Anfänger sucht Rat: Glanzruß im Attack SLX 25 Profi (Umbau auf Lamba Touch)

There are 22 replies in this Thread which was already clicked 1,857 times. The last Post () by petfr.

  • Moin Liebe Community!


    Vorkurzem haben wir unser neues Eigenheim übernommen, welches durch einen Attack Slx 25 geheizt wird. (Für den Sommer ist zusätzlich Solarthermie auf dem Dach).


    Die ersten Wochen haben wir nach Bedienungsanleitung des Herstellers den Ofen gereinigt und betrieben.


    Auffällig war, das hierbei bereits die gewünschte Abgastemperatur nie erreicht wurde. Lediglich beim anheizen komme ich mal auf 130*, welche dann nach dem schließen sich bei ca. 90* einfinden und dann „durchzieht“.


    Das System wurde auf Lambatouch nachgerüstet, weshalb die Regulierungen automatisch erfolgen, die Parameter sind Hersteller bedingt eingestellt.


    KT soll 82 grad

    AT soll 180 grad

    O2 soll 6%



    Leider ist nun bei der letzten Wochenreinigung ein starkes Glanzruß aufkommen in so ziemlich der gesamten Anlage aufgetreten, worauf hin ich nun auf der Fehlersuche bin. Beigefügt habe ich ein paar Fotos, welche den momentanen Zustand zeigen.

    Als erstes werde ich nun das Gerät so gut es geht von Rückständen befreien, vielleicht hat hier ja aber jemand schon eine Idee woran es liegen könnte. (Dichtungen sind bestellt und werden getauscht)


    Gefüttert wurde das System mit Holzbriketts (mit Loch), bei einem Test mit richtigen Holzscheiten war der Ablauf identisch, keine Verbesserung (der erste Verdacht lag bei den Briketts)


    Meine eigentliche Frage lautet:

    wie ist meine Perspektive, System mit Ersatzteilen zu retten, oder muss ich mit dem Gedanken an eine neue Vergasereinheit spielen?


    Liebe Grüße aus dem hohen Norden

  • Etaminator

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  • Sieht wirklich nicht gut aus. Kessel kommt nicht auf ordentliche Abgastemperatur.

    Mein Tipp : Bau die Turbulatoren aus. Reinige monatlich mit Rundbürste.

    Die Spiralen sind eine viel zu große Zugbehinderung!

  • Das mit der Herausnahme der Turbulatoren ist natürlich Unsinn . Glanzruß nach der Düse habe ich bei meinem noch nie gehabt . Der Kessel kommt offensichtlich nicht in die Vergasung . Entweder funktioniert das Absauggebläse nicht richtig oder die Zuluftkanäle (primär/sekundär) sind verstopft . Besonders die Primärluftkanäle würde ich mir genau anschauen (oberer Stellmotor) . Die Luftöffnungen befinden sich hinter den seitlichen Einhängblechen . Diese dürfen natürlich nicht mit Teer verschlossen sein . Wenn du die Fülltür öffnest , sollte das Gebläse mit voller Leistung laufen . Da hört man dann ein deutliches Pfeifen der durchströmenden Luft . Was zeigt die Lambdasonde an . Der Wert steht wenn kein Abbrand läuft bei 1,2% und sollte nach Betätigung der Startfläche mit einer zeitlichen Verzögerung auf 21% steigen . Verteerung mag sie gar nicht . Die Türdichtungen sehen natürlich katastrophal aus , dein unterer Türstein ist kaputt und deine Brennkammer wandert . Oder sollte sie eventuell dem Elend da unten entflüchten wollen ?

    Das Gute zum Schluss : Du brauchst sicher keinen neuen Kessel :saint: . Den Gedanken sollte man nur ins Auge fassen , wenn da Wasser raustropft .

  • "...Das mit der Herausnahme der Turbulatoren ist natürlich Unsinn...."


    Bei den Fotos müssen die wohl einmal raus um auch die Spiralen zu reinigen. In dem versifften Zustand geht da kein ordentlicher Luftstrom mehr durch und die Brennkammer kann nicht mehr auf vernünftige Temperaturen kommen. Bei den restlichen Kommentaren stimme ich zu. Glanzruß hat hinter der Brennkammer nichts zu suchen.


    Ich stelle mir aber die Frage: Wie reinigt man einen derart zugekleisterten Ofen? Der Wärmeübertrag und somit der Wirkungsgrad dürften unterirdisch sein mit den dickwandig verklebten Oberflächen???

