PE1 / Kesselstart für Boilerladung

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  • Hallo zusammen!


    Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, habe ich mittlerweile unsere beiden PE1 in HomeAssistant integriert und habe damit die Möglichkeit, rückwirkend Daten auszuwerten.


    Da unser PE1 nur einen Hygiene-Schichtspeicher besitzt und zwei Heizkreise welche nur aus FBH bestehen, gibt es da nicht viel auszuwerten und die Anlage läuft super.


    Die Anlage bei den Schwiegereltern ist etwas komplizierter/umfangreicher und besteht aus folgenden Komponenten:


    Kessel PE1 15kW

    Puffer mit 1000L

    3 Heizkreise, wobei nur 2 an die Steuerung vom PE1 angebunden sind

    1x Heizkörper und 1x Handtuchheizkörper welche vom PE1 geregelt werden und der dritte Kreis ist eine FBH. Die Pumpe wird zusammen mit der Pumpe der Heizkörper geschaltet und die Vorlauftemperatur wird fix über ein Thermostat geregelt, somit ist leider nur eine manuelle Regelung der Vorlauftemperatur möglich.


    Separater Boiler mit glaub ich 500L

    Solaranlage mit separater Steuerung welche in den unteren Teil vom Boiler geht.


    Der obere Teil vom Boiler wird bei Bedarf vom Kessel/Puffer geheizt.


    Folgende Parameter sind definiert:

    Nachladen wenn Boilertemperatur unter 55°

    gewünschte Boilertemperatur 65°


    Jetzt zu meiner ersten Frage!


    Mir ist der Auswertung aufgefallen, dass der Kessel den Puffer lädt und danach natürlich abstellt.

    Jetzt kommt es vor, dass direkt danach eine größere Menge Brauchwasser verbraucht wird.

    Die Temperatur im Boiler fällt somit unter die eingestellten 55°.


    Anstatt den Boiler aus dem voll geladenen Puffer zu befüllen, startet der Kessel wieder einen Heizvorgang.


    Ist diese Verhalten normal oder lässt sich das irgendwie anpassen?

    Wenn es normal ist, wie könnte ich es zumindest etwas glätten?

    Soll ich die Boilertemperatur höher stellen, damit nicht so häufig nachgeladen werden muss?
    Gibt es eine Möglichkeit, den Boiler immer zu laden wenn der Kessel heizt, auch wenn er nicht unter der eingestellten Temperatur ist?


    Hab sie absichtlich tiefer eingestellt, damit ggf. die Solaranlage mehr liefern kann bzw. dachte ich der Boiler wird aus dem Puffer geladen und somit müsste der Kessel nicht so früh starten.


    Mir ist natürlich klar, dass der Boiler durchaus eine größere Energiemenge aufnehmen kann und das Verhalten dafür sogt, dass der Boiler definitiv vollständig aufgeheizt werden kann.

    Würde er nicht sofort heizen, könnte es natürlich passieren, dass der Boiler nicht wie eingestellt geladen werden kann und dann trotzdem starten muss.


    Die Heizvorgänge sind aber teilweise sehr kurz (30-60min) und somit wahrscheinlich nicht unbedingt nötig.


    Ich hänge mal ein paar Screenshots der Diagramme an:

    Freue mich auf einen guten Austausch bzw. Tipps zu dem Thema! :)

    Lg Koksi

  • Hier noch die weiteren Parameter wie sie aktuell eingestellt sind!


    Die Boilertemperatur habe ich mal auf 70 Grad angepasst!

  • Hallo Koksi


    ab 55°C beginnt Kalk vermehrt auszufallen. Und wenn Du 55°C heißes Wasser hast, dann ist der Wärmetauscher einiges wärme um

    55°C Wasser zu erzeugen. Wenn Du hartes Wasser hast, verkalkt Dir Dein WWB ziemlich schnell......

