischen Brennwert und Heizwert und wozu würdet ihr tendieren?


    pasted-from-clipboard.jpeg


    Als zusatz zum Pallett oder Hackschnitzel Brenner vileicht noch mindestens eine sone Brauchwasserwärme Pumpe hier , trocknet wohl auch die Luft im keller. Das wäre ja zusätzlich vorteilhaft, wenn die im Lager steht könnte man vielleicht auf diese Plastebottiche verzichten.


    Brauchwasser-Wärmepumpe » ÖkoFEN
    Heizkosten einsparen & Umwelt schonen: mit der Warmwasser-Wärmepumpe von ÖkoFEN kein Problem. ✓ Jetzt informieren!
    www.oekofen.com


    Ehrlichgesagt habe ich gedacht, ich lasse sowieso in jeder Wohnung einen alten Kachelofen stehen & angeschlossen. Bevor ich auf die Idee gekommen bin mit Holz zu heizen, hatte ich mir auch einmal mal 4xGaskombi Thermen anbieten lassen. Da gibts natürlich keine Förderung. Aber komplett inkl. neuer haupt Gas und Wasser(kalt&warm) Stränge, sämtlichen Heizkörpern und allem was dazu gehört für 4 Whg + der Vorbereitung für den Dachbodenausbau usw. wirklich ein ordentliches Angebot und kein wilder Fantasie Preis.


    Jetzt bin ich aber angefixxt von der Idee , vorhaltig in ein etwas “unabhängigeres” zentrales Heizsystem zu investieren als in Gas. Und zukünftig mit Holz zu Heizen besonders bei der Förderung von bis zu 70% wäre natürlich stark! Aber das ganze Haus damit ausstatten, habe ich doch etwas respekt vor.


    Besonders wenn auch warmwasser dazu kommt. Wenn das ausfällt steigen mir die zukünftigen Mieter sofort (und zu recht) aufs dach. Aktuell ist das Haus leer und ich kann noch sanieren wie ich will. Ergibt es Sinn für die kalten Monaten als zusätzliche Unterstützung für das Haus, wo schätze bis zu 12 Personen wohnen werden?


    Mit PV und Solarthermie kenn ich mich nicht aus. Aber es wäre cool wenn ich n Wasch&Trocken Raum für alle zur Verfügung stellen könnte und dieser genauso wie der Hausstrom, Flur & Keller Licht sowie der betrieb der Heizanlage über Sonnenkraft für alle Bewohner “gratis” wird.


    Ich hoffe es war O.K. das ich den link und Bild geposted habe. Hatte hier im Forum iwo gelesen das teilweise werbung gemacht wurde , was ich hier wirklich nicht vorhabe. Wünsch mir eigtl. ne Hackschnitzel Anlage von der zuverlässigsten Marke. (Weil langfristig daran interessiert selbst zu produzieren.)

    Und würde diese dann gerne in Kombi mit ner guten Idee für Warmes Brauchwasser in den warmen Monaten z.B. April-September im ideal fall nur selten oder gar nicht erst zum Heizen anschmeissen.

    Und falls der Schornsteinfeger es zulässt und ich die Kapazitäten im Schornstein habe auch gerne noch die Kachel Öfen in den Wohnungen als sicherheits backup und aus nostalgischen gründen einmal wieder vom Ofensetzer richtig instandsetzen lassen.


    Habe auch gelesen man kann die erhalten und umrüsten mit modernen Öfen austatten oder so, wo man dann auch warmwasser bewegung erzeugt und damit heizkörper in den WEH betreibt. Klingt wild, fände ich natürlich auch cool da mal nen erfahrungsbericht zu zu lesen.


    Weil hand aufs Herz, diese Gasthermen kann ich optisch nicht leiden und nehmen platz in der Küche weg. Ich hab zwar keine Glaskugel aber in Zukunft bekommen wir glaube kein billiges Gas aus Russland + keine Förderung, + mehr Grundsteuer, + Gas wird def. immer teurer alle paar jahre weil “grüne” Gase z.B. wasserstoff etc. dazu gekauft/gemischt werden müssen.


