Rat gesucht: Pelletheizung als Ersatz für Ölheizung

There are 55 replies in this Thread which was already clicked 4,640 times. The last Post () by RiegeM.

  • Hallo,


    ich plane derzeit, meine 42 Jahre alte Ölheizung (Verbrauch ca. 3.000 l/Jahr) durch eine Pelletheizung zu ersetzen. Beheizt werden soll ein Haus, Baujahr 1983, mit ca. 290 m² Wohnfläche (nur Heizkörper, keine Fußbodenheizung), inklusive Warmwasserbereitung. Eine PV-Anlage (8 kWp) ist vorhanden, ein Heizstab im Pufferspeicher ist geplant.


    Vom Heizungsbauer liegt mir nun ein Angebot für einen Solarfocus Pelletkessel Ecotop Zero mit 15 kW vor, dazu ein Pelletsilo mit ca. 6 t Fassungsvermögen und ein 800-l-Kombispeicher.


    Das Angebot beläuft sich auf ca. 42.000 € brutto (Kessel/Silo: 24.000 €, Puffer: 10.000 €, Anschluss und Nebenarbeiten: 8.000 €).


    Hinzu kommen die Entsorgung der Öltanks (1.800 €) sowie ein hydraulischer Abgleich für ca. 20 Heizkörper (3.700 €).


    Wie schätzt ihr das Angebot ein?
    Mir erscheint die Gesamtsumme recht hoch.


    Habt ihr Empfehlungen oder Alternativen zum genannten Kessel bzw. zur gesamten Heizungsanlage? Ich habe parallel auch Angebote von Ökofen und ETA angefragt (für beide gibt es Heizungsbauer in der Umgebung).

  • 855

    Approved the thread.
  • Für genaue Aussagen müsste man auch wissen, was da alles gemacht wird, wieviele Heizkreise es gibt, was von der Bestandsanlage weitergenutzt werden kann.


    Für unsere Pelletheizung haben wir 2022 in Richtung 35.000 Euro bezahlt, all incl. vom Edelstahl-Einzug zur Ertüchtigung des Schornsteins bis zum Elektriker und einem Brauchwasser-Wärmepumpenspeicher für den Sommerbetrieb. Wegen des zweiten Heizkreises mit Heizkörpern zur Kellerbeheizung, des zweiten 600-l-Pufferspeichers, des zusätzlichen Touchdisplays im Wohnraum, der beiden E-Heizpatronen, der Nachfüllstation und dem elektrostatischen Partikelabscheider kam noch etwas dazu, da ging es auch ein wenig über 40.000 Euro.


    Solarfocus baut ungewöhnliche Pelletkessel, eher exotische Ware. Sehe keinen Vorteil in der Sturzbrandtechnik bei Pelletheizungen. Wäre nicht meine erste Wahl.


    Ebenso baut Ökofen eher einfachere Kessel (keine Lambdasonde, kein Pelletssaugen während des Brandes u.a.) und sie sind auch nicht selten mit problematischem Regelverhalten in den Foren zu finden.


    Wir hatten eigentlich nach eigener Recherche Hargassner am Radar, der Heizungsinstallateuer hat uns dann auf ETA gebracht und ich bin ihm heute noch dankbar dafür. Die Funktion komfortabel und unkompliziert wie eine Gasheizung, Wartung nur alle 3 Jahre und entsprechend günstig, kompakt und die Regelung ist richtig gut gemacht, sicher das "Filetstück" vom ganzen Paket. Kein anderer Hersteller bietet auch einen integrierten wie selbstreinigenden Partikelabscheider an, der meines Wissens in Deutschland auch extra gefördert wird.


    Schau dir mal den ETA ePE 15 EP oder die nächstgrößeren ePE 18 oder 20 EP an. Dazu 1.000 bis 1.500 Liter Puffer (man kann auch zwei einzelne Puffer zusammenschalten, wenn es von Platz oder Einbringung her vorteilhafter ist). Je größer der Puffer, desto runder läuft die Heizung. Im ePE selbst ist Platz für zwei Pumpen (zB Heizkreis und Warmwasser-Speicher).


