Heizungswasser nachfüllen - was beachten?

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  • Servus in die Runde,


    ich bin neu hier- heiße Simon, komme aus der Nähe von Stuttgart und möchte nun endlich mal unsere Heizung verstehen lernen!

    Beruflich arbeite ich in der Lebensmittelindustrie, habe also von den wichtigen Dingen wie von Heizanlagen etc. keine Ahnung ;) und möchte gerne was dazulernen.


    Wir haben seit 2022 eine neue HDG Bavaria Scheitholzheizung. für die Sommermonate haben wir eine separate HDG Bavaria Pelletheizung (die aber nur in den Sommermonaten betrieben wird)

    Dazu haben wir 3 x Pufferspeicher a 1000 L. Wir wohnen in einen Bauernhaus aus dem Jahre 1970, bestehend aus Kellergeschoss, EG und OG. In Summe haben wir 20 Heizkörper. 12 im EG und 8 im OG. Die Heizanlage befindet sich im Kellergeschoss


    Wie der Fragetitel bereits verrät dreht es sich bei mir in meinem ersten Forumsbeitrag um das Thema Wasser nachfüllen. Aber auch um "Druck" im generellen.


    Bei uns ist es so, wenn die Puffer nach dem Heizen mit dem Scheitholzkessel alle auf 80 Grad sind, haben wir einen Druck von etwa 2,2 bis 2,3 Bar.

    Wenn die Puffer kalt sind, z.B. alle auf 40 Grad, oder der erste noch etwas wärmer ist, so bei etwa 60 Grad, dann liegt der Druck bei etwa 1,4 Bar.

    Nun ist es so, dass auf dem MAG händisch mit Edding "1,4 Bar" geschrieben wurde.


    Fotos habe ich angefügt


    Meine Frage ist zum einen vorab, ob der Druck zu niedrig ist? Denn wie man auf den Fotos sehen kann ist auf dem Manometer ja ein gewisser Bereich zwischen 2-3 Bar als grün markiert und der rote Zeiger steht auf 2 Bar. Oder ist damit nur der Druck im warmen Zustand gemeint?

    Das was auf dem MAG steht ist das der Vorlaufdruck des MAG? Dann sollte doch der Druck der Anlage niemals so niedrig sein wie der Vorlaufdruck des MAG, oder?


    Falls der Druck zu niedrig ist und wir Wasser nachfüllen müssen:

    was gibt es da zu beachten?

    Wann darf man das Wasser nachfüllen? Wenn die Puffer alle warm sind - also auf 80 Grad, oder wenn sie alle abgekühlt sind und kurz bevor man wieder anfängt zu heizen?


    Wir haben so eine spezielle Patrone "Elysator Demineralisierung-Befüllstation PUROTAP micro DS" durch die das Wasser durchfliest bevor es in den Heizkreislauf gelangt.


    Des weiteren habe ich mich gefragt, was das für ein Teil neben dem Manometer ist (siehe Foto "Druck Pufferspeicher warm"). nach meiner rechereche handelt es sich hierbei um ein sog. automatischen Schnellentlüfter (?) muss die Kappe so rausgedreht sein, wie auf dem Foto?


    Ich danke euch vorab vielmals für die Hilfe und hoffe, dass ich mich auch als Laie verständlich artikulieren konnte - ohne dass ihr die Hände vor dem Kopf zusammenschlagt ;)


    VG Simon

    Druck Pufferspeicher kalt.pdf

    Druck Pufferspeicher warm .pdf

    Heizungs MAG.pdf

  • Hallo


    Der grüne Bereich kann mittels Schraubenzieher verstellt werden, das solltest Du tun.

    Der Vordruck selbst bestimmt sich aus Anlagenhöhe (in Meter / 10 ) und Sicherheit (ca. 0,3-0,7 bar). Je höher der Vordruck über dem nötigen ist, desto bequemer ist es bis Du ggf. Wasser nachfüllen mußt, aber auch desto höher wird die Membran belastet, da der Enddruck größer ist. Man versucht einen Mittelweg zu finden. Es gibt nur zu kleine MAG's aber nicht zu große.

    Also ermittle Deine Anlagenhöhe (Anschlußhöhe MAG bis Oberkante höchst gelegener Heizkörper). Teile der Wert durch 10 (10 m Wassersäule entsprechen 1 Bar Druck) und addiere die Sicherheit. Das ist der Wert auf den Du den Zeiger des MAG einstellst.

    Ausgehend von Standardwerten im Geschoßbau kämst Du bei KG, EG und OG auf KG 2,75m, EG 2,75m und OG auf ca. 1m (Oberkante höchster Heizkörper). Sind 6,5 m dazu 0,35 bar Sicherheit addiert sind 1 bar. Stell wenn zutreffend den Zeiger auf 1 bar.

    Den Vordruck und das Einbaudatum hat Dein HB mit Hand auf das MAG geschrieben, damit der Enduser oder anderer HB den auch Wert kennt. (Ich schreibe "Nachfüllvorgänge" mittlerweile auch mit drauf). Macht nicht jeder HB - Gute schon.

    Und der Vordruck wird in kalten Zustand ermittelt.