    Stellt sich die Frage warum benötigt man 55°C ich glaube nicht zum Baden, Duschen oder Händewaschen ohne, dass man kaltes Wasser zumischt.


    ciao Peter

  • Hallo


    Das kläre ich mal mit den Schwiegereltern, mal schauen wie weit ich runter gehen kann!
    Kalk ist aber bei uns kein Problem, wir haben einen eigenen Brunnen und somit keinen Kalk im Wasser.

    Die Frage ist halt, wenn ich auf 50° runter gehe und es ist nur der halbe Boiler voll mit 50° heißem Wasser, kann ich dann noch eine ganze Badewanne füllen mit 38° oder nicht!

    Der Kessel schafft es ja nicht so schnell, das Ganze nachzuladen bis er auf Temperatur ist usw.!

    Die Vorbereitung dauert ja gerne mal 30min beim Pelleter.

    Aber du hast natürlich vollkommen recht, wir müssen mal austesten welche Mindesttemperatur wirklich benötigt wird.

    Gibt es sonst einen Grund den Boiler nicht heißer zu beladen, im Sommer geht der ja auch gerne mal auf 90° oder so rauf wenn die Solaranlage liefert.
    Wenn der Kessel schon startet, hätte ich ihn halt auch Boiler und Puffer halbwegs durchladen lassen.

    Fröling PE1 20, Pufferpumpe WILO Yonos Para RS24/7.0-PWM1 M, Puffer 1000L Hygiene-Schichtspeicher, 2 Heizkreise (nur FBH)

  • Die Temperatur im Boiler fällt somit unter die eingestellten 55°.
    Anstatt den Boiler aus dem voll geladenen Puffer zu befüllen, startet der Kessel wieder einen Heizvorgang.
    Ist diese Verhalten normal oder lässt sich das irgendwie anpassen?

    Das beschriebene Verhalten ist tatsächlich nicht optimal. Ich komme am Ende darauf zurück.


    Die aktuellen Einstellungen der Speichertemperaturen sind aus energetischer Sicht nicht sinnvoll. Wie bereits von v-two angemerkt, sollten die Temperaturen angepasst werden. Hohe Speichertemperaturen führen zu unnötigen Wärmeverlusten und reduzieren die Effizienz der Anlage.


    Meine Empfehlung:

    Nachladetemperatur:.... 45 °C

    Maximaltemperatur:...... 55 °C

    Legionellenschutz:.......... 65°C einmal die Woche optional


    Ein 500-Liter-Speicher für zwei Personen ist sehr großzügig bemessen.

    Wir nutzen einen 200-Liter-Speicher, was für den täglichen Bedarf problemlos ausreicht.



    Gibt es sonst einen Grund den Boiler nicht heißer zu beladen

    Wesentlich höhere Energieverluste. Je höher die Systemtemperatur, desto höher auch die Verluste.

    Bei einem 500-Liter-Speicher summiert sich das schnell. ;)

    Außerdem musst du dann auch die Puffer höher beladen. Der Unterschied Puffer / WW-Speicher sollte mindestens 5 K betragen.



    Die Heizvorgänge sind aber teilweise sehr kurz (30-60min) und somit wahrscheinlich nicht unbedingt nötig.

    Dein Warmwasserspeicher ist auf 70 °C eingestellt, bei einer Solldifferenz von 10 °C.

    Das bedeutet, dass der Puffer oben mindestens 80 °C erreichen muss, damit die Steuerung den Kessel nicht erneut startet.

    Ist diese Temperatur nicht vorhanden, heizt der Kessel so lange nach, bis die 80 °C erreicht sind.


    Ich vermute, dass die Kesselsolltemperatur ebenfalls auf 80 °C eingestellt ist. Das führt zu einem Dauerbetrieb oder häufigem Takten des Kessels, was ineffizient ist und die Lebensdauer der Anlage belastet.


    Meine Empfehlung:

    Nachladetemperatur:.... 45 °C

    Maximaltemperatur:...... 55 °C

    Legionellenschutz:.......... 65°C einmal die Woche optional

    Solldifferenz:...................... 5 °C

  • Ich vermute bei Dir steht der Parameter:

    "Pufferanforderung nach Systemumfeld steuern" = Nein


    Damit startet der Kessel nach harten Kriterien.


