Erweiterung mit wasserführendem Kaminofen sinnvoll?

There are 13 replies in this Thread which was already clicked 1,272 times. The last Post () by Chaletheizer.

  • Wir haben einen alten Hof gekauft und sanieren die Gebäude derzeit.


    Die Wohnfläche beträgt ca 240qm über 2 Etagen.


    Die Fenster wurden schon einigen Jahren erneuert ( 2 Fachverglasung)

    Wärme Dämmung ist nicht vorhanden. Mauerwerk Massiv Stein.


    Heizungssystem besteht aus einer Buderus Brennwertherme mit 24Kw ( Erdgas ) und einem Atmos Holzvergaserkessel mit 25Kw. Der Atmos Kessel ist mit 2x1500l Pufferspeicher kombiniert. Die komplette Verrohrung der Heizung und die Heizkörper sind neu.


    Umschaltung von Holz auf Gas und umgedreht ist automatisch temperaturabhängig geregelt.


    Nun denken wir darüber nach noch einen Kaminofen in dem recht großzügigen Wohnzimmer zu installieren.

    Die Frage ist ob wir einen wasserführenden Kaminofen oder einen konventionellen Kaminofen wählen sollten.

    Anschlusseitig wäre das problemlos möglich.

    Pelletofen kommt nicht in Frage, da wir selber über ausreichend Wald verfügen.


    bin gespannt über Eure Ideen.


    Gruß Rufus

  • Nimm etwas ohne Wasserzuführung, denn damit kannst du auch bei Stromausfall einen Teil des Hauses warm halten!

    Wasserführend tönt immer super, nur, die normalen Baumarktblechkisten bringen relativ wenig Leistung ins Wasser, was bei der Grösse eures Hauses und dem Dämmstandart sowieso kaum etwas spürbares ausmacht im Speicher.

    Dazu musst du auch wissen, dass egal ob teurer Wasssrführender oder Grundofen mit viel Power, ( gibt es auch wasserführend),

    du trägst dann auch sehr viel Holz in den Wohnraum und einige haben da Angst, was so alles an Krabbeltieren in die guteStube kommt und Staub und Dreck gibt es auch!


    Auch der Kaminfeger braucht für so einen Ofen erstens deutlich länger und je nach seinem handwerklichen Geschick oder Unvermögen gibt es wieder deutlich mehr Staub und Russ im Wohnraum.


    Mehr Komfort bei deiner Heizung sehe ich eher in der Anschaffung von zusätzlichem Speicher und lege das nicht ausgegebene Geld besser auf die Seite und kaufe in der Zukunft einen lambdageregelten Kessel!


    Lies dich mal durchs Forum und mach dich schlau, wie man deinen Kessel sauber heizt, damit der Schornie keinen Ärger macht bei der Abgasmessung!

    So, das sind jetzt meine Ideen und Gedanken aus der Ferne, ohne dein Objekt zu kennen!


    Allenfalls lässt du einen Energieberater kommen und lässt dich beraten und erzählst ihm von deinen Ideen.


    Gruess Ruedi

    Schmid Zyklotronic 20kW. 1800 l Speicher, 600 l Solarboiler an 6m2 Solarfläche.

    Offene Anlage mit 180l Expansionsgefäss, keine TAS installiert!

    Traktoren: Meili DM 36 Jg.60, MF 254 Jg.78 4m Holzerwagen Jg.88

    Werkzeuge:Geba Brennholzfräse, Vogesenblitz 16t Spalter und El. Spalter 5t, 7 Motorsägen, Biber mit Stihl461 als Antrieb. + Jede Art von Äxten!
    Für Spass und Stromlose Zeiten: Küchenherd TL- Tech Bo 80 mit ca 8kW
    Total 220 m2 beheiztes Chalet, total ca 10-12 Ster pro Saison.

  • Hallo zusammen.


    Man kann über die Atmoskisten sagen was man will, die Werte waren bei allen 3 Öfen immer sehr gut bei der Messung.

    Ich bin nach drei von diesen Energievernichtern nicht gut auf sie zu sprechen, aber dass haben sie immer gut gemeistert.

    Trotzdem bin ich wie mein Vorschreiber auch der Meinung einfach einen normalen Ofen nehmen und das Geld in

    einen modernen Heizkessel zu investieren.


