Kopplung BWWP an Pufferspeicher über eingebaute Rohrwärmetauscher möglich?

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  • Hallo in die Runde,


    vorhanden ist eine Scheitholz/Pellet-Heizung mit 2000 l Pufferspeicher

    (Fröling SP dual 22kW, 2 Schichtspeicher a 950l kommunizierend, einer davon mit Warmwasser-Wärmetauscher und Solarregister)


    ich habe mich im vergangenen Jahr von den Solarthermie-Kollektoren auf dem Dach getrennt und stattdessen PV verbaut. Zukünftig soll die Warmwasserbereitung im Sommer über eine Brauchwasser-Wärmepumpe (bivalente BWWP mit 300 l WW-Speicher) mit PV-Strom erfolgen, der Scheitholzkessel wird dann außer Betrieb genommen.


    In der Heizperiode möchte ich die BWWP aus dem Pufferspeicher mit Wärme versorgen. Alle Hydraulik-Schemata legen eine direkte Einbindung der BWWP in den Heizkreislauf nahe. Das würde jedoch bedeuten, dass ich einen Anschluss in den Rücklauf des Pufferspeichers einbringen müsste, wozu vermutlich 2000 l Wasser abgelassen werden müssten...


    Wäre es auch eine denkbare Option, die Wärmepumpe durch einen eigenen Kreislauf durch die im Speicher vorhandenen Rohrwärmetauscher mit Wärme zu versorgen? Dann müsste ich nicht in die bestehende Hydraulik eingreifen. Der eigene Kreislauf braucht vermutlich eine Pumpe, ein Ausgleichsgefäß und etwas Steuerung.

    Kann das funktionieren? Können Probleme entstehen? Habe ich etwas vergessen/übersehen?


    Danke für Tipps,

    schöne Grüße

    der Junibart

    ---
    Fröling SP Dual 22KW, 2*1000L Puffer

    Edited 2 times, last by junibart ().

  • Moin Junibart,

    Wäre eine Gelbi Drops 4.1 oder 4.2 vllt. etwas für dich?

    Wie ich verstehe hast du einen Hygienespeicher der dir zur WW Bereitung aktuell dient.

    Diese wärmepumpe könntest du direkt an den Puffer anschließen und bereitet dir Warmwasser oder auch Heizung, je nach dem wie weit du den Puffer aufheizen lässt.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dennis

  • Moin Junibart,

    Wäre eine Gelbi Drops 4.1 oder 4.2 vllt. etwas für dich?

    Nein, ich denke nicht. Dein Konzept würde ja bedeuten, dass ich im Sommer den Pufferspeicher mit PV-Strom aufheize, um damit Warmwasser zu erzeugen. Das ist extrem ineffizient, die Puffer sind zwar isoliert, aber nicht hocheffizient. Das ist im Winter ok, sie heizen den Aufstellraum mit. Im Sommer will ich die Wärme nicht im Keller haben.


    Bei der BWWP habe ich mich schon für eine ecodesign ED 300 WT entschieden. Zukünftig macht die BWWP das Warmwasser, im Sommer über PV-Strom, im Winter über den Wärmetauscher aus dem Pufferspeicher.


    Grüße,

    der Junibart

    ---
    Fröling SP Dual 22KW, 2*1000L Puffer

  • Hallo,


    dein aktuelles Hydraulikschema wäre hilfreich um beurteilen zu können, welche Umänderungen Sinn machen.


    Gruß, Michael

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
    Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4

  • Hygienespeicher und kommunizierend ist schon nicht optimal.


    Wie willst du das mit dem Trinkwasserhygiene machen? Entweder ganzjährig bwwp oder garnicht.

  • Kann das funktionieren? Können Probleme entstehen? Habe ich etwas vergessen/übersehen?

    Sicher funktioniert das.

    Bei kaltem Puffer würde Warmwasser auch kalt. Die Solarsteuerung könnte das verhindern.

    Auch die Teile ihrer Hydralik können dazu verwendet werden.

    (wenn sie nicht schon entsorgt wurden ;)

  • Wenn du unten im Puffer einen neuen Anschluss haben möchtetst (und du noch einen zusätzlichen frei hast) musst du nicht alles Wasser ablassen.

    Einfach den Druck ablassen, einen Schieber (evt. mit Reduktionsstück ect.) vorbereiten und den Stopfen rausdrehen. Den Schieber griffbereit haben und den Stopfen zügig rausnehmen und den Schieber (natürlich vorher schließen) 1-2 Umdrehungen rein drehen. da kommt dann ein Schluck Schluck Wasser, ist aber nicht mal ein Eimer voll.

  • Wäre es auch eine denkbare Option, die Wärmepumpe durch einen eigenen Kreislauf durch die im Speicher vorhandenen Rohrwärmetauscher mit Wärme zu versorgen?

    Dazu müsste man die technischen Daten des Puffers kennen.


    Wenn ein/der Wärmetauscher auch den oberen Bereich des Puffers bedient, kannst du ihn dafür nutzen.

    Du benötigst dann für dieses separate Hydrauliksystem zum Beladen der BWWP noch eine HEP mit RSV, eine Sicherheitsgruppe und ein kleines MAG (Größe je nach Leitungslänge).


    Die Ansteuerung der HEP würde ich über die Fröling-Steuerung realisieren. Für die BWWP ist dann noch ein Temperaturfühler erforderlich, der an die Fröling-Steuerung angeschlossen wird.


    Idealer wäre aber das Beladen der BWWP mit einer HEP mit RSV und direkten Heizwasser ohne separates Hydrauliksystem.