    Wenn der auf "Ja" steht prüft der Kessel, ob die Anforderung durch den Puffer gedeckt werden kann und startet dann ggf halt nicht. "Puffer oben" ist glaub ich der geprüfte Wert.

    Man sieht in Deinem Graph auch schön, dass der Puffer praktisch durchgeladen ist und der Kessel trotzdem loslegt.

    Versuch wäre es wert :)

  • Dieser Parameter steht auf "ja" betrifft aber ja eigentlich nur den Puffer und nicht den Boiler!

    Es scheint als würde die Steuerung für die Ladung vom Boiler nur den Kessel berücksichtigen und den Puffer komplett außen vor lassen!

    Wäre interessant, ob man das irgendwie anpassen kann, evtl. mit einer anderen Anlagenart.


    Ich hänge mal Fotos vom Boiler an, an denen man gut erkennt, wie viel/wenig vom Boiler erwärmt wird durch die Heizung.

    Ich werde gemeinsam mit den Schwiegereltern auf jeden Fall mal austesten, wie weit wir mit der Temperatur runter gehen können!

    Der Fühler befindet sich ja auch nochmal ein Stück oberhalb vom Rücklauf, somit hat man im "schlimmsten" Fall nur den Bereich oberhalb vom Fühler mit der angezeigten Temperatur zur Verfügung!

  • Ich hänge mal Fotos vom Boiler an, an denen man gut erkennt, wie viel/wenig vom Boiler erwärmt wird durch die Heizung.

    Ok. alles klar.

    Nutzbar in der Heizsession sind dann nur ungefähr 230 Liter.

    Stelle die Parameter testweise mal bitte so ein, wie ich sie dir oben genannt habe. Dann sollte es keine Probleme mehr geben.

  • Quote

    Es scheint als würde die Steuerung für die Ladung vom Boiler nur den Kessel berücksichtigen und den Puffer komplett außen vor lassen!

    Ja, genau das sieht man auf dem Graph am 11.01 um 10:00 Uhr. Bei wenig Heizbedarf lädt der Boiler bei uns ( 300 l ) mehrmals aus dem Puffer ( 2700 l ) ohne den Kessel zu starten.


    Wie steht denn dieser Parameter ?


  • Ok, ich werde mich mal langsam an die Werte rantasten und berichten.


    Ich finde diesen Punkt leider nirgends bei uns in der Steuerung, siehe meine Fotos weiter oben! ;(


    Ich habe den Bunutzer -7 eingegeben und unter Boiler alles durchgeschaut!

    Fröling PE1 20, Pufferpumpe WILO Yonos Para RS24/7.0-PWM1 M, Puffer 1000L Hygiene-Schichtspeicher, 2 Heizkreise (nur FBH)

  • Ja, genau das sieht man auf dem Graph am 11.01 um 10:00 Uhr. Bei wenig Heizbedarf lädt der Boiler bei uns ( 300 l ) mehrmals aus dem Puffer ( 2700 l ) ohne den Kessel zu starten.

    Darf ich fragen welche Softwareversionen du auf dem Kessel hast?

    Das wäre genau der Punkt, den ich benötigen würde! :(

    Edit:

    Mit den Werten 50° -> 60° laden und des gesenkten Soll-Differenz zwischen Boiler und Kessel sieht es schon mal besser aus!

    Sind zwar noch immer 65° die der Kessel haben muss um nicht zu starten, aber besser als die 75° die vorher notwendig waren laut Steuerung.

  • Mit den Werten 50° -> 60° laden und des gesenkten Soll-Differenz zwischen Boiler und Kessel sieht es schon mal besser aus!

    Sind zwar noch immer 65° die der Kessel haben muss um nicht zu starten, aber besser als die 75° die vorher notwendig waren laut Steuerung.