    Obere Druckgrenze: Das Sicherheitsventil hat entweder 2,5 oder die neueren auch 3 bar. Man will bei heißer Anlage unter dem Abblasedruck des SV bleiben.

    Untere Druckgrenze: Am höchsten Punkt der Anlage soll noch Überdruck gegenüber dem atmosphärischen Umgebungsdruck herschen, damit keine Luft eingesaugt wird.


    Rechts neben dem Manometer ist ein Groß/Schnellentlüfter, der Luft ableitet. Die Dinger werden gerne mal undicht. Ich bau die mittlerweile nur mit zusätzlichem Kugelhahn ein.

    Noch weiter rechts ist das Sicherheitsventil, dass bei aufftretendem Überduck, diesen abbläst, damit Deine Anlage keine dicken Backen macht oder platzt. Auf dem Deckel steht der Abblasedruck. Die ganze Einheit nennt sich Sicherheitsgruppe. Wichtig die Sicherheitsgruppe selbst darf nicht absperrbar sein.


    Rote Kappe für Heizung, Blaue Kappe für Trinkwasser. Das Rohr das aus dem SV führt sollte in einem Sifon enden und so, dass Tropfen am Rohrende erkennbar sind.

    Dazu wird das Rohr i.d.R. schräg abgeschnitten. Der Sifon trocknet gerne mal aus und dann stinkts nach Kanal. Wenn im gleichen Sifon die Abblaseleitung des Warmwasserbereiters endet trocknet der Sifon nicht aus. Ich habe mir angewöhnt direkt am Eingang und Ausgang des SV Verschraubungen anzuordnen. Wenn das SV getauscht werden muss ist das sehr hifreich.


    Die Purotrap Katusche "stellt aufbereitetes Füllwasser her" bzw konditioniert Trinkwasser zu Füllwasser. Scheint, dass der HB gründlich war und geschäftstüchtig. Füllwasser muss ab gewissen Randparametern (VDI 2035) aufbereitet sein. Und Deine Patrone garantiert bis zu einem gewissen Punkt (wenn mehr Wasser nachgefüllt wurde wie mit der Patrone entsalzt werden kann), dass dein Nachfüllwasser passt. Idealerweise ist vor der Patrone ein Wasserzähler angeordnet.


    ciao Peter

  • Hallo Simon, Herzlich Willkommen im Forum. :)


    Zu deinen Fragen...


    1. Ist der Druck zu niedrig?

    Bei geschlossenen Heizsystemen (wie deiner) sollte der Ruhedruck (kalt) zwischen 1,5 und 1,8 Bar liegen.

    Pro Meter Höhenunterschied zwischen Kessel und höchstem Heizkörper brauchst du etwa 0,1 Bar Druck, um das Wasser nach oben zu drücken.

    Bei dir schätzungsweise 6–8 Meter Höhenunterschied → 0,6–0,8 Bar nur für die statische Höhe.


    Sicherheitsaufschlag mindestens 0,5 Bar, damit die Pumpe sicher arbeitet und keine Luft angesaugt wird. Deine Puffer 3x 1000 Liter brauchen noch etwas mehr Druckreserve, da sich viel Wasser ausdehnt.


    Meine Empfehlung:
    Ruhedruck (kalt): 1,6–1,8 bar

    Minimum 1,5 bar (kann gerade so funktionieren, aber bei kleinen Undichtigkeiten oder Luft im System kann der Druck schnell zu niedrig werden.


    Bei 80°C dehnt sich das Wasser aus und der Druck steigt dann auf 2,2–2,3 Bar (was im grünen Bereich liegt).

    Hat deine Anlage ein Sicherheitsventil von 3 bar oder 2,5 bar?



    2. Was bedeutet die Beschriftung 1,4 bar am MAG?

    Der Wert 1,4 bar ist der Vordruck des MAG (Luftseite), welcher vermutlich durch einen Installateur am MAG eingestellt wurde.

    Der Betriebsdruck der Anlage (Wasserseite) muss immer höher sein als der Vordruck des MAG, sonst kann sich das MAG nicht ausdehnen.



    3. Wann und wie Wasser nachfüllen?


    Bevor du Wasser auffüllst, solltest du zuerst des MAG prüfen, oder prüfen lassen und den Vordruck richtig einstellen.

    Die eingestellten 1,4 bar könnten zu gering sein. Bei deiner Anlagenhöhe besser 1,5 bar oder 1,6 bar Vordruck (Luftseite) und 1,6 bar bis 1,7 bar Anlagendruck (Wasserseite).


    Fülle nach Prüfung des MAG die Anlage im kalten Zustand mit entmineralisiertem Wasser auf 1,6–1,7 bar nach und beobachte, ob der Druck stabil bleibt.

    Falls er schnell sinkt, liegt ein Problem mit dem MAG vor.


    Welche Größe hat dein Ausdehnungsgefäß?

