Servus zusammen,
nach sehr vielen Stunden Eigenleistung, einer trotzdem nicht unerheblichen Menge Geld an Handwerker und auch viel kostenloser Hilfe (oder bezahlt in Bier/Burger/Brotzeit) von befreundeten Fachprofis ist sie nun endlich fertig. Meine Hackschnitzelheizung!
Geworden ist es eine HDG Compact 50 mit 2x800l Speicher und einer Waermepumpe fuers Brauchwasser.
Zu beheizen sind zwei WE mit je 150qm in einem Altbau aus 1967.
Mit der groesste Aufwand war die Schaffung eines Aussenzugangs zum Keller, da meine Kellertreppe extrem eng ist.
Da ich im Vorfeld nach Dokumentationen von solchen Aktionen gesucht habe aber nicht richtig fuendig geworden bin, hier also mein Story.
Zeitleiste:
2024/08
Es geht los! Erdaushub. Das kleine Kellerfenster soll eine Tuer werden.
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Ausschneiden der Tueroeffnung mit einer Husqvarna Cut-n-Break. Wer diese Geraet nicht kennt: Zwei parallele Trennscheiben schneiden ein paar cm tief und dazwischen bleibt ein Steg stehen. Diesen bricht man heraus und schneidet weiter, so kommt man von einer Seite bis zu 40cm tief - geniales Teil! Hinter diese Wand kommt der Bunker und noch einen Raum weiter die Heizung rein.
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Da geht das gute Stueck. Der Radlader hat es nicht gepackt und ich musste meinen Kumpel mit schwerem Geraet (18t Mobilbagger) anfordern.
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Die Bodenplatte ist drin. Drainage habe ich danach an die existierende um das Haus angeschlossen.
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2024/09
Baustopp. Ich bin steinreich - in Form von Gallensteinen. Dass ich welche hatte, war schon seit einem Zufallsbefund vor 10 Jahren bekannt und ich hatte seitdem keinerlei Probleme. Nach dem Mittagessen in der Arbeit (das war nicht Schuld, wir haben ein ausgezeichnetes Betriebsrestaurant!) Gingen die Schmerzen im Oberbauch los, nach einer Stunde bin ich nach Hause gefahren, nach einer weiteren hat mich meine Frau in die Notaufnahme gefahren, selber fahren ging nicht mehr. Nach ein paar Stunden waren die Schmerzen wie weggeblasen. Da dies meine erste "Gallenkolik" war, meinten die Aerzte, man koenne einfach abwarten, dann kann das aber wieder passieren, evtl. mit mehr Komplikationen. Oder gleich die Gallenblase raus, das ist ein Routineeingriff. In Gedanken war ich bei der Heizung: Wenn ich jetzt pausiere, reicht das Scheitholz und Heizoel noch ueber den Winter? Was wenn der alte Kessel ploetzlich den Geist aufgibt? Egal - es wird sich eine Loesung finden, Gesundheit geht vor. Also, OP, ein paar Wochen schonen, Projekt wird auf 2025 verschoben.
2025/01
Da meine werte Gattin meinte, ich solle mich nicht ueberarbeiten, habe ich fuer die weiteren Betonierarbeiten schon im November bei einem befreundeten Bauunternehmer angefragt. Er kommt mir beim Preis entgegen, dafuer kann ich ihm ein paar Tage Arbeit verschaffen, bevor er seine Leute im Winter stempeln lassen muss. Zeitdruck habe ich jetzt ja keinen mehr. Im Januar hat er spontan Zeit und es wird betoniert. Die ganze Zeit war das Wetter mild, natuerlich hat es beim Einschalen dann 0 Grad und Schneeregen...
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2025/02-04
Den restlichen Winter verbringe ich mit Innenarbeiten wie dem Durchbruch vom Bunker zum Heizraum. Auch die Oeltanks (6x750l und 2x1500l) weichen langsam. Die Tanks sind alle ueber eine Leitung verbunden, also trenne ich alle bis auf einen und versorge die Heizung aus diesem. Droht dieser leer zu werden, pumpe ich von einem der getrennten Tanks um. So kann ich die leeren Tanks nach und nach in meinen nun (fast) leeren Holzkeller zum zwischenlagern schieben.
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2025/05
Die Aussenarbeiten gehen weiter. Es wird aufgefuellt und gepflastert. Das "Broetchenpflaster" in rot war zum Glueck mal das Ideal-Standard-Pflaster bei uns in der Gegend und es liegen genuegend Haufen rum, wo mal was augebaut wurde. Meine 10qm bekam ich von einem Kumpel geschenkt, der Kangoo musste ganz schoen schwitzen.
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2025/06
Die Technik kommt rein. Alles auf Paletten ging noch easy mit dem Radlader und Kette oder Schlupf, fuer Kessel (fast 1t), Puffer, WP und Einbringschnecke musste mein Kumpel mit Bagger wieder anruecken. Vor lauter Konzentration bei mehreren 10000 EUR am Haken hat davon leider niemand Bilder gemacht. In der Einfahrt wurde alles von den Einweg-Paletten weg mit dem Bagger in den Schacht gehoben, dort dann auf Euro-Paletten gesetzt und per Hubwagen zum Aufstellort geschoben.
Fuer die Schnecke habe ich mir im Aussenschacht ein Auflager aus Stahltraegern und Winkeln gebaut, etwas ueberdimensioniert, aber das Material hatte ich rumliegen.
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Aussen habe ich mit dem Radlader angehoben, innen einen Unterbau aus Kanthoelzern fixiert und mit 2 Kettenzuegen hochgeratscht. An der Betondecke ist sie 12er Schlagankern befestigt.
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Uploadlimit, Fortsetzung folgt...