    Gruß Gerd

  • Ein Kaminofen ist gemütlich. Ich sitze im Winter sehr gerne davor, aber wie hier schon geschrieben: Man darf den Dreck nicht unterschätzen, den der macht.
    Ist mit einem Holzvergaserkessel überhaupt nicht vergleichbar.
    Mein Ofen steht im Flur in einer Sitzecke. Bin mir nicht sicher, ob ich den im Wohnzimmer haben will.

    Wenn es nur um Komfort und mehr Wärme geht, würde ich mal schauen wie groß der Aufwand ist, die Zentralheizung zu erweitern und im Wohnzimmer noch einen Heizkörper zu installieren. Wenn man da kein 08/15 will, gibt es auch sehr schöne Designheizkörper.
    Die Wärme kommt dann vom HVK, der das Brennholz m.E. wesentlich effektiver nutzt als es ein Kaminofen jemals könnte.

    Wenn Ofen, dann würde ich ebenfalls ohne Wasseranschluss nehmen. Ist günstiger und man hat eine Rückfallebene, falls es im Winter mal einen Stromausfall gibt.

  • Aus gutem Grund habe ich einen Grundofen, einen Speicherofen empfohlen. Einmal anfüllen, anzünden, gleichmäßige Wärmeentwicklung über viele Stunden, kein Nachlegen, weniger Dreck, weniger Gerüche, nebenbei und nicht zuletzt auch bessere Abgaswerte.


    Ob jetzt als Kachelofen, verputzter Ofen, Specksteinofen, modern, klassisch oder im Landhausstil, das ist technisch nebensächlich.


    Dass diese Öfen nie aus der Mode gefallen sind ist darauf zurückzuführen, dass sie liefern. Mit den modernen verglasten Feuerraumtüren gibt es auch etwas auf die Augen und ein wenig "schnelle" Wärme.

  • Hallo,


    ich habe ein MischMasch. Fröling FKE aqua 17kw. Wasserführend und mit Schamotte eingemauert. Ca 80% Heizleistung gehen in die Heizung. Großer Brennraum für 50er Scheite. Kann man aber nicht vollknallen, wie einen Holzvergaser, aber muss man auch nicht ständig nachlegen. Ich heize fast nur damit, wenn ich vor Ort bin.

    Ich erzähl gern mehr, aber ich will die anderen nicht langweilen- ich hab schonmal darüber berichtet. Bin aber sehr zufrieden.

    Alles andere (Holz im WoZi) ist schon beschrieben worden.


    Viele Grüße, Achim

  • schonmal Vielen Dank für die Antworten.


    Stromausfall ist für uns kein Thema, da wir eine große 30kw Photovoltaik mit Speicher haben.

    Aber der Gedanke an Grundofen ist valide. Für mehr Speicher ist kein Platz....leider.

    Den Atmos gegen einen besseren Holzvergaser zu tauschen ist möglich, aber das Teil hat noch nix geleistet, weil wir noch nicht dort wohnen. Für Verbesserungen beim Atmos bin ich sehr offen, denn das Teil ist ein Stinker.

    Ob der Ofen nun mehr oder weniger Holz durchschießt ist uns eigentlich egal, da wir genug Holz haben und auch voll mechanisiert sind.


    Gruß

    Rufus

  • Hallo


    "wir haben genug Holz". Du arbeitest also gerne umsonst? Soll ich Dir meine Adresse geben, damit Du Dein Arbeitsbedürfniss kosttenlos bei mir befriedigen kannst?

    Sorry für den Sarkasmus. Aber gerade solche Sätze provzieren genau diesen. Und wenn Du es genau betrachtest kostet es Deine Arbeitszeit, Deine Betriebsstoffe wie Motorsägenöl und Kraftstoffe, Deine Maschinen usw. Und was hast Du dann außer Mehrarbeit und Mehrverbrauch an Betriebsstoffen? Richtig nix.


    Bei einem vernüftigen HV und Atmos zähle ich nicht dazu ,Ist der Verbrauch geringer und damit der Aufwand. Auch wenn Atmos derzeit versucht über die sozialen Medien Werbung zu machen.

