ÖkoFEN Condens 28 KW - Störung Flammüberwachung 5037

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  • Hallo Community,


    wir haben eine ÖkoFEN Pellematic Condens 28 KW seit Mai 2023 nur für Heizung, WW wird dezentral erzeugt.

    Jährliche Wartung wird in der Sommerpause durchgeführt, Heizperiode von Sep bis Mai/Juni.

    Nach der Wieder-Inbetriebnahme im Sep 2025 für die Heizperiode 2025/2026 lief die Anlage bis vor drei Tagen ohne Probleme.

    Anlage ist seit der Wartung im So 2025 ca. 820 h gelaufen: ca. 20 kg pro Tag im Schnitt, 2300 kg Gesamtverbrauch, es sind noch rund 8 t im Lager.

    Automatische Reinigung und Befüllung findet täglich um 19:00 Uhr statt.

    Vor drei Tagen lief die Anlage gegen 16:00 Uhr auf Störung mit dem Fehler Flammüberwachung [5037] - Flammraumtemp unter 120°:

    Der Zwischentank klang sehr leer als ich seitlich an ihm geklopft hatte.

    Fehler quittiert und die Anlage ging sofort in den Modus Saugen -> Einschub -> Zündung -> nach ca. 30 Minuten kurze Störungsanzeige wegen nicht erfolgreicher Zündung.

    Ich überprüfte den Brennraum und auf dem Brennteller lagen aber noch keine neuen Pellets.

    Automatischer Einschub erfolgte erneut -> Zündung -> Softstart -> Leistungsbrand


    Am folgenden Tag (Vorgestern) lief die Anlage ohne Fehler durch.

    Gestern lief sie erneut gegen 16:30 Uhr auf den gleichen Fehler.

    Zwischentank klang wieder sehr leer, Fehler quittiert, ... Ablauf wie oben geschildert. ||



    An was kann dies liegen?

    Schmutz im Brennraum, am Brennteller, am Glühstab?

    Sensor für die Erkennung des Pelletstandes im Zwischentanks, verdreckt oder defekt?

    oder ??


    Danke für jeden Tip

    Holger

    VG

    Holger


    Meine Anlage

    ÖkoFEN Pellematic Condens 22-32 (28 kW)
    ÖkoFEN Pelletronic
    Touch 4.02b

    ÖkoFEN Gewebetank FleXILO Compact KGT 3626 (~10 to)
    1000 l Pufferspeicher von Austria Email
    Aussentemperaturfühler, kein Raumtemperaturfühler

    Inbetriebnahme Mai 2023, ~6 to Verbrauch / Heizperiode (Sep-Juni)

    582 qm Wohnfläche, 7 Wohneinheiten,
    55 Platten-Heizkörper (44 aus Anfang der 80ziger, 11 in 2023 ausgetauscht)
    WW dezentral.

  • Also...

    Wenn Fehler 5037 kommt, dann sind vorher schon einige andere Signale überfahren worden. Der sagt im Grunde nur: Leistungsbrand ist nicht mehr möglich, denn unterhalb von 120 °C … na ja, fürs Spiegelei braten reicht’s vielleicht noch 😄

    Nach deiner Beschreibung klingt das eher nach einer GEZE-Anlage: mal geht’s, mal geht’s nicht. Ich sehe den Fehler daher eher in der Pelletzufuhr – nicht komplett unterbrochen, sondern so ein Glücksspiel, sporadisch funktionierend.

    Ist dir irgendwas aufgefallen?

    • verlängerte Saugzyklen?

    • häufigeres Ansaugen ohne erkennbaren Grund?

    Saugschläuche gehen gern mal defekt und bekommen Löcher. In dem Fall solltest du irgendwo einen ordentlichen Pellet-Haufen finden, meist nach einer zu engen Biegung. Alles schon dagewesen.

    Und auch wenn ich der Ökofen’schen Verbrauchsmessung nicht blind traue: ein Fehler nach 8 Tonnen … hm, das ist schon eine Hausnummer.

    Zu Verschmutzungen im Brennraum:

    Einfach mal einen Blick in die FRT-Control werfen und die Gebläsedrehzahlen beobachten.

