Dichtschnur Fülltür drehen oder Nachstellen

There are 17 replies in this Thread which was already clicked 1,436 times. The last Post () by Dom80er.

  • Hi Leute,


    ich hätte mal wieder eine Frage.


    Bei den letzten Abbränden habe ich bemerkt, dass beim Anheizen kein wirklicher Luftzug mehr da war, der die Flamme nach unten in die Brennkammer gezogen hat.

    Ich hab das immer auf die Außentemperatur geschoben, da ja im Sommer oftmals der Schornstein keinen guten Zug hat.

    Ich vermute aber nun fast, dass etwas anderes der Übeltäter ist.


    Gestern ging kurz nach dem Anheizen die Heizung wieder aus, da die Abgastemperatur nicht gestiegen ist. Beim Öffnen der Anheiztüre sah ich, dass ca. 1/5 der Füllkammer im unteren Bereich das Holz glühte. Nach zweitem Anheizen hat's dann schon geklappt, aber es dauerte trotzdem ewig bis er auf Betriebstemperatur war.


    Nun hab ich mir die Türdichtung der Fülltüre angesehen. Anbei findet Ihr auch Bilder dazu.

    Ich vermute dass die mittlere Stelle zwischen Füllkammer und Schwelgaskanal undicht ist. Sie sieht auch ein bisschen dunkler aus als die anderen Stellen.


    Nun stellt sich mir die Frage, reicht dort ein Nachstellen aus?

    In der Bedienungsanleitung steht, wenn man die Türe schließt, sollte bei einem lichten Abstand zwischen Türe und Füllkammer bei ca. 3cm schon ein leichter Widerstand spürbar sein. Bei uns ist erst bei ca. 1cm lichter Abstand Widerstand spürbar...


    Oder meint ihr ich soll die Dichtung gleich mal drehen? Um 90° oder 180°.


    Oder ja, was meint Ihr? 😉


    Grüße

    Dominik

  • Die zeigt um die 21% an bevor angeheizt wird. Wenn die Heizung aus ist zeigt es 1,9% an.


    Wenn ich dann das Holz anzünde, hat man das Gefühl, dass irgendwie der Sog nach unten fehlt und sich die Flamme eher nach oben in den Füllraum entwickeln möchte...


    Ich kann dann warten bis eine Abgastemperatur von ca. 70 oder 80 Grad herrscht und der Rest O2 bei ca. 15% liegt.


    Dann schließe ich die Türe und der Rest O2 steigt und die Abgastemperatur sinkt wieder.

    Dabei glüht dann das untere Fünftel des Füllraumes dahin das Gebläse schaltete sich gestern dann ab.


    Dann hab ich nur Anheiztüre aufgemacht und gewartet bis eine Abgastemperatur (=AGT) von 110 Grad herrschte und der Rest O2 von 10%. Anheiztüre wieder geschlossen.


    Dann dauerte es aber bestimmt eine halbe bis dreiviertel Stunde bis mal die AGT auf 175 Grad war und der Rest O2 im Mittel bei 7%.

    Kesseltemperatur bei 77Grad.


    Diese Werte hielt er dann ca. für 3 Stunden.

  • Die wichtigsten Verdächtigen sind bereits genannt worden: Falschluft und Lambdasonde!

    Weitere Möglichkeiten, Vogelnest im oberen Schornsteinteil, oder aber auch Primärklappe welche nicht läuft oder der Antrieb leer dreht und die Klappe daher nicht öffnet? Alles schon selber erlebt! Frischluftzuführungen in den Brennraum kontrolliert? Nicht, dass sie sich beim Reinigen mit Asche oder sogar Fugenmörtel / Schamottemörtel zugesetzt haben?

    Und, ja, die Dichtungen sind hinüber, da bringt nachstellen überhaupt nichts! Drehen um 180Grad wird besser seine, wie nur 90, denn die Dichtung ist stark verteert, was in den Ecken mit den Rundungen schwierig wird.

    Gruess Ruedi

    Schmid Zyklotronic 20kW. 1800 l Speicher, 600 l Solarboiler an 6m2 Solarfläche.

    Offene Anlage mit 180l Expansionsgefäss, keine TAS installiert!

    Traktoren: Meili DM 36 Jg.60, MF 254 Jg.78 4m Holzerwagen Jg.88

    Werkzeuge:Geba Brennholzfräse, Vogesenblitz 16t Spalter und El. Spalter 5t, 7 Motorsägen, Biber mit Stihl461 als Antrieb. + Jede Art von Äxten!
    Für Spass und Stromlose Zeiten: Küchenherd TL- Tech Bo 80 mit ca 8kW
    Total 220 m2 beheiztes Chalet, total ca 10-12 Ster pro Saison.

  • Dann versuche ich mal die Dichtung um 180 Grad zu drehen. Und wegen dem Vogelnest schau ich auch mal.