    Wenn das Holz sowieso zu viel ist, kannst Du es als Brennstoff verkaufen. Hat den Vorteil, dass Du Geld für die Arbeit einnimmst, das Du sonst verheizen würdest und ggf. dass die Berufsgenossenschaft keine Zicken macht wenn Du einen Unfall hast. Wenn Du keinen finanzielen Nutzen aus Deinem Wald ziehst kann Dir das als Hobby ausgelegt werden und die BG zahlt bei Unfall nix.


    Ich empfehle Dir erstmal Erfahrung mit dem HV zu sammeln. Ggf einen WMZ in den Verbraucherkreis einzubauen, damit Du Wissen hast und nicht schätzen musst. Und dann weiter sehen.

    Mir ist durchaus klar, dass kurz nach dem Erwerb einer Immobilie, das Geld nicht locker sitzt. Und keinen wassergeführten Holzofen. Die Kosten für Verrohrung und Mehrpreis sprengen jegliche Amortisationsrechnung. Auch ein Grundofen kostet richtig satt Geld. Egal ob Speckstein, gemauert oder wie meiner Industriell gefertigt. Prinzip ist immer gleich. Keine Rostfeuerung, hohe Masse für die Wärmespeicherung. Für ich ist mein Boxer Plus ideal, da er mit 250 kg noch auf einer Fehlbalkenkonstruktion stehen kann und ich sonst keine Möglichkeit habe mein Holz zu verfeuern. Wenn ich abends anfeuere ist der Ofen in der Früh noch handwarm.


    ciao Petter

  • Hallo Petter,


    viele Dank für Deine Ausführungen. Ich muß Dich leider entäuschen, dass ich weder bei Dir noch sonst wo umsonst arbeiten werde...tut mir auch nicht Leid.

    Wir heizen seit 35 Jahren mit Holz zu und sind uns bewusst das die Werbung auch Arbeitskraft und Kosten verursacht, trotzdem vielen Dank für den Hinweis.

    Wenn du bedauerlicherweise nur über eine Kettensäge verfügen solltest, kann ich Deine Bedenken nachvollziehen.

    Als zahlende Landwirte brauchen wir sicher auch keine Belehrung was die Berufsgenossenschaft angeht, trotzdem heissen Dank für die Warnung.

    Das Du von Atmos Kesseln nicht erbaut bist kann ich durchaus nachvollziehen. Das ist uns aber auch egal, da der Kessel nunmal da ist und tut was er soll ....Wasser erwärmen. Wenn der mal nicht heizt springt die Therme ein, also was soll´s.

    Bei uns steht der finanzielle Aspekt nicht im Vordergrund. Vielmehr eine Frage des Komforts. Prinzipiell bräuchten wir gar keinen Kaminofen. Da wir aber schon lange Kaminöfen in einem anderen Gebäude betreiben haben wir uns an die wohlige Wärme und Atmosphäre die so ein Ofen ausstrahlt gewöhnt.

    Meine Frage ging einzig und allein in die Richtung ob es für uns sinnvoll sein könnte einen wasserführenden Ofen zu wählen oder eher nicht. Im Grunde wurde das ja beantwortet.


    Gruß Rufus

  • Peter, was du über den Kessel geschrieben hast unterschreibe ich sofort!

    Du solltest aber beim zitierten Satz etwas differenzierter denken!

    Ich habe auch zu viel Holz und mein Sohn sagt:“Wir heizen nicht mehr, wir verbrennen Holz! Wenns zu warm wird reissen wir die Löcher auf“!

    Es gibt Leute wie ich, die haben sehr,sehr viel Nadelholz, das man nur schlecht verkaufen lässt.

    Ganze Stämme im Wald verfaulen lassen geht mir gegen den Strich und für Papier und Industrieholz gibt es einfach zu wenig Geld!

    Ich versuche, bei einigen Brennholzkunden etwas Nadelholz unterzujubeln! Meist in Form von dünner gespaltenem „Anfeuerholz“. Für Küchenherdbesitzer ist Nadelholz super, es gibt sehr schnell grosse Hitzt und genau dieses Argument zieht!

    Allem zum Trotz sitze ich auf über 100 Ster Nadelholz, was auf unseren Kessel und Holzherd wartet! Du siehst, auch ich habe genug Holz!

    Jetzt bin ich aber weit vom Ursprungsthema abgewichen!

    Der Atmos steht nun mal in seinem Heizraum und wird wohl bis zum durchrosten auch dort heizen!