    Bin mit dem Feuerheizthema weiterhin unsicher da halt keine erfahrung und alles einfach zu bedienen bleiben sollte… aber hab bock dazu zu lernen :S


    Fröhlichen Gruß an alle die es gelesen haben und angenehmen Sonntag Abend in die Runde!



  • Oha eine komplizierte Sache und deine Gedanken auch... Ein Pelletsilo aufgestellt in einem Kellerraum oder unter einem Carport... Selbst wenn die feucht sind ist überhaupt kein Thema da brauchst du dir über die Pellets keine Sorgen zu machen....

  • Ich hab meine Anlage ohne Vorerfahrung selbst geplant und eingebaut.

    Das ist durchaus machbar, bei mir sind es ca.270m² Wohnfläche und 500m² Nutzfläche die beheizt werden.

    Das Ganze beschickt von einem ca. 50m³-Bunker auf 4x4m - das würde ich für ein Mfh auch als Minimum sehen.


    Was ich nicht bestätigen kann ist Gestank oder hoher Rindenanteil - ich bin blauäugig ran gegangen und habe einfach gebaut und mich später um Lieferanten gekümmert.

    Ich sehe das recht entspannt, Holz bekommt man immer irgendwo her und ein Lohn-Hacker ist auch zu organisieren.

    Ich habe das Glück in der Nachbarschaft genug Waldbesitzer und Bauern zu haben, das könnte in BRB natürlich anders sein, aber auch da dürfte sich eher jemand finden als einer der Pellets produzieren kann.


    Falls du Fragen hast such mal hier im Forum meine Vorstellungsbeitrag oder schreib mir.

  • Selbst wenn die feucht sind ist überhaupt kein Thema da brauchst du dir über die Pellets keine Sorgen zu machen....

    Gerade bei Pellets sollte man sich Sorgen machen, so eine Aussage gerade von dir hätte ich nicht erwartet.

    Pellets brauchen ein umweltfreundliches Bindemittel und sind damit anfällig für Feuchtigkeit und Zerfall.

    Hackschnitzel trocknen einfach wieder.

  • Das Hackschnitzel bei dir nicht zu riechen anfängt freut mich zu hören. Das Haus ist komplett unterkellert. Also 4x4 meter und mehr sollte auch kein Problem sein. Diese Dimensionierung mit nem 50kw Kessel scheint mir auch das Minimum.


    Die Raumhöhe in meinem Keller macht mir sorgen. Was braucht man da minimum an Höhe für Technik raum und Lager?


    Zum Bleistift für den ETA Hackschnitzler den du hast plus die ganze Anlage? Bilder wäre ein Traum. Aber schaue jetzt erstmal ob ich deinen Beitrag finde. Und google dann dein Equipment. Was mich brennend interessiert ist wieviel arbeit macht dir deine Anlage mit befüllen, und reinigen + die Jährliche wartung. Kann man die selbst vornehmen bzw. Verfällt die Garantie wenn es kein Facharbeiter machte? Mut weiteren Fragen melde ich mich gerne morgen nochmal mit PN. Vielen dank für das Angebot!


    Meine herangehensweise ist normalerweise immer : erst Handeln dann denken. Weil die hälfte geht ja sowieso immer schief egal wieviel man plant.


    Nur darf dieses mal wirklich maximal die Hälfte schiefgehen sonst bin ich erst mal gears…! 8o


    Und selber einbauen darf ich doch eigtl. auch nicht… oder geht das ? Brauche doch sicher Fachfirma, Sani & Schorni?