    Wenn der Puffer relativ groß ist, dann spielt die zielgenaue Auslegung der Kesselleistung keine wesentliche Rolle. Zu vermeiden ist auf jeden Fall eine Kesselleistungs-Überdimensionierung bei relativ kleinem Puffer, dann kommt es zu häufigeren Zündungen und damit mehr Verschleiß, schlechtere Gesamt-Abgaswerte, höherer Stromverbrauch.


    ETA ePE Pelletskessel – effizient & kompakt
    Ab nur 0,5 m² Aufstellfläche überzeugt der ETA ePE durch Energieeffizienz, Bedienkomfort und integrierbaren Feinstaubfilter – kompakt und formschön.
    www.eta.co.at


    Was bei beengten Raumverhältnissen auch oftmals relevant ist, das ist die Lage der Anschlüsse und der nötige Raum für Wartungsarbeiten um den Kessel herum.


    Fürs Brauchwasser empfehle ich dir dringend eine Brauchwasser-Wärmepumpe und keine Frischwasserstation, wo der ganze Puffer den Sommer über geheizt werden muss. Auch ein einfacher Speicher mit Heizwendel für Pelletheizung und E-Patrone für den PV-Sommerbetrieb ist in meinen Augen vorteilhafter.


    Wir haben eine Austria Email EHT 270 Revolution mit Außenluftanschluss, läuft am Tag 3 bis 4 Stunden und hat für 4 Personen (3x Duschen + 1x Vollbad) genug Kapazität. Stromverbrauch von Frühjahr bis Herbst ca. 40 bis 55 kWh/Monat. Idealerweise wird so ein Speicher direkt unter den Nassräumen platziert, das erspart die energiehungrige Zirkulation.


    Beim Pelletsilo gibt es verschiedenste Ausführungen. Textil, aus "Filtermaterial" mit einem oder in dichter Ausführung mit zwei Anschlüssen, aus Metall, als Holzständerkonstruktion oder gemauert. Stand der Technik ist die Austragung ohne Schnecke(n) mit mehreren Saugsonden, welche umgeschaltet werden können, auch wenn eine aus irgendeinem Grund nichts liefert. — Wenn du aktuell einen eigenen Öllagerraum hast könnte man diesen vielleicht komplett als Lager nutzen, wenn das Mauerwerk wirklich trocken ist. Ein Schrägbodenlager muss es nicht sein, man kann auch einen ebenen Boden ausführen was die Kapazität erhöht und die Ausführung vereinfacht. Den nicht nachrutschenden Rest kann man als "Notfallreserve" betrachten.


    Wichtig ist ein CO-Melder, eine gut schließende Tür und eine ordentliche Belüftungsmöglichkeit. Frische Pellets gasen ein paar Wochen lang giftiges Kohlenmonoxid aus!


    Bei 3.000 Litern Ölverbrauch wirst du bei rund 6 Tonnen Pellets landen. Ein Lager mit genau der Kapazität des geschätzten Verbrauchs erscheint mir zu knapp dimensioniert, wenn du nicht nach einem längeren oder harten Winter im Frühjahr nochmal vorzeitig einbunkern willst. Pellets sind nach der Heizsaison bis zum Frühsommer am günstigsten …

  • Wenn ich schon lese das 10000 € für ein Puffer angesetzt werden scheint mir das doch wirklich ein bisschen hoch.... Und 42.000 € aus der Ferne betrachtet schon ziemlich heftig.... Ich halte persönlich nichts von ungewöhnlichen Pellet Verbrennung Methoden... Das betrifft insbesondere ÖkoFen und Solar Focus... sowie alle Pelletbrennwert-Geräte....

  • Ich fabuliere nur mal so ganz wild …


    Kessel ca. 13.000 Euro

    Partikelabscheider 1.500 Euro

    Pufferspeicher 1.000 Euro

    Brauchwasser-Wärmepumpe 2.500 Euro

    zusätzliche Ladepumpe im Kessel ca. 500 Euro

    Edelstahlschornstein-Einzug ca. 3.000 Euro

    Pelletlager ca. 3.000 bis 4.500 Euro

    Membran-Ausgleichsgefäß ca. 500 Euro

    Edelstahl-Rauchrohr ca. 500 Euro

    Nachspeisestation ca. 500 Euro

    Rohre, Fittinge, Schrauben ca. 2.000 Euro

    Rohrisolierungsmaterial ca. 250 Euro

    Installateur 5 Tage x 8 Stunden x 120 Euro = ca. 5.000 Euro

    Elektriker 1 Tag x 8 Stunden x 120 Euro = ca. 1.000 Euro

    Baubehördenkram ca. 500 Euro


    Wo sind wir jetzt? Um die 35.000 Euro würde ich meinen. Nur so als Richtwert.

