Außentemperaturabhängige Drehzahlregelung

There are 20 replies in this Thread which was already clicked 1,475 times. The last Post () by borgplasma.

  • Mahlzeit!


    Ich stehe mal wieder auf dem Schlauch....

    Wenn es gegen die Frostgrenze geht, soll meine Heizkreispumpe bitte schneller laufen, PWM-gesteuert.

    Ein simpler Vergleich bietet mir ja keine "Skalierfunktion"..

    Wie löse ich das am Einfachsten, gerne auch "fließend"?

    UVR1611E-NP


    Gruß, Elmo

  • Guten Morgen Elmo


    kurze Anmerkung meinerseits :


    bist du sicher dass die Aktion zielführend ist und nicht mehr Schaden anrichtet als Nutzen ?


    hier mal ein paar Gedankenansätze von mir:

    schnellere Durchflussgeschwindigkeit bedeutet


    - durchgemischter Pufferspeicher und nicht nutzbare Temperaturen

    - Lärm durch höhere Fließgeschwindigkeit


    wäre es nicht besser mit folgenden Funktionen der UVR zu arbeiten ?:


    a) Vorhaltezeit der Schaltuhrfunktion nutzen (anhand der Außentemperatur wird die Pumpe früher gestartet) je kälter desto früher startet die Pumpe

    ich habe eine Vorhaltezeit von 1,5 Std eingestellt ... bei den aktuellen Temperaturen starten die Heizkreise 1 Std früher als eingestellt. Ergebnis Bude warm.



    Frostschutzfunktion richtig einstellen und mit geringerem Temperatur Sollwert die Heizkreise speisen. Pumpen laufen dann z.b. mit 35 Grad Solltemp.

    in der Nebenzeit wenn es draußen <0 Grad ist.

    Dann friert nichts ein und kühlt auch nichts aus.


    bei Fragen bitte melden ...


    zu der eigentlichen Frage bzgl. Lösung melde ich mich später noch einmal


    mfg Cord

  • Elmo,


    evtl. magst du deine Tapps Programmierung (tdw Datei) gezippt hier einstellen,

    dann kann man gezielt helfen und muss nicht abstrakt antworten ?!


    mfg

  • Hallo Karl


    also die gewünschte Drehzahlregelung könnte man mit einem PID Regler umzusetzen.


    Ich hab aber mal einen Auszug aus dem Baunach Hydraulikseminar (habe ich besucht)

    zum Thema: "höhere Durchflussmengen zerstören die Schichtung im Puffer".


    Ich finde das sehr eindrucksvoll dargestellt. ;)


    mfg Cord

  • Hallo


    Wärmemenge (Wärmestrom) = spez. Wärmenergie x umgewälzte Masse (Massenstrom) x Temperturdifferenz zwischen Vor- und Rücklauf.

    In dieser Formel gibt es zwei Stellschrauben an denen man drehen kann um die "Wärme" zu erhöhen.

    Massenstrom und Temperaturdifferenz.

    Massenstrom kann man durch erhöhen der Pumpenleistung realisieren. Aber da gibt es verschiedene Pferdefüße dabei

    - man bekommt man bei doppelten Volumenstrom den vierfachen Druckverlust. Mit der Erhöhung des Volumenstroms ist eine Erhöhung der elektrischen Leistungsaufnahme verbunden.

    - Strömungsgeräusche möglich und Durchmischung Pufferspeicher hat Cord schon genannt.


    Temperaturdifferenz:

    - keine Durchmischung des Puffers und damit größeres nutzbares Volumen

    - gleich bleibende Druckverluste und damit elektrische Betriebskosten.

    - Strömungsgeräusche werden vermieden.


    Stellt sich die Frage warum Du höheren Volumenstrom mit sinkender AT haben willst.

    Kein Mischer verbaut?


    Ich hatte quasi eine Kühlfunktion programmiert mit Steigender Kesseltemperatur sollte die Kesselpumpe schneller laufen, damit mehr Wärme abgeführt werden kann bei möglichst gleicher Vorlauftemperatur. Mit vielen kleinen Einzelfunktionen. Kann man bestimmt besser lösen.


    ciao Peter

  • Cord, Peter..

    Danke für Eure Rückmeldungen.

    Da habe ich aber gegeizt mit Informationen, bitte entschuldigt meine Nachlässigkeit.

    Die Heizkreispumpe läuft 24/7, unter ~13°C Außentemperatur, oder auch 10°C .. Wie es mir reicht. (Da hilft ja auch die Sonne noch mit..)


    Der Vorlauf wird natürlich mit einem Mischer (ESBE 5MG) geregelt.

    In der Übergangszeit ist das auch alles gut so, die Umwälzpumpe (Grundfos UPM-3) läuft in der kleinsten "Stufe" - keine Strömungsgeräusche.

