ETA ePE 9 kW: Pelletverbrauch zu hoch?

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  • Hallo Leute! Hab eine neue Pelletsheizung (ETA ePE 9 kW) und brauche dringend Hilfe mit den Einstellungen.

    1.) Mein Raumfühler hat bisher immer falsch gemessen. Da er sich direkt an der Wand vorm Heizungsraum befand, hat er sich scheinbar immer von der aufgewärmten Wand beeinflussen lassen (zeigte teilweise zu hohe verfälschte Temperaturen, immer extrem träge Reaktion auf tatsächliche Raumtemperatur). Gestern wurde er ins Wohnzimmer versetzt. Jetzt passt er trotzdem wieder nicht. Jetzt misst er eher zu wenig. Woran kanns liegen? Ich verzweifle schön langsam.

    2.) Mein Pelletsverbrauch kommt mir viel zu hoch vor. Älteres, weniger gut gedämmtes Einfamilienhaus mit 90 m2 zu beheizender Wohnfläche auf 1 Stockwerk. ETA ePE 9 kW mit 500 Liter Puffer, Warmwasser inkl., 2-Personenhaushalt. Früherer Jahresverbrauch mit Öl war etwa 2000 Liter. Ich verbrauch jetzt an einem Oktobertag (Außentemperatur rund 14 Grad) bereits 15 kg Pellets pro Tag. Das ist doch nicht normal. Was erwartet mich da an einem kalten Wintertag? Da komm ich doch nie im Leben mit 4000 kg Pellets (gemessen 2000 Liter Öl mal 2) Jahresverbrauch aus.

    3.) Wie schauen die optimalen Einstellungen aus? Ich möchte möglichst sparsam heizen, Komfort soll aber trotzdem gegeben sein. Nachts und wenn ich in der Arbeit bin, kann es gerne auf 19 Grad Absenktemperatur runterkühlen (muss aber nicht), wenn ich daheim bin (Wochenende komplett und wochentags durchschnittlich 15-21 Uhr) hätt ich gern 21-22 Grad. Ist es überhaupt sinnvoll so weit runterzukühlen zu lassen? Meine Heizung braucht 2-3 Stunden um 1 Grad raufzuheizen, manchmal auch mehr. Und das bei einer Vorlauftemperatur von 50 Grad bei +10 Grad und 65 Grad bei -10 Grad. Wie soll ich die Raumtemperatur und Heizzeiten passend einstellen?

    4.) Wie stellt man die Ladezeiten vom Puffer optimal ein? Mein Puffer lädt (ohne eingeschaltetem Heizkreis) von 15% auf 90% in 5 Stunden und verbraucht dabei 5 kg Pellets. Mit eingeschaltetem Heizkreis schafft er nur sich gering zu laden. Bei ausgeschaltetem Heizkreis verliert er wieder relativ rasch an Temperatur. Wenn ich den Heizkreis einschalte, zieht der sofort die ganze Wärme wieder aus dem Puffer. Hab jetzt die Pufferladungen nachts gesperrt, weil sonst der Kessel dadurch fast durchgängig heizen würde. Hab eingestellt, dass der Puffer 2 Stunden laden darf bevor die Heizung von Absenktemperatur auf Solltemperatur rauffährt. Macht das Sinn?

    Danke schon mal für eure Hilfe.

  • Hallo Julia sei mir nicht böse wenn ich jetzt mal ein paar klärende Worte finde. Diese Erbsenzählerei nachdem man eine Pelletheizung bekommen hat bei dem man den täglichen Verbrauch ablesen kann bringt dich nicht weiter. Oder hast Du früher auch bei der Ölheizung den täglichen Ölverbrauch erfasst und gemessen. 15 kg Pellets am Tag finde ich jetzt nicht viel in der Übergangszeit. Du kannst das beurteilen wenn du mal 12 Monate die Heizung am laufen hast und dann weißt wie viel du genau verbraucht hast. Die Anzeige beim ETA ist auch nicht so sonderlich genau. Warum hast du überhaupt so einen Raumfühler. Für mich sind das Relikte aus den 80er Jahren. Jeder Raum ist individuell einzeln zu regeln mit Raumthermostate oder mit Thermostatventilen. Dein Raumfühler fährt die Heizung runter wenn es in dem Raum warm genug ist indem er montiert wurde er berücksichtigt nicht die anderen Räume die abgetrennt vom Wohnzimmer sind.

