Taktung Pelletheizung

There are 16 replies in this Thread which was already clicked 1,076 times. The last Post () by Austro-Diesel.

  • Hallo zusammen !

    Eine grundsätzliche Frage an alle Installateure und "Pelletheizer", hier in der Community.

    Ich bin etwas verunsichert was die funktionellste Verbindung zweier 500l Pufferspeicher betrifft.

    Wir haben eine neue ETA epe20 Pelletheizung mit einem Kombi-Schichtspeicher und einem parallel nachgeschalteten normalen Pufferspeicher (beide von AustriaEmail). Der Kessel heizt mit 70° im VL.

    Ist eine Taktung von 5 Std. laden und 5 Std. entnehmen ein guter, normaler Wert bei Pelletheizungen ?

    Oder könnte man diesen, durch eine Änderung der Speicher-Verrohrung, noch verbessern ?

    (Beide Speicher sind ausschließlich über 4 kurze Rohre verbunden).

    Eine schematische Zeichnung ist im Anhang.

    Unser Installateur meinte, die wäre so i.O. und üblich.

    Ich habe es im Netz aber auch schon anders gesehen.

    Mir geht es nicht um techn. Spitzfindigkeiten, sondern nur, ob das auch so, eine machbare Variante ist.

    Für eure Antworten, DANKE im Voraus !!!

  • Hallo Joker,


    deine aktuelle Verrohrung und Taktung ist nicht falsch und entspricht gängiger Praxis. Ob eine Optimierung sinnvoll ist, hängt von den konkreten Betriebsdaten ab. Falls die Anlage stabil läuft und die Speicher gut schichten, ist alles in Ordnung. Beobachte mal die Temperaturverläufe deiner 4 Fühler.

    Die Parallelschaltung neigt dazu, schneller zu durchmischen, was eher ungünstig ist.

    Ein Puffervolumen von gesamt 1000 Litern ist aber auch nicht viel. Bei mehr Volumen hätte ich eine Reihenschaltung aufgebaut.


    Die Taktung von 5 Stunden passt zum Puffervolumen, wenn du einen hohen Wärmebedarf hast. Wie hoch ist denn die Heizlast deines Hauses?

    Mein 20 kW Kessel benötigt bei den derzeitigen Außentemperaturen ca. 4 Stunden um 1600 Liter Puffer zu füllen. Die reichen dann ca. 17-19 Stunden.


    Du könntest die Kesselsolltemperatur z.B. um ca. 5-7 °C auf ca. 77°C erhöhen. Dann sind die Taktungen etwas länger. ;)



    Nur mal so als Beispiel, aber jedes Haus ist anders. Vergleiche sind da immer nur ein kleiner Anhaltspunkt.

    Bei mir stehen zwei Puffer in Reihe und ich habe einen zusätzlichen Warmwasserspeicher von 200 Litern.


    Puffer A ➜ Fühler A1 oben (Fühler A2 unten ist nicht dokumentiert)

    Puffer B ➜ Fühler B1 oben und Fühler B2 unten.

  • 20 kW Kesselleistung und 1.000 Liter Puffer, davon wohl ein Teil fürs Warmwasser "blockiert", ergibt dieses Bild. Es ist gar nicht schlecht, 2 Starts am Tag sind doch okay.


    Wir haben einen ePE 13 mit 2x 600 Litern Schichtpuffer parallel wie bei dir (ETA SP 600 als "PufferFlex") und externem Warmwasserspeicher (Austria Email EHT 270 Revolution mit Wärmepumpe für den Sommer). — Damit kommen wir auf 1 Zündung am Tag und Brennzeit und Pufferwärmenutzung von um die 12 Stunden bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt.


    Was ich beobachte ist, dass der Ausgleich unserer beiden Puffer kaum bis nur sehr zäh funktioniert. Wenn wir im Sommer auf einer Seite mit der E-Heizpatrone reinballern, dann bleibt ein nennenswerter Unterschied in den Temperaturen der beiden Puffer zu beobachten. Das tut in unserem Fall nicht weh, kommt aber eher unerwartet.

  • Die Parallelschaltung neigt dazu, schneller zu durchmischen, was eher ungünstig ist.