  • Du hast im Prinzip recht, Kohlenmonoxid hat sogar einen recht hohen Heizwert. Allerdings sind die bei der Fermentierung der Zellsäfte anfallenden absoluten Mengen gering und sehr häufig wird außerhalb der Heizperiode eingelagert, also kein Verbrennungsluftbedarf.


    Dazu kommt, dass nicht so selten eine raumluftunabhängige Verbrennungsluftzufuhr realisiert wird. In trockenen Bauwerken, also besonders im Neubau, vermeidet man damit Getier im Keller, Probleme mit Dunstabzügen und unkontrollierten Kaltluftzustrom im Winter.

  • Vielen Dank für die ausführliche Antwort, Austro-Diesel! Dann schaue ich mal, was die beiden angefragten Heizungsbauer mir in Bezug auf ETA anbieten können.


    Ich hatte zusätzlich noch einen Heizungsbauer angefragt, der die schwedischen Pellmax verbaut, das hatte ich vergessen zu erwähnen - hat da jemand Erfahrung?

    Für genaue Aussagen müsste man auch wissen, was da alles gemacht wird, wieviele Heizkreise es gibt, was von der Bestandsanlage weitergenutzt werden kann

    Es gibt einen Heizkreis für Heizung + Warmwasser derzeit. Ich gehe davon aus, dass die ganze Verrohrung weiter genutzt wird und lediglich der neue Kessel an angeschlossen wird. Ausdehnungsgefäß wird mitgetauscht und der derzeitige 300l WW-Speicher hat auch ausgedient.


    Fürs Brauchwasser empfehle ich dir dringend eine Brauchwasser-Wärmepumpe und keine Frischwasserstation, wo der ganze Puffer den Sommer über geheizt werden muss.

    Das ist interessant und klingt durchaus sinnvoll. Das würde aber bedeuten, dass das Brauchwasser dann auch im Winter durch die BW-Wärmepumpe erwärmt wird? Oder gibt es da Möglichkeiten, das mit der Pelletheizung zu kombinieren?


    Auch ein einfacher Speicher mit Heizwendel für Pelletheizung und E-Patrone für den PV-Sommerbetrieb ist in meinen Augen vorteilhafter.

    Verstehe das nicht ganz - wäre das ergänzend zur BW-Wärmepumpe oder alternativ? Im Sommerbetrieb müsste ein einfacher Speicher ja gar nicht erheizt werden, lediglich das Brauchwasser. Oder wäre das ein Speicher lediglich für Brauchwasser, der vom Pelletofen erwärmt wird und im Sommer dann durch PV-Strom?


    Wenn du aktuell einen eigenen Öllagerraum hast könnte man diesen vielleicht komplett als Lager nutzen, wenn das Mauerwerk wirklich trocken ist. Ein Schrägbodenlager muss es nicht sein, man kann auch einen ebenen Boden ausführen was die Kapazität erhöht und die Ausführung vereinfacht. Den nicht nachrutschenden Rest kann man als "Notfallreserve" betrachten.

    Darüber hatte ich mir auch schon Gedanken gemacht - Im Grunde könnte ich die Mauer, welche die Heizöltanks abtrennt (ca. 1m hoch) weiter hochmauern und eine Revisionsöffnung einbauen und daraus das Pelletlager machen (mit Saugsonden wie von dir vorgeschlagen). Das Mauerwerk ist eigentlich trocken. Oder wäre auch hier zwingend eine zusätzliche Auskleidung mit OSB notwendig? Wenn ich das ganze Lager auskleiden muss, schwindet der preisliche Vorteil, da das Silo mit gefördert würde. Angeboten wurde mir ein Textilsilo.