  • Hallo Simon HolzAnlage02,


    willkommen im Holzheizer-Holzvergaser-Forum! :thumbup:


    Zunächst ein Hinweis zum Hochladen von Bildern im Forum:

    Du hast deine Bilder in PDF-Dateien verpackt - besser wäre es, die Bilder direkt ins Forum hochzuladen (die erlaubten Dateiendungen werden unter der Schaltfläche "Dateianhänge" angezeigt), Dann sind die Bilder unmittelbar sichtbar, ohne dass man Dateianhänge lokal speichern muss. Um das etwas zu entschärfen, habe ich die PDFs oben im Beitrag in den Text integriert (ein Foren-AddOn ermöglicht die direkte Ansicht von PDFs, ohne vorherigen Download).


    Zum Thema Heizungswasser nachfüllen:

    Die Vorschreiber haben alle nicht unrecht, auch wenn sie sich in Teilen anscheinend widersprechen (so ist das halt in Foren). :saint:


    Ich finde es gut, dass du dich mit der Druckhaltung deiner Heizungsanlage beschäftigst und nicht einfach Wasser nachfüllst, weil der schwarze Druckanzeiger unter dem roten steht. :thumbup:


    Ich würde das Thema pragmatisch angehen und nicht gleich vermuten, dass der Heizungsbauer damals falsch gerechnet hat (was nicht heißt, dass man das nicht überprüfen sollte).

    1. Wie schon erwähnt ist der rote Zeiger mit der grünen Scheibe verstellbar. Diese Anzeige ist bei dir verdreht: Der rote Zeiger sollte auf den Ruhedruck eingestellt werden, bei dir also auf den Wert 1,4 Bar, wie er auf dem MAG notiert ist. Das ist der Mindestdruck, unter den die kalte Anlage nicht fallen sollte (was bei dir laut "Druck Pufferspeicher kalt" mit 1,5 Bar ja noch gegeben wäre). Auch der Druck bei "Pufferspeicher warm" mit 2,3 Bar ist noch im Sollbereich.
    2. Auch schon erwähnt: Ohne Kenntnis des Gesamtvolumens der Anlage und des aktuellen MAG-Volumens sollte weder der Vordruck, noch der Ruhedruck erhöht werden (ich kann leider das aufgeklebte Datenblatt am MAG nicht lesen).
    3. Überschlägig würde ich von diesen Daten ausgehen:
      * Gesamtwassermenge: Pufferspeicher 3.000 Liter, Kesselwasser 100 Liter, Rohrleitungen und 20 Heizkörper 200 Liter, Gesamtwassermenge = 3.300 Liter.
      *Statische Höhe bei 3 Stockwerken: 3 x 3m = 9m
      * Vordruck im MAG: 0,9 Bar + 0,3 Bar = 1,2 Bar
      * Ruhedruck bei kalter Anlage: 1,2 Bar + 0,2 Bar = 1,4 Bar (auf dem MAG notiert)
      * Max. Druck Sicherheitsventil: 3,0 Bar (roter Strich auf Manometer der Sicherheitsgruppe)
      * Max. Systemdruck bei heißer Anlage 2,5 Bar
      * Ausdehnung: 3.300 Liter * (3,5% Wasserausdehnung + 0,5% Wasservorlage) = 3.300*0,04 = 132 Liter
      * Nutzfaktor: (Anlagendruck 2,5 Bar + 1) / (Anlagendruck 2,5 Bar - Vordruck 1,2 Bar) = 3,5/1,3 = 2,7
      * MAG-Volumen: 132 Liter * 2,7 = 356 Liter
    4. Wenn dein MAG nur 350 Liter hat, wäre das nicht weiter schlimm. Ein noch kleineres MAG (300 Liter) wäre aber zu klein, da unter 10% des Anlagenvolumens.
    5. Wie schon empfohlen, solltest du kein Wasser nachfüllen, solange nicht der Vordruck überprüft und ggf. korrigiert wurde. Das Problem ist, dass die Membrane im MAG (trotz Stickstofffüllung auf der Gasseite) Gasmoleküle ins Wasser abgibt und der Vordruck damit mit der Zeit sinkt. Füllt man dann immer mal wieder Wasser nach, wird das Ausdehnungsvolumen im MAG immer kleiner, was bei heißer Anlage zur Drucküberhöhung führen kann, so dass das Sicherheitsventil anspricht und den Überdruck ablässt.

    Jetzt hab ich mal wieder viel mehr geschrieben, als ich eigentlich wollte. :saint:

    Wenn dir unklar ist, wie du bei der Prüfung des Vordrucks vorgehen solltest, dann melde dich nochmals und dir wird geholfen werden.


    Viele Grüße von Karlheinz :)

    Seit Juni 2011:

    ETA Twin: SH30/P25 "noTouch" (Füllraum 150 Liter)

    Hopf Pelletaustragung: 6x UniWok-Saugsonden (Selbstbaulager für 6 to)

    Paradigma Pufferspeicher: 2x Aqua Expresso (1090 + 958 Liter; seriell verbunden)

    Paradigma FrischWasserStation

    Paradigma VRK-Anlage: 2x CPC21 Star Azzurro Solarpanel (10m²; Aqua-System ohne Glykol)

  • Hallo zusammen,


    zunächst ein Mal vielen Dank für eure Hilfe!


