Sprung in der Kesselrückwand

There are 16 replies in this Thread which was already clicked 1,606 times. The last Post () by Natrui.

  • Ok, das dachte ich mir. Nur der Mitarbeiter von Herz meinte, das das wohl nicht ginge. Aber vielleicht wollen die nur was neues verkaufen?
    Naja, die Firma noch mal darau ansprechen. Oder kann man da auch zu irgendeinem Schlosser gehen? Oder wer macht so was?

  • Wenn ich das richtig erkenne, geht der Riss doch komplett waagrecht durch oder?


    Prinzipiell sollte das jeder Schlosser können wenn das Material dick genug ist.

    Die Schweißvorbereitung ist halt bisschen Tricky 😬

  • Die Frage, die sich mir stellt ist: Warum reißt das so brutal quer durch und ist eine Schweißung, die immer weniger belastbar ist als gewalzter Stahl, dann wieder haltbar!?

  • Kommt auf dasselbe raus, oder?


    Schweißen schwächt das Gefüge und induziert Spannungen in den Stahl. So ein großer Riss muss doch eine bedeutende Ursache haben.

  • Schweißen schwächt das Gefüge und induziert Spannungen in den Stahl. So ein großer Riss muss doch eine bedeutende Ursache haben.

    Dagegen hilft es das Material vorzuwärmen und keine Kerben an der Naht zu hinterlassen.


    Aber über die Größe des Risses bin ich auch verwundert. Das sollte sich ein wirklicher Fachmann ansehen und die Schweißbarkeit begutachten.

    Mit freundlichen Grüßen.

    Immer eine warme Bude, wünscht knoedel

  • Wie ist der aufgebaut? Dort ist kein Wasser, ein Luftkanal? Dann reichen ein paar Schweißpunkte damit das Material in Form bleibt/ sich keine größeren Wölbungen ergeben.

    Ja, das ist nur eine Trennwand. Die Luft dahinter soll in den Kamin wandern. Alles was es da an Wärme rauszieht, ist natürlich fürs Aufwärmen des Puffers verloren.


    Aber über die Größe des Risses bin ich auch verwundert. Das sollte sich ein wirklicher Fachmann ansehen und die Schweißbarkeit begutachten.

    Inzwischen habe ich mit einem Techniker bei der Firma Herz (Hersteller) telefoniert. Zur Ursache konnte er nichts sagen. Aber er meinte auch, das sich das schweißen lässt. Das dürfte aber nur ein Schweißer machen, der die Zulassung für Heizkessel hat. Und den zu finden scheint schwierig zu sein. Diese Zulassung haben scheinbar nur wenige.

    LG Ulrich

  • Durch einen Riss wird nichts nennenswertes verloren gehen. Jedoch sollte gehandelt werden bevor er so aussieht: ;)

    Brennkammer 04.jpg


    Als (Eigen)Schnellösung reichen ein paar Punkte oder ein Stück Blech davor.

    Ein Kesselschweisser kann beurteilen ob das Material noch gesund genug ist oder gleich eine neue Rückwand rein sollte. Er hat auch das passende Eisen dazu. Einfaches Blech oder Edelstahl verbrennen, je leuchtender um so schneller.

  • Tut mir leid, aber ich rate hier dringend ab.


    Dafür gibt es mehrere Gründe:


    Ein Riss (den ich hier nicht wirklich erkennen kann, weil nicht klar ersichtlich) kann man vorab idealerweise mit weisser Kreide von Anfang bis Ende markieren, wenn man ihn denn nicht freilegen will. Geht er aber wie es hier scheint quer durch den Kessel gibt es für mich nur zwei Erklärungen:


    Die erste harmlose wäre aufgrund des Alters Materialermüdung und das auf einer riesen Länge. Schwer vorstellbar.


    Die zweite Möglichkeit (und das ist nur eine Annahme die jeder Instandsetzer im Kopf hat und haben muss!) ist keine Materialermüdung sondern ein unkontrollierter Betriebszustand. Mag ohne Funktion, Überdruckventil hängt.....das weiß dann meist nur der Kesselbesitzer und sollte das auch keinesfalls für sich behalten aus Angst. Dann ist der Kessel definitiv Schrott, ohne jede Frage. Auch unwahrscheinlich aber muss angedacht werden.


    Deshalb wird hier auch so gut wie jeder Instandsetzer sehr skeptisch sein und fast ablehnen müssen.


    Aber gehen wir von der Materialermüdung aus. Ein Riss in dieser Länge, ist kaum fachgerecht zu schweißen da von der Kesselrückwand (und auch hier vermute ich nur - wasserführend- ) Schmutz in die "Wurzel" der Schweißnaht eindringen könnte und zu Fehlstellen führt. Das ist wenn die Rückwand nicht reinigbar ist (weil man Sie nicht bearbeiten kann) fast unvermeidbar. Es sei denn der Schweißer lässt bewusst die Wurzel aus, legt den Einbrand nur bis kurz vor die Blechtiefe. Dann entsteht dort eine Kerbwirkung.


    Also müsste erst der Riss geschweißt werden und anschließend ein Blech über die Schweißnaht gesetzt werden. Dies macht aber nur Sinn, wenn es nicht rechteckig (entschuldigung für das was jetzt kommt) draufgebraten wird, sondern eine z.B. wellenförmige Form hat, um Spannung nicht linear in den alten Kesselstahl einzuleiten, sondern diese weitmöglichst zu verteilen.


    Selbst wenn Du mein Nachbar wärst, würde ich Dir dringend empfehlen neu oder gut gebraucht zu kaufen. Leider.

  • Ich kenne mich in der Geometrie dieses Kessels leider nicht aus . Der Hinweis , das dahinter kein Wasser ist , ist doch schon ein Lichtlein am Horizont . Ich würde in diesem Fall vielleicht nicht schweißen , sondern einfach eine Stahlplatte mit Gefu-Schrauben drüber schrauben . Bei z.B. M5 bohrt man mit einem 4 mm Bohrer vor . Ein bischen Hochtemperaturdichtmasse dazwischen und schon kann man wieder weiterheizen . Geht sicher flotter als fachgerechtes Schweißen , sofern man einen Kesselschweißer findet und sich dieser auch dazu bereit erklärt .

  • Falls die Kesselwand nur luftführend ist und nicht direkt an eine wasserführende Kesselwand stösst, ist eine Instandsetzung sicher weniger problematisch.

    Insbesondere wenn man es selber macht und damit auch selbst die Verantwortung trägt.


    Aber das war hier, so wie ich es verstanden habe, nicht der Fall. Es ging um eine Reparatur und die ist für gewöhnlich fachgerecht auszuführen.


    Wenn man den Riss reinigt und schweißt geht das technisch natürlich, wie lange es hält zeigt dann die Zeit. Sowas macht man dann am besten selber oder der "Kumpel für ne Kiste Bier". Frei nach dem Motto Versuch macht klug.

  • Hallo
    für die, die das interessiert:
    Der Schweißer der Fa. Herz (Kesselhersteller) war inzwischen da und hat die Rückwand geschweißt und dann noch ein "Hitzeschild" davor geschraubt.
    Jetzt funktioniert der Kessel wieder besser. Mit dem Sprung gab es vorher immer wieder mal eine kleine Verpuffung. Das gibt es jetzt nicht mehr.

    Kostenpunkt: 500 Euro. Sehr viel für meine kleine Rente, aber billiger als eine neue Heizung.
    Alter des Kessels 25 Jahre.

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