    Bezüglich den Frischluftzuführungen.. ich hab die Heizung erst gereinigt. Da waren die seitlichen Öffnungen die in den Füllraum ragen alle frei. Jetzt könnte schon die Primärluftklappe eine Fehlstellung haben ja... Wie könnte ich das denn am besten überprüfen 🤔

  • Luftklappen kontrollieren:

    Bei den meisten Kesseln kannst du die soll- Öffnung in % irgendwo im Rechner einsehen und dann mit dem realen Klappenwert vergleichen.

    Vielleicht müsste dir da ein Frölingheizer weiterhelfen, ich kenne deinen Kessel nur vom „anschauen“.

    Gruess Ruedi

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  • Hi Fetti, nein das hab ich nicht 😉.


    Ich hab momentan ein paar Fragezeichen im Kopf die ich jetzt mal logisch nach und nach abchecken muss... Ich meld mich dann nochmal.


    Ruedi Danke Dir! Ich prüf die Sachen mal ab!

  • Hallo Dominik Dom80er,


    ich bin zielmlich sicher, dass die Probleme behoben sein werden, wenn die Dichtung wirklich wieder dicht ist. Nach deinen Bildern zu urteilen, ist die Verbindung zwischen Füllraum und Schwelgaskanal schon länger undicht: Auf dem Blech zwischen den oberen Dichtungen ist schon eine Rußschicht zu sehen, die abblättert. Das solltest zu wieder sauber machen, damit man bei den nächsten Abbränden sieht, ob es jetzt dicht ist. Deine Dichtschnüre scheinen auch im Neuzustand schwarz gefärbt zu sein. Das finde ich nachteilig, weil man eine evtl. Undichtigkeit nur schwer erkennen kann. Ich würde beim Neukauf auf weiße Dichtschnüre setzen.


    Bei den Fröling-Kesseln ist m.W. die Lambdasonde im Abgasrohr montiert (bei ETA ist sie unten im Kessel vor den Wärmetauscherrohren). Dadurch bekommt die Lamdasonde bei Undichtigkeit des Schwelgaskanals das unverbrannte Holzgas-Luft-Gemisch ab. In Folge wird die Lambda-Sonde zuviel Rest-Sauerstoff messen und entsprechend keine Sekundärluft zumischen. Der Verbrennung in der Brennkammer fehlt dann nicht nur ein Teil des Holzgases, sondern auch der Sekundärsauerstoff um das Holzgas zu verbrennen (keine Flamme). Dass die Lambdasonde von dem unverbrannten Holzgas mit Teer verschmutzt wurde halte ich zwar für unwahrscheinlich (weil die Sonde auf bis zu 700°C beheizt wird), aber eine Sicht-Kontrolle der Lambdasonde wäre m.E. ebenfalls angebracht.


    Nachtrag:

    So hat meine Fülltürdichtung im Jahr 2017, nach 6 Jahren Betrieb ausgesehen: Link zum Beitrag. Sie war zwar noch dicht, hatte aber wenig Türspannung. Nach dem um 180° gedrehten Wiedereinbau war die Tür wieder stramm. Seither (8 Jahre) habe ich nichts mehr daran gemacht, aber demnächst werde ich nochmals versuchen um 90° zu drehen. Die Fülltür geht wieder relativ leicht zu schließen, der Münztest ist aber noch OK. :thumbup:


    Viele Grüße von Karlheinz :)

    Seit Juni 2011:

    ETA Twin: SH30/P25 "noTouch" (Füllraum 150 Liter)

    Hopf Pelletaustragung: 6x UniWok-Saugsonden (Selbstbaulager für 6 to)

    Paradigma Pufferspeicher: 2x Aqua Expresso (1090 + 958 Liter; seriell verbunden)

    Paradigma FrischWasserStation

    Paradigma VRK-Anlage: 2x CPC21 Star Azzurro Solarpanel (10m²; Aqua-System ohne Glykol)

  • Also der Schornstein ist frei 😉


    Die Stellmotoren für die Primär und Sekundärluft lassen sich leicht drehen und verstopft sieht da auch nichts aus.


    Jetzt wollte ich mir die Lambdasonde mal ansehen und hab diese einfach mit der Hand herausdrehen können... Kurios.

    Und um noch eins draufzusetzen drehte sich die Sonde inkl. dem Zwischenstück heraus.


    Jetzt wollte ich die Sonde aus dem Zwischenstück herausdrehen aber nix wars. Es dreht sich nur das Messingstück in diesem Zwischenstück.

    Was meint ihr.. kann ich das Messingteil direkt mit einer Zange packen und die Sonde herausdrehen oder mach ich da noch mehr kaputt... Ich sehs schon vor mir wie ich ne neue brauche 😜

  • Karlheinz, danke Dir für Deine ausführliche Antwort gell. Immer wieder schön von Dir zu lesen 😉


    Glaub ich Bau die Lambdasonde einfach wieder so ein... Und versuch das erstmal mit der Dichtung...

    Weil.. kann doch eigentlich nix schlimmes passieren oder 🤔


    Dreck kam auf jeden Fall einiges raus aus dem kleinen Röhrchen. Ich habs nur ausgeklopft und vorsichtig den Staubsauger dran gehalten. So sagte es zumindest Fröling. Und keinesfalls blasen.