    Bei 3.000 Litern Ölverbrauch wirst du bei rund 6 Tonnen Pellets landen.

    Meine Hoffnung ist, dass eine moderne Pelletheizung etwas effizienter ist als mein alter Ölkessel und daher der Verbrauch etwas geringer ist - aber ja ich sollte das nicht zu klein dimensionieren.

  • Hallo,


    wir haben letztens bei einem Kunden einen Ölkessel gegen eine Pelletheizung getauscht. Fröling Pe1 20 kW mit 750l Hygienespeicher. Insgesamt wurden es ca 35.000€ brutto. Dazu muss man sagen, dass die Kunden einen Teil der Arbeit selbst übernommen haben (zb Mauer zu Öltanks für den neuen Pelletraum selbst gemauert, Schornstein teilweise selbst zugemauert.


    Ich denke zwischen 30-40k brutto solltest du hinkommen. Die Preise für die Pufferspeicher haben sich mittlerweile auch wieder normalisiert. Inklusive war auch der Einbau von Heizkörper Ventile (15 Stück) und natürlich hydraulischer Abgleich. Ein Edelstahlschornstein ca 14m wurde über einen Hubsteiger eingeführt.


    Wir haben mittlerweile 5 Anlagen im Ort mit Fröling und sind recht zufrieden...

    Bei deinen 3000l [Ölverbrauch] würde ich, hinsichtlich der milden Temperaturen der letzten Tage, lieber auf einen 20 kW Kessel gehen. 15 kW sind etwas knapp (Faustformel: 3000l* 10 kwh/l = 30.000 kwh, Annahme 1850 Vollbenutzungsstunden inkl Warmwasser -> 30.000/1850= 16 kW Spitzenlast). Wenn man ehrlich ist, müsste man auch die Heizlast des Gebäudes rechnen, damit man überhaupt einen hydraulischen Abgleich machen kann. Das ist theoretisch auch Pflicht, um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen...


    Ich plane selbst Heizungsanlagen und komme daher eher von der Theorie Seite, aber wenn du noch Fragen hast, nur raus damit! Ich wollte hiermit nur meine erste Einschätzung, auf die Schnelle, dazu geben.


    Verzeiht mir Groß und Kleinschreibung und Rechtschreibung bin nur am Handy.

    Gruß

    Edited 3 times, last by Etaminator: Formatierung und Rechtschreibung :) ().

  • Wenn ich schon lese das 10000 € für ein Puffer angesetzt werden scheint mir das doch wirklich ein bisschen hoch....

    Dahinter verbirgt sich laut Angebot:


    Hygiene Kombi Speicher 800ltr. und Systemanbindung Heizung, Verrohrungsgruppe

    Mischerkreis

    Hochefflzlenzpumpe DN25-60 selbstregelnd,

    Abdeckung für Heizkrelsanschlüsse, Formteile,

    Rohrleitung, Absperrschieber, Thermometer,

    Sicherheitsgruppe, Übergänge an den Pufferspeicher

    sowie Einbringung Ins Haus und Montage des Pufferspeichers

  • ....es ist nicht alles Gold was glänzt....aber bei den Herstellern der Biomasseheizungen darf man schon auf den Name achten.

    Ungeachtet der Reihenfolge machst du mit:

    Fröling, Eta, Solarfocus, Brunner, Guntamatic

    ... um nur einige zu nennen... alles richtig. Wichtig ist für dich nur, das dein HB mit dem Produkt vertraut ist und dass der Kundendienst gut vertreten ist.

  • Wenn man ehrlich ist, müsste man auch die Heizlast des Gebäudes rechnen, damit man überhaupt einen hydraulischen Abgleich machen kann. Das ist theoretisch auch Pflicht, um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen...

    Nach welchen Kriterien werden dann die Ventile eingestellt?

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
    Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4

  • Ich habe ja schon die letzten 15 Jahre einige Pelletanlagen von ETA montiert auch mit dem gleichen Umfang wie es bei dir ansteht. Aber ich komme bei weitem nicht auf diesen Preis den du da vorgegeben hast...