    Das SV was an der Sicherheitsgruppe angeschlossen ist hat lt. Kappe einen Ansprechdruck von 3 Bar.

    Dass der Schnellentlüfter bzw dessen Kappe "aufgedreht" ist, ist in Ordnung?


    Ich habe nun mal geschaut wie groß dass MAG ist: es hat ein Volumen von 400 Litern. Ich habe euch ein Foto des Typenschilds angefügt. Dieses mal als jpg und nicht PDF ;)


    Wie kann ich das Gesamtvolumen der Anlage erfahren?


    Wenn ich es richtig verstanden habe, dann ist der Druck bei uns kalten Pufferzustand nicht per se "viel zu niedrig" mit 1,4 Bar?


    Und der Druck der Heizanlage sollte nicht unter die 1,4 Bar fallen ? also bspw. wenn der Anlagendruck kalt auf 1,2 Bar fällt aber das MAG einen Vordruck von 1,4 Bar hat dann wäre das fatal?


    Wie kann ich nun bei der Prüfung des Vordrucks vorgehen?


    Vielen Dank und beste Grüße

    Simon

  • Moin Leute, ich habe for paar Monaten auch zu niedrigen Druck gehabt. Dann haben die Heizkörper auf Dachgeschoss bei der Entlüftung das Lüft in Sistem eingesaugt. Dann hab ich gedacht, das ich das Wasser nachfüllen muss., 😁

  • 1. Wie kann ich das Gesamtvolumen der Anlage erfahren?


    2. Wenn ich es richtig verstanden habe, dann ist der Druck bei uns kalten Pufferzustand nicht per se "viel zu niedrig" mit 1,4 Bar?


    3 Und der Druck der Heizanlage sollte nicht unter die 1,4 Bar fallen ? also bspw. wenn der Anlagendruck kalt auf 1,2 Bar fällt aber das MAG einen Vordruck von 1,4 Bar hat dann wäre das fatal?


    4. Wie kann ich nun bei der Prüfung des Vordrucks vorgehen?

    Hallo Simon HolzAnlage02,


    zu deinen Fragen:

    1. Da dein MAG mit 400 Liter erfreulich groß dimensioniert ist, kommt es nicht auf jeden Liter Anlagevolumen an. Ich bin in meiner obigen Rechnung (aufgrund deiner Angaben) schon von großzügigen 3.300 Liter Anlagenvolumen ausgegangen und damit auf eine MAG-Sollgröße von 356 Liter gekommen. Wären es 3.400 Liter Anlagenvolumen, dann ergäben sich nach obiger Formel 136 Liter * 2,7 = 367 Liter MAG-Sollgröße. Dein Heizungsbauer hat das mit dem 400 Liter MAG gut gemacht, das ist nicht selbstverständlich - oft sind die MAGs zu klein dimensioniert. :thumbup:
    2. Ja, sofern die Anlage wirklich kalt ist, darf der Anlagendruck auf den Ruhedruck fallen (bei dir 1,4 Bar).
      Aber: Der Ruhedruck wurde vermutlich ursprünglich bei der Befüllung der Anlage mit "richtig kaltem Wasser" von max. 20°C befüllt. Ist die Heizung einmal in Betrieb, wird man kaum mehr auf dieses Temperaturniveau kommen. Üblicherweise wird das Heizungswasser nie mehr viel kälter als 30°C. Dann hat sich das Wasser aber gegenüber den ursprünglichen 20°C schon etwas ausgedehnt. Ohne jetzt groß zu rechnen, würde ich bei 30°C mindestens von einem Zuschlag von 0,1 Bar ausgehen - also dann einen Ruhedruck von ca. 1,5 Bar erwarten bzw. einstellen.
    3. Anlagendruck = (Gas-) Druck im MAG! Wenn der Anlagendruck unter den voreingestellten Ruhedruck von 1,4 Bar fällt, dann fehlt entweder Wasser oder Gas (auf der Gas-Seite der Membran). Viele füllen dann Wasser nach, was oft nicht richtig ist. Der Ruhedruck ist dann zwar wieder korrekt, aber mit der Zeit füllt man das MAG dann immer weiter mit Wasser und reduziert so das mögliche Ausdehnungsvolumen. Deshalb ist es wichtig, regelmäßig den (Gas-) Vordruck zu prüfen.
    4. Das Thema Vordruck prüfen ist zwar auch keine Raketentechnik, aber es ist doch einiges dabei zu beachten. Wenn man das noch nie gemacht hat, kann man sich z.B. bei YT in Videos zeigen lassen, wie es geht.