    Rufus sucht ja nur nach einer weiteren Ergänzung um sein „vieles Holz“ zu verbrennen!

    Jetzt werfe ich mal noch einen Holzkocherd in den Raum!

    Mit Raum meine ich auch „Raum“!

    Bei uns steht er zwischen Küche und Wohnzimmer und wird im Winter eigentlich kaum einmal ganz kalt!

    Unser TL-Tech Herd hat 80cm Breite und ca. 225kg, davon ein beträchtlicher Teil Schamotte, die ihn bis zu 12 Stunden nachheizen lassen!

    Also Rufus, schau dich im Netz und auf Youtube mal etwas um, da findet man viele interessante Ideen!

    Hersteller gibt es viele! Einige nenne ich mal, um dir die Suche zu erleichtern!

    Greithwald, Rizzoli, Pertinger, Tiba, Lohberger, la nordica, Wmsler!

    Einfach mal „Holzherd“ eingeben reicht auch schon!

    (Vielleicht eifach nicht den billigsten Baumarktherd kaufen! Alles unter ~1000€ ist meist nur zum anschauen und viel zu „bleechelig“ , unstabil und von minderer Qualität.

    PS: Die Herde heizen wunderbar, auch wenn man nicht darauf kochen will!

    Gruess Ruedi

    Schmid Zyklotronic 20kW. 1800 l Speicher, 600 l Solarboiler an 6m2 Solarfläche.

    Offene Anlage mit 180l Expansionsgefäss, keine TAS installiert!

    Traktoren: Meili DM 36 Jg.60, MF 254 Jg.78 4m Holzerwagen Jg.88

    Werkzeuge:Geba Brennholzfräse, Vogesenblitz 16t Spalter und El. Spalter 5t, 7 Motorsägen, Biber mit Stihl461 als Antrieb. + Jede Art von Äxten!
    Für Spass und Stromlose Zeiten: Küchenherd TL- Tech Bo 80 mit ca 8kW
    Total 220 m2 beheiztes Chalet, total ca 10-12 Ster pro Saison.

  • Vielen Dank,


    Also die Idee einen Küchenofen einzubauen hatte ich auch schon.... Dummerweise haben wir unsere alte Küchenhexe( ein echtes Schmuckstück), die voll funktionsfähig war vor einigen Jahren verschenkt.

    Leider ist der Brennraum dieser Öfen recht klein, aber der Hinweis ist sehr gut. Man müsste das Brennholz dann halt entsprechend klein machen...habe aber einen Posch Spaliter der das kann. Alte Bauernhäuser haben ja häufig so wie bei uns große Küchen in denen sich ja oft tagsüber das Leben abspielt. Werde das meiner Frau vorschlagen. Meine Großmutter hat nur mit diesen Öfen hervorragend gekocht und kam später mit dem E-Herd nie klar. Auch Brot wurde bei uns in einem Backraum neben dem Stall nur mit Holz gebacken und war sehr lecker. Der Ofen steht noch...und funzt.


    nochmals vielen Dank....guter Vorschlag.


    Gruß

    Rufus

  • Unser Küchenherd nimmt auch grobe Scheiter, wenn er einmal warm ist, das heisst, die Schamotte gut heiss ist und ein gutes Glutbett vorhanden, einfach das grosse Scheit mit ein paar kleineren einlegen. Unser Herd nimmt Längen bis 38cm, ich aber mache für den grossen Kessel 50cm Scheite und halbiere diese für den Herd!

    Gruess Ruedi

    Schmid Zyklotronic 20kW. 1800 l Speicher, 600 l Solarboiler an 6m2 Solarfläche.

    Offene Anlage mit 180l Expansionsgefäss, keine TAS installiert!

    Traktoren: Meili DM 36 Jg.60, MF 254 Jg.78 4m Holzerwagen Jg.88

    Werkzeuge:Geba Brennholzfräse, Vogesenblitz 16t Spalter und El. Spalter 5t, 7 Motorsägen, Biber mit Stihl461 als Antrieb. + Jede Art von Äxten!
    Für Spass und Stromlose Zeiten: Küchenherd TL- Tech Bo 80 mit ca 8kW
    Total 220 m2 beheiztes Chalet, total ca 10-12 Ster pro Saison.

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