Erweiterung Hackschnitzelheizung

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  • Servus miteinander,


    ich bin da Markus aus dem Bayrischen Wald. Nähe Grafenau, wenn das jemand kennt.


    Ich habe folgendes Problem. Ich bin Eigentümer einer HDG Compact 95 E Baujahr 2022. Ich heize 6 Häuser mit einer Gesamtwohnfläche von 1250 m². Vom Neubau bis Altbau alles gemischt.

    Seit ungefähr einem Jahr habe ich das Problem, dass mein Kessel zu heiss verbrennt und somit viel Schlacke produziert.

    Die Schlackestücke sind so groß, dass der Kipprost teilweise nicht mehr Kippen kann und wenn dann verzwickt sich die Schlacke zwischen Kipprost und Scharmott.

    Das eigentliche Problem ist, dass sich die Schlacke in den Lüftungslöchern fest krallt und nicht ganz nach unten rutscht. Der Rost geht dann zurück und der Kessel heizt erneut an. Nur leider geht der Rost nicht ganz zurück und es werden Hackschnitzel in den Aschebereich geschoben. Somit kann er nicht zünden.


    In einem anderen Beitrag habe ich schon mal gelesen, dass es ähnliche Probleme gibt. Denn laut HDG liegt es immer nur am Hackgut lach. Ich kann das schon nicht mehr hören. Natürlich wird auch mal nicht die schönste Ware verheizt. Aber im Schnitt, haben wir tolles weisses und trockenes Hackgut.


    Mein Nachbar hat eine ETA 150 auch mit Kipprost. Nur ist da das Kipprostsystem schöner gelöst. Denn da dreht sich der Kipprost rundum und es kann nichts oder nur wenig hängen bleiben. Beim HDG stellt sich der Kipprost nur auf bzw. auf ca. 80 Grad, dann soll es weg rutschen.


    Jetzt habe ich bei der KFW eine Erweiterung beantragt, weil ich die Schnauze gestrichen voll habe. Ich möchte jetzt entweder einen Kessel mit Stufenrost oder wie Heizomat AK mit Kratzboden.


    Kann mir jemand Tipps geben? Was ist besser, Stufenrost oder das Heizomatprinzip?


    Ich habe jetzt ein Angebot von Fröhling eines 180kw Kessels mit Stufenrost, eins von Heizomat mit Kratzboden und eins ETA mit Kipprost der sich um die eigene Achse dreht.


    Der Heizomat ist mit Abstand der teuerste. Aber ist er auch der beste?



    Schöne Grüsse aus dem Bayrischen Wald


    Markus

  • Ich habe jetzt ein Angebot von Fröhling eines 180kw Kessels mit Stufenrost, eins von Heizomat mit Kratzboden und eins ETA mit Kipprost der sich um die eigene Achse dreht.


    Der Heizomat ist mit Abstand der teuerste. Aber ist er auch der beste?

    Hallo Markus Muffi,


    danke für die ausführliche Vorstellung deines Projekts. :thumbup:


    Eines ist mir nicht ganz klar: Was bedeutet "eine Erweiterung", wenn deine HDG-Anlage aus dem Jahr 2022 noch relativ neu ist. Willst du den bestehenden Kessel ersetzen oder einen zweiten Kessel parallel einbauen?


    Die von dir genannte Größenordnung von 100 kW und mehr wird bei uns im Forum relativ selten diskutiert. Dieser Umstand und die derzeitige "Sommerflaute" im Forum kann dazu führen, dass du nur wenige Rückmeldungen erhalten wirst. Aber warum nicht auf ETA setzen, wenn du diesen Hackschnitzelkessel schon im Betrieb gesehen hast und er zu funktionieren scheint?


    Es gibt im Forum einige Betreiber mit einer ETA-Hackschnitzelheizung. Ich versuche einmal einen anzulocken, von dem ich weiß, dass er regelmäßig im Forum angemeldet ist: etahackheizer - bist du hier? ;)


    Viele Grüße von Karlheinz :)

    Seit Juni 2011:

    ETA Twin: SH30/P25 "noTouch" (Füllraum 150 Liter)

    Hopf Pelletaustragung: 6x UniWok-Saugsonden (Selbstbaulager für 6 to)

    Paradigma Pufferspeicher: 2x Aqua Expresso (1090 + 958 Liter; seriell verbunden)

    Paradigma FrischWasserStation

    Paradigma VRK-Anlage: 2x CPC21 Star Azzurro Solarpanel (10m²; Aqua-System ohne Glykol)

  • Also servus miteinander.


    Danke "Etahackheizer" und "etaminator".


    Ich stelle mir unter einer Erweiterung vor die bestehende HDG Compact 95 E drinnen zu lassen. Und eventuell noch einen Kessel dazu zu schliessen. Ich habe jetzt seit 2022 auf dem HDG 11000 Stunden drauf. Der läuft eigentlich rund um die Uhr und wenn nicht, ist was kaputt. Gestern erst hatte ich wieder das Problem, obwohl wir im Sommer sind, dass der ganze Brennraum voller Schlacke war. Ich brauche da immer eine grosse lange Eisenstange um die Verkrustungen zu lösen. Das tut dem Kipprost sicher nicht gut. Aber anders gehts nicht.


    Am meisten würde mich der Heizomat AK 150 oder 200 interessieren. Da er über einen Kratzboden verfügt und laut Hersteller und Kunden von Heizomat keine Probleme verursacht. Dem soll es angeblich egal sein was kommt. Von Nägeln bis schrauben, Schlacke alles egal.