    Weshalb sollte das so sein ?


    Die Tichelmann Anbindung, bei zwei gleichen Puffern, ist meines Erachtens ziemlich ideal.

    Heizkessel SL 25PK, Pellet und Festbrennstoff, 2000l Pufferspeicher, Rücklaufanhebung Laddomat 21, Steuerung UVR 1611 mit CMI, Visualisierung über Tablett TrekStor SurfTab. Stromversorgung über Hybridwechselrichter, 3x2x100Ah LiFePO4 Akku und 3x370W Solarpanele

  • Quote

    Was ich beobachte ist, dass der Ausgleich unserer beiden Puffer kaum bis nur sehr zäh funktioniert. Wenn wir im Sommer auf einer Seite mit der E-Heizpatrone reinballern, dann bleibt ein nennenswerter Unterschied in den Temperaturen der beiden Puffer zu beobachten.


    Unten sieht man (Quelle: Windhager.com ) ein Bild einer Parallelschaltung 2er Puffer. Zu beachten ist die mittige Verbindung, die schräg verläuft. Damit kann durch den thermischen Auftrieb die Wärme auf den zweiten Puffer verteilt werden. Wenn die Verbindung gerade bzw parallel zum Boden verläuft wird eine Umwälzung nötig.




    [Blocked Image: https://www.windhager.com/fileadmin/Produktbilder/W%C3%A4rmespeicher/Produkte-ACWS_ACW_Schritt2a.jpg]

  • Ist hier OT, aber um das abzuschließen: Habe schlussendlich eine Umwälzung eingebaut, primär um das ganze Puffervolumen mit den mittig eingebauten E-Heizpatronen zu erreichen. Die eine mit 4,5 kW hängt an der PV-Anlage, die andere wird manuell angesteuert ("Backup").

  • Hallo


    Tichelmann ist bei parallelen Speicher gut, aber das Bild des TE zeigt kein Tichelmann.

    Wenn man zusätzlich einen Hygienespeicher verwendet wird bei Parallelschaltung und/oder Tichelmann eben 2 mal das Mindestvolumen an Heizwasser

    im Puffer für WWB bereit/vorgehalten, was zu früheren Einschalten/Takten des Pelleters führt.

    Ich bin Fan von Reihenschaltung, macht alles einfacher und man hat nur eine Wärmeaustauschzone. Bei Parallelschaltung hat man immer soviele Wärmeübergangszonen von kalt nach warm (Trennschicht) wie es Puffer gibt.


    Ungünstig beim TE finde ich, dass der Vorlauf des Pelleters nicht oben eingespeist wird, sondern tiefer. Mit dem heißen Vorlaufwasser wird dann ein Auftrieb generiert, der

    heißes Wasser vom tieferliegenden Einspeisepunkt über den parallelen Puffer im ersten Puffer nach oben schiebt.....

    Ich hätte für mich beim Hygienepuffer 1 ganz oben eingespeist und beide Puffer in Reihe geschaltet.

    Entnahme Heizkreise dort wo jetzt eingespeist wird. Verringert die Taktung und erhöht das nutzbare Puffervolumen. Und was für mich dabei ganz wichtig ist, der Pufer arbeitet als hydraulische Weiche.


    ciao Peter

  • Hallo


    Tichelmann ist bei parallelen Speicher gut, aber das Bild des TE zeigt kein Tichelmann.

    Weshalb ?

    Heizkessel SL 25PK, Pellet und Festbrennstoff, 2000l Pufferspeicher, Rücklaufanhebung Laddomat 21, Steuerung UVR 1611 mit CMI, Visualisierung über Tablett TrekStor SurfTab. Stromversorgung über Hybridwechselrichter, 3x2x100Ah LiFePO4 Akku und 3x370W Solarpanele

  • Danke erstmal, an Alle, für eure Beiträge.

    Ich habe inzwischen auch noch einiges nachgeschaut.

    Bei der ETA epe20 Pelletheizung handelt es sich ja um eine modulierende Variante.

    Bei uns sieht es dann so aus, dass der Kessel, bei einer vorhandenen Heizlast von 5,5kW, soweit runterregelt, dass er mit 6 kW lädt .