  • Als Erbsenzählerei würd ich das nicht bezeichnen. Ich muss schließlich wissen, ob bei der neuen Heizung alles ordnungsgemäßig läuft und was verbesserungswürdig ist, alleine schon von den Einstellungen her. Da kann ich kein Jahr lang nix tun. Natürlich hab ich bei der alten Ölheizung nicht täglich irgendwas herumgemessen. Hätt ich auch gar nicht können, weils da keine moderne Messung/Technik/Display/App gab. Da bin ich höchstens ab und zu zum Öltank und hab so den durchschnittlichen Monatsverbrauch geschätzt. Aber wie gesagt, mit der Pelletsheizung hab ich nun die Möglichkeit, das ist meine erste Heizperiode damit und ich muss die Einstellungen entsprechend anpassen. Natürlich kann ich da den Pelletsverbrauch nicht außer Acht lassen. Auch wenns beim ETA nicht sonnderlich genau ist, nach irgendwas muss ich mich ja richten. Warum ich so einen Raumfühler hab? Weils Heizungsinstallateur und Hersteller so vorgesehen haben. Ich gehe mal davon aus, dass die sich besser auskennen als ich, weswegen ich sowas auch nicht in Frage stellen muss. In den einzelnen Räumen hab ich Heizkörper mit auf- und zudrehbaren Thermostaten. So wie fast alle es eben in den letzten Jahren hatten. Nichts außergewöhnliches. Ich hab hier ein keine riesengroße Bude mit unzähligen Räumen. Die Räume sind alle miteinander verbunden. Ich hab nur bei Bad, Toilette und Schlafzimmer eine Tür, die aber auch hauptsächlich offen stehen. Ist es wirklich zuviel erwartet, dass ein nagelneuer Raumfühler einfach nur funktioniert?

  • Im Prinzip auch absolut egal "was" der RF misst. Ob da bei zu warm Franz frauf steht und bei zu kalt Josef spielt keine Rolle. 1x richtig eingestellt soll die HK angehoben wenn "zu kalt" und abgesenkt bei "zu warm"

    Das ist doch nicht normal

    Warum soll das nicht normal sein?

    ETA SH30 Touch Automatik
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  • Willkommen in diesem feinen Forum, Julia!


    Kannst du bitte hier mal aussagekräftige Fotos der Heizungsanlage zeigen?

    Welche Vorlauftemperaturen beobachtest du?

    Sind die Heizkörper in irgendeiner Weise gedrosselt?


    Du vergleichst mit dem Ölverbrauch der letzten Jahre. Ist der definitiv so gewesen oder wurde er zB beim kürzlichen Hauskauf so erzählt?

    Ist die Raumtemperatur so wie in den letzten Jahren?


    Mir persönlich erscheinen 15 kg für ein älteres 90-m2-Haus nicht so wenig, wir brauchen in der Übergangszeit mit unseren 150 m2 aus 1998 um die 8 bis 10 kg am Tag. Allerdings ist das nicht so viel weniger, dass es denkunmöglich erscheint.

  • Willkommen im Forum, Julia!


    Du stellst die richtigen Fragen. Ich habe vor drei Jahren eine neue Pelletheizung bekommen und habe eine Heizsaison gebraucht, alles zu verstehen und einzustellen. Ich möchte Dir aber Mut machen. Wir hatten vorher 3.000L Ölverbrauch, ich hatte 6000kg Pellets Erstlieferung, wir haben im ersten Winter 4.000kg verbraucht.