    Immer diese Meckerei am Gesamtpreis - ohne die genauen Umstände zu kennen. Natürlich ist das sehr viel Geld für eine neue Heizung - und niemand will mehr ausgeben, als unbedingt notwendig. Die in letzter Zeit vorgestellten ähnlichen Projekte lagen alle im, auch vom neuen Mitglied HolzMichl. genannten, Bereich von 30-40.000 Euro. :/


    PetervomBerg sollte bei seinen Kostenangaben dann aber auch sein spezielles Geschäftsmodell erwähnen:

    - im "Vorruhestand" werden ausgesuchte Projekte realisiert.

    - sog. Selbstbau/Mithilfepakete

    - keine Firma, die Gewährleistung auf den Einbau gibt.

    - kein Meisterbrief


    Da kann keine reguläre Heizungsbaufirma mit Gebäude, Fuhrpark und Angestellten kostenseitig mithalten. Und auch ein PetervomBerg kann nicht alle hier im Forum vorgestellten Projekte realisieren - was sich an anderer Stelle auch schon gezeigt hat. Daher bitte den Ball flacher halten! :whistling:


    Viele Grüße von Karlheinz :)

    Seit Juni 2011:

    ETA Twin: SH30/P25 "noTouch" (Füllraum 150 Liter)

    Hopf Pelletaustragung: 6x UniWok-Saugsonden (Selbstbaulager für 6 to)

    Paradigma Pufferspeicher: 2x Aqua Expresso (1090 + 958 Liter; seriell verbunden)

    Paradigma FrischWasserStation

    Paradigma VRK-Anlage: 2x CPC21 Star Azzurro Solarpanel (10m²; Aqua-System ohne Glykol)

  • Hallo,

    nur mal so zur Einordnung. Ich habe kürzlich die Endabrechnung von meinem HB (Alleinunternehmer) für unseren KWB EF15 bekommen. Der HB bekam roundabout 30kEuro. Dazu kommen ca. 4 kEuro Eigenleistung für das Pelletlager (Holzständerwerk) und diverse Nebenarbeiten (z.B. Öltankentsorgung 1,3kEuro) im Heizungskeller. Der Pufferspeicher ist geblieben. Solarthermie mit eingebunden. Kamin nicht saniert (130mm VA Rohr war vorhanden).


    Gruß Andi

  • Hallo Karl-Heinz das siehst Du wohl etwas falsch..... Ich habe überhaupt gar keinen Interesse mehr solche Projekte überhaupt noch anzugehen.. ich habe in meinem Leben genug gepuckelt.... Ich habe lediglich eine Kosteneinschätzung abgegeben.... zu meiner Zeit als selbstständiger Heizungsbauer.. und es kommt immer darauf an wie eine Firma aufgestellt ist wenn ich zehn Angestellte habe und drei Sekretärinnen im Büro und als Chef nicht mehr die Finger schmutzig machen will dann kommen solche Preise natürlich zustande wie vom Eingangspost genannt. Ein zwei Mann Betrieb wo der Chef noch selber Hand anlegt kann doch viel günstiger anbieten als ein aufgeblasener Firmenapparat. Und der Chef kommt dann noch mit einem Porsche Panamera zum Besichtigungstermin.... Jeder Preis hat seine Daseinsberechtigung... Und setzt sich so oder so zusammen.... Hinzu kommt dann noch die hohe KfW Förderung... Die dann von manchen Firmen auch zum Teil noch mit abgegriffen werden....

  • Wenn man ehrlich ist, müsste man auch die Heizlast des Gebäudes rechnen, damit man überhaupt einen hydraulischen Abgleich machen kann. Das ist theoretisch auch Pflicht, um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen...

    Nach welchen Kriterien werden dann die Ventile eingestellt?

    Die Ventile werden nach der Heizlast und der Rohrnetzberechnung / Heizkörperberechnung eingestellt. Da greift das eine ins andere. "Leider" ist die einfache Variante A für den hydraulischen Abgleich nicht mehr zulässig, so weit ich weiß. Variante B setzt eigentlich immer eine 3D Abbildung des Rohrnetzes mit den angebundenden Heizkörpern voraus... Ist durch einen "einfachen" HB eigentlich gar nicht realistisch umsetzbar, evtl noch in Zusammenarbeit mit einem guten Energieberater.

