Für die dicken Probleme....die Spaltzange!

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  • XX Warnung. Dieser Text kann neben sachlicher Information teils verstörend ironisch humoreske Satzbausteine enthalten. Person*en*innen* könnten dadurch in große Verzweiflung gestürzt werden. Der Verfasser beabsichtigt das weder direkt noch indirekt. Und entschuldigt sich im vorhinein ausdrücklich. Lehnt aber jedwede Verantwortung dankend ab.** Warnung*innen und aussen Ende. XX

    Große Probleme und deren großartige Lösung.


    Es kennt wohl jeder den scheinbar unüberwindlichen Berg der Herausforderungen. Da es beim erstellen der Bilder noch keine KI im Browser gab, die meine Buche hätte (zumindest im Geiste) spalten können, kaufte ich für viel Geld Hilfe. Keine Kreuzschmerzen bei der Arbeit vor Ort, sondern Arbeiten als stiller Beobachter im Bagger mit der 30t, Spaltzange aus slowenischer Produktion, wie ich später in Erfahrung brachte, vom deutschen Händler des Vertrauens.


    Nun, was soll ich sagen, die 30t auf dem Papier schienen den Buchen und Eichenstämmen bei 250bar Betriebsdruck recht wenig anhaben zu können. Tiefe Kratzer, hier und da ein Spaltriss aber insgesamt schade um den guten Diesel.

    Nachdem mir Baumaschinen im laufe meines beruflichen Daseins zur Genüge ihr Innenleben dargeboten haben, beschloss ich den Betriebsdruck mit einem "Klick" von 250 auf 290bar zu erhöhen.

    Und siehe da es sah für sagenhafte 20 Minuten so aus, als ob der Tag noch ein produktives Ende nehmen könnte....


    In der 21 Minute ging ich dann in die Verlängerung. Die laufen für die Nationalmannschaft ja oft nicht so prächtig und für mich und die 30t Spaltzange auch nicht.


    Als ich den deutschen Händler die 21 Minute zeigte, war die Erschütterung groß, er würde mir selbstverständlich bei der Garantieabwicklung helfen, in Slowenien. Aber die Sprachbarriere war dann doch größer als mein Problem. Was ich selbstverständlich auch sofort verstand. Damals war der Google Übersetzer (4Jahre her) noch nicht so prall mit KI Allmachtswissen gefüllt.


    Nun diejenigen die hier ab und zu das Attack Forum aufmachen, Wissen ja bereits, das Schweißen zu meiner absoluten Leidenschaft zählt. Und gleich eine Spaltzange im Faktor 2 mit vernünftigen Stahl zu bauen, ein Traum. Als Strafe für die Slowenen habe ich meine Konstruktion, die auf Ihrer Konstruktion basiert, aber jetzt doppelt so schwer ist, schwarz lackiert. Schwarz wie die 21 Minute der Verlängerung. Damit ich nicht vergesse:


    Orange oder Rot ist keine gute Farbe, wenn man nicht schweißen kann...


    Aber wer sich für Spaltzangen interessiert, ob diese hilfreich sind oder nicht, dem möchte ich sagen:


    JEIN


    Ja für relativ astloses, schweres fettes Holz sehr gut geeignet. Da geht es zügig voran

    Eher Nein für stark verastetes Holz.


    Es bildet sich dort kein wirklicher Spaltriss über 2-XMeter Länge. Man braucht dann einen "Gegenhalter" um mit dem Baggerarm den Stamm auseinander reissen zu können. Sprich der untere Teil des Stammes muss mit dem Räumschild fixiert werden, damit man den oberen Teil des Stammes "abziehen" kann. Das funktioniert auch recht gut, wenn man einen wirklich stabilen Stamm oder einen Eisenträger der Golden Gate Bride unter das Räumschild packt, den zu spaltenden untern Teil des Stammes mit einer Bindfaden/Schäkel Konstruktion dort festmacht und dann... der Rest könnt ihr im Heft der Berufsgenossenschaft Wald und Forst nachlesen.


    Ich würde mir die Spaltzange wieder kaufen, gerne auch im Osten, wenn Sie im Westen gefertigt wurde.


    Wer das Orginal noch schnell kaufen will, für den habe ich gute Neuigkeiten. Es wird immer noch angeboten, jetzt für den halben Preis. Und mit dem Satz für Baggerklassen bis max. 5t. mit weniger Betriebsdruck, ideal 230 bar, so steht es geschrieben....


    §§ Nachtrag: Die Behauptung meinerseits die Zange käme aus Slowenien kann von mir nicht bewiesen werden. Ich war dort zwar mehrfach im Urlaub (sehr schön), aber leider habe ich persönlich keine Person kennen gelernt die diese Zange in meinem Beisein gefertigt hat. Diese Aussage beruht nur auf dem mündlichen und somit ebenfalls nicht beweisbaren Umstand, dass dies der selbstständige Fachverkäufer für Forstwerkzeuge mir damals in`s Ohr geflüstert hat. §§

  • Und warum spaltest du die Dinger nicht mit nem Handelsüblichen Spalter ala Jansen? Meiner hat bislang noch jedes Holz kleinbekommen (HS-20H110-V2, 20t)

  • Als Boomer habe ich es oft im Rücken. :)

    Schon mein Posch Splitmaster 30 hat bei 140 cm Stammdurchmesser und oft viel mehr am Bagger gehangen, als ich versucht habe die Klötzchen aus dem Spaltmesser zu sägen oder ziehen oder rütteln.