    Die Heizung sollte sich nach Deinem Tagesrhythmus richten. Du schreibst: "wenn ich daheim bin (Wochenende komplett und wochentags durchschnittlich 15-21 Uhr) hätt ich gern 21-22 Grad". Wie ist es wochentags am Morgen? Stehst Du auf und verlässt sofort das Haus? Wenn ja, müsste der Kessel morgens gar nicht anspringen. Eher dann, so dass es bei Rückkehr 15h und dann bis abends angenehm ist.


    Kommt folgende Überlegung für Dich in Frage?

    • Kessel heizt wochentags nur einmal pro Tag, so ca. ab 12h, damit es um 15h warm ist
    • Kessel sollte dann bis ca. 19h heizen, dabei weiter Haus wärmen und Puffer aufladen
    • Ab 19h bedient sich die Heizung des Puffers, um bis 21h angenehme Temperaturen zu gewährleisten
    • Um 21h ist der Puffer leer und bleibt es über Nacht auch --> das Haus ist der Puffer
    • Am nächsten Morgen reicht die Restwärme aus für Aufstehen, Bad, Frühstück --> das wäre zu überprüfen, hängt auch von Deinem tatsächlichem Verhalten und Bedarf ab.
    • Ab 12h wiederholt sich das Spiel
    • Am Wochenende ist der Bedarf anders, da muss der Kessel natürlich früher heizen.

    Interessant wäre noch, das genaue Baujahr des Hauses zu erfahren. Außerdem kannst Du es mal mit etwas höherem Vorlauf versuchen. Ich habe ein EFH Bj. 1983, Außenwände nicht gedämmt, aber gedämmtes Dach und neue Fenster, ich fahre meine Heizkurve mit 60° bei +10 und 70° bei -10.


    Wie gesagt: man muss seine Heizung kennenlernen. Am besten einen Parameter verändern, einige Tage abwarten, wie sich das auswirkt, dann weiter optimieren.


    Viele Grüße

    Jochen

    Fröling PE1 25kW, 800L Pufferspeicher, 6kW Heizpatrone, Frischwasserstation, 2 Heizkreise HK + FBH

  • Im Prinzip auch absolut egal "was" der RF misst. Ob da bei zu warm Franz frauf steht und bei zu kalt Josef spielt keine Rolle. 1x richtig eingestellt soll die HK angehoben wenn "zu kalt" und abgesenkt bei "zu warm"

    Das ist doch nicht normal

    Warum soll das nicht normal sein?

    Weils zu hoch ist oder nicht? Hab mit 2000 Liter Heizöl Jahresverbrauch geheizt. Umgerechnet wären das jetzt 4000 kg Pellets. Wenn ich aber jetzt bei Außentemperaturen von 13 Grad 15 kg pro Tag verheize, dann werd ich mit diesen 4000 kg definitiv nicht auskommen. Es muss ja einen Grund für diesen erhöhten Verbrauch geben.

  • Heizkurve mit 60° bei +10 und 70° bei -10.

    Wahnsinn...! Regelst beim Auto die Geschwindigkeit auch mit der Bremse?! Höhere VL als "Tipp" ist so ziemlich das Dü**** was ich hier in letzter Zeit gelesen habe...

    Ich würde auch sagen dass hier das Problem liegt.

    Meine Heizkurve liegt bei +10 > 44°C und bei -10 > 60°C und das bei Bruchsteinmauerwerk mit teilweise unterdimensionierten Heizkörpern.

  • Hallo! :) Ich hab Fotos beigefügt, weiß nicht ob die aussagekräftig sind.


    Ich hab jetzt mal Vorlauftemperaturen von 50 Grad bei +10 und 65 Grad bei -10. Fürcht aber das ist immer noch zu wenig, weil's aufwärmen so extrem langsam geht. Ich wüsste nichts davon, dass die Heizkörper gedrosselt sind. Sind halt ganz normale Flachheizkörper mit Thermostat zum auf- und abdrehen. Mehr weiß ich nicht drüber.


