Fröling SP Dual 22: Pelletverbrauch

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  • Guten Tag,

    ich habe eine Frage zum Pelletverbrauch.

    Ich habe seit 2012 einen S4 Turbo F mit 2000l Puffer der am 25.09 mit einer Pelleteinheit erweitert wurde.

    Ich habe sonst so ca. 25-30RM Fichte im Jahr verbrannt.

    Seit der Inbetriebnahme am 25.09 habe ich schon 500kg Pellets verbrannt.

    Das kommt mir sehr viel vor.


    Wie ist Ihre Erfahrung mit der Pelleteinheit was den Verbrauch angeht?


    Beheitz wird ein Zweifamilienhaus mit jeweils 110m2 und insgesamt 3 Erwachsenen und 2 Kinder.


    Haus ist Bj 90. Fassade nicht gedämmt, doppelt verglaste Fenster, letzte Decke gedämmt.


    Vielen Dank im Voraus für die Hilfe.


    Gruß Marcel

  • Marc11

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  • 855

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  • Das ist jetzt schwer einzuschätzen. 500 kg Pellets (die sind aus Fichte) entsprechen 500 kg Scheitholz (Fichte), entsprechend knapp 1,5 RM (Fichte) — das wären 5% deines Jahresverbrauchs. Wieviel Scheitholz hättest du in dieser Zeit im Holzvergaser verheizt?


    Und wie war die Wetterlage der letzten 3 Wochen?


    Auch eine andere neue Pelletheizerin klagt über überraschend hohen Verbrauch ihrer neuen Pellet-Heizungsanlage. Mein Gefühl sagt mir, dass der Monatswechsel kühler war als die letzten Jahre.

  • Hi Marcel, meine Anlage / Altbau verbrauchte im ersten Komplettjahr ca. 6 Tonnen Pellets, im zweiten geteilten Jahr etwa 3,5 Tonnen ( ohne PV Heizstab). Als die Pellets dann so irsinnig teuer wurden hab ich auf Scheitholz ( überwiegend Buche und Eiche) umgestellt. Davon gehen etwa 15 Raummeter ( zusammen mit PV Heizstab + etwas Pellets in Abwesenheitszeiten) durch den Ofen. Insgesamt brauche ich zusammen mit dem Kachelofen etwa 20 Raummeter Scheitholz pro Jahr.

    Viele Grüße

    Berthold aus Kuhschisshagen

  • Schon mal vielen Dank für eure Infos.

    Kann man das im Vergleich so rechnen wie von Austro-Diesel beschrieben?

    25Rm Fichte Scheidholz wären 11250kg, heißt ich hätte einen Verbrauch von ca. 11t Pellets wenn ich ausschließen damit heizen würde?


    Das wäre ja der Wahnsinn.

  • Hallo Marc11,

    ich würde das nicht über das Gewicht (kg) vergleichen, sondern alles in kWh umrechnen. So hast du eine einheitliche und vergleichbare Maßeinheit, mit der du weiterrechnen kannst.


    Heizwert lufttrockener Fichte (~20 % Restfeuchte): ca. 4,0 kWh/kg

    500 kg Fichte mit ca. 20 % Restfeuchte liefern etwa 2000 kWh Energie.


    Heizwert Holzpellets (DINplus / ENplus A1, ~10 % Feuchte): ca. 4,8–5,0 kWh/kg

    Ich rechne konservativ mit 4,8 kWh/kg.


    Du benötigst also nur ca. 417 kg Pellets, um denselben Energiegehalt wie 500 kg Fichte mit 20 % Restfeuchte zu erreichen.

  • Das wäre ja der Wahnsinn.

    Je nachdem, woher du dein Feuerholz beziehst, ist eine Pelletheizung in der Regel immer etwas teurer, dafür aber auch deutlich komfortabler in der Handhabung. ;)

    Du kannst das für deinen jährlichen Energiebedarf von ca. 45.000 kWh (30 RM Fichte) schnell vergleichen.


    A) Holzvergaser mit Fichte (Scheitholz 20% Restfeuchte)

    30 RM × 80 €/RM = 2.400 €


    B) Pelletheizung

    45.000 kWh × 0,057 €/kWh = 2.565 €

    C) Wärmepumpe
    45.000 kWh / JAZ 3 = 15.000 kWh Strom
    15.000 kWh × 0,29 €/kWh = 4.350 €


    D) Ölheizung
    45.000 kWh x 0,1 €/kWh = 4.500 €

  • Vielen dank für die detaillierte Aufzählung.

    Ich werde den Verbrauch die nächsten wochen weiter analysieren und schauen ob der Vergleich hinkommt.


    Mir ist gestern noch etwas aufgefallen, beim Umbau wurde das Thermovar für die Rücklaufanhebung durch eine Mischergruppe mit Effizienzpumpe getauscht.

    Wenn mein Puffer voll ist, die Ladepumpe aus geht, zieht mir die zweite Mischergruppe für den Heizkreis das Pufferwasser durch den Kessel.