    Jansen habe ich bisher noch nicht ausprobiert. Aber ich komme auch aus Bayern, alte Bayern vertrauen eher auf Marken wie Schorsch...Huber und mehr fällt mir gerade nicht ein. :saint:

  • Für mich ist es immer wieder bewunderswert, welche Technik so Holzheizer benötigen, um die Hütte warm zu bekommen.

    Eines habe ich aber nicht verstanden, ostdeutscher Hersteller und Reklamation in Slowenien.

    Heizkessel SL 25PK, Pellet und Festbrennstoff, 2000l Pufferspeicher, Rücklaufanhebung Laddomat 21, Steuerung UVR 1611 mit CMI, Visualisierung über Tablett TrekStor SurfTab. Stromversorgung über Hybridwechselrichter, 3x2x100Ah LiFePO4 Akku und 3x370W Solarpanele

  • Hallo Robert,

    ich könnte jetzt antworten:

    Der Wirkungsgrad meines Kessels ist so schlecht, da brauch ich etwas mehr Holz...

    Oder vor meinem Haus gab es einen Wirbelsturm, danach zwei normale Stürme mit etwas über 120km/h im Oktober. Da hatten die Bäume noch Laub. Und was nach so einem Sturm alleine noch stehen bleibt, fällt spätestens beim nächsten in den Jungwald.


    Da steht ich würde gerne im Osten kaufen. Nicht Ostdeutschland, dass mag ich sehr weil ich dort viele Freunde habe und sehr sehr oft da bin. Im Osten ist die Himmelsrichtung, kein politisches Statement. Vielleicht ist Slowenien nicht ganz im Osten eher im Südosten von mir aus gesehen....


    Ich meine nicht das Slowenische Spaltzangen per se schlecht sind, vielleicht wurde diese ja auch nur von X nach Slowenien importiert um dann in Deutschland mich glücklich zu machen.

  • Servus, aufgrund der Anschaffung eines Hydraulischen Spatens (Neuson1503) überlege ich auch mit der Anschaffung eines Kegelspalters für die großen Stämme.

  • Michael, dass würde ich bei leichteren Baggerklassen auch empfehlen obwohl ich damit keine Erfahrung habe. Spaltzangen machen nur Sinn wenn man Starkholz fixieren kann um es nach dem Spalten auch aufreissen kann. Kegelspalter sind da eher im Vorteil. Was Du ja wahrscheinlich eh schon weißt:

    Bevor Du dir den Kegelspalter kaufst schau nach was Du an Druck und Volumenstrom am Bagger hast, dass muss beim Kegelspalter passen, sonst gibt´s schnell große Probleme.

  • Was zum Thema Spaltzange vielleicht noch für ganz Wenige interessant sein könnte sind folgende Punkte:


    Wie Ihr auf den Bilder seht liegt die Zange auf einer Sonderpalette 1,2x1m groß. Daran kann man deutlich erkennen das Sie ziemlich groß ist. Es kommt ja noch der Rotator dazu und die Aufnahme. Ein Bagger mit 5 Tonnen, der 400kg Spaltzange am Löffelstiel hat, plus das Gewicht von schweren Stämmen wäre hier schnell am Limit. Also nicht gut.


    Der Bagger auf den Bildern hat ein Gewicht von ca. 16t. Da ist das kein Thema.


    Bei 250bar hat diese Zangenausführung faktisch nicht ausreichend Leistung um damit arbeiten zu können, geschweige denn bei 230bar. Mehr geht nicht weil sonst....knack. Nicht das Holz, sondern die Zange.


    Was mir beim Kauf nicht aufgefallen ist, weil ich mir keine Gedanken darüber gemacht habe ist die Tatsache das die beiden Spaltkeile an der Zange beim Öffnen/Schliessen in Radien laufen und die Spaltkeile nie exakt auf der gleichen Ebene sind. Am Anfang dachte ich das sei gewollt, um den Effekt des Spreizens zu erhöhen, in der Realität bedeutet es einen unheimlichen Kraftverlust da der Stamm auf zwei verschiedenen Faserebenen "gespalten" wird. Das ist ebenfalls nicht gut, insbesondere dann wenn die Spaltleistung eh am Limit ist.


    Im Orginalzustand sind hinter den Spaltkeilen Rollen, die das verklemmen des Holzes verhindern sollen. Bei mir hatten sie die Funktion sofort die Halteschrauben abzuscheren und im Waldboden zu verschwinden.


    Was aber wirklich fragwürdig ist, dass die Spaltzange jetzt für die fünf Tonnen und darunter Klasse angeboten wird. Ganz einfach deshalb weil in der Zange ein riesiger Hydraulikzylinder verbaut ist, der gefüllt und geleert werden muss. Und kleinere Baggerklassen haben kleinere Volumenströme. Das bedeuted in Realität die Zange wird elend langsam. Aber vielleicht ist es ja auch gut wenn man sich ein Brötchen beim Arbeiten belegen kann.....

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