    Ich wohne hier seit Ewigkeiten, also die Heizerfahrung stimmt tatsächlich so. Bei der Raumtemperatur hat sich schon was geändert. Früher wars halt echt kalt wenn ich nicht daheim war. Aber die Ölheizung hat die Temperatur schnell nach oben gebracht. Eine Pelletheizung heizt ja anders. Also längere Aufwärmzeit, dementsprechend kann ich's auch nicht mehr so arg runterkühlen lassen.


    Ich wäre echt froh, wenn's nur 8-10 kg wären. Zu 15 kg macht's doch einen großen Unterschied. Vor allem im Hinblick auf die bevorstehende kältere Jahreszeit. Es läppert sich.

  • Hallo! :) Ich hoff echt, dass ich die richtigen Einstellungen bald geschafft hab. Danke fürs Mutmachen.


    Genau so hab ichs momentan eingestellt. Kessel braucht wochentags morgens nicht extra heizen, weil ich ja eh gleich außer Haus bin. Ab wann soll ich raufheizen lassen? 1-2 Stunden vorm Heimkommen? Was ist da effizient? Problem ist, dass beim gleichzeitigen heizen vom Heizkreis und Puffer der Puffer gar nicht so weit aufgeladen wird, dass ich von 19-21 Uhr allein damit auskomm. Vom nächsten Morgen ganz zu schweigen.


    Baujahr. Irgendwas 16. Jhd. Aber wurde in den 70er/80er mal saniert.


    Ich wollt eigentlich diesen hohen Vorlauftemperaturen entkommen. Sonst frisst meine Heizung ja noch mehr.

  • Es muss ja einen Grund geben...

    Schlechte Qualität bei den Pellet´s zum Beispiel ;)

    Heizkurve mit 60° bei +10 und 70° bei -10.

    Wahnsinn...! Regelst beim Auto die Geschwindigkeit auch mit der Bremse?! Höhere VL als "Tipp" ist so ziemlich das Dü**** was ich hier in letzter Zeit gelesen habe...

    Die Pelletsqualität passt sicher. Hab sie von einer großen Firma bezogen, von der man noch nichts schlechtes gehört hat.


    Was ist die Alternative zur höheren Vorlauftemperatur?

  • Heizkurve mit 60° bei +10 und 70° bei -10.

    Wahnsinn...! Regelst beim Auto die Geschwindigkeit auch mit der Bremse?! Höhere VL als "Tipp" ist so ziemlich das Dü**** was ich hier in letzter Zeit gelesen habe...

    Ich würde auch sagen dass hier das Problem liegt.

    Meine Heizkurve liegt bei +10 > 44°C und bei -10 > 60°C und das bei Bruchsteinmauerwerk mit teilweise unterdimensionierten Heizkörpern.

    Was mach ich dann falsch? :(

  • Wenn ich ungedämmte Rohre sehe zitter ich immer, aber nicht vor Kälte :) -grade wenns ne Zirkulation ist

    Das könntest Du auch optimieren (lassen).


    Wenn eine Zirkulation hast, kannst Du ja mal versuchen sie zu deaktivieren und schauen ob das für Dich passt. Ist eine ewige Diskussion pro und contra, aber der Energiebedarf ist schon deutlich - grade bei ungedämmten Rohren.


    Wenn man zusammenrechnet ( 15 kg Tagesverbrauch, Kessel läuft 5 h mit 5 kg folgt eine Kessellaufzeit von 15 Stunden / Tag ). Vorschlag könnte hier sein die Absenktemperatur wochentags von abends 22:00 - 10:00 also 12h sein.

