Erfahrung Gewebesilo mit Saugtopf

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  • Hallo

    Ich plane meine fast 30 Jahre alte Pelletsheizung zu erneuern. Bisher hatte ich einen 300kg Behälter von dem aus per Schnecke der Kessel beschickt wurde. Diesen Behälter habe ich mit Sackware befüllt. Die neuen Kessel haben meist Tagesbehälter und Saugsysteme. Von daher und man wird ja auch nicht Jünger wäre ein Silo angebracht. Aus Zeitgründen habe ich einen Selbstbau mal verworfen und an ein Gewebesilo gedacht. Bei meiner Suche bin ich beim Flexilo Federplus von ABS gelandet der relativ neu im Programm ist. Was mich da etwas besorgt ist der Absaugtopf mit 450mm der keinen Notschieber hat.

    Hat jemand schon Erfahrung damit, obwohl noch neu?

    Oder wie sind die Erfahrungen mit diesen Saugtöpfen. Es gibt ja nur eine Saugsonde darin und wenn die verstopft steht die Heizung. Mein HB rät mir ab.

  • Willkommen hier im Forum!


    Gewebesilos sind eine schnell und sauber aufzubauende Möglichkeit mit ein paar Nachteilen:

    • die Maße passen oft schlecht zu den Gegebenheiten
    • Nettokapazität meist überschaubar
    • Festanschluss von außenliegenden Einblas-Verrohrung an das Silo schwierig, Befüllung durch Kellerfenster o.ä. umständlich
    • mehr oder weniger ausgeprägter Staubanfall im Keller während des Einblasens (es gibt Textilien mit "Filterwirkung" und welche mit Absaug-Anschluss)
    • zumeist nur eine Entnahmestelle — tatsächlich aber nur selten in den Negativschlagzeilen
    • die Haltbarkeit und Verletzlichkeit des Textils kennt man nachher
    • erwartbare Geräusche durch die beweglichen Teile des Silos, wenn die Federbelastung nachlässt, das kann auch zeitlich versetzt zum Pelletssaugen passieren

    Auf jeden Fall solltest du auf eine Lagerkapazität für gut einen Winter kommen, ideal wären zwei. Erstens sinkt der Tonnen-Preis ab einer Liefermenge ab 3 Tonnen zumeist, zweitens ist die Gefahr "leerzulaufen" egalisiert und drittens kann man dann ein wenig auf fallende Preise spekulieren. Ist natürlich nicht zuletzt eine Platzfrage.


    Es gibt auch Pelletslager aus verzinktem Blech in Modulbauweise mit mehreren Saugsonden. Das wäre nach meiner Recherche vor 3 Jahren mein persönlicher Favorit gewesen, hat aber für uns schlecht gepasst.



    Auf jeden Fall solltest du damit rechnen, dass die angegebenen Lagermengen "bis zu"-Angaben sind und in der Praxis deutlich nicht erreicht werden. Je größer das Lager, desto ausgeprägter dieser Effekt durch den Schüttwinkel von 40 bis 45°. Mehrere Einblasöffnungen und ein größeres Höhe-zu-Grundfläche-Verhältnis wirken dem Thema entgegen.



    Wie du richtig schreibst haben die modernen Pelletkessel alle einen Tagesbehälter, bei den kleineren ETA ePE mit 30 kg. Das ist mehr als er ohne (automatischer) Zwischenreinigung verfeuern kann (20 bis 25 kg, dann Glutabbrand, Rauchzug- und Rost-Reinigung).


    Das Ansaugen selbst klingt wie ein lauterer Staubsauger, hört man u.U. schon im ganzen Haus und kann man daher auf einen bestimmten Zeitpunkt legen, wo es am wenigsten stört. Reale Laufzeit ca. 1 bis 2 Minuten.


    Da der ETA ePE eine Zellradschleuse hat, muss er die Feuerung während des Pelletsaugens nicht unterbrechen. Das können auch nur wenige Mitbewerber.



    Was du auch bedenken musst ist, dass lose Pellets idR produktionsfrisch angeliefert werden und daher ein paar Wochen lang auch nennenswert giftiges Kohlenmonoxid (CO) abgeben. Das heißt, dass der Lagerraum gut belüftet sein muss und ein CO-Warngerät (Amazon, grob 30 Euro) keine schlechte Idee ist. Sackware ist meist schon "gut abgelegen".


    Das Ding hier ist bei mir im Einsatz und scheint zu funktionieren, hat mich schon mal in der Nacht aus dem Bett geworfen:


    https://www.amazon.de/dp/B07T59ZD81


    Auch riechen die "Holzstäbchen" anfangs recht intensiv harzig ("Saunaduft"), je nach Rohstoff schon mal verschieden von "angenehm holzig-würzig" bis "woah, zuviel, ich will raus".



    Auch solltest du unbedingt im Vorfeld mit der Baubehörde (Gemeinde) und dem Rauchfangkehrer Kontakt aufnehmen.


