Brauche Hilfe und Ideen bei der Auswahl eines neuen Holzvergasers (+Pufferspeicher und eventuell Solarthermie)

There are 18 replies in this Thread which was already clicked 774 times. The last Post () by Waelder.

  • Hallo an alle,


    ich müsste die Heizung in einem Haus aus den 70er Jahren erneuern, bei dem später auch der Dachboden ausgebaut, isoliert werden soll. Insgesamt (mit Dachboden) zu beheizende Fläche wären dann 300 m². Zur Zeit wird mit einem uralten Allesbrenner geheizt.

    Laut diversen Formeln aus dem Internet brauche ich dafür einen 50 kw Kessel und mindestens 3000l Pufferspeicher.


    Das Holz kommt aus dem eigenen Wald und der Kessel müsste Weich und Hartholz verbrennen können.

    Wenn ich das richtig erfasst habe wäre dafür am besten ein Ofen mit Lambdasonde geeignet.

    Ob ich beim Kamin etwas erneuern muss, muss ich erst abklären, ein großer Raum für den neuen Kessel+Pufferspeicher, den ich gut mit dem Holz befüllen kann wäre vorhanden.


    Spricht etwas dagegen zum Beispiel einen "günstigeren Kessel" wie den Attack SLX Lambda 50 kw zu nehmen oder doch lieber einen renomierteren Hersteller wie z.B Fröling(S4 Turbo 50 kw)?


    Dazu einen 2000l Pufferspeicher + einen 1000-1500l Hygienepufferspeicher mit Solarregister falls ich irgendwann Solarthermie nachrüsten möchte?


    Was wären realistische Kosten für die günstige Variante mit dem Attack Kessel + Pufferspeicher+Montage, etc?

    Aktuell gäbe es in Österreich die Bundesförderung zum Kesseltausch(30% bis 8500€)


    Danke,

    freundliche Grüße

  • Hallo

    Als Attackheizer kann ich nur positives berichten.

    Wichtig wie bei allen anderen Kesseln auch ist Fehler weglassen.

    Hier im Forum gibt es zu fast jedem Kessel irgendwelche Beiträge wo Grundlagen nicht beachtet wurden.

    Dein Gedanke mit Lambda ist der erste Schritt in die richtige Richtung.

    Attack mit 50 KW läßt 75cm Scheitholz zu und ist von der Handhabung mal zu überdenken.

    Er bringt auch nur 30L mehr Füllvolumen.

    Wichtig ist der große Pufferspeicher das ein Abbrand auch im Puffer aufgenommen werden kann.

    Hygenespeicher habe ich auch verbaut und die Tauscherfläche auf 9m² erweitern lassen.

    Würde im Nachherein auch noch auf 12m² gehen. ( Luxusproblem)

    Im Sommer bei geringer Hygenespeichertemperatur kann eine Wannenfüllung ev. nicht heiß genug sein. Duschen nie ein Problem.

    Habe meinen Kessel selbst installiert und auch die Verschaltung der Pufferspeicher.


    Gruß Uwe

  • Hallo Forte2m.


    ...und der nächste "Attack-Verseuchte" :)

    Habe einen 25KW-Lambdakessel und bin zufrieden.

    die 55-62cm Holzkanten sind noch gut zu handhaben. 70-75 stelle ich mir schon wieder etwas sperriger vor; sollte aber auch gehen.

    Das wird Deine Entscheidung bleiben. Es gibt ja auch noch Meter-Holz-Kessel.... ;)

    - Faustregel ist immer: pro KW Nennleistung (mindestens) 100 Liter Puffer => bei Dir also mindestens 5000 Liter.

    Hängt natürlich auch von der Abnahme ab - das soltest Du Dir gut durchkalkulieren.

    Lamdasonde und dazugehörende Abbrandregelung ist immer vorzuziehen.


    Selbsteinbau oder machenlassen?

    Kesselpreise, Speicherpreise bekommt man im ausreichend. Bem Selbstbau kommt dann "nur noch" die Verrohrung dazu.


    Wievile "Verbraucher" wollen Warmwasser?

    Schon mal über eine Frischwasserstation nachgedacht? -> Kein stehendes Wasser, Legionellengefahr minimiert,...


