Achtung, wird wieder lang… ![]()
Die (zukünftigen) Gegebenheiten:
- Neubau Holzrahmenbau 137m² Wohnfläche
- Voll unterkellert (isoliert) 100m². Zählt nicht zur Wohnfläche, wird aber wie Wohnfläche genutzt (also beheizt)
- Bewohnt von einer Person
- Standort auf 169m ü. NHN am südlichen Rand des Teutoburger Waldes
- Satteldach 45°
- Dachboden innerhalb thermischer Hülle
- Keller + Haus erfüllt Effizienzhaus 55 Standard
Das Haus hätte ursprünglich Effizienzhaus 40 Standard geschafft. Da Holzbauer die Dachdämmung zu dünn ausgeführt hat, knapp verfehlt „nur“ 55 - Berechnete Heizlast habe ich momentan nicht parat. Würde mal von 7kW ausgehen
- Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und Erdwärmetauscher
- Überall (auch im Keller!) Flächenheizung (Fußboden). In einigen Räumen ist Dielenboden (!) geplant.
- Beheizung mit Pelletheizung + Solar
- Warmwasser über Pelleter, bzw. Solar
- Wasch- und Spülmaschinen sollen an Warmwasser angeschlossen werden.
- Pelletbunker mit ca. 3 Tonnen Fassungsvermögen (berechnet, Erstbefüllung steht noch aus)
- Holzofen im Wohnzimmer (Vorbereitet für wassergeführten Ofen, aber sehr unwahrscheinlich)
- Zwei VA-Schornsteinzüge. Beide vorbereitet für Partikelabscheider.
- Kleines Balkonkraftwerk (Haustürüberdachung)
- Irgendwann auch mal „große“ PV-Anlage
Mir ist bewusst, daß in so einem Haus eine Wärmepumpe die „sinnvollste“ (weil bequemste) Heizung wäre. Ich habe mich aber ganz bewusst dagegen entschieden. Ich hatte von Anfang an mit Pellets geplant und Putin hat mich darin bestärkt. Mein jetziges Haus hat eine Gasheizung. Wäre es wirklich hart gekommen und das Gas wäre knapp geworden, hätte ich nur noch meinen Ofen gehabt. Ich möchte ein Heizungssystem haben, bei dem ich Bunkern kann. Außerdem möchte ich Brauchwasser haben, was auch wirklich mal „heiß“ ist. Geht auch mit einer WP, aber zu Lasten der Effizienz. Trotzdem soll eine spätere Umrüstung auf WP möglich sein.
Zum Pelleter:
Ich habe mich auf den Atmos P14 festgelegt. Mir ist bewusst, daß es ein wirklich simpler Kessel ist. Genau deshalb. Ich weiß auch, daß man „bessere“ Kessel für einen ähnlichen Preis bekommt. Aber bei Atmos bin ich mir rel. sicher, daß man für das Teil auch in einigen Jahren noch problemlos Ersatzteile bekommt. Notfalls würde ich mir auch einen gebrauchten zum „Schlachten“ hinstellen. Die regelmäßige Reinigung stellt kein Problem dar. Der Kessel wird in meiner Werkstatt stehen und meine Werkstatt ist mein eigentliches „Wohnzimmer“
Außerdem dürften die Reinigungsintervalle sehr groß sein, da der Pelletverbrauch bei dem Haus gering sein dürfte. Evtl. notwendige / sinnvolle Optimierungen wären kein Problem für mich. In Rücksprache mit dem Schorni ist der Schornstein für einen Partikelabscheider vorbereitet.
Zum Heizungsbauer:
Die meisten, die ich kontaktiert habe, wollen nur das einbauen, was sie immer einbauen… Üblicherweise die „Premiumhersteller“. Mit den „Premium-Preisen“, versteht sich... Ich bin nicht bereit, so viel Geld für eine Heizungsanlage auszugeben, die kaum was zu tun bekommt (geringe Heizlast + „Sommerpause“ wegen Solar). Auch wenn ich es nicht glaube, so würde es mich trotzdem nicht wundern, wenn die EU (oder wer auch immer) ein Holzheizverbot durchsetzt. Auch deshalb soll es ein günstiger Kessel werden. Ich habe vor Ort einen Heizungsbauer gefunden, der mit dem Einbau eines Atmos kein Problem hat. Atmos hat er zwar noch nicht verbaut, aber er sieht da kein Problem. Die eigentliche Inbetriebnahme + Einstellung würde dann der Atmos Kundendienst machen. Mir wurde zwar von mehreren Leuten von dem Heizungsbauer abgeraten, weil er terminlich nicht so besonders zuverlässig ist, aber die Auswahl ist nicht groß.