  • Bei den Fotos müssen die wohl einmal raus um auch die Spiralen zu reinigen

    Der Meinung bin ich natürlich auch . Oben wurde das dauerhafte Entfernen der Turbulatoren empfohlen . Nur dies habe ich als Unsinn bezeichnet . Einmal im Jahr in der heizfreien Zeit werden meine natürlich auch herausgenommen und die Wärmetauscherröhren mit der Drahtbürste im Bild (Durchmesser : 60mm) gereinigt . Dort sieht man auch , das ich meine schon mal herausgenommen habe und nicht mit Teer zu kämpfen habe/hatte .....

    Wenn der Kessel irgendwann mal wieder ordentlich brennt verschwindet das Teerproblem weitgehend von selbst . Ich würde den Kessel temporär mit höherer Leistung betreiben , also den Abgassoll in der Regelung hochsetzen . Falls dieser Kessel auch auf automatische Reinigung mittels dem Elektromotor umgebaut wurde , diesen unbedingt deaktivieren und die Reinigung manuell anstoßen . Wenn er den originalen Reinigungshebel hat , betätigt man diesen halt erst bei heißem Kessel .


  • Ich würde den ganzen Brennraum und die Kanäle mit einem Propangasbrenner ausbrennen.

    Glanzruß kann man ja eigentlich nur mechanisch oder durch Hitze entfernen. Chemisch geht auch, aber keiner kann vorher sagen, wie sich das sich auf die Metallteile auswirkt.

    Heizkessel SL 25PK, Pellet und Festbrennstoff, 2000l Pufferspeicher, Rücklaufanhebung Laddomat 21, Steuerung UVR 1611 mit CMI, Visualisierung über Tablett TrekStor SurfTab. Stromversorgung über Hybridwechselrichter, 3x2x100Ah LiFePO4 Akku und 3x370W Solarpanele

  • Hallöchen zusammen!

    Vielen Dank schon einmal für die vielen Rückmeldungen und der Aufnahme hier bei euch !😊

    Bin heute endlich mal dazu gekommen auf ein paar der Vorschläge ein zu gehen und bin gerade an der Reinigung der Turbolatoren. Habe euch mal zwei Fotos vom Ist-Zustand beigefügt.


    Also die Restsauerstoff/Lambda Werte scheinen in Ordnung zu sein, diese tun genau das was petfr beschrieben hat, ohne Abbrand 1,2%, welche dann bei geöffneter Ladetür auf 21% ansteigt.

    Während der Verbrennung, um auf die Frage von Diamantradler einzugehen, war er bisher stets bemüht die gewünschten 6% zu erreichen. Das hat allerdings nie so wirklich funktioniert. Dazu müsste ich nochmal einen Testlauf ansetzen, da ich da ehrlicher Weise nicht genau drauf geachtet habe.


    Der Hinweis mit den seitlichen Einlässen für die Primärluft war sehr gut, hier konnte ich bereits einiges an Material rausholen.

    Auch hier mal ein/zwei Bilder von aktuellen Zustand im Anhang.


    Der Tipp mit dem weglassen der Turbolatoren stieß auf geteilte Meinungen, wobei ich eine deutliche Zugluft Verbesserung förmlich spüren konnte, sobald ich sie entfernt und den Lüfter hab ziehen lassen. (Hier bloß die Frage, ob dies mit gereinigten Turbos nicht sogar den gleichen Effekt hat, das werde ich heute testen)

  • Stelle noch Bilder ohne die seitlichen Einhängbleche ein . Dort sind die Öffnungen für die Primärluft . Dein Füllraumboden ist viel zu sauber . Dort muss eine dicke Ascheschicht während des Abbrandes sein . Wenn das nicht so ist hast du einen recht hohen Verschleiß an deiner Düse . Die sieht übrigens nicht mehr gut aus . Wie alt ist den der Kessel ?

  • Der sieht nur so sauber aus, da ich den wirklich einmal komplett „frei“ sehen wollte, der Kessel ist von 2017. Einen neuen Düsenstein habe ich auch schon in Erwägung gezogen, hatte aber Hoffnung😂

    Hast du einen Tipp, wie ich die Bleche einfach heraus bekomme? Ich gehe stark davon aus, dass diese in meinem Fall mir auch wieder das Leben schwer machen möchten..😟

  • Auf Höhe der oberen Luftklappe für die Primärluft sind im Füllraum links und rechts mehrere runde Öffnungen . Diese musst du nun suchen und den Teer unbedingt nach innen in Richtung Füllraum entfernen . Wenn der Teer in Richtung des äußeren Luftkanals geschoben wird , bekommst du den dort nicht mehr raus . Hast du das Gebläse auf ausreichende Leistung überprüft ? Funktioniert eigentlich deine Rücklaufanhebung so wie sie soll ?