    Anschließend den Heizbetrieb ab 10:00 Uhr - getimed, dass Du um 15:00 Uhr zuhause bist, dann den Kessel erstmal 10 Stunden am Stück (bis 20:00 Uhr ) laufen und ca. 10 kg Pellets verbrauchen, was dann nun wirklich nicht viel ist. Der Puffer sollte dann für 20:00 - 22:00 Uhr halten bis es wieder in den Absenkbetrieb geht. Absenken würde ich so ca. 8-10 Grad vorschlagen.


    Somit hast Du ja auch von meinen Vorrednern schon einige Tips zum rumspielen und verbessern, was sich auch sicherlich im Verbrauch bemerkbar macht.

  • orschlag könnte hier sein die Absenktemperatur wochentags von abends 22:00 - 10:00 also 12h sein.

    Dann muss erstmal irrsinnig Energie in Haus gepumpt werden um den Verlust wieder auszugleichen und dann noch zum Aufwärmen... Viele scheinen immer noch zu denken, das wäre "sparsam"

  • meine Heizkurve mit 60° bei +10 und 70° bei -10.

    Selten soviel Blödsinn gelesen =O

    Würde mal vorschlagen Fenster und Türen einzubauen!

    Habe bei aktuell 12° Außen eine Vorlauftemperatur von 34 ° und auch 21° Raumtemperatur und das mit über 30 Jahre alten PHK!

    Wurde denn bei euch eine hydraulischer Abgleich gemacht?

    Abgesenkt wird um 3 K, bei 5-6 würde ich auch noch mitgehen, aber auf keinen Fall nur 8-10° :!:

    Auf alle Fälle ALLE relevanten Rohre im HR isolieren!

    Meine 2 Cent...

    Gruß Jens

    Edited once, last by Etaminator: Leere Zitate entfernt ().

  • ich halte das Absenken der Raumtemperaturen für sehr Kontraproduktiv, Es ist effizienter das Gebäude bei einer Temperatur zu halten als es immer wieder abkühlen zu lassen und später mit Einsatz von hohen Vorlauftemperaturen wieder aufzuheizen.


    Mein Vorschlag stelle den Pelletverbrauch erstmal in den Hindergrund und stelle in dem Gebäude eine Temperatur ein bei der du dich Wohl fühlst und halte diese Temperatur aufrecht, ganztags, 24/7 ! Wenn sich das ganze über mehrere Tage eingepandelt hat und sich die Gebäudemasse entsprechend durchgewärmt ist und du nur noch die Erhaltung der Temperatur von der Heizung eerbracht wird, kannst du anfangen zu optimieren.

    Setze an dem Punkt die Vorlauftemperatur in kleinen Schritten nach unten 1-4°C und warte nach jedem herabsetzen min 1-2 Tage wie sich die Veränderung auf deine Raumtemperatur auswirkt. Keine Veränderung ist gut du kannst den nächsten Schritt nach unten gehen mit deiner Vorlauftemperatur, solange bis sich etwas tut und dort gehst du auf den vorherigen Schritt zurück. Wenn du die Vorlauftemperatur einstellst über die Heizkurve, stelle bitte beide Punkte erstmal im selben Maße herrunter. Weiterhin zu empfehlen eine MinimalVorlauftemperatur bei Heizkörpern zu definieren, für normale Plattenheizkörper (Typ 22/33) sollten 34°C reichen um die Luftzirkulation durch den Heizkörper in Gang zu setzen. Solltest du noch Radiatoren verbaut haben liegt die Temperatur höher wahrscheinlich eher im Bereich 38-40°C.


    Solltest du den Fahrplan umsetzen wirst du sehr wahrscheinlich in 2-3Monaten eine erhebliche Reduzierung deines Pelletverbrauchs feststellen.

    Wie in vielen Dingen ist Geduld dabei das Erfolgsgeheimnis und du lernst viel über das Gebäude und deine Heizung dazu.

  • Nicht die Heizung ausschalten, maximal ein Grad absenken, besser kontinuierlich durchheizen. Bis die alten Massivmauern wieder warm sind vergehen doch zwei Tage, oder?