Die Hydraulikplanung und Programmierung der Steuerung (TA UVR 16x2) überlässt er wohl dem Kesselhersteller. Und da beginnt mein „Problem“, wie ich es ja schon in meinem Vorstellungsthread geschrieben hatte. Ich hatte ihm mal ein paar Fragen gestellt (ging um die Puffer Be- / Entladung). Da konnte er mir keine befriedigenden Antworten geben. Ich befürchte also, daß er sich mit der Anlage nicht wirklich „auskennt“. Er wird sie wohl verstehen, aber ob das jetzt das Optimum ist, was sich aus meinen Gegebenheiten rausholen lässt, wird er wohl nicht „auf dem Schirm“ haben.
Daher möchte ich mich vorher, mit eurer Hilfe, etwas „aufschlauen“ 😉
Zu den „Besonderheiten“:
- Ich möchte (möglichst) auf eine Einzelraumregelung verzichten.
- Ich möchte zwei getrennte Kreise für Brauchwasser haben. Fragt bitte nicht nach dem Grund… Der erste Kreis bekommt eine Zirkulation, der zweite nicht.
- Es gibt Räume, die auch im Sommer beheizt werden sollen. Badezimmer und die Waschküche (Waschküche ist im Keller und hat auch eine Dusche), da ich kalte Fußböden nach dem Duschen nicht mag. Außerdem soll ein Kellerraum später als Kino genutzt werden. Auch wenn es im Sommer, bei großer Hitze im Keller angenehm kühl ist, so möchte ich da aber doch nicht einen Film lang bei den kühleren Temperaturen verbringen.
- Es gibt Räume, die einen Dielenboden erhalten sollen. Das Kino im Keller bekommt einen Teppichboden. Da Holzdielen und Teppich rel. gut isolieren, bringt die FB-Heizung dort nur geringere Leistung. Als „Zusatzheizung“ für diese Räume habe ich mir schon was überlegt, auf das ich aber erst später eingehen möchte.
- Ich möchte die Anlage so vorbereiten, daß später auch ein Holzofen mit Wassertasche eingebunden werden kann. Es ist zwar unwahrscheinlich, daß es jemals soweit kommt, aber vorsehen möchte ich es (möglichst) schon.
Mein derzeit größtes Verständnisproblem liegt bei den Puffern. Es sollen zwei Puffer werden. 2x1000 Liter sind angedacht. Sollte es der Platz hergeben, dann gerne auch mehr (1x 1000 + 1x1500; oder auch 2x1500). Evtl. einen Puffer für el. Heizpatrone vorsehen (später mal PV). Meine Überlegung, wie ich es mir als Laie vorstelle:
Puffer in Reihenschaltung. Vom Puffer 1 wird im oberen Teil Brauchwasser bereitet. Entnahme entweder per Frischwasserstation oder Wärmetauscher (Hygienespeicher). Der Bereich muß also dauernd „heiß“ sein. Also sollte per Solar der Teil zuerst geladen werden. Wenn der Teil „heiß“ ist (60°) und Solar weiter liefert, dann den unteren Teil von Puffer 1 weiter laden, damit von dort die FB-Heizung versorgt werden kann. Sollte Solar großzügig liefern, würde ich den Puffer komplett auf max. Temperatur (90°?) laden. Sollte Solar weiterhin liefern, dann würde ich den 2. Puffer von unten laden. Also keine bewusste Schichtung anstreben.
Wenn Solar dann nicht mehr liefern sollte und der 2. Puffer „gut“ geladen ist, kann sich die FB-Heizung erst mal beim 2. Bedienen. Ist der „kalt“, dann umschalten auf den 1. Wenn der „kalt“ ist und Solar nicht liefert, müsste der Pelleter starten und den 1. Puffer von oben beginnend bis zur Mitte laden. Dann wäre wieder heißes Brauchwasser da und genügend für die FB-Heizung. Der Rest würde „kalt“ bleiben, falls Solar doch wieder liefert.
Soweit meine Überlegungen zu den Puffern..
Ich frage mich aber folgendes:
Mal angenommen, beide Puffer wurden gut geladen. Solar liefert nicht mehr, Brauchwasserbereich in Puffer 1 ist zu kalt für Brauchwassernutzung aber es ist noch genug Temperatur für die FB-Heizung da (Brenner muß also nicht wegen der FB-Heizung starten). Aber in Puffer 2 wäre oben noch genügend Temperatur für Brauchwasser vorhanden. Wie bekomme ich dann diese Temperatur mit meiner FriWa, bzw. dem Wärmetauscher (Hygienespeicher) von Puffer 1 genutzt? Werden dann einfach Ventile geschaltet und per Pumpe „umgeladen“ (von Puffer 1 unten in Puffer 2 pumpen, so daß oben das „heiße“ Wasser von Puffer 2 in den 1. gedrückt wird?