    • Sind die im laufenden Betrieb dauerhaft über 80 %, dann raus mit einer Reklamation an die Wartung.

    • Bei einer ordentlich gewarteten Anlage liegen die unter 60 %.

    Hoffen wir mal nicht, dass da eine Null steht – dann läuft dein Gebläse gar nicht mehr.

    Und unbedingt Unterdruck Soll/Ist vergleichen: größere Abweichungen deuten auch klar auf ein massives Unterdruckproblem hin.


    Nur mal kleine ideen


    MfG

    Meine Anlage, meine Expertise:

    ÖkoFEN PELLEMATIC© Compact 10 - 18 kW (eingestellt auf 18kW)

    ÖkoFEN Systemspeicher Pellaqua 600 Liter

    ÖkoFEN Sacksilo für ca. 9,2 to Pellets

    Ökofen Pelletronic Touch V4.04

    Außentemperaturfühler, kein Raumtemperaturfühler


    Zusätzlich installiert:

    Heizstab, der mit überschüssiger Energie aus PV-Anlage unterstützt. Reicht im Sommer allemal für WW

    ansonsten wird ein Bestandsbau ca 250m² beheizt,

    normale Heizkörper, teilweise noch ursprünglich aus Ende 70er Standard

  • Hallo JSchnell,


    danke für die Rückmeldung.


    Pelletzufuhr klingt sehr pausible, siehe meine weiteren Infos zu deiner Frage ob mir was aufgefallen ist:

    1. Dass auf dem Brennteller nach dem ersten Einschub nach einer Störung keine neuen Pellets lagen.
    2. Verlängerte Saugzyklen?
      Während dem Saugvorgang werden die Pellets nicht kontinuierlich angesaugt (das war früher ein kontinuierlicher Pelletsstrom)
      1. es gibt regelmässig kurze Unterbrechungen, Vacuum wird erzeugt (so weit ich es an den Schläuchen spüren kann)
      2. der Motor für die Schnecke drehte sich während diesen Unterbrechungen nicht.
    3. Häufigeres Ansaugen ohne erkennbaren Grund?
      1. Das kann ich nicht sagen.
      2. Seit Inbetriebnahme in 2023 war nur eine Saugzeit 1 eingestellt:
        1. um 1900 h Reinigung und Saugen
      3. Nach dem zweiten Ausfall habe ich eine zweite Saugzeit aktiviert:
        1. um 1100 Uhr um zu verhindern, dass es zu einer weiteren Störung an den Feiertagen kommt.

    Pelletsstaub oder sogar ganze Pellets wegen einem defekten bzw. abgenutzten Pelletsschlauch kann ich nicht sehen.

    Werde aber mal den Saugschlauch für die Pellets genau überprüfen.

    Wie lange hält so ein Saugschlauch? Bisher haben wir seit der Inbetriebnahme im Mai 2023 ca. 15 t angesaugt/verbrannt.


    Der Fehler ist nicht nach 8 t sondern nach 2,3 t Verbrauch aufgetreten (8 t waren noch im Silo).


    Anbei der Report vom 2.1.2026 als xlsx, etwas formatiert und einige Spalten ausgeblendet.

    Musste ich Zippen, da ich als Newbie noch nicht alle Dateiendungen hochladen darf.


    VG

    Holger

    Files

    VG

    Holger


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    Touch 4.02b

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    Inbetriebnahme Mai 2023, ~6 to Verbrauch / Heizperiode (Sep-Juni)

    582 qm Wohnfläche, 7 Wohneinheiten,
    55 Platten-Heizkörper (44 aus Anfang der 80ziger, 11 in 2023 ausgetauscht)
    WW dezentral.

  • Musste ich Zippen, da ich als Newbie noch nicht alle Dateiendungen hochladen darf.

    Hallo Holger HoErbie,


    willkommen im Holzheizer-Holzvergaser-Forum! :thumbup:


    Die Einschränkung der Dateiformate hat in diesem Fall nichts mit "Newbie" zu tun, sondern xls/xlsx-Dateien sind generell nicht in unser Forum hochladbar. Alternativ wäre ein Export ins .csv-Format möglich, oder bei Grafiken eine Hardcopy.


