Klopfendes Geräusch im Antrieb

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  • Hallo, wir haben seit 10 Jahren einen ETA PU 11 im Keller, der ab und an mal zickt.

    Momentan läuft der Antrieb nicht mehr rund. Im Betrieb gibt der Kessel ein rhythmisches Klopfen von sich. Es sind immer 6 oder 7 Schläge die während des Brennvorgangs passieren, als ob irgendwo ein Zahnrad oder der Kettenantrieb eine Unwucht hat. Es wird keine Fehlermeldung ausgegeben. Ab und an meldet der Kessel, dass der Lambda Wert vom Sollwert abweicht....


    Vielleicht hat jemand einen Tipp, was das sein könnte. Die Sache mit dem Kundendienst ist immer etwas kompliziert und kostspielig in Deutschland.


    Ich habe ein kleines Video dazu aufgenommen:



    Download
    A file is available for download and streaming via UploadNow by following this link
    uploadnow.io


    Viele Grüße Nicolas

  • Hallo nuggi,


    ich weiß nicht, ob Du schon etwas herausgefunden oder unternommen hast? Aber vielleicht kann ich dir als Anfänger zu Anfänger ein paar Tipps geben. Ich kenne PU11 nicht, weil ich eine PE25 aus Bj. 2007 habe, aber im Prinzip ist vieles ähnlich. Als alter Werkzeugmacher und ehemaliger Maschinenbau Ingenieur habe ich meiner Heizung im letzten Winter im Zusammenhang mit einer notwendigen Reparatur etwas "Liebe zukommen lassen".

    Grund dafür war, dass gelegentlich höhere Motorströme angezeigt wurden und es auch klopfende, knackende oder "ungesunde" Geräusche gab.

    1.) Die Geräusche können entstehen, wenn Spannungen in den beweglichen Teilen auftreten oder sich "verhaken" und wieder lösen. In den Pelletheizungen befinden sich ja diverse Transportschnecken für Pellets und Asche. Von denen für die Pellets ist auch noch zwei, getrennt durch eine Zellradschleuse als Rückbrandschutz. Sollten durch verschlissenen Lager lose bei den Wellen entstehen, können Pelletteilchen kleine Blockarden verursachen die sich durch "klopfen" lösen. Genauso in der Zellradschleuse.

    2.) Ähnliches kann auch direkt in den Lagern direkt passieren.

    3.) Die Anzahl von 6/7 Klopfen kann mit dem interzedierenden Einschub der Pellets zu tun haben. Diese werden ja nicht stetig, sondern immer mit ein paar Umdrehungen und Unterbrechungen in den Brennraum eingeführt.


    Auch auf die Möglichkeit hin, dass vielleicht schon etwas unternommen wurde möchte ich noch weiter ausholen. Aber wenn ich mir einbilde ein Gewisses Gefühl für Lagerungen und anhand vom Drehen der Schnecken die "Kugellager" beurteilen zu können, war ich erst nach kompletten Ausbau dieser erstaunt, wie verschlissen diese schon waren. Die sporadisch auftretenden Fehler zu hoher Ströme sind nicht wieder aufgetreten und deutliches Knacken hat sich erledigt.

    Bei Interesse kann ich gerne Bilder nachreichen.


    Grüße

    • aufmachen, reinschauen
    • an den Wellen herumwerkeln und auf Spiel prüfen
    • den oder die Kettentriebe studieren: fluchten die Kettenräder, ist eine Kette locker, ist das Fett verbrannt und die Kette dadurch steif, steigt diese "auf" und springt dann wieder in das Kettenrad?
    • eine zeitlang beobachten
    • den Finger auf die sich drehenden Teile legen und fühlen, eventuell einen langen Schraubendreher dranhalten und an die Schläfe drücken, horchen (wirkt ähnlich einem Stethoskop): gebrochene Kugeln in Kugellagern können (auch fühlbar) knacken, wenn sich die Reste verkanten

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