    Aktuell ist in meiner Hütte Gas abgedreht, weiß auch nicht ob die mir die alteb Rohre nochmal freigeben/anschalten, wegen möglicher undichtigkeit, Das Haus steht seit Mitte 2023 leer und ist abgeschaltet. Lass jetzt erstmal nen neuen Sicherungskasten einbauen und fahr die Kiste langsam hoch. Ma gucken was alles noch funktioniert. Gesamtes Heizsystem besteht aktuell aus paar Außenwandheizern, den Kachelöfen. Außerdem gibts Durchlauferhitzer…


    Bevor ichs vergesse: Evtl. noch irgend jmd. erfahrung mit diesen Ökofen Geräten? Die schreiben was von 107,5% Wirkungsgrad. Mein Ingenieurs Kumpel meinte die sind gelogen, hätten die das geschafft müsste der erfinder nicht mehr arbeiten gehen. Er erwähnte da so nen juten alten energieerhaltungssatz…


    Finde die Technik, Wettervorhersage und komfort alles recht fortschrittlich. Und habe das Unternehmen mal gescannt und macht 2020-2023 Umsatz im 2stelligen Mio berreich, ein seit über 10jahren gut wachsender Mittelständer. Und das auftreten wirkt recht seriös und fortschrittlich! Gibts sowas? :saint:

  • Tu dir einen Gefallen und lass die Finger von Ökofen. Das heizungsforum.de ist voll von problematischen Berichten, der Kessel ist von der Verbrennungstechnik eher einfache Kost (keine Lambdasonde, keine Zwangs-Rostreinigung) und die Regelung scheint auch eher zickig zu sein und und zum Schwingen zu neigen. Der gehypte "Zero" mit der Abgasrückführung kann wiederum nicht modulieren. — Mir scheint es, als ob Ökofen eher beim Marketing seine Stärken hätte.


    Ebenso ist Brennwerttechnik (also alles mit "über 100% Wirkungsgrad") bei Holzheizungen kritisch zu sehen. Damit das trotz der Kondensate im Abgas funktioniert ist viel Aufwand zu treiben (Spülung des Wärmetauschers mit Frischwasser) und die 5 bis 7 Prozent mehr Wärmeausbeute sind den technischen wie finanziellen Aufwand nicht wert. Kriegst du auch bei jedem Hersteller, die wenigsten raten wirklich dazu.


    Eine Brauchwasser-Wärmepumpe ist eine feine Sache, läuft auch in unserem Keller. Aber im Mehrparteienhaus gelten andere Hygiene-Regeln, 60° C Vorhaltetemperatur ist meines Wissens vorgeschrieben! Und das spielt's mit Wärmepumpen nimmer.


    Was du vorhast ist eine eher komplexe Heizanlage die mit dem Standardbedarf nicht viel zu tun hat. Kleine Fehler, große Auswirkungen ...


    Pellets können bei höher Kellerfeuchte problematisch sein, Schimmelbildung und Zerfall sind schon vorgekommen. Pellets werden trocken angeliefert, sondern aber frisch produziert ein paar Wochen giftiges CO (Kohlenmonoxid) ab. Eine gute Belüftung des Lager- und Vorraumes ist wichtig, das ist eine ernstzunehmende Sache!


    Hackschnitzel sind idR feuchter als Pellets, der Rohstoff ist ja nicht trocken sondern mehr oder weniger "waldfrisch".


    Solarthermie ist an sich nicht mehr so recht empfehlenswert. Relativ viel Aufwand für überschaubaren Nutzen. Da Dachflächen meist knapp sind ist es schlauer, darauf eine größere PV-Anlage zu realisieren und mittels Wärmepumpe Warmwasser zu bereiten. — Allerdings kann das im Mehrparteienhaus eben wieder anders sein (weil mind. 60° C gefordert werden).


    Den am Dach erzeugten Strom direkt den Mietern zu verkaufen ist auch nicht so einfach, hab ich irgendwo aufgeschnappt. (Bin kein Deutscher, da ist sehr vieles im Detail anders als bei uns.)