    Wie bereits in meinen Beitrag #5 beschrieben. ;)


    Meine Empfehlung:

    Nachladetemperatur:.... 45 °C

    Maximaltemperatur:...... 55 °C

    Legionellenschutz:.......... 65°C einmal die Woche optional, falls geringe Wasserabnahme

    Solldifferenz:...................... 5 °C

    Bei mir läuft es jedenfalls mit diesen Einstellungen optimal.

  • Klar, trotzdem wäre es natürlich besser, wenn er die Kesseltemperatur außen vor lassen würde! 😃


    Danke auf jeden Fall für eure Hilfe.


    Werde wegen dem Parameter ggf. mal bei Fröling nachfragen!

    Fröling PE1 20, Pufferpumpe WILO Yonos Para RS24/7.0-PWM1 M, Puffer 1000L Hygiene-Schichtspeicher, 2 Heizkreise (nur FBH)

  • Ich habe mir nun vor längerer Zeit schon eine Automation in HomeAssistant gebastelt, die die "Nachladetemperatur" und die "Boilertemperatur" automatisch anhebt, wenn der Kessel beginnt zu heizen und sie danach wieder senkt.


    Nachladen unter: 50° <-> 65°
    gew. Boilertemp.: 60° <-> 70°


    Somit stelle ich sicher, dass bei jedem Heizvorgang der Boiler auch "vollständig" geladen wird und somit nur ganz selten zwischendurch geladen werden muss!

    Auch wenn der Boiler zwischendurch geladen werden muss, funktioniert das jetzt mit den niedriger eingestellten Temperaturen ohne Kesselstart! :thumbup:

    Sieht man auch schön auf dem Chart!

    Wie sich das Ganze in der Übergangszeit bzw. im Sommer verhält, muss sich erst zeigen! :)

    Da wird der Kessel ja seltener bzw. im Sommer gar nicht aufgrund der Heizkreise anspringen. Da kann ich die Automation ja dann ggf. pausieren bzw. anpassen bzw. die Heizkreise als Parameter mit reinnehmen.

  • Hallo,


    der von Gilneru in Post #9 gezeigte Parameter sollte laut Anleitung nur in Verbindung mit Mehrhaussystem vorhanden sein.

    Bei "Pufferanforderung nach Systemumfeld steuern" wird der Boiler normal mit berücksichtigt.

  • Ja genau, so habe ich das dann auch rausgelesen aus der Anleitung der Lambdatronic!
    Dort steht auch, dass wenn ein Puffer vorhanden ist, eben dessen Temperatur für die Boilerladung relevant ist.


    Keine Ahnung, warum dann trotzdem der Kessel angefordert wurde in meinem ersten Beispiel!


    Die beiden unteren Parameter sollte also eigentlich gar nicht greifen!

  • Hallo zusammen, passt vielleicht in das Thema hier: Ich habe meine Fröling PE1 seit September.


    Ich habe einen 700 Liter Hygiene Speicher und dort auch oben den Warmwasser-Boiler.

    Zusätzlich habe ich einen Heizstab im Puffer, der über eine PV-Inselanlage betrieben wird.


    Meine Frage zum nahenden Frühjahr/Sommer: Ich will ab ca. Ende Mai am liebsten alles mit Heizstab machen.

    Geheizt werden muss dann wahrscheinlich sowieso nicht mehr und es geht nur ums warme Wasser.

    Ich habe die Einstellung "Pufferanforderung nach Systemumfeld steuern" = Nein und komme damit auch gut klar, da ich im

    Altbau hohe Vorlauftemparaturen brauche. Der Puffer wird aufgeheizt, wenn er oben unter 52 Grad fällt.

    Sollte ich den Kessel dann ganz ausschalten? Oder "Pufferanforderung nach Systemumfeld steuern" = Nein für den Sommer

    mal auf "ja" stellen. Den Kessel ganz ausschalten würde ich ungerne, falls doch nochmal geheizt werden muss.

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