Welcher Kombikessel: Fröling SP Dual Compact oder ETA SH Twin?

There are 42 replies in this Thread which was already clicked 1,991 times. The last Post () by Ruedi1952.

  • Hallo allerseits,

    Bin neu hier im Forum. Lese schon ein Weile mit, echt super! :)

    Kurz zu meiner Situation, stehe vor der Entscheidung ETA twin oder Fröling Dual compact 20, Tendenz Fröling, daher auch hier der Post :) hängt jetzt auch von den Angeboten der HB ab. (Meine Erfahrung/Eindruck bisher, über hydraulik Schema wird nicht großartig nachgedacht..Schema F, will deshalb informiert sein).

    Platzbedingt im Keller nur für zwei mal 800 L Puffer Platz. Bzw. Wenn noch mehr dann in einem anderen Raum.

    Altbau, gerade alles nach und nach am sanieren mit Lehmputz und Wandheizung/Fußbodenheizung.


    Voll unterkellert

    Wohnfläche Erdgeschoss

    Wohnung 1 ca. 80m2 (aktuell von uns bewohnt), mit Kaminofen

    Wohnung 2, ca. 50m2 (wird ab August bewohnt) mit Kaminofen

    Obergeschoss ca. 100m2 (wird erst nächstes Jahr saniert, soll dann hauptsächlich als Veranstaltungsraum/Seminarraum dienen, mit WG-Zimmer Option)

    Langfristig soll (fast) alles Flächenheizung werden, nur zwei Heizkörper im Bad/Gästeklo bleiben, können aber mit gleicher VL wie Flächenheizung laufen.

    Mich beschäftigt gerade das Thema Speicher/Schichtung und Warmwasserbereitung und wäre dankbar über Input von euch. Habe schon viel im Forum gelesen aber für meinen speziellen Fall noch keine passende Antwort, bzw. Bin nicht kompetent genug mir aus den vorhanden Beiträgen die Antwort für mich abzuleiten, vor allem was Ventile und deren Einsatzmöglichkeiten angeht bin ich noch etwas überfordert. Das Thema hier kommt dem am nächsten.


    Also noch mal die Infos wie ich es plane:

    -Dual compact 20

    -2x 800L Puffer in Reihe (entweder 1x hygienespeicher oder FriWa)

    -1 gemischter Heizkreis für Flächenheizung verteilt sich auf zwei kleine Wohnungen (insgesamt 8 Flächenkreise a 100m Rohr) geregelt über Kessel

    -1 gemischter Heizkreis für Heizkörper (5) Obergeschoss zum Frostschutz, geregelt von Hand nach Bedarf, kann ich den mit der Pumpe von HK 1 betreiben? Oder ist das zu viel für die Pumpe bzw. Bringt zu viel Schwankung bei den volumenströmen mit sich und daher schlecht für Pufferschichtung?

    -nach Umbau oben wird auf Flächenheizung umgestellt und dann als zweiten geregelten Heizkreis über den Kessel betrieben


    Meine Frage bzgl. Schichtung Puffer:

    Wir haben sehr geringen/sparsamen Warmwasserbedarf!

    Wenn der relativ Warme RL von Flächenheizung (35grad) und/oder FriWa ganz unten in den zweiten Puffer kommt, Ist das schlecht für die Schichtung.

    Mit welchen Ventilen/Hydraulik kann ich mir ähnlich Baunach Rendemix, einen variablen Verbraucher RL (Speicher 1 oder 2) je nach Speicher Durchladung erstellen? Bzw. Ist es wirklich so relevant oder zu vernachlässigen?

    Und eigentlich finde ich Hygienespeicher sympathischer (mit Kupferrippenrohr oder Stahl?), da weniger Technik, keine Pumpe, etc. Ist aber für die Schichtung schlechter, wie relevant ist das bei geringem WW-Bedarf? Bzw. Was gibt es dann zu beachten bei der Hydraulik?


    Freue mich über jegliche Anregungen, vergebt mir eventuelle unlogische Ansätze/Fragen, arbeite mich gerade erst in die Thematik Heizung und Hydraulik ein.


    Vg Lukas

  • Bei einem Hygienepuffer musst du deutlich mehr heißes Wasser im Puffer haben um WW zu erzeugen.

    Bei einer FriWa genügen oben im Puffer ein vergleichsweise geringe Menge. Bei niedrigerer Temperatur des Puffers regeln die Pumpen so, dass immernoch verhältnismäßig "hochtemperierte" WW generiert werden kann.

    Zumal du damit rechnen mußt dass du eher kaltes Wasser im Rücklauf zum Puffer hast.

  • Sind diese Kombikessel soviel günstiger als ein Pellet- und ein eigener HV-Kessel? Abgesehen davon, dass man dann zwei Schornsteine braucht.

  • Zu dem Hygienespeicher wenn unten nur z.b. 35 Grad, sind oben noch 75 Grad.

    Wir haben vier Speicher a 1000 ltr. In einem Speicher sind 600 ltr. für Warmwasser reserviert.

    Ich kann bisher nichts negatives berichten.

    Schemas gibt es doch zig zur Auswahl.

  • Sind diese Kombikessel soviel günstiger als ein Pellet- und ein eigener HV-Kessel? Abgesehen davon, dass man dann zwei Schornsteine braucht

    Günstiger sind sie schon. Ob es soviel ist oder nicht, ist relativ.


    Ich wollte expliziert 2 Kessel. Da war ich dann bei Guntamatic und HDG.


    2 Schornsteine benötigt man nicht.

    Kann man verblocken.

  • Sind diese Kombikessel soviel günstiger als ein Pellet- und ein eigener HV-Kessel? Abgesehen davon, dass man dann zwei Schornsteine braucht.

    Warum 2 Schornsteine?


    Mein Pellet und Holzkessel hängen am selben Kamin. Es läuft ja nur einer von beiden.

  • Mein Bekannter hat seinen ETA Twin an einem Schornstein.

    Brennt ja immer nur eine Einheit, daher egal

  • Warum rechnest du mit so einem warmen