    Du bist im Moment voller Begeisterung, aber denke das alles gründlich durch und lass dich nicht zu sehr von Vertretern vollquatschen.


    Hier geht es um viel Geld, daher ist der Ansatz "handeln, dann denken" sehr sportlich …

    • Wichtig ist mal eine solide Abschätzung des Heizwärmebedarfs und des Warmwasser-Bedarfs. Überdimensionierung ist in der Regel mit Wirkungsgradnachteilen verbunden.
    • Kesseltechnik, die nur wenig oder nicht moduliert, braucht große Pufferspeicher. Sonst muss der Kessel oft ausgehen und neu zünden … jedesmal schlechte Abgaswerte und Verluste. Rechne mit ganz grob 2.000 Litern Puffer, je nachdem wie gut der Kessel in der Praxis (!!!) moduliert.
    • Dann sollte geklärt sein, wie die Heizflächen beschaffen sind. Heizkörper sind eher nachteilig für Brennwerttechnik.
    • Der Rauchfangkehrer sollte dringend auch mal befragt werden.
    • Zu beachten sind auch die behördlichen Dinge bei der Lagerung von Brennstoff im Haus bei größeren Mengen und für den Heizraum selbst.
    • Wie kommt der Brennstoff ins Lager? Lärm, Schmutz, Gerüche …
    • Wie lange werden die Warmwasser-Leitungen und ist das ohne Zirkulation (= oft Energieverschwendung) zumutbar? Sind Unterflurspeicher in den Küchen oder elektrische Durchlauferhitzer eine Option?
    • Was passiert bei einem Heizungsausfall? Was ist der Plan B?
    • ETA und Hargassner haben gut beleumundete Namen, auch Fröling und KWB. Die Regelung ist bei ETA besonders gut gelungen und von Haus aus komplett.
    • Feinstaub ist ein Thema. Partikelabscheider sind u.U. nötig oder zumindest empfehlenswert und sollten selbstreinigend sein.
    • Die angesprochene geringe Raumhöhe wird ein Thema sein. Für Reparaturen muss oberhalb des Kessels ausreichend Platz sein.
    • 20 m2 Kellerfläche für Heizraum und Lagerfläche ist arg klein. Pelletsheizungen bauen recht kompakt, aber rechne auch mit ca. 6-10 Tonnen Pelletsbedarf pro Saison. Ein Pelletbunker lässt sich auch nicht bis zur Decke hin befüllen. Je nach Lagerproportionen sind bis zu 50% "totes Volumen" einzuplanen (Schrägboden, Schüttwinkel).
    • Du brauchst für ein altes 300-m2-Haus ganz sicher keinen Kessel mit 40 oder 50 kW. Eher um die 25 kW.
    • Du hast Komfort und Unkompliziertheit angesprochen. Das kriegst du bei einer Biomasseheizung eigentlich nur mit Pellets hin, da der Brennstoff standardisiert ist und die Technik bei vielen Herstellern ausgereift.

    Schau dir mal den ETA ePE 26 EP mit integriertem selbstreinigendem (!) Partikelabscheider an. Der ist kompakt, modernste Technik mit Lambdasonde und aktiver Sekundärluftregelung, zuverlässig, effizient und die integrierte Regelung spielt alle Stückerl, egal ob in Kombination Brauchwasser-Wärmepumpe, Solarthermie, mehrere Heizkreise u.v.a.m.


    Hier im Forum wird dir geholfen, das zu durchleuchten. Lass dir die nötige Zeit.

  • Selbst wenn die feucht sind ist überhaupt kein Thema da brauchst du dir über die Pellets keine Sorgen zu machen....

    Gerade bei Pellets sollte man sich Sorgen machen, so eine Aussage gerade von dir hätte ich nicht erwartet.

    Pellets brauchen ein umweltfreundliches Bindemittel und sind damit anfällig für Feuchtigkeit und Zerfall.