  • Hier mal ein Vorschlag von mir. Ist schon hier im Forum so umgesetzt worden. Das Schema stimmt jetzt nicht mit deiner Anlage überein, es geht um die Beladung des TWW-Speichers deiner TWW - WP in der Heizzeit.

    Files

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
    Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4

  • Das Schema stimmt jetzt nicht mit deiner Anlage überein, es geht um die Beladung des TWW-Speichers deiner TWW - WP in der Heizzeit.


    Der WW-Speicher wird bei deinem Vorschlag nur geladen, wenn die Heizkreise laufen. Diese Variante finde ich persönlich nicht so gut.

    Ich würde eine Beladung mittels extra Pumpe (wie oben von mir beschrieben) bevorzugen.


    Dein Schema habe ich entsprechend angepasst. Entleerungen, RSV usw. habe ich jetzt nicht dargestellt.


    ### Nachtrag

    Davon mal abgesehen, ist das Dreiwegeventil in deinem Schema falsch dargestellt. So wird der WW-Speicher nicht warm.

    AB sitzt im DWV auf dem Reiter. ;)

  • Der Themaersteller schrieb doch, dass er ein BWWP möchte und diese in der Nichtheizzeit zu Warmwasserbereitung benutzen möchte (Scheitholzkessel ausser Betrieb)?

    Warum sollte dann der Plan von Michael nicht gehen?

    Das Schema von Michael funktioniert bei mir jedenfalls bisher einwandfrei. Bisher konnte ich im Aussen Temperaturbereich von + 15 Grad bis - 9 Grad keine negativen Punkte feststellen.

  • Der WW-Speicher wird bei deinem Vorschlag nur geladen, wenn die Heizkreise laufen. Diese Variante finde ich persönlich nicht so gut.

    Ja, das ist richtig. In der heizfreien Zeit lädt die WP. Vielleicht ist es dir ja nicht bekannt, aber einen TWW Speicher aus dem Puffer zu beladen ist für die Effizienz der Anlage nicht günstig. Wie bereits beschrieben, dieses Hydraulikschema funktioniert.

    Auch wenn du dich an der Darstellung des Umsteuerventils störst, so weist du hoffentlich wie das Schema funktioniert.

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
    Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4

  • Warum sollte dann der Plan von Michael nicht gehen?

    Ich habe nicht geschrieben, dass das Schema nicht funktioniert.


    Für die Warmwasserbereitung muss dann allerdings immer sichergestellt sein, dass mindestens ein Heizkreis läuft.

    Außerdem sackt die anliegende VL-Temperatur für den HKV jedes Mal ab, wenn der WW-Speicher entladen ist, das DWV schaltet und die Heizkreise ihre Vorlauftemperatur durch den WW-Speicher schleifen. In meinen Augen nicht wirklich ideal gelöst.

    Solch eine Leitungsführung würde ich nicht bei der Kundschaft einbauen wollen. Stell dir vor, die Mischer der Heizkreise regeln ab, weil es in den Räumen schon schön mollig warm ist. Tante Frieda nimmt ein Bad, danach will Onkel Otto duschen, hat aber nur noch kaltes Wasser, weil der Volumenstrom des durchgeschleiften HK-VL nicht ausreicht, um das Wasser wieder rechtzeitig zu erwärmen. Da ist der Ärger vorprogrammiert.


    Auch wenn du dich an der Darstellung des Umsteuerventils störst, so weist du hoffentlich wie das Schema funktioniert.

    Ich denke schon, da ich beruflich des Öfteren u.a. auch mit Hydraulikschemata der Heizungstechnik zu tun habe ;)

  • Warum sollte dann der Plan von Michael nicht gehen?

    Ich habe nicht geschrieben, dass das Schema nicht funktioniert.


    Für die Warmwasserbereitung muss dann allerdings immer sichergestellt sein, dass mindestens ein Heizkreis läuft.

    Außerdem sackt die anliegende VL-Temperatur für den HKV jedes Mal ab, wenn der WW-Speicher entladen ist, das DWV schaltet und die Heizkreise ihre Vorlauftemperatur durch den WW-Speicher schleifen. In meinen Augen nicht wirklich ideal gelöst.

    Solch eine Leitungsführung würde ich nicht bei der Kundschaft einbauen wollen. Stell dir vor, die Mischer der Heizkreise regeln ab, weil es in den Räumen schon schön mollig warm ist. Tante Frieda nimmt ein Bad, danach will Onkel Otto duschen, hat aber nur noch kaltes Wasser, weil der Volumenstrom des durchgeschleiften HK-VL nicht ausreicht, um das Wasser wieder rechtzeitig zu erwärmen. Da ist der Ärger vorprogrammiert........

    Das Szenario hatte ich schon, Tante Frida war zwar Tochter und duschte und Onkel Otto war mein Schwiegersohn und duschte zeitgleich im anderen Badezimmer und danach sollte Enkelin noch baden. Kein Problem, die Temperatur des Heizkreis ging für 5 Sekunden um 1-2 Grad runter und regelte dann wieder hoch wobei der dann erst ca 5 Sekunden 1-2 Grad höher regelte und dann wieder sich auf normale Temperatur einregelte,. Und dies alles während der Boiler der BWWP sich wieder mit heissem Wasser füllte. Ich hatte dies Szenario extra dafür durchführen lassen, während meine Familie da war, weil ich diese Bedenken hier gelesen habe.


    Gespannt bin ich noch auf den Aussen Temperaturbereich über + 15 Grad bis zu der Aussen Temperatur wo wir den HV in Standby für den Sommer geben. Da wird es dann interessant.

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