    Von mir wurde ein Nachweis der Tragfähigkeit des Pelletlager-Untergrundes (Neubau mit 20 cm Dichtbeton — lächerlich) verlangt und eine Brandschutztüre vorgeschrieben (hab ich auch schon anderes gelesen, aber Fehler ist das sowieso keiner).


    Betreffend Rauchfang ist zu prüfen, ob der kondensatfest ist. Bedingt durch die hohe Effizienz der Kessel ist die Abgastemperatur am Rauchrohranschluss so gering, dass es zu Kondensation im Fang kommen kann. Bei uns geht das Abgas mit 60° C in den Fang, ab 58° kondensiert es bereits! — Daher kann eine Rauchfangsanierung mittels Edelstahleinzug nötig sein oder ein anderes Produkt.



    Du schriebst, dass du eine Solarthermie-Anlage hast. Läuft die unkompliziert, was hat die für eine Lebenserwartung? Wie groß ist der bestehende Puffer und wie wird das Warmwasser erzeugt?


    Wir haben auf eine Brauchwasser-Wärmepumpe und PV-Anlage gesetzt. Wenn die Solarthermie auch in Richtung "Ende der Nutzungsdauer" ist, dann auch da weiterdenken. PV-Module produzieren immer irgendeinen nützlichen Strom (auch bei Regen, im Dunst und im Winter), Solarthermie mal mehr, mal weniger, oft zuwenig oder zuviel.

  • Dieses flexible Silo hat eine kurze Austragungsschnecke, die man mit Blechen für den Fall des Falles abschotten kann:


    https://info.geoplast.com/pelletsilo-geobox


    Dieses Silo hat auch einen Absaugungsanschluss, was das Staubthema beim Einblasen mindert.


    Bei allen flexiblen Lagern muss man recht großzügige Wandabstände einhalten, ich meine 20 bis 25 cm.


    Wenn dein Keller staubtrocken ist könntest du u.U. ja auch unkoplizierter ein Pelletlager ohne Schrägboden bauen. Die Sonden stehen dabei auf dem Boden, auf der Anchlussseite ein kleines Podest das die Schläuche abdeckt, und die Ständerwand bzw. -wände. Ohne diesem würde ich das nicht empfehlen, man stolpert dann beim Betreten dauernd auf den Schläuchen herum.


    Um den Eingang herum Z-Profile mit den Stützbrettern um die Pellets von der Tür fernzuhalten, fertig. — Wenn du einen ganzen Raum opfern kannst ist es noch einfacher.

  • Das Thema Ende Lebensdauer ist ein Punkt wo ich einen Weg gewählt habe. Der erste HB wollte mit dem Argument alles ersetzen. Das Angebot hat mich dann umgehauen. Dir TS ist bei mir kein Std. Wir haben uns für Holzbau entschieden war damals en Voice und bei uns im Westen sind die da auch richtig gut. Die Garage wurde so konzipiert das die Südwand statt senkrecht 60 Grad geneigt ist und die TS ist dann die Fassade / Aussenhaut. Das ist gut zugänglich und reparierbar. Ein anderer wollte die Pumpe ersetzen. Der letzte sah das nicht so er meine die neuen HL Pumpen sind sehr empfindlich. Und der höhere Stromverbrauch sehe ich unkritisch da ich mir letztes Jahr eine XL balkonPV auf die Garage gebaut habe. Die TS Pumpe läuft wenn die Sonne scheint und dann ist der Pumpenstrom gratis.

    Der Puffer ist so eine Sache. Ist ein 1200l Teil mit integriertem WW Speicher (300). Im unteren 1/3 ist die TS angeschlossen im mittleren dritter der Kessel und der Heizkreis. Und oben ist der WW Abgang.

    Was soll da kaputt gehen das einzige Risiko ist der WW Teil der könnte undicht werden und der höhere Druck im TW System die Heizung stören. Mein plan für den Fall wäre den WW Teil mit Heizwasser zu füllen und vom Trink-WW mit einer Frischwasserstation zu trennen. Das andere ist der Kalk im WW Teil. Entkalken ist etwas schwierig da es keine Rohrspirale ist sondern ein Kessel. Der letzte HB sah das nicht so kritisch, da bei 300l genug Reserve sei. In den 30 hatten nie Probleme (was nichts sagt für die Zukunft) und nur ganz selten mussten wir im Sommer die Heizung starten.

    Das Kamin ist eines von Schiedel. Ich hatte 2x mit dem KK wegen Kesseltausch gesprochen und er hatte mir auch zu ETA geraten. Zum Kamin / Sanierung hat er nie was gesagt. Meine Abgastemp ist deutlich über 100 Grad. Da viele hier bei ETA noch an den PU denken bzw Scheitholzkessel könnte es da sein das diese das Thema nicht auf dem Radar haben, oder haben diese Kessel auch so kleine Abgastemp. haben. Ich werde den KK mal anrufen.

    Ersetzt soll der Kessel werden, der HK Mischer mit der Pumpe, die Steuerung (ist ja beim ETA dabei) sowie Anlagenspülung und Neubefüllung nach Norm.