  • Volltreffer, die auf dem Bild markierten Stellen waren die „Öffnungen“ 😅


    So langsam krieg ich die Verunreinigungen ab, auch die Bleche sollten später wieder deutlich leichter einzuhängen sein😂


    Das Gebläse läuft meiner Meinung nach so wie es soll, dieses ist auch eines der wenigen Bestandteile worauf sich kein Teer befindet, lediglich in dieser kleinen „Kammer“ direkt vor dem Lüfter. Es zieht aber gut durch.


    Rücklaufanhebung hat bei den bisherigen Heizvorgängen seinen Job erfüllt, ob gut oder schlecht kann ich aus jetzigem Standpunkt nicht klar definieren, gibts da markante Erkennungszeichen? Warm wurde die Bude ja, nur eben seeeehr langsam und mit den jetzt erkennbaren Defiziten 😬


    Hab nochmal alle Einstellungen vom Attack mit in die Anhäge gepackt.


    An der stelle aber schon mal eine Riesen Danke Petfr!

  • Nach der Rücklaufanhebung frage ich deshalb , weil das die Ursache deiner übermäßigen Verteerung sein könnte . Ich betreibe meinen seit 2016 und hatte zu keiner Zeit auch nur ansatzweise solche Symptome an den Primärlufteinlässen . Bei 65° läut die Pumpe in deinem Laddomat an . Dann sollte das obere Thermometer (rotumrandet) diese Kesseltemperatur auch umgehend anzeigen . Wichtig für ein langes Kesselleben und dementsprechend wenig Teer auf den Tauscherflächen ist dann das Thermometer unten links (grüner Kreis) . Dort sollte die Temperatur während des Abbrandes bei 60°- 65° liegen . Deine Thermometer im Laddomat könnten ungenau sein und zudem beeinflussen sie sich gegenseitig , da sie viel zu eng beieinander und im gleichen Gehäuse liegen . Von rechts kommt dann das kühle Wasser vom Pufferrücklauf . Im Ladomat befindet sich noch ein Bypassventil . Wenn dies verdreckt ist und und nicht mehr korrekt schließt , kann dort unerlaubt kaltes Wasser in den Kesselrücklauf gelangen . Deine Stahlflächen im Füllraum solltest du keinesfalls bis aufs blanke Blech reinigen . Nur die groben Verkrustungen sollte man entfernen . Jeder Kratzer im Kesselstahl sieht unter der der Lupe wie der Grand Canyon aus und fördert die Korrosion .



    Auf plausible Anzeigewerte überprüfen kannst du das billig mit solchen Anlegethermometern .

    Den Lüfter musst du auf Leichtgängigkeit prüfen . Die Welle muss sich ohne Widerstände und Lagergeräusche leicht drehen lassen . Wenn du am Rotor drehst , sollte er auch noch angemessen nachlaufen . Das Gebläse hat einen Kondensatormotor . Dieser Kondensator sitzt in der Nähe der großen Hauptplatine . Da kommst du von hinten durch Öffnen des Blechdeckels heran . Die Werte stehen auf dem Gehäuse (→ Kapazität ,Spannungsfestigkeit) . Die gehen manchmal kaputt . Symptome sind dann verringerte Leistung . Manchmal können sie auch verkehrt herum laufen . So ein Kondensator kostet nicht viel und einen in Reserve zu haben ist sicher nicht verkehrt .

  • Moin zusammen, lange ist es her und ich konnte einige der Baustellen beseitigen.


    Die Tür Dichtungen sind neu, der Türstein unten ebenfalls. Die Zuläufe für die Primärluft sind frei. Die Turbolatoren sind gereinigt, das Lüfterrad wurde einmal getauscht. (Letzteres ist nur ein Versuch da noch ein alternatives Lüftermodul vorlag und das alte komplett versifft war.)


    Leider konnte ich keine Verbesserung feststellen, sobald die Tür geschlossen wird sinkt die AT , im jetzigen Versuch auf 77* und das ist das höchste der Gefühle. Als hätte das Ding vergessen was es eigentlich sein soll.


    Ich denke hier hilft nur noch professionelle Hilfe Vorort, sofern sich da jemand finden lässt … 😬


    Zu der Sache mit dem Laddomat: vielen Dank für die ausführliche Erklärung, ich habe mal ein Foto beigefügt wie es bei diesem Durchlauf grade aussieht. Die Anlegethermometer habe ich ebenfalls bestellt, sind aber noch nicht zum Einsatz gekommen.

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