    Eines der Ladeprobleme ist auch, das der mittlere, fürs Heizen nötige Bereich, mit dieser geringen Ladeleistung, nach 4 Std. bei 67° ist, der Kessel dann aber noch bis zu 1,5 Std. "rumnudelt", um den für den unteren Fühler 4 geforderten Wert von 50° erreicht ist.

    Bevor wir die Verrohrung ändern (Heizungsbauer ist überhaupt nicht davon überzeugt), werde ich den Fühler 4 nun mal, versuchsweise, vom 2. Speicher, in den vorderen umsetzen und falls nötig, die 50° etwas erhöhen.

    LG an Alle

  • Hallo


    Tichelmann ist wenn jeder Abnehmer hier Puffer den gleichen Druckverlust / gleiche Rohrleitungslänge bestehnd aus Summe Vor- und Rücklaufleitung hat.

    Das Bild zeigt eine normale Paralellschaltung. Der zweite Puffer hat zusätzlich Verbindungsleitungen, die den Druckverlust begünstigen.

    Bei Tichelmann würde der Rücklauf aus dem zweiten Puffer unten raus gehen. Dann sind die Puffer immer noch parallel

    aber nach Tichelmann (gleiche Leitungslängen verschaltet.


    ciao Peter

  • Hallo Austro-Diesel,

    ich nehme an, dass bei deiner Anlage, 1 Speicher in Betrieb ist.

    Wenn ich den Fühler 4, vom 2. in den vorderen Speicher umgesetzt habe, werde ich die 60° unten, auch mal langsam anpeilen.

    Hast du auch 1000l

    Lädt der Kessel mit 70°

    Schaltet der Speicher bei 66% und 68° ab

    Wie lange lädt er dafür

    Grüße J.

  • Zwei ETA SP 600 (600-Liter-Schichtpufferspeicher), also 1.200 Liter, nach Tichelmann verrohrt, genau wie bei dir. Nur ohne der Warmwasser- und Solar-Einbauten, dafür mit Leitblechen bei den Anschlussstutzen. Der Puffer ist in der ETA Regelung als "PufferFlex" konfiguriert und 3 Fühler.


    Das Warmwasser lagert in einem Brauchwasser-Wärmepumpenspeicher mit 270 Litern extern, wird im Winter auch von Pelletheizung erwärmt. Man könnte die Volumina also gewissermaßen zusammenzählen, ergäbe an die 1.500 Liter.


    Ladetemperatur ist bei uns im Normalbetrieb 70° C (bei "Sofort Laden" geht er auf 75° C), Feuerungsende ist bei Puffer unten mit 60° C, durch den Glutabbrand und die Restwärmenutzung geht es meist noch in Richtung 63° C.


    Der Kessel ePE 13 EP läuft bei uns bei wenigen Plusgraden mit Brauchwasser für 2 Personen um die 12 Stunden, also so 9* bis 15** Stunden in der Praxis. Dabei verfeuert er um die 14 kg Pellets, in der Praxis sind es ungefähr 10* bis 22** kg.


    __________

    * wenig Heizwärme-Abnahme durch das Haus (+10° C außen), Zündung dann auch nur alle 1,5 Tage

    ** harte Minusgrade (–10° C außen)

  • Danke AustroDiesel !

    Deine Angaben helfen mir aber wirklich schon, das Heizverhalten unserer Heizung einzuordnen,

    und das sieht dann doch gar nicht so schlecht aus.

    Mein Heizungsbauer hat mir einfach zu wenig grundsätzliche! Info's zu Pelletheizungen mitgeteilt.

    Eine Sache würde mich aber noch interessieren: wenn du auch 2 Speicher hast, sind die Fühler am 1. oder 2. montiert ?

    LG und ein Frohes Fest

  • Zwei da (oben, mittig), einer dort. Wenn ich mich nicht irre der obere und der untere jeweil dort wo der hydraulische Anschluss ist.


    Mit der PV-angetriebenen E-Patrone und einer zusätzlich Pufferspeicher-Umwälzung (um die Schichtung zu zerstören) habe ich schon 108% Füllstand erreicht, da hatte der ganze Speicher von oben bis unten etwas über 80° C. Wir heizen im Sommer den Keller per PV …

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!