  • Dass sich der Kunststoffflansch mit heraus dreht ist m.E. normal. Wichtig beim Einbau ist, dass Gewinde und die Dichtflächen absolut sauber sind und die Sonde mit genügend Drehmoment festgezogen wird.

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  • Okay.. jetzt hatte sich aber die Sonde im Kunststoffflansch schon selber gedreht... 🙄

    Hoffe da habe ich nichts kaputt gemacht.


    Du meinst den Kunststoffflansch kann ich stramm anziehen?

    Der Flansch war auf jeden Fall nicht komplett am Abgasrohr angelegen. Ich glaub das muss vielleicht auch gar nicht sein, da mir das Kunststoffgewinde konisch vorkommt.

  • Die Lambdasonde beim ETA wird laut Handbuch mit 40 Nm festgezogen. ;)


    Nachtrag:

    Sorry, ich habe mich geirrt: Der Flansch bei Fröling ist nicht mit ETA vergleichbar, beim ETA gibt's kein Kunstoffgewinde, sondern die Kunsstoffscheibe wird durch ein Metallrohr an den Flansch angepresst. Also bei dir besser nicht so stark anziehen! :saint:

    Bei ETA sieht's so aus. Link mit Bild.

    https://www.holzheizer-forum.de/attachment/14901-img-7884-jpg/

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    Edited once, last by Etaminator: Ein Beitrag von Etaminator mit diesem Beitrag zusammengefügt. ().

  • Ja in die Montanleitung hätte ich auch mal schauen können 🙈

    Da heißt es leicht anziehen...

    Und da sieht man auch alle Einzelteile.. da hab ich jetzt auch mal die Lambdasonde ganz herausgedreht. Also schlecht sieht die nicht aus.


    Nun gut.. dann Dreh ich jetzt noch die Dichtung und gib Bescheid 😎

  • Also schlecht sieht die nicht aus.

    Hallo Dominik,


    auf die Gefahr hin, dass ich wieder falsch liege: :wacko:

    Die seitlichen Öffnungen sehen bei deiner Lambdasonde "verstopft" aus. Meine Sonde hat vorne eine größere und seitlich ebenfalls kleine Öffnungen. Diese müssen frei sein, damit die (Verbrennungs-) Luft in das Sondengehäuse strömen kann. Der in der Luft enthaltene (Rest-) Sauerstoff und wird dort von einem Zirkonium-Element aus Keramik in eine elektrische Spannung umgewandelt und in den Lambda-Wert bzw. Rest-O2-Wert in % umgerechnet. Ich würde ganz vorsichtig versuchen, diese Öffnungen freizukratzen? Oder ist es bei dieser Sonde so, dass das Zirkonium-Element das gesamte Gehäuse ausfüllt?


    So sieht meine Lambda-Sonde aus:


    Viele Grüße von Karlheinz :)

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  • Hi, ich weiß nicht, wie alt deine Heizung ist, aber die Sonde kann man meiner Meinung nach durchaus auch einfach mal erneuern. Mir sind auch beim vorsichtigen Säubern schon zwei kaputt gegangen. Mit neuer Sonde läuft der Kessel aber gefühlt etwas geschmeidiger mit auch geringerer AGT. Bei Autos ist dann häufig ganz ähnlich. :)

    Die Sonde kann man mit der aufgelaserten Bosch oder NGK Nummer günstig im PKW-Bereich kaufen, für meinen SP Dual kostet sie etwa 80€. Füllraumdeckeldichtungen drehen dürfte auch gut sein und dann wird die Kiste wohl schon wieder rennen.

    Herzliche Grüße,

    Janni

  • Karlheinz, ich überprüfe mal noch die Lambdasonde bezüglich der Öffnungen!

    Aber im ersten Blick sah sie sehr sauber aus.

    Ich versuche auch noch ein besseres Bild zu erstellen.


    Den Münztest hätte ich wahrscheinlich nicht bestanden... Es ist einiges an Asche im Schwelgaskanal zu finden... Ich hab mich schon oft gefragt wie da so viel Asche dort hingelangen kann.


    Die Dichtung der Füllraumtür habe ich um 180 Grad gedreht.

    Vorhin habe ich neu angeheizt. Es gab keinerlei Probleme 😉.

    Ich beobachte jetzt mal noch die nächsten Abbrände.

    Irgendwie kann ich's ja fast nicht glauben, dass so eine kleine Falschluft so viel Probleme machen kann...


    Die Dichtschnur der Füllture ist tatsächlich schwarz eingefärbt. Aber eine waagrechte um 90° versetze Stelle war komischerweise doch weiß. Ca. 25cm lang war diese weiße Fläche lang.

    Zefix, hätte ich ein Bild machen müssen...

    Die anderen Dichtschnüre in der Anheiztüre und in der Brennkammer sind komplett weiß.


    Jcm800, die Heizung ist ja erst 3 Jahre alt....

    3600 Betriebsstunden hat sie nun hinter sich :) aber soweit sind wir super zufrieden.

    Der alte Unical hatte ca. 35 Ster gebraucht und nun liegen wir bei ca. 24 Ster 😉

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