    Andererseits ist er eben auch der teuerste. Und man soll ja bekanntnermaßen anderen Herstellern auch eine Chance geben. Deswegen habe ich mich hier angemeldet, um einfach mehr Feedback zu bekommen.

  • Ach ja was ich noch sagen wolle wegen ETA. ETA ist bestimmt ein Spitzen Kessel. Mit Sicherheit einer der besten. Aber ich bin eben vom Typ her so, dass die einheimischen Hersteller in erster Linie unterstützt werden sollten.


    Nur dass du weisst, warum ich nicht so für ETA bin. Obwohl es ein Top Ofen ist. Oder überhaupt für die Österreicher.


    Aber deswegen bin ich ja hier, dass ich Meinungen höre.

  • Hallo.

    Unabhängig von deiner eigentlichen Frage möchte ich auf deine Aussage zu den Betriebsstunden kommen und dass der fast immer durch läuft.


    Wie bist du zu dieser Anlage gekommen?


    Hat es eine richtige Heizlastberechnung nach DIN gegeben?


    Wurde der hydraulische Abgleich nur bescheinigt, oder auch tatsächlich gemacht?

  • Hallo Mike.


    Das ist ne lange Geschichte. Ok in der Kurzfassung war das so. Ich wollte eigentlich keine Hackschnitzelheizung. Ich wollte immer einen Holzvergaserkessel oder was kombiniertes mit Pellets. Nur dann hat mich der Heizungsbauer auf die Idee gebracht dass eine Hackgutheizung sinnvoll wäre, da ich eh genugend Wald habe und auch Platz bei mir.


    Dann wurde mir ein Angebot gemacht über eine 50 kw Anlage die für mich und mein Mietshaus gereicht hätte. Aber da ich mich bis Dato mit dem überhaupt nicht ausgekannt habe, habe ich gedacht, desto grösser der Kessel, desto Besser.


    Dann hat mich jemand etwas gelehrt, von dem ich keine Ahnung hatte. Wenn ein Kessel nur kurz läuft, dann ist das für den Kessel nicht gut und man sollte wenn dann wenig kw haben als zu viel.


    Da wars aber schon zu spät, da ich einen HDG Compact 80E gekauft habe.


    So dann war der Kessel eingebaut. Aber so wie Gott wollte, kam der Nachbar und fragte mich, ob er sich auch anschliessen kann und ob das noch geht. Naja Leistung war ja genügend da. Nur dann kamen noch mal zwei Hausbesitzer und wollten auch mit drann. Dann war das Problem, dass die lange Leitung rein vom Kostenfaktor zu teuer für ein Haus gewesen wäre. Dann haben wir überlegt was wir machen.


    Dann hab ich mit HDG telefoniert und wir haben uns dazu durchgerungen, dem 80 kw Kessel ein Saugzuggebläse und einen grösseres Anzündgebläse zu verpassen. Da der HDG 80 und der 95 das gleiche ist, nur die Gebläse anders sind wurde kurzerhand ein HDG Compact 95E draus.


    So dann war ma insgesamt bei 6 Häuser. Was ja auch kei Problem gewesen wäre. Aber vor knapp zwei Jahren ist mein Nachbar abgebrannt und stand ohne Heizung da. Und da unsere lieben deutschen Stellen (KFW, BAFA, Landratsamt) etc. nicht die schnellsten sind hab ich mich durchgerungen in absprache mit den anderen angeschlossenen den auch noch mit zu heizen.


    So dann waren es nicht mehr 1250m² sondern 2200 m².


    Das ging auch. Nur der Kessel lief 24 Stunden und 7 Tage die Woche pausenlos durch den Winter. Daher kommen die vielen Betriebsstunden.



    Hätte die ja nicht erfrieren lassen können. Macht man in der Nachbarschaft nicht.


    Aber das hat dem Ofen schon zugesetzt.

  • 2.200qm sind schon eine Ansage...

    Wie sieht es denn mit Puffer aus, was ist da vorhanden?


    Dein Einstellung zu einheimischen Herstellern in Ehren - das ist Patriotismus an der falschen Stelle.

    Nimm einen Hersteller der wirklich weiß was er tut, und da sind nunmal die Österreicher vorne.

  • Servus etahackheizer,


    ich habe insgesamt 12000 Liter Puffer.


    Jetzt kommen dann nochmal 2000 Liter (Mutter/Kind) dazu. Dann sind es 14000 Liter Puffer


    Das mag schon sein dass das an der falschen Stelle ist. Aber ich muss es auch mit meinem Gewissen vereinen können. Denn letztendlich hängen auch Arbeitsplätze davon ab. HDG war mir nur deswegen Symphatisch, weil die Blech und Stahlarbeiten bei uns in Niederbayern gefertigt werden. Und eins ist auch klar. Der Österreicher lässt auch nix bei uns machen.


    Ja wer weiss, vielleicht wird es eh ein Österreicher. Aber ich bin da mit mir noch nicht im reinen. Deswegen hör ich mir alles an.

  • Ich möchte ja nicht nur die Hackschnitzelheizung erweitern, sondern auch noch eine Thermische Solaranlage aufs Dach klatschen.


    Die Thermische Solaranlage umfasst 25 Solarplatten für den Sommerbetrieb.


    Obendrein noch eine Photovoltaikanlage mit 20 Kw Leistung zu meiner bestehenden 10kw Anlage dazu. Und nochmals 12.4 kw Speicher zusätzlich.

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