    Auf innenliegende Wärmetauscher verzichte ich mittlerweile. Verwende für die Solargeschichte einen Plattenwärmetauscher.

    Ist meiner Meinung nach flexibler.


    Gruß Elmo

  • Ich vermeide bewußt "Typenwerbung" :sleeping:


    Aber bei einem 50kw Heizkesssel bist Du mit 3000l (speziell in Übergangszeit) wirklich zu schwach dran... entweder Kessel KW reduzieren (wenn das geht) oder Pufferspeicher rauf... 4000-5000l


    Lamdasonde - sehr gut!

  • Kleine Anmerkung

    KW Zahl ist nur eine ungefähre Orientierung für die Puffergröße

    Wichtiger ist das Füllvolumen und die Holzart denn daraus ergibt sich die Wärmemenge die ich speichern muss.

    230 L für einen 50 KW SLX sind schon viel.

  • Hallo an alle,


    ich müsste die Heizung in einem Haus aus den 70er Jahren erneuern, bei dem später auch der Dachboden ausgebaut, isoliert werden soll. Insgesamt (mit Dachboden) zu beheizende Fläche wären dann 300 m². Zur Zeit wird mit einem uralten Allesbrenner geheizt.

    Laut diversen Formeln aus dem Internet brauche ich dafür einen 50 kw Kessel und mindestens 3000l Pufferspeicher.

    Hier liegt schon das erste Problem.


    Wie groß ist aktuell die zu beheizende Fläche?

    Bei einem Haus aus den 70er Jahren dürfte die Isolierung des Gebäudes nach heutigen Maßstäben äußerst mangelhaft sein.
    Wenn Du jetzt den Dachboden ausbaust und isoliertst, dann wird höchstwahrscheinlich der Wärmebedarf trotz größerer Wohnfläche kleiner als vorher sein.


    Ich bezweifle also stark, dass Du mit Deiner aus dem Internet generierten Kesselleistung glücklich wirst.
    Hier scheint eine fachgerechte Berechnung des Wärmebedarfs angebracht zu sein und so wird im Endeffekt die geplante Heizungsanlage auch billiger, weil sie Bedarfsgerecht berechnet wurde.


    Des weiteren ist es ein Trugschluß die Puffergröße nach der Füllgröße des Kessels zu wählen.


    Gruß, Uwe

    Holzvergaser in Betrieb seit 2014

    Rennergy 40kw Kessel mit Anzündautomatik etc., baugleich mit Hargassner


    Hier gehts zu meiner Neuvorstellung


    Holzbeschaffung mit, Stihl MS, Fahr D180 und Posch Hydromat 15


    Wärmeerzeugung ca. 40.000 KW/h im Jahr

  • Hiermöchte ich Dir zustimmen, als auch widersprechen!


    Ich gebe Dir vollkommen recht, in der Reihenfolge erst die Dämmung zu optimieren (Außentür, Fenster und oberste GEschossdecke / Dach) und im Anschluss die Heizung entsprechend des dann resultierenden Wärmebedarfes auszulegen.


    Allerdings erkenne ich schon eine Kausalität zwischen Füllraumvolumen und Puffervolumen, selbstverständlich unter Berücksichtigung der Leistung des Kessels und des Bedarfes des Gebäudes.


    Entweder rennt der Kessel dem Bedarf hinterher, oder der Kessel geht wegen Überschuss in Feuerhaltung.

    Somit ist es unerlässlich, hier aus den genannten Punkten das richtige Verhältnis zu wählen. Kommt dann noch eine automatische Zündung hinzu, ist es auch möglich das Puffervolumen in größtmöglichen Umfang zu nutzen.

  • Allerdings erkenne ich schon eine Kausalität zwischen Füllraumvolumen und Puffervolumen, selbstverständlich unter Berücksichtigung der Leistung des Kessels und des Bedarfes des Gebäudes.

    So ist es.


    Allerdings spielt dabei die Füllraumgröße des Kessels in Bezug auf das Puffervolumen hier mal so gar keine Rolle.


    Denn bei mir ist es z. B. so, dass im Sommer bei Betrieb nur für Warmwasser eine halbe Ladung des Füllraumes ausreicht, um meinen Puffer vollständig zu füllen.