    Ich habe dich jetzt gleich zum "vollwertigen Mitglied" befördert. Die Moderationspflicht für "Anfänger" ist eine Vorsichtsmaßnahme, um Spammer abfangen zu können.


    Viele Grüße von Karlheinz :)

    Seit Juni 2011:

    ETA Twin: SH30/P25 "noTouch" (Füllraum 150 Liter)

    Hopf Pelletaustragung: 6x UniWok-Saugsonden (Selbstbaulager für 6 to)

    Paradigma Pufferspeicher: 2x Aqua Expresso (1090 + 958 Liter; seriell verbunden)

    Paradigma FrischWasserStation

    Paradigma VRK-Anlage: 2x CPC21 Star Azzurro Solarpanel (10m²; Aqua-System ohne Glykol)

  • Ok …

    Dann würde ich generell zwischen der Befüllung des Zwischenbehälters und der Befüllung des Brennraums unterscheiden – das sind nämlich zwei völlig verschiedene Dinge.

    Hier mal meine Standardeinstellungen im Menü Pellematic → Saugturbine:

    pasted-from-clipboard.png

    Mit diesen Einstellungen wird der Zwischenbehälter in einem Zug befüllt.

    Für schwierige Fälle – und wenn Ökofen Befüllprobleme meldet – nutzen Servicetechniker zur Beruhigung gerne die Möglichkeit, den Befüllvorgang in einzelne Abschnitte (Takte) zu zerlegen, um Rückstau oder ähnliche Effekte zu vermeiden.

    Technisch steckt das in Pause RA:

    • Wert > 0 → der gesamte Befüllvorgang wird in entsprechende Einzelzyklen unterbrochen.

    Das ist jedoch energetisch ungünstig und sollte nur eingesetzt werden, wenn es zwingend erforderlich ist. Bei sach- und fachkundig ausgeführter Leitungsführung ist das normalerweise nicht nötig.

    In dem Zusammenhang, aber nur am Rande:

    Befüllzeiten möglichst so legen, dass die Anlage AUS ist, z. B. abends nach Beendigung des Tagesprogramms.

    Ein großer Nachteil bei Ökofen ist nämlich, dass beim Nachfüllen der Leistungsbrand unterbrochen wird – das ist äußerst ineffizient.

    Die Pelletschläuche sind zwar verstärkt, trotzdem müssen die Biegeradien sehr groß sein, damit sich die mechanische Belastung in Grenzen hält.

    Wenn Pellets nach einer langen Geraden auf einen engen Bogen treffen, ist das

    a) auf Dauer zerstörerisch für den Schlauch selbst

    b) zerbröselt die Pellets, wodurch ein erhöhter Staubanteil in die Anlage gelangt

    Kommt dann noch Feuchtigkeit dazu, ist man sehr schnell beim nächsten Problem.


    Die Beschickung des Brenntellers erfolgt ebenfalls über Schnecken, die Umlenkung meist über Kugelschleusen. Diese können sich durch den erhöhten Staubanteil zusetzen, blockieren, und man bekommt Fehlermeldungen – beginnend bei unruhigem Betrieb bis hin zum Abbrand bzw. Ablöschen.

    Anfangs lässt sich das oft noch quittieren und durch einen Neustart freiruckeln, aber das funktioniert nur begrenzt, bis es endgültig zappenduster ist.

    Dann ist Reinigung angesagt – sprich: Zahnbürste raus.


    Das ruckartige Befüllen ist halt nur eine temporäre Lösung.


    MfG

    Meine Anlage, meine Expertise:

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    Zusätzlich installiert:

    Heizstab, der mit überschüssiger Energie aus PV-Anlage unterstützt. Reicht im Sommer allemal für WW

    ansonsten wird ein Bestandsbau ca 250m² beheizt,

    normale Heizkörper, teilweise noch ursprünglich aus Ende 70er Standard

  • Hallo JSchnell,


    danke für deine weiteren Erläuterungen und Erklärungen, ich denke, dass ich mich etwas unklar ausgedrückt habe:

    Mit Schnecke meinte ich nicht die Schnecke für die Zuführung der Pellets in den Brennraum sondern die Schnecke unterhalb des Sachsilos.