    Wo ich noch unschlüssig bin ist ob ich die bewährte TA solarsteuerung lassen soll oder es über die ETA Steuerung mache

  • Wegen der Geräuschentwicklung mache ich mit keine Sorge, die alte war auch nicht lautlos. Das war manchmal sogar hilfreich. Wenn der Vorratsbehälter leer war hat die Schnecke so gequietscht das war im ganzen Haus sehr gut zu hören. Da wusste man Bescheid auch ohne Push-Nachricht.

  • Das ETAboxsilo passt bei mir nicht so gut rein. Mein peletslieferant ist auch nicht so begeistert. Im Übergang vom Stahlteil zum Gewebe gibt es viele Stellen die nicht dicht sind und wo es rausstaubt. Er sagt die komplet- Gewebesilos stauben viel weniger und brauchen keine Absaugung. Gibt es hier Nutzer solcher Silos die ihre Erfahrung teilen können. Auch Erfahrung zu den Saugtöpfen am besten in Kombination mit einem ETA pelletskessel.

  • Ich lese, dass der Threadersteller einen ganz guten Überblick und seine Gründe hat. Ich kann den Gedankengängen gut folgen, finde ich vernünftig.


    Nur der Schiedel-Schamotte-Fang macht mir Kopfweh. Wenn der glasiert ist schaut es besser aus. Da würde ich auch mal bei ETA selbst anrufen.


    Zur Regelung der Solarthermie kann ich mangels eigener Erfahrung nichts sagen, außer dass es logisch klingt, alles in einem System zu haben. Über ETAs Solarthermie-Steuerung hab ich noch nichts Schlechtes gelesen.

  • Sind die 60 Grad Abgastemp Standard beim ePE oder das Ergebnis deiner Optimierungen?

    Bei uns ist das von Anfang an so gewesen. Man kann die nicht isolierten Rauchrohr-Putzdeckel anfassen, ohne sich zu verbrennen, daraufhin habe ich mal ein Thermomenter zwischen Isolierung und Rohr gesteckt.


    Hin und wieder kommt etwas Kondensat aus dem Ablauf des Rauchfangs (sieht aus wie Schwarztee), manchmal tropfte es recht munter vor sich hin, dann wieder wochenlang gar nichts. In einer Heizsaison nicht mehr als ein Sandspielzeug-Küberl für Kinder. Einen Zusammenhang mit dem Wetter oder der Betriebsweise konnte ich bis heute nicht erkennen.


    "Optimiert" habe ich auch nicht viel, da lief alles auf Anhieb 1A. Nur die Leistung habe ich von 13 auf 10 kW begrenzt um die — in unserem Fall wohl wegen der verwinkelten Außenluftzufuhr mit 5 Knierohren — "lodernden, bollernden" Verbrennungsgeräusche einzudämmen. Meine Gattin war die stumme Gastherme gewohnt und stieß sich an den ungewohnten Tönen. Wir haben direkt neben dem Zug vom Pelletkessel auch den des Wohnzimmerkamins und meine Frau hat sehr gute Ohren — das leichte Sirren des Rachgasgebläses bei Vollgas und das Bollern bei voller Feuerungsleistung, durch diese räumliche Koppelung auch aus dem Kamin zu hören, ging ihr auf die Neven. Ich selber und auch Besucher fanden die Geräusche "nicht schlimm".


    Sollte ich nochmal die Heizung umbauen, dann würde ich die Ansaugstrecke geradliniger und mit größerem Querschnitt ausführen sowie mehr Platz für evtl. Maßnahmen wie den Einbau eines Ansaugschalldämpfers vorsehen. Das Rohr ist nun mal ein prima Resonator. Nun ist bei uns alles so eng hinter dem Kessel verbaut, dass ich da kaum rankomme. Mein Heiz- und Lagerraum ist jedoch recht klein und es gab gute Gründe für die Aufstellung ganz in der Raumecke.


    Da ich der einzige Besitzer eines ePE bin, der von solchen Geräuschen berichtet, und offenbar auch der einzige, der eine raumluftunabhängige Verbrennungsluftzufuhr zu haben scheint, dürfte dieser Zusammenhang bestehen.

  • Das ETAboxsilo passt bei mir nicht so gut rein. Mein peletslieferant ist auch nicht so begeistert. Im Übergang vom Stahlteil zum Gewebe gibt es viele Stellen die nicht dicht sind und wo es rausstaubt. Er sagt die komplet- Gewebesilos stauben viel weniger und brauchen keine Absaugung. Gibt es hier Nutzer solcher Silos die ihre Erfahrung teilen können. Auch Erfahrung zu den Saugtöpfen am besten in Kombination mit einem ETA pelletskessel.

    Wir habe das Fröling Vario Sacksilo

    Erstbefüllung war Letzte Woche und Gestaubt hat da gar nix :thumbup:

    Das Silo gibt es in Verschiedenen Größen und hat bei uns Perfekt in die alte Heizölwanne Gepasst

    2,30mal 2,30 und wenn es Voll Aufgeblasen ist 2,40 Hoch

    unser Keller ist nur 2,15 Hoch Deshalb sind Statt der Angegebenen 5 Tonnen nur 4,5 Reingegangen


    Siggi

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