    Im Winter dagegen ist es bei -5 Grad Außentemperatur so, dass ein kompletter Füllraum gerade so ausreicht um den laufenden Wärmebedarf des Gebäudes zu decken und den Puffer zu füllen.


    Deiner Logik nach hätte es in meinem Beispiel gereicht - um den Puffer mit einer kompletten Füllraumladung zu füllen - einen Kessel mit der Hälfte der jetzigen Leistung zu installieren.

    Das würde jedoch dazu führen, dass der Kessel im Winter bei -5 Grad NICHT genug Wärme liefert um das Gebäude zu heizen.


    Also statt der in meinen Augen völlig unwichtigen Frage nachzugehen, ob der Puffer mit einer kompletten Füllraummenge voll wird nachzugehen, sollte man sich viel lieber darauf konzentrieren, dass der Kessel genug Leistung hat, um die Hütte im Winter ausreichend zu wärmen.

    Und genau so wird die Leistung des Kessels festgelegt. Und nach der Leistung des Kessels entscheidet man in der Folge, wie groß der Puffer wird. Wobei hier allgemein wird, die Puffergröße mit der bereits vorgenannten Formel zu wählen.


    Und ja, beim Heizen mit einem Holzvergaser sollte man beim Nachfüllen stets das Hirn einschalten und nicht blindlings den Füllraum vollknallen.


    Gruß, Uwe

    Holzvergaser in Betrieb seit 2014

    Rennergy 40kw Kessel mit Anzündautomatik etc., baugleich mit Hargassner


    Hier gehts zu meiner Neuvorstellung


    Holzbeschaffung mit, Stihl MS, Fahr D180 und Posch Hydromat 15


    Wärmeerzeugung ca. 40.000 KW/h im Jahr

  • Danke für die Infos.

    Vorgeschwebt hat mir früher auch immer ein Kessel für 1Meter Scheiter, um mir das Sägen zu sparen, aber das ist bei einem Kessel mit 50 kw (oder eventuell weniger) nicht realistisch.

    Obwohl ich bei dem Attack Kessel gut finde, dass Scheiter bis 780mm hineinpassen.


    Danke für die Infos.

    Dass ich eher in Richtung 5000 l Puffer gehen muss ist mir inzwischen auch klar geworden.


    Es wäre Warmwasser für 4 Personen. Zu dem Thema Frischwasserstation hab ich mich bis jetzt noch zu wenig informiert.


    Ich vermeide bewußt "Typenwerbung" :sleeping:


    Aber bei einem 50kw Heizkesssel bist Du mit 3000l (speziell in Übergangszeit) wirklich zu schwach dran... entweder Kessel KW reduzieren (wenn das geht) oder Pufferspeicher rauf... 4000-5000l


    Lamdasonde - sehr gut!

    Danke für die Infos, ja 3000l sind zu wenig.

  • Ja das stimmt wohl, mein Wert geht von 300m² ungedämmter Fläche aus,

    wenn Dach und obere Etage nach neuesten Standards gedämmt sind reichen eventuell auch 35 - 40 kw aus.

  • Ich habe 1x 4000 Liter Hygienekombispeicher, bin damit sehr zufrieden, komme aber auch ohne Ziskulation aus. -> 6 Personen


    Wenn du auf Meterscheitkessel aus bist, dann kann ich nur den Lopper Drummer 50, oder den Hargassner empfehlen.

  • Überlege gut welches Fabrikat du nehmen willst

    Ein Bekannter hat ein Bauernhaus mit 300 qm und drei Wohnungen.

    Hat viele Jahre mit Atmos Holzvernichter geheizt

    Hat sich bei uns unseren angeschaut, sich dann einen 40 kW ETA Twin geholt.

    Wollte mit Pellets hauptsächlich heizen.

    Durch die hohen Pellets Preise jetzt doch wieder Scheitholz. Was er zugegeben hat die Zeit mit den Atmos war keine gute Wahl. Viel Arbeit und suboptimaler Wirkungsgrad.

    Unser Bauernhaus 350 qm inkl. beheizbare Nebenräume.

    Eine Wohnung 145 qm, eine 110 qm, alles zusammen mit 23 Heizkörper.