    Ich versuche noch (möglichst kurz) die Schritte aufzulisten, wie ich es machen würde:

    1. Die Anlage möglichst weit abkühlen lassen.
    2. Die Kappe vom Schraderventil (Autoventil) oben am MAG abmachen und vorsichtig prüfen, ob Gas oder Wasser entweicht. Wenn Wasser entweicht, ist die Mebran undicht, das MAG komplett mit Wasser gefüllt und i.d.R. kaputt.
      Hinweis: Der Stift des Ventils bleibt (bei älteren MAGs) gerne mal hängen, dann wird's stressig, weil dann gerne das ganze Gas entweicht.
    3. Optional: Mit einem Druckluftmesser den Druck prüfen. Ich nehme dafür ein kleines elektronisches Messgerät, das ich auch für die Autoreifen verwende. Der gemessene Druck wird ungefähr (+-0,1 Bar) mit dem am Manometer angezeigten Systemdruck übereinstimmen.
    4. Zwischen MAG und Pufferrücklauf sollte ein sog. "Kappenventil" sein (oder eine ähnliche Sperr- und Ablasseinrichtung, die gegen versehentliches Absperren gesichert ist). Dort mit dem Sperrschieber die Verbindung zwischen der Anlage und dem MAG absperren.
      Hinweis: In dieser Zeit darf nicht eingeheizt werden!
    5. Einen Schlauch (normalerweise 1/2 Zoll) an den Anschluß des Kappenventils anbringen. Dort sollte ein Vierkant oder etwas ähnliches als Ablassschraube sein, Damit kann das Wasser aus dem MAG abgelassen werden. Ich fange das teure (aufbereitete) Heizungswasser gerne in einer sauberen Regentonne auf. Dann kann man prüfen, wie viel Wasser im MAG war und dieses ggf. später sogar wieder in die Anlage zurückpumpen.
    6. Bei jetzt leerem MAG am Schraderventil den Vordruck prüfen und ggf. Gas nachfüllen. Empfohlen wird wieder Stickstoff aufzufüllen. Dafür gibt es relativ teuere Nachfüllsets. Manche füllen auch Luft ein, das ist aber umstritten (ich nehme eine gute Fahrrad-Standpumpe dafür, da normalerweise nur wenig Gas fehlt).
    7. Das Ablaufventil zum Schlauch wieder schliessen und das Absperrventil zwischen Heizanlage und MAG vorsichtig öffnen: Es wird wieder Anlagenwasser ins MAG strömen und der Anlagendruck wird sinken (da ja jetzt Wasser fehlt). Wasser über die Nachfüllarmatur, bis zum gewünschten Ruhedruck, nachfüllen. Fertig.

    Viel Erfolg wünscht Karlheinz :)

    Seit Juni 2011:

    ETA Twin: SH30/P25 "noTouch" (Füllraum 150 Liter)

    Hopf Pelletaustragung: 6x UniWok-Saugsonden (Selbstbaulager für 6 to)

    Paradigma Pufferspeicher: 2x Aqua Expresso (1090 + 958 Liter; seriell verbunden)

    Paradigma FrischWasserStation

    Paradigma VRK-Anlage: 2x CPC21 Star Azzurro Solarpanel (10m²; Aqua-System ohne Glykol)

  • Hallo Karlheinz,


    vielen Dank für deine ausführliche Antwort und Hilfe!


    Ich habe eben nochmal nachgeschaut. Wir haben einen HDG Bavaria Euro 30 (E) V3.0 Kessel. Auf dem Typenschild steht, dass dieser ein Wasserinhalt von 178 Liter hat. zzgl. die 3000 Liter in den Pufferspeichern und den Liter in den Heizungsleitungen wird das hinkommen mit dem MAG.

    Meine Sorge war nämlich auch mal, dass das MAG ggf. unterdimensioniert ist.


    Du hast außerdem Recht: wenn ich von 1,4 Bar Druck bei einer kalten Anlage spreche, dann ist die Temperatur maximal auf 40 Grad Celsius abgesunken. Meist zeigt der erste Puffer sogar noch irgendwo um die 50-60 Grad oben an. (die anderen sind dann schon auf 40 Grad abgesunken) Kälter wird die Anlage nicht während der Heizperiode.

    Heißt ja im Umkehrschluss, dass der Anlagendruck, wenn das Wasser nur noch 20 Grad Temperatur hätte, noch stärker absinken würde. Und damit ja noch niedriger ausfällt als die 1,4 Bar aktuell ohnehin schon.


    Was das Thema Vordruck prüfen ist habe ich etwas Bauchschmerzen, das selber zu machen ;)

    Du musst wissen: ich habe wirklich zwei linke Hände...

    ich denke, es ist nicht verkehrt mal eine Wartung von einem Heizungsbauer durchführen zu lassen und im Zuge dessen kann dieser das ja mal bitte prüfen.


    Bisher hat mein Vater immer den Kessel gereinigt, macht er jetzt noch alle 7 - 14 Tage inkl. Lamdasonde etc.


    Nur um das MAG und die Frischwasserstation für unser warmes Brauchwasser sollten wir evtl. mal jemanden kommen lassen zur Wartung.



    Noch eine Frage zum Thema nachfüllen:

    man sagt ja, wenn man in die Heizung neues Wasser nachfüllt, in unserem Fall über diese Demineralisierung-Befüllstation, dann muss man danach alle Heizkörper im Haus entlüften. Ist das korrekt?

    Denn z.B. werden bei uns bei weitem nicht alle Heizkörper benutzt. Im OG z.B. sind alle auf Heizkörper auf Frostschutz, da dieser Bereich unbewohnt ist.