    Hier kurz der weitere Ablauf seitdem:

    (nach dem ich die 2. Saugzeit für 11:00 Uhr aktiviert hatte gab es keine weiteren Fehlermeldungen)

    • 1. Servicetechnikereinsatz am 8. Januar:
      • Keine Fehler gefunden
      • Unterdruck SOLL/IST Werte waren fast immer identisch
      • Der Saugvorgang für die Pellets ist so konfiguriert und wiederholt sich bis Zwischenbehälter voll ist:
        • ca. 18 sec ansaugen
        • ca. 4 sec keine Pelletsförderung (Stillstand der Schnecke unterhalb des Sacksilos, Saugturbine läuft weiter)
        • ca. 18 sec ansaugen
        • ....
      • Als Vorsichtsmassnahme wurde der Sensor an der Zellradschleuse bestellt

    • 2. Servicetechnikereinsatz am 21. Januar

      • Sensor ausgebaut, keine Beschädigungen oder Verschleiß sichtbar, neuer Sensor eingebaut
      • Saugzeit 2 wieder deaktiviert

    Die Saugzeit 1 inkl Reinigung ist/war für 19:00 Uhr eingestellt um Sauggeräusche am Abend/in der Nacht zu vermeiden (MFH).

    Ich überprüfe die Anlage nun mehrmals täglich, speziell am Nachmittag wenn der Pelletsstand im Zwischenbehälter niedrig ist.

    Mal abwarten.


    Frage:

    Das Info-Menü habe ich nicht mehr. Kann der Techniker es für mich als Bediener deaktivieren?

    Ich habe es weder im Bedienfeld, noch in der APP oder im WEB-Interface.


    VG

    Holger

    VG

    Holger


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    WW dezentral.

  • Frage:

    Das Info-Menü habe ich nicht mehr. Kann der Techniker es für mich als Bediener deaktivieren?

    Ich habe es weder im Bedienfeld, noch in der APP oder im WEB-Interface.

    Was heißt für dich Info-Menü?

    Wenn Ökofen Fehler meldet, schieben sie meist erst mal ein neues Update auf, in der Hoffnung, das Problem so zu erledigen. Aber was meinst du mit „Info“ genau – den Status? Keine Ahnung, was du konkret meinst.


    Zu den anderen angesprochenen Sachbeständen:

    Eine zweite Saugzeit ist definitiv nie ein Problem. Die setze ich immer dann, wenn ich weiß, dass meine Anlage – wie aktuell – mit einer Füllung nicht hinkommt, also mehr braucht. Dann z. B. einfach alle 12 Stunden.

    Stakkato-Takt-Saugen ist so … na ja, was soll ich sagen – la la la. Auf jeden Fall ist das Materialbelastung, vor allem für die Förderschnecke: AN–AUS–AN, jedes Mal hohe Anlaufkräfte – suboptimal.

    Wenn das tatsächlich die Ursache ist (glaube ich eher nicht), dann hast du eine Engstelle in der Pellet-Ladeleitung, und es wird versucht, durch wechselnde Belastung ein Zusetzen zu verhindern. Das ist aber kein Dauerzustand, sondern eher ein Notbehelf.


    Da glaube ich dann schon eher an den Zellradschleusen-Sensor. Das hat aber nichts mit dem Vakuum-Saugsystem zu tun.

    Hm … gut, wenn der Fehler behoben ist, auch wenn keiner genau weiß, was es war. Ein lockeres Kabel oder ein Kabelbruch wurde ausgeschlossen? .... aber im laufenden Betrieb ist die Anlage immer wieder Erschütterungen ausgesetzt. Da kann sich durchaus auch mal eine Schraube lösen – wäre nicht das erste Mal.


    Danke für die Rückmeldung


    MfG

    Meine Anlage, meine Expertise:

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    ÖkoFEN Sacksilo für ca. 9,2 to Pellets

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    Zusätzlich installiert:

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    ansonsten wird ein Bestandsbau ca 250m² beheizt,

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