    Dadurch wird der Kessel immer auf der Puffertemperatur oben gehalten, ist denke nicht effizient oder ?


    Im Vorlauf vom Kessel ist ein T-Stück, eine Leitung geht richtung Puffer und die andere zur Rücklaufanhebung, nach der Rücklaufanhebung werden die Verbraucher versorgt. (Heizkreis und Brauchwasser)


    Ich habe mal den Anschluss als Bild angehangen, bitte nicht steinigen, ich bin kein Heizungsbauer, daher fehlt auch die Kompetenz einer Normgerechten Zeichnung.


    Gruß Marcel

  • Wenn ich davon ausgehe, dass du Pumpen und Ventile nur der Einfachheit halber weggelassen hast, stimmt in deinem Schema trotzdem einiges nicht.


    Hängt der Warmwasserspeicher tatsächlich am selben Mischer wie die Heizkreise? Und ist der Mischer wirklich so falsch eingebaut?

    Ich kann mir kaum vorstellen, dass eine Heizungsbaufirma das so installiert.

  • Ich werde den Verbrauch die nächsten wochen weiter analysieren und schauen ob der Vergleich hinkommt.

    Verlasse dich dabei bitte nicht auf die Verbrauchsanzeige des Kessels. Die ist nicht geeicht. ;)


    Ich würde dir vor deiner Analyse folgendes raten:

    1.) Tagesbehälter komplett leer heizen
    2.) Zählerstand notieren

    3.) Tagesbehälter öffnen und manuell mit 20 kg Pellets befüllen

    4.) Tagesbehälter komplett leer heizen

    5.) Zählerstand notieren


    Dann kannst du erstmal vergleichen, ob die Zählung des Kessels überhaupt realistisch ist.


    Ich könnte dir jetzt zwar schreiben, dass ich bei den aktuellen Außentemperaturen rund 7 kg Pellets pro Tag benötige, um eine Wohnfläche von 180 m² zu beheizen. Das bringt dir aber rein gar nichts, denn jedes Haus, jede Heizungsanlage und auch der persönliche Wärmebedarf ist unterschiedlich und muss individuell betrachtet werden.

  • Wenn ich davon ausgehe, dass du Pumpen und Ventile nur der Einfachheit halber weggelassen hast, stimmt in deinem Schema trotzdem einiges nicht.


    Hängt der Warmwasserspeicher tatsächlich am selben Mischer wie die Heizkreise? Und ist der Mischer wirklich so falsch eingebaut?

    Ich kann mir kaum vorstellen, dass eine Heizungsbaufirma das so installiert.

    Hallo mur1M,


    danke für deine Antwort,

    der Heizkreis ist im Vorlauf angeschlossen und hat eine Mischereinheit.

    Der Boiler wird praktisch 30cm weiter im Vorlauf abgegriffen und hat nur eine Ladepumpe.


    Könntest du mir ein Schema zeichnen?


    Alternativ suche ich mir die passenden Symbole raus und zeichne es etwas detailreiche.


    Gruß Marcel

  • Könntest du mir ein Schema zeichnen?


    Im Prinzip kein Problem. Ich bin in einem Ingenieurbüro für Energie- und Gebäudetechnik tätig. ;)

    Allerdings kenne ich deine Anlage nicht im Detail.

    Schau dir am besten mal die Schemata im Schemenheft von Fröling an. Dort ist mit Sicherheit auch ein passendes dabei.


    Alternativ kannst du dir auch auf meiner Vorstellungsseite das angehängte Schema ansehen. Wenn du dir dann den Zweitkessel (Buderus) samt seiner Anschlüsse wegdenkst, kommt mein Schema deiner Anlage wahrscheinlich ziemlich nahe.

  • Ist im Prinzip wie bei dir, der Unterschied ist die Rücklaufanhebung.

    Ich habe eine normale Mischergruppe, heißt 4 Anschlüsse, Vorlauf wird ja durchgeführt.


    Ich setzte mich noch mal hin und versuche es verständlich zu zeichnen ^^ .


    Aber schon mal vielen Dank an alle, echt ein Top Forum, wo auch sachlich geholfen wird, gibt es ja kaum noch.

  • Hallo


    das ist halt die Krux wenn man an den Leitungen entnimmt. Hier schon oft beschrieben....

    Die meisten entkoppeln Heiz- und Erzeugerkreis in dem sie am Puffer einspeisen und entnehmen.

    Dann wirkt der Puffer als hydraulische Weiche.

    Damit nach Deinem Schema nix durch den Kessel gesaugt/gefördert wird müsste der Kessel einen höheren Widerstand haben als der Wasserweg durch die Puffer.


    ciao Peter

  • Hallo Peter,


    das hört sich sinnvoll an.

    Mein Gedanke war ein Magnetventil im Vorlauf nach dem Kessel zu integrieren was auf geht wenn die Ladepumpe läuft.


    Die Frage ist, darf man das, wenn das Ventil defekt ist überhitzt der Kessel.


    Bzw. macht es überhaupt sinn sich da gedanken drüber zu machen, ist der Verlust es wert.

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