    Müssen diese auch entlüftet werden und dafür extra aufgedreht werden? Zumal ich auch gar nicht weiß wie man die Umlaufpumpe ausschaltet, oder darf diese auch eingeschaltet bleiben beim entlüften der Heizkörper?


    Vielen Dank und beste Grüße

    Simon


    Edit: was mir gerade noch aufgefallen ist: auf dem MAG steht ja handschriftlich draufgeschrieben mit Edding "02.06.2022 und 1,4 Bar". Die Anlage wurde aber erst Ende August 2022 bei uns eingebaut... :/

  • Hallo,


    dann hat der HB das Kaufdatum vermerkt......


    Und vor dem Füllen alles entlüften schadet auch nicht. Alle Heizkörper kurz auf, dann spült es Luft aus den Vorlaufleitungen in die HK. Zum Entlüften selbst kurz die Pumpe abschalten.


    Wenn Du nicht ausdrücklich sagst, MAG entleeren und Vordruck prüfen, dann klopft der HB ans MAG und sagt passt scho......


    Ob man nach dem Füllen nochmal entlüften muss hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wurde der Füllschlauch gefüllt bevor er angeschlossen wurde oder wird der leere Füllschlauch angeschlossen. Dann drückt es die erst die Luft aus dem Schlauch in die Anlage und dann erst Nachfüllwasser. Und zweitens kommt es auf die Nachfüllmenge an. Das Heizwasser in der Anlage ist schon ausgegast. Im Nachfüllwasser ist aber alles mögliche an flüchtigen Stoffen (Gase) gelöst, die erst bei Hitzeeinwirkung im Kessel ausgasen. Je größer die Nachfüllmenge ist, desto eher muss man nachentlüften.


    Das aus dem MAG entnommene Heizwasser wieder in den Kreislauf zu pumpen kostet Dich m.E. beim beauftragten HB mehr als es Dir bringt.


    Wenn ich sage dass ich einen Kugelhahn vor einen Großentlüfter setze (meist sogar mit Verschraubung) dann kostet mich das nur etwas Arbeit und den Großhandelspreis. Wenn man die Arbeit und den Endkundenpreis zahlen muss sieht es ggf anders aus. Darf jeder für sich selbst entscheiden.


    ciao Peter

  • Edit: was mir gerade noch aufgefallen ist: auf dem MAG steht ja handschriftlich draufgeschrieben mit Edding "02.06.2022 und 1,4 Bar". Die Anlage wurde aber erst Ende August 2022 bei uns eingebaut... :/

    Na dann stand dieses wohl beim Klempner oder Großhändler im Regal . Damit der dann sicher weiß , ob das Ding vorschriftsmäßig den Druck hält, hat er es auf 1,4 bar mit (hoffentlich) Stickstoff aufgefüllt. So sieht er auch nach längerer Lagerzeit, ob das Ding noch in Ordnung ist . Bei mir Zuhause steht auch noch ein MAG als "Notreserve" . Da steht ein anderes Datum und 1 bar (mein MAG-Vordruck) drauf . Also vergesse diese 1,4 bar und rechne das lieber selbst nach . Ein Zollstock wird sich wohl noch finden . Die Differenz vom niedrigsten und dem höchsten Punkt deiner Heizungsanlage kannst du damit innerhalb von 10 Minuten ausrechnen . Fehlt noch der Wasserinhalt deiner Anlage . Den Inhalt deiner Heizkörper + Heizungsrohre errechnest du z.B. mit dieser Tabelle . In den "modernen" Plattenheizkörper ist in der Regel viel weniger Wasser wie in den alten Gussheizkörpern . Beim Fülldruck hast du durchaus etwas "künstlerische Freiheit" . Der sollte natürlich höher als der Vordruck im MAG sein . Ob der nun 0,1 oder 0,3 bar über dem Vordruck im MAG ist , hängt auch davon ab wie kalt dein Anlagenwasser in der heizfreien Zeit wird . Da hilft nur auch mal regelmäßig im Frühjahr bzw. im Herbst den Druck am Manometer zu überwachen . Entlüften mache wenn die Heizung längere Zeit ruht . Da sammelt sich dann die Luft in den Heizkörpern bzw. Puffern . Thermostate auf und auch kontrollieren ob die kleinen Stifte vor dem Thermostat nicht verklemmt sind . Vorgehensweise ist von unten nach oben bzw. beim entferntesten Heizkörper in der Etage anfangen . Zwischendurch auch mal den Fülldruck am Manometer überprüfen . Sonst kann es ganz oben passieren ,das da viel Luft im Heizkörper ist , der fehlende Druck aber diese nicht mehr rausdrücken kann .

  • Vielen Dank für eure Hilfe


    petfr dass heißt du entlüftest deine Heizkörper außerhalb der Heizsaison? Dürfen die Pufferspeicher dafür auch "kalt"sein?

    Und müssen die Heizkörper im OG auch entlüftet werden? Diese werden wie gesagt nie genutzt - wurden teilweise noch nie benutzt. Oder muss man hier was besonderes beachten dann?


    v-two dann werde ich das mal bei der nächsten wartung ansprechen, dass das MAG bitte genau geprüft werden soll.