    Wenn es nun draußen doch etwas kühler wird, dürfte die Pumpe etwas schneller laufen, trotz der dann auftretenden Strömungsgeräusche; aber nicht unbedingt auf "Stufe Zwei". Manuell umschalten ginge, aber Stufe 2 ist dann doch etwas zu laut, daher gern die Vorgabe per PWM - die 1611 gibt es ja her.

    Die Heizkurve selbst ist passend ermittelt (+10: 32°C /-20: 42°C). Das funktioniert gut (Altbau, 60 jahre)


    Vorhaltezeit hat sich durch die 24/7-Geschichte natürlich erledigt.


    Oder einfach (AT-abhängig) einen "zweiten" Heizkreisregler (dann mit einer anderen Heizkurve) programmieren?

    Wäre ja auch kein Hexenwerk. Probieren geht immer, Fragen tut aber auch nicht weh ;)

    Die Heizkurve einfach anpassen.. macht mir in der Überganszeit die Butze wieder zu warm.. Teufelskreis.


    Im Anhang die aktuelle Programmierung, die Hydraulik entspricht größtenteils der aktuellen Situation.


    Beste Grüße vom Elmo

  • Hallo Elmo


    kurze Frage, ohne dass ich in die Programmierung geschaut habe.

    Wie steht es mit einem Raumthermostat der auf die Heizkurve wirkt ?

    Damit müsstest du die Heizkurve nicht zur Übergangszeit anpassen.


    Aber mit PWM und deiner Grundfos 3 Stufen Pumpe komme ich ins Schleudern.

    Möchtest du die Pumpe tauschen um PWM nutzen zu können, oder möchtest du mit Phasenanschnitt (Triac Version) die Drehzahlregelung machen ?


    Jedenfalls PWM und 3 Stufen Pumpe passt nicht zusammen und es fehlt an exakten Infos zur geplanten Pumpenansteuerung.


    mfg Cord

  • Hallo Cord


    die UPM 3 kann nicht mit Phasenanschnitt betrieben werden. Die braucht zur Regelung ein Puslweitenmodulations Signal. Und mit dem Signal kannst Du die "Förderhöhe" modulieren.

    Größere Förderhöhe bedeutet i.d.R. auch höheres durchgesetztes Volumen. Kommt aber immer auf die Anlagenkennlinie an.

    Aber man kann an der Pumpe mehrere Förderhöhen einstellen.


    ciao Peter

  • Sorry ... 3 Stufen Grundfos Pumpe, da hatte ich noch an die alte Baureihe mit dem mechanischen Wahlschalter gedacht.


    Deshalb kam ich ins Schleudern und dachte mir das passt doch nicht mit PWM Ansteuerung zusammen

  • Hallo Elmo


    Ich habe mal eine Skalierung in der UVR16X2 geschrieben, damit man es simulieren kann.


    dann wollte ich die Funktion in das UVR1611 Programm übernehmen ...


    8o die Skalierfunktion gibt es dort ja gar nicht X/

  • Mal aus purem Interesse gefragt, bringt das denn den gewünschten Effekt, im entsprechenden Maß, die Pumpe schneller laufen zu lassen (die negativen Effekte mal außen vor gelassen)? Und wenn ja, könnte man dann nicht auch als Führungsgröße die Rücklauftemperatur nehmen?

  • Hallo Alex


    Bin ganz bei Dir ... Pumpe schneller laufen lassen würde ich nicht


    Rücklauftemperatursensor gibt es nicht und es sind auch alle Eingänge belegt.


    aber Elmo hat einen Raumthermostat, nutzt diesen aber nicht für die Vorlaufsoll Temperatur.


    Raumeinfluss 0% ... da würde ich den Hebel ansetzen



  • Hallo Cord,


    danke für die Antwort. Ich frage aber tatsächlich aus Eigeninteresse :). Ich möchte schon länger eine rücklaufgeführte Steuerung ausprobieren, scheitere aber an der Mischersteuerung (und daraus folgend an der mangelnden Motivation ;) ). Eine UVR habe ich nicht und nur für diese eine Funktion eine anschaffen wollte ich eigentlich auch nicht.

    Die Pumpendrehzahl zu regulieren stelle ich mir einfacher vor (korrigiert mich gerne wenn es anders ist). Darum wäre das für MICH interessant. Vorausgesetzt natürlich es bringt den gewünschten Effekt (wärmer). Ich möchte den Thread hier aber nicht kapern.


    Im Fall von elmo würde ich vielleicht doch noch mal an die Heizkurve ran, auch wenn sie schon gut eingestellt ist. Mit einer UVR sollte es doch möglich sein die Heizkurve so anzupassen wie es nötig ist, oder? Ich würde da über die Steilheit gehen. Der Raumeinfluss ist auch eine gute Idee, und wohl am schnellsten und einfachsten umgesetzt. Vorausgesetzt, die Raumtemperatur ändert sich auch messbar und wir reden nicht nur über die Behaglichkeit.

  • Hallo Holzer22


    ohne entsprechend parametrierbare Regelung denke ich wird das nix.

    Grundlagen/Infos dazu findest Du bei Bajorath. Dessen Ansatz ist, dass wenn die RL-Temperatur steigt, dass dann weniger Wärme benötigt wird. Dann wird die Vorlauftemperatur abgesenkt.

    Und natürlich umgekehrt.


    ciao Peter

  • und wieder zu geizig, was den Informationsgehalt meiner Nachricht angeht.....

    Ich sollte öfter Beiträge einstellen, nicht nur lesen!

    Die Umwälzpumpe ist eine UPM-3-Auto, entweder PWM oder fixe "Stufen".

    Ja, Skalierfunktion.... die habe ich auch gesucht :)

    Ein Vergleicher gibt mir nur "digitale" Sinale raus - die könnte ich zwar auch irgendwie umsetzen in jeweils eine "fixe" Drehzahl, aber schön ist das dann auch nicht.

    -- Edit... War noch als Entwurf gespeichert :D --

  • Mal aus purem Interesse gefragt, bringt das denn den gewünschten Effekt, im entsprechenden Maß, die Pumpe schneller laufen zu lassen (die negativen Effekte mal außen vor gelassen)? Und wenn ja, könnte man dann nicht auch als Führungsgröße die Rücklauftemperatur nehmen?

    Ja, daher ja die Frage ;)

    Übergangszeit - kleinste Umlaufmenge ausreichnd.

    Frostgrenze in Sicht - da kann s ungemütlich werden.


    Die RL-Temperatur,.. wäre mir zu "schwammig".

  • Hallo


    Du schreibst die Heizkurve selbst ist passend ermittelt. Anscheinend nicht sonst würden auch bei kalten Temperaturen die/alle Räume ausreichend warm.

    Wenn es nun einige Räume gibt die warm werden und andere nicht, solltest Du als erstes einen hydraulischen und dann einen thermischen Abgleich durchführen.

    Dabei stellst Du fest ob alle Räume bei der niedrigen AT und niedrigen VL-Temperatur warm werden. Wenn nicht die VL Temperatur erhöhen bis alle Räume warm werden und den Durchfluß in den Räumen die zu warm werden reduzieren.


    ciao Peter

  • Mahlzeit.

    Entschuldigt bitte die späte Rückmeldung.

    Peter: in dieser Gegend sind Tempraturen deutlich unter der Frostgrenze selten, daher fiel das in der Vergangenheit nicht auf, die FBH ist ja doch recht träge.

    Beispiel:

    +10°C - alles schön

    +5°C - alles schön.

    0°C - alles schön.

    -5°C - wird langsam zu kalt.

    -10°C - na was wohl...


    Also die Heizkurve etwas "nachjustieren". Funktioniert.

    Jetzt wird es wieder wärmer - und alle Räume werden viel zu warm :(


    Ich habe das nun über eine zweite Heizkreisregelung mit entsprechender Heizkurve gelöst. Vorher einen Vergleicher über die Außentemperatur, der zwischen den beiden Heizkreisreglern hin- und herschaltet. Die UVR gibt's ja her.


    Gruß, Elmo

  • Hallo Elmo


    wenn alle Räume viel zu warm werden, hast Du die Kurve zu hoch gestellt. Eine Heizkurve hat zwei Stellschrauben. Erstens die Steilheit und zweitens die Parallelverschiebung.

    Wenn Du nun die Kurve einfach parallel verschoben hast ist es bei kalten Temperaturen ausreichend und bei warmen Temperaturen zu warm......

    Also hättest Du die Steilheit verändern müssen.

    Bei der UVR gibt es zwei Möglichkeiten mit Fußpunkt entweder Steilheit oder Temperatur.

    Der Wärmebedarf steigt i.d.R. nicht in irgendeiner Potenz zur Temperaturdiffenz Außen-Innen. Das Verhalten ist annähernd linear.

    Warten wir mal nächstes Jahr ab wenn es wieder "extreme" Aussentemperaturen gibt.


    ciao Peter

  • Hey

    Das ist ja genau das Problem....

    In diesem Falle brauche ich keine "lineare" Heizkreisvorlauftemperatur, sondern eine "mirfehltderFachbegriffdafürnichtein"...

    Parabel oder sowas... Egal, jetzt funktioniert es so, wie gewünscht. (Auch wenn ich nur noch einige Tage in den Genuß kommen werde ;) )


    Gruß Elmo

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