    Um die fehlende Behaglichkeit durch das kalte Mauerwerk zu kompensieren müssen die Heizkörper glühen. Dazu kommt bei solchem Temperatur-Jojo die Gefahr von Feuchteschäden (Schimmel) in kalten Zimmerecken.


    Alle Heizkörperventile voll aufdrehen und dann die Heizkurve absenken, bis bei durchgehendem Betrieb die Raumtemperatur bei +10 und 0° Außentemperatur passt. In der Regel kommt man nicht über 55° Vorlauf bei –10° C. Dass das historische Haus deutlich mehr Energie schluckt als ein Neubau ist völlig klar.


    Im Heizraum gehört alles, was warm wird, gründlich isoliert. Viel hilft viel, auch die Bögen und Armaturen. Außer die Abwärme ist gewünscht, in diesem Raum muss es ja recht warm werden, so wie das aussieht …



    Ach ja, weil du es drüben geschrieben hast: Die abweichende Temperatur des Raumfühlers gegen das Thermometer könnte zum Teil auch mit kaltem Mauerwerk erklärbar sein.

  • 4.) Wie stellt man die Ladezeiten vom Puffer optimal ein? Mein Puffer lädt (ohne eingeschaltetem Heizkreis) von 15% auf 90% in 5 Stunden und verbraucht dabei 5 kg Pellets. Mit eingeschaltetem Heizkreis schafft er nur sich gering zu laden. Bei ausgeschaltetem Heizkreis verliert er wieder relativ rasch an Temperatur. Wenn ich den Heizkreis einschalte, zieht der sofort die ganze Wärme wieder aus dem Puffer. Hab jetzt die Pufferladungen nachts gesperrt, weil sonst der Kessel dadurch fast durchgängig heizen würde. Hab eingestellt, dass der Puffer 2 Stunden laden darf bevor die Heizung von Absenktemperatur auf Solltemperatur rauffährt. Macht das Sinn?

    Für mich liest sich das so, dass die Kesselleistung nicht ausreicht um den Puffer voll zu laden und gleichzeitig den Heizkreis zu versorgen. Wenn das bei den jetzigen Temperaturen schon so ist, dann geht der Kessel bei richtigen Minusgraden gar nicht mehr aus. Da wäre es sogar besser, den Puffer stillzulegen,da der eh nicht nennenswert geladen wird und mehr Wärme vergeudet die im Heizkreis besser aufgehoben wäre.

    Heizkessel SL 25PK, Pellet und Festbrennstoff, 2000l Pufferspeicher, Rücklaufanhebung Laddomat 21, Steuerung UVR 1611 mit CMI, Visualisierung über Tablett TrekStor SurfTab. Stromversorgung über Hybridwechselrichter, 3x2x100Ah LiFePO4 Akku und 3x370W Solarpanele

  • Das wird kaum so sein. Wenn der Puffer oben die Mindestanforderungstemperatur erreicht hat moduliert der Kessel ja runter, wenn alle Parameter passen bis auf 30% der Nennleistung. Ziel der Regelung ist es ja, einen möglichst langen, durchgehenden Brand zu erzielen.


    Sinkt die Temperatur im Puffer oben oder meldet ein Verbraucher (= Heizkreis) einen höheren Leistungsbedarf als aktuell gefeuert wird, dann fährt der Kessel die Leistung langsam hoch.


    Wenn der Puffer unten die Maximaltemperatur (meist die Rücklaufanhebungs-Temperatur im Kessel) erreicht oder nach spätestens 20 kg verheizter Pellets wird die Feuerung beendet, der Glutabbrand eingeleitet und der Kessel entascht. Erst wenn der Kessel oben unter die Mindest-Temperatur oder unter die einer Wärmeanforderung fällt, wird wieder gezündet.


    Es ist daher nicht nötig und meist auch nicht sinnvoll, den Kessel zu einem anderen Verhalten zu zwingen.

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