    Wegen dem wasser nachfüllen: bei uns ist der Schlauch ja schon seit Bau der Heizung zwischen Heizanlage und einem systemtrenner am Frischwasserhahn angeschlossen. Dazwischen ist ja eine Demineralisierungs-Füllstation. Da kann ja also gar keine Luft mehr im schlauch sein, weil der ja noch nie weggeschraubt wurde (?)

  • bei uns ist der Schlauch ja schon seit Bau der Heizung zwischen Heizanlage und einem systemtrenner am Frischwasserhahn angeschlossen. Dazwischen ist ja eine Demineralisierungs-Füllstation. Da kann ja also gar keine Luft mehr im schlauch sein, weil der ja noch nie weggeschraubt wurde (?)

    Hallo Simon,


    1) das mit dem "fest angeschlossenen Schlauch" zwischen einem Wasserhahn und der Nachfüllstation verwundert mich etwas. Ich nehme an, dass der Wasserhahn normalerweise geschlossen ist? Und ja, wenn der Schlauch noch nie abgenommen wurde, wird auch keine Luft darin sein. Bei mir ist das Ganze (ohne Schlauch) fest ans Frischwasser angeschlossen. Vor und hinter Nachfüllstation/Systemtrenner habe ich jeweils einen Kugelhahn montiert - mir gefällt das besser.


    das heißt du entlüftest deine Heizkörper außerhalb der Heizsaison? Dürfen die Pufferspeicher dafür auch "kalt"sein?


    Und müssen die Heizkörper im OG auch entlüftet werden? Diese werden wie gesagt nie genutzt

    2) Zu wecher Jahreszeit man die Heizkörper entlüftet ist eigentlich egal. Manche betreiben ihre Heizkörper aber mit 60°C und mehr, dann ist es wegen der Verbrühungsgefahr natürlich besser, zu warten bis die Heizkörper nicht mehr so heiß sind. Ich entlüfte (wenn überhaupt) bei Beginn der Heizsaison, weil man i.d.R. dann merkt, dass sich irgendwo Luft angesammelt hat (meistens in dem/den am höchsten gelegenen Heizkörpern).


    Und damit beantwortet sich auch die zweite Frage: Auch wenn die HK im OG "nie genutzt werden", dann stehen sie vermutlich auf der Stellung "Frostschutz". Das heißt, dass die Thermostate (sofern ihr welche habt) bei Raumtemperaturen unter 5°C manchmal aufmachen, um die Räume zu temperieren. Dabei wird auch die Luft, sofern vorhanden, nach oben wandern.


    Falls noch nicht erwähnt: Die HK-Pumpe(n) sollten während dem Entlüften ausgeschaltet werden.


    3) Puffer entlüften:

    Wenn wir schon beim Thema sind, dann sollte man sich auch dieses Thema einmal ansehen. Viele haben oben an ihren Puffern (am Dom) diese Schnellentlüfter montiert. Diese sorgen zwar dafür, dass eventuelle Luft regelmäßig entweichen kann. Die Schnellentlüfter haben aber den Nachteil, dass sie im Laufe der Zeit undicht werden können. Aufgrund der exponierten Lage oben am Puffer, bemerkt man das oft gar nicht und das Wasser sickert langsam in Dämmung der Puffer.


    Unsere Experten, wie Holzpille, empfehlen deshalb, entweder vor diesen Entlüftern einen Absperrhahn zu montieren, um evtl. vorhandene Luft immer mal wieder gezielt abzulassen. Noch besser ist es jedoch, wenn vom Pufferdom ein Röhrchen mit Absperrhahn bis auf Kopfhöhe montiert wird. Über einen dünnen Schlauch kann man dann bequem immer mal wieder Luft ablassen. Meine Paradigma-Puffer haben eine solche Vorrichtung schon sereinmäßig mitgebracht. Ich lasse dann auch vor Beginn der Heizsaison (bei möglichst kaltem Puffer) die Luft, bzw. den durchaus heißen Dampf ab.


    Viele Grüße von Karlheinz :)

    Seit Juni 2011:

    ETA Twin: SH30/P25 "noTouch" (Füllraum 150 Liter)

    Hopf Pelletaustragung: 6x UniWok-Saugsonden (Selbstbaulager für 6 to)

    Paradigma Pufferspeicher: 2x Aqua Expresso (1090 + 958 Liter; seriell verbunden)

    Paradigma FrischWasserStation

    Paradigma VRK-Anlage: 2x CPC21 Star Azzurro Solarpanel (10m²; Aqua-System ohne Glykol)

  • dass heißt du entlüftest deine Heizkörper außerhalb der Heizsaison? Dürfen die Pufferspeicher dafür auch "kalt"sein?