    Wir haben einen S4, 34 kW mit gemessenen 200 ltr Füllraum. 4000 ltr Pufferspeicher davon 600 ltr. für Warmwasser reserviert.

    Heißt 3400 ltr. stehen für Heizung zur Verfügung.

    Bei den jetzigen Minustemperaturen eigentlich zu knapp. Wenn ich Abends nach 21 Uhr nachlege das Puffer voll, sind morgens 8 Uhr noch ca. 40 Grad in den Pufferspeichern.

    Mit Weichholz können wir ihn ganz Vollmachen dann sind die Puffer zu 90% + voll.

    Mit Hartholz können wir ihn zu 1/2 bzw 2/3 Vollmachen, je nach Außentemperatur, dann sind die Puffer voll.

    Wir bräuchten eigentlich 6000 ltr. Pufferspeicher.

    Holz ist egal der HV frisst alles, ich verheize alte Hausbalken, Holzgerüste vollkommen egal Hauptsache unbehandeltes Holz.

    Schau mal nach ETA, Fröling und Hargassner.

  • Ja das stimmt wohl, mein Wert geht von 300m² ungedämmter Fläche aus,

    wenn Dach und obere Etage nach neuesten Standards gedämmt sind reichen eventuell auch 35 - 40 kw aus.

    Deshalb nicht Raten nach Zahlen, sondern berechnen (lassen).


    Das was Du da extra für zahlst sparst Du locker an anderer Stelle.

    Holzvergaser in Betrieb seit 2014

    Rennergy 40kw Kessel mit Anzündautomatik etc., baugleich mit Hargassner


    Hier gehts zu meiner Neuvorstellung


    Holzbeschaffung mit, Stihl MS, Fahr D180 und Posch Hydromat 15


    Wärmeerzeugung ca. 40.000 KW/h im Jahr

  • Bei Meterholz Bedenken die Scheite können sehr schwer sein

    Wenn wir im Wald die Baumstämme tragegerecht zusägen, sind die dicken nur noch 50 cm lang. Die tragen wir schon zu zweit.

  • Die technischen Voraussetzungen unterstelle ich jetzt einfach mal jedem Holzheizer!


    Die Lösung mit nem Meterscheitkessel ist schon sehr gut. Mein Kumpel hat ja den Lopper Drummer 50, den ich immer dann heize, wenn er im Urlaub ist.

    Das ist schon echt komfortabel.

    Allerdings muss man ein Gefühl dafür entwickeln, welche Holzmenge von welcher Art in Abnängigkeit Wetter und Puffertemp jetzt gerade richtig ist. 5000 Liter Puffer können da plötzlich sehr wenig sein.

  • Hallo


    ich hatte bei meiner EX den Drummer 50. Ist schon komfortabel als Toplader mit schräger Fülltüre. Allerdings hatte der mit 49 kW Nennleistung, manchmal bis zu 90 oder 100 kW Leistung wenn er volle Pulle gebrannt hat. Ich hatte einen WMZ direkt nach dem Kessel. Und die 4000 Liter empfohlenes Puffervolumen sind selbst bei Weichholz grenzwertig knapp. Ich habe 2 Jahre Fichte und danach Kiefer verheizt. Hartholz im Kaminofen.

    Die Stahlleitungen DN 32 waren dann schon grenzwertig. Und nicht gerade billig. Dafür aber sehr solide robuste Technik. Brennkammer aus 10 mm Stahl - die meisten haben 6 mm.


    ciao Peter

  • Mein Nachbar hat einen Heizmann die bauen für Hargassner die Meterkessel und einen 10.000 Liter Speicher in seinem Haus und einen 8000 Liter Pufferspeicher im Haus vom Sohn daneben

    Beide Puffer werden vom gleichen Kessel beheizt

    Schon ne Tolle Sache

    Beim Kesselfüllraum immer die breite mal die Höhe nehmen und dann mal 1 bei Meter oder 0,5 , dann hast du das was du effektiv rein bekommst


    Fröhling hat günstige und gute Kessel

    Gruß aus dem Schwarzwald

    Christoph

    Ein Pufferspeicher ist nie zu groß ! höchstens zu schlecht Isoliert

    Warmes Haus Glückliche Frau :saint:

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!