  • zu 1: Also Heizkreise spülen, falls für die Förderung nötig die erforderlichen Abgleichsarbeiten (die in meinen Augen bei einer nicht-kondensierenden Heizung Mumpitz sind), Wiederbefüllung mit aufbereitetem Wasser, neue Entlüfter.


    zu 2: Natürlich gibt es Wärmepumpen-Brauchwasserspeicher, die auch ein Heizwendel eingebaut haben, wo die Pelletheizung ihre Wärme einspeist. Das von mir erwähnte Produkt ist gut, relativ günstig und kann genau das. Obendrein ist sie mit einer Fremdstromanode wartungsfrei. Eine E-Direktheizung sorgt im Gebrechensfall für Warmwasser.


    zu 3: Erklärt sich aus 2 … natürlich nur ein Warmwasserspeicher. Im Winter, wenn der PV-Ertrag nicht mehr ausreicht einfach die Wärmepumpe auf "verreist" stellen und bei der Pelletheizung die Solltemperatur von zB 5° auf 50° einstellen. Fertig. Im Frühjahr umgekehrt.


    zu 4: Wenn die Mauern trocken sind brauchst du gar nichts machen. Eine einfache nach außen öffnende Kellermetalltür einbauen, die Mauer links und rechts der Zarge gegen Boden und Decke gegen den Wanddruck aussteifen und innen links und rechts der Tür Z-Profile montieren, in die Schaltafelabschnitte eingefädelt werden, welche den Druck der Pellets von der Tür fernhalten.


    Schlaue bauen 20 x 20 cm große Sichtluken ein, zB aus 10 mm starkem Plexiglas von innen. Ganz oben eine Luke für den Strahler, der von außen ins Lager leuchtet (im Lager dürfen keine E-Installationen sein).


    Die 4 Saugsonden mittig am Boden platzieren und auf der Seite, wo die Schläuche abgehen, ein niedriges Podest aus Schaltafeln oder OSB-Platten bauen. Dann stolpert man nicht über die Schläuche, wenn man mal durch Pellets hindurch ins Lager "waten" muss.


    zu 5: Das kann sein. Muss aber nicht. Mit dem Lagerraum geht sich wohl mehr Kapazität als mit dem Textillager aus und das Thema ist eh keines mehr. Ein Pelletlager kriegt man auch nicht bis obenhin voll. Bei einem Schüttwinkel von 45° und einem Abstand der Einblasöffnung von (mittig) 20 cm unter der Decke bleiben am Lagerrand betrübliche Leerräume zu beklagen!


    Je nach Lagerform kann es sinnvoll sein, zB zwei Einblasöffnungen (linkes und rechtes Viertel) und mittig eine eigene Absaugöffnung zu realisieren. So bekommt man das Lager am besten voll und der Absaugventilator verschluckt sich sicher nicht an zurückgesaugten Pellets. Das mögen die Lieferanten nämlich gar nicht und brechen dann ab. Versucht man das Lager mit zwei Anschlüssen zu befüllen (indem man die Schläuche vertauscht) und ist der erste "Berg" zu hoch geraten, dann kommt es rasch zu dieser Situation.


    Viel Erfolg — und nimm den ETA ePE mit dem Partikelabscheider. Das ist ein wirklich guter Rat. Du wirst niemanden finden, der nicht mit dieser Wahl zufrieden ist.

  • ....für die Förderung nötig die erforderlichen Abgleichsarbeiten (die in meinen Augen bei einer nicht-kondensierenden Heizung Mumpitz sind),

    Ein hydraulischer Abgleich (HA) ist kein Mumpitz!

    Niedrige Rücklauftemperaturen der Verbraucher sind auch für Biomasseanlage mit Puffersystemen eminent wichtig, weil durch die niedrigen Rücklauftemperaturen die Effizienz und die Wirtschaftlichkeit der Anlagen deutlich gesteigert wird.

    Des Weiteren werden durch die deutlich niedrigere Stromaufnahme der Pumpe(n) Strom gespart. Als Sahnehäubchen obendrauf kommt noch die deutlich ruhigere Betriebsweise der Anlage das sich auch wiederum auf die Puffer positiv auswirkt.

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
    Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!