    Ja ! Je niedriger der Druck in der Heizungsanlage ist , umso besser lösen sich die kleinen Mikroblasen heraus und bilden dann größere Luftblasen , die man dann über die Entlüftungsvorrichtungen aus dem System herauslassen kann . Das ist natürlich am effektivsten wen die Heizungspumpe aus ist . Ich entlüfte gewöhnlich nach der Wartung des MAGs . Da muss ich ja auch das abgelassene Wasser ersetzen . Vor dem Beginn der nächsten Heizsaison entlüfte ich noch einmal . Wasser auffüllen musste ich im laufenden Betrieb noch nie . Ausgenommen natürlich das abgelassene Wasser im Zuge der Wartung des MAGs und im Zuge von Reparaturen . Hast du den es inzwischen geschafft deine statische Höhe zu ermitteln ? Was hast du den für Heizkörper insbesondere im OG ? Sind das alles neue Plattenheizkörper ? Wenn die Wartung des MAGs , ansteht sollte der Klempner unbedingt auch den Schlammfilter im Rücklauf des Kessels reinigen/spülen .Wenn du irgendwann beim Entlüften bist , füll ein Schnapsglas mit Heizungswasser . Das Wasser sollte in etwa so aussehen , wie der Stoff den man sonst in solche Gläser füllt . Also klar und ohne irgendwelche Schwebstoffe . Eine anfängliche milchige Trübung , die später von selbst verschwindet ist Luft in Form von Mikroblasen . In dem Zuge kannst du gleich mal den PH-Wert und die elektrische Leitfähigkeit prüfen . Messgeräte gibt es für kleines Geld z.B. hier . PH-Wert sollte bei ungefähr 8,5 liegen . Die elektrische Leitffähigkeit irgendwas zwischen 100 und 500 µS .

  • Etaminator genau der Schlauch ist fest angeschlossen zwischen Anlage und Frischwasserhahn. An der Anlage ist ein Absperrhahn und seitens des Frischwassers auch in Form eines Systemtrenners. dazwischen liegt ja die Aufbereitungsstation des heizungswasser. Also kommt schon mal kein Wasser rein - gut, das beruhigt mich.


    Die Heizkörper im OG stehen auf Frostschutz, das Haus (und Dach) ist mit Styropor gedämmt. heißt selbst oben im OG wo nicht geheizt wird und es unbewohnt ist haben wir selbst an ganz kalten Tagen (wie um Neujahr rum) mindestens 10 Grad Raumtemperatur. Also der Frostschutz musste hier höchstwahrscheinlich noch nie eingreifen.


    Ich werde mich um eine zeitnahe Entlüftung der Heizkörper und auch Pufferspeicher kümmern. :thumbup:




    petfr die statische Höhe, also von der Anlage im Kellergeschoss bis zum höchsten Punkt der Heizkörper im OG sind knappe 7,70m wenn ich mich nicht verrechnet habe.

    Da dass Obergeschoss im Jahre 2010 neu ausgebaut wurde, um dort neue Wohnfläche zu schaffen sind die Heizkörper dort teilweise "neu" aus den Jahr 2010. Es handelt sich bei allen Heizkörpern im OG um Plattenheizkörper.

    Im Erdgeschoss in meiner Wohnung habe ich zwei Plattenheizkörper (Wohnzimmer und Schlafzimmer) und einen Röhrenheizkörper im Bad an der Wand senkrecht. Die Heizkörper in der EG Wohnung meines Vaters sind auch unterschiedlich. Teils Plattenheizkörper, Im Bad Röhrenheizkörper und in seinem Wohnzimmer ist ein Gliederheizkörper (?)

    Du siehst - wir haben viele Varianten bei uns ;)


    Schlammfilter beim Rücklauf? Meinst du den Magnetit-Schlammabschneider der an den Pufferspeichern sitzt? Den habe ich zuletzt Mitte Dezember gespült.



    Schönen Abend wünscht euch

    Simon

  • Sind die Geräte in dieser Preisklasse so genau dass man sich darauf verlassen kann?

    Die Leitwertmessgeräte sind völlig ausreichend . Ich habe noch ein anderes vom Hersteller meiner Entkalkungsanlage . In vollentsalztem Wasser zeigt das das verlinkte 3 µS und das Aqmos-Gerät 4 µS an . Beim Regenwasser sind es dann 50 µS bzw. 60 µS . Das sind plausible Werte . Die Messgenauigkeit wird vom Hersteller mit +- 2% angegeben . Vorteil ist auch eine auslaufsichere Batterie (CR2032) . Eine PH-Messung ist etwas komplexer . Man muss zeitnah testen , da die Probe recht schnell mit dem Luftsauerstoff reagiert und sich damit der PH-Wert verändert . Die Geräte lassen sich aber kalibrieren . Sollte man nach längerer Nichtnutzung auch unbedingt machen . Wie das geht , sieht man auf der angehängten Bedienungsanleitung . Die kleinen Zink-Kohle Batterien sind recht schnell lehr und laufen dann aus . In diesem Fall kann man das Gerät gleich wegschmeißen . Teststreifen zum Eintauchen habe ich natürlich auch mehrere getestet . Die zeigen zumindest bei mir deutlich unterschiedliche Ergebnisse an . Ich habe auch noch ein etwas besseres . Das ist durchdachter , da die Prüfelektrode eine Aufbewahrungsbehälter (→ destilliertes Wasser) und somit auch nach längerer Nichtnutzung sofort einsatzbereit ist . Ein Prüfprotokoll war auch dabei .


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