    Hackschnitzel trocknen einfach wieder.

    Ich meinte nicht feuchte Pellets sondern feuchte Räume mit einem entsprechenden Sack Silo ist das kein Problem Pellets in feuchten Räumen oder an der Außenluft zu lagern... Ich habe in meinem Kundenstamm zahlreiche Beispiele wo die Pellets eben nicht feucht werden. Wie schon geschrieben z.b ein Sack Silo frei unter einem Carport stehen oder ein Sack Silo in einem Gewölbekeller der eine wahre Tropfsteinhöhle ist... Über Jahre hinweg keinerlei Probleme

  • Hallo,

    Dein Gedanke mit Hackschnitzel per Fröling ist doch gar nicht verkehrt.

    Fröling ust qualitativ hochwertig und im Falle eines Defektes haben wir doch hier in Brandenburg eine gute Abdeckung - der eine Werkskundendienst wohnt bei dir um die Ecke.


    Brennstoff ist auch kein Problem, ich könnte dir auf Anhieb im "Alt-Bezirk FF" 5 Forstunternehmen nennen die Hackschnitzel produzieren, inkl Abholung oder Lieferung.


    Zur Auslegung kann ich nur empfehlen, lass eine saubere Heizlastberechnung machen.

  • Moin!


    Ihr seit echt eine super Hilfe. Danke vielmals für eure Beiträge! Leider hat der ETA Vertreter unseren Termin heute abgesagt aber vieleicht kommt er morgen und ich war trotzdem mal

    wieder am Haus und nach heutiger Sichtung des Keller und der alten Bauzeichnungen (habe ich hier mal Hochgeladen) ergibt sich folgendes Bild: In den linken Kellerräumen, die zur Straßenseite liegen, habe ich in 3 Räumen mit jeweils 10m2 größe eine maximale Raumhöhe von 1,70- 1,80 Metern. Die Räume sind nur durch dünne Spanplattenwände getrennt welxhe ich problemlos wegreissen kann. Dann habe ich einen 30m2 Bunker. Dort könnte ich Gewebesilos für Pellets oder ein großes Schrägbodenlager für Pellets oder Hackschnitzel einbauen, das über drei bestehende Kellerfenster Schächte von der Straße aus befüllt werden kann. Entweder händisch aus Säcken, verfüge über einen H2L3 Transporter und könnte damit Pallets/Schnitzel abholen ( spar ich mir das Fitnessstudio). Oder über einen LKW der ranfährt und mir den guten Stoff mit nem maximal 100mm Rüssel einbläst. Breiter sind die Öffnungen der Schächte leider oben an der Fassade nicht. Könnte man bestimmt etwas erweitern, weiss aber nicht ob ich dafür dann ne Baugenehmigung brauche… und is ja alles schon teuer genug 😇


    Die eigentliche Heizzentrale mit dem Heizkessel muss in einem der rechten Kellerräume untergebracht werden, wo ich eine maximale Raumhöhe von1,90- 1,95 Metern zur Verfügung habe. Die Verbindung zwischen Lager und Kessel könnte zumindest bei Pellets ja über ein Ansaugsystem realisiert werden. Das geht bei schnitzel nicht oder?


    In Bezug auf den Pufferspeicher stellt sich bei dieser Raumhöhe ebenfalls die Frage nach der besten Lösung. Ein stehender 2.000-Liter-Speicher wird vermutlich zu hoch sein, daher ziehe ich entweder zwei kleinere stehende Pufferspeicher oder alternativ einen großen liegenden Speicher in Betracht. Mich interessiert, ob jemand bereits mit liegenden Pufferspeichern in Altbauten praktische Erfahrungen gemacht hat – insbesondere im Hinblick auf Platzbedarf, Zugänglichkeit und Wartung.


    pasted-from-clipboard.jpeg


    Parallel dazu plane ich eine PV-Anlage auf dem Dach. Die Idee, diese perspektivisch mit einer Warmwasser-Wärmepumpe oder (und ?) einer Frischwasserstation zu kombinieren, um die Warmwasserbereitung im Sommer elektrisch abdecken zu können lässt mir keine Ruhe. Mich interessieren hier ebenfalls Praxiserfahrungen, insbesondere was die Mindesttemperaturen im Mehrparteienbetrieb betrifft, da wohl, wie ich gerade gelernt habe, 60 Grad Celsius aus hygienischen Gründen dauerhaft bereitgestellt werden müssen.


    Konkret würde ich auch nochmal gerne wissen, ob ein moderner Pelletkessel wie der ETA ePE 26 EP den mir Austro-Diesel empfohlen hat tatsächlich in einem Raum mit 1,95 Metern Höhe installiert und gewartet werden kann.


    Falls nicht, welche kompakten Alternativen gibt es? Bin ja noch Marken offen :) finde den Einwand von mike natüelich auch sehr Sinnvoll auf Fröhling zu setzen weil die hier einen gut funktionierenden Kundendienst haben. Kann doch recht schwierig werden die guten Jungs aus Österreich zu überzeugen meinen Kessle zu warten wenn Sie dafür ne kleine Weltreise auf sich nehmen müssen.


    Gibt es empfehlenswerte Hersteller für besonders kompakte Pufferspeicher, die für niedrige Kellerhöhen geeignet sind?


    Außerdem interessiert mich, wie viel “totes Volumen” ich bei einem Schrägbodenlager unter 1,80 Metern Höhe einplanen muss.


    Ich bin dankbar für jeden Hinweis und Erfahrungswert, insbesondere im Hinblick auf platzoptimierte Lösungen. Ziel bleibt eine effiziente, wartungsarme und förderfähige Zentralheizung mit Backup-Lösung (evtl.Vaillant eloBLOCK 12 kW ? ) und sinnvoller Erweiterbarkeit.


    Wäre echt cool langfristig Unabhäbgig von diesem ganzen Heizung(chaos) Gesetzen zu werden. Und finde Klima schützen grundsätzlich auch feine jute Sache.


    Apropos Fröhling, habe diese Kompakten PE1 Pellet hier entdeckt mit bis zu 35 kw. Evtl ne gute Wahl für den Zwergenkeller… is aber glaube Brennwertkessel wenn ichs richtig gelesn hab


    Kompakte Pelletheizung bis 35 kW: Fröling PE1 Pellet
    Die kompakte Pelletheizung Fröling PE1 Pellet ist bis ➤ 35 kW erhältlich und eignet sich ideal für ♺ Niedrigenergie- & Passivhäuser!
    www.froeling.com


    Fröhli(n)ge Grüße :)

  • Pufferspeicher arbeiten mit Schichtung, das heißt einem erwünschten Temperaturgefälle von oben nach unten. Dazu ist prinzipiell eine vertikalen Ausrichtung sehr hilfreich.


    Man kann aber auch mehrere kleinere in Serie oder parallel schalten, man kann auch welche nach Maß anfertigen lassen und/oder gar vor Ort zusammenschweißen. Es gibt auch eckige Ausführungen, braucht halt mehr Stahl wegen der Stabilität.


    Für die für die Wartung und Reparatur nötige Raumhöhe schreibt ETA 220 cm.


    https://www.eta.co.at/fileadmin/user_upload/documents/epe-technische-daten-de.pdf


    Vielleicht ist dies ein wenig verhandelbar, aber unter 200 cm wird wohl schwierig.



    Ein interessantes Dokument ist auch dieses hier generell zum Thema:


    https://www.holz-solar-heizung.de/app/download/6658161/ETA_PE_Planungsmappe.pdf



    Der Einblasschlauch hat 100 mm Innendurchmesser, die verwendeten Storz-Kupplungen bauen da mit ca. 150 mm Durchmesser noch etwas größer. Ich empfehle dir auf jeden Fall eine Festinstallation der Einblas-Verrohrung, kann man auch in die Fassade einstemmen.


    Textile Lager gibt es aus luftdichterem und -durchlässigerem Material. Die Einblasluft muss ja auch wohin entweichen können und träft auch etwas Staub mit sich. Manche berichten von wenig, andere von bedeutenderen Mengen.

  • Hallo, nachdem die baulichen Gegebenheiten geklärt sind rate ich von der Hackschnitzel Idee auf jeden Fall ab.


    Die Hackschnitzel von Hand zu befüllen willst du nicht tun. dazu wäre ein Zugang von außen nötig in den direkt abgekippt werden kann.

  • @ Gronny


    Das mit dem Kundendienst von Fröling wird kein Problem sein,die kommen nicht Alle aus Österreich!Da gibt es bestimmt jemanden in deiner Gegend!Bei mir war paar mal einer aus Dresden!

    Ich hab das Alles von dir durchgelesen und finde deine Ideen nicht schlecht!Es ist immer gut wenn man auf "Nachhaltigkeit" setzt!Nur frage ich mich ob sich der finanzielle Aufwand lohnt mit einer Hackschnitzel oder Pelletheizung deine Heizung zu betreiben!Du könntest doch noch einfach eine Gasheizung einzubauen!Ich denke der Preis für Pellets bzw Hackschnitzel orientiert sich immer an den Preisen der fossilen Energieträger!Ich würde mir das mal ausrechnen lassen was die Gasheizung kostet,in Verbindung mit einer Solar bzw. Photovoltaikanlage!...


    Ich hab da jemanden in Verwandschaft der hat ein 2 Familienhaus und hat sich einen Holzvergaser einbauen lassen und muss sein ganzes Holz zu kaufen...bzw kauft er aktuell Spänebriketts aus dem Baumarkt!Er hätte auch die Möglichkeit mit Gas zu heizen!


    Gruß aus dem Erzgebirge


    Lars

  • Deine Gedanken sind an sich nicht verkehrt, passen aber nicht in die Zeit.


    Bei einer Gas-Neuinstallation gibt es in Brandenburg erhebliche Probleme. Nicht schlimmer wird es, wenn der Gasanschluss noch nicht einmal vorhanden ist. Die EWE legt hier in meiner Gegend zum Teil keine neuen Gasanschlüsse. Schornsteinfeger achten beim Austausch von Gasheizungen darauf ob die H2 geeignet sind.

    Grundsätzlich finde ich die Gasheizungen von Viessmann und Weishaupt phänomenal.


    Die Frage bei ihm stellt sich aber auch nach den Heizflächen. Sind diese geeignet für Erdwärme- Pumpe?! Gern mit PV Unterstützung?!


    WP finde ich absolut geil, aber nur Erdwärme!



    Bei PV sollte man aber derzeit auch AGNES abwarten.

  • Was die Deckenhöhe betrifft kann man sicherlich ausweichen auf die PC Serie von ETA da benötige ich dann keine 2,20 m Deckenhöhe um die Wirbulatoren herausnehmen zu können... Der Vorteil ist außerdem dass man dort einen viel größeren Aschekasten hat gegenüber der EPe-Serie... Einen x-beliebigen Partikelabscheider kann man sich dann auch noch aufs Abgasrohr setzen.... Ist dann halt eben nicht integriert wie beim EPe....

  • Auf Gas würde ich nur setzen bei einem eigenen Tank.

    Ein entfernter Bekannter hat Hackschnitzel da haben sich vier zusammengetan für die Anschaffung und Betrieb der Maschinen.

    Bei Pellets höre ich das die Kosten manchmal sehr hoch sind.

    Da freue ich mich als Rentner das wir Scheitholz verwenden, auch wenn die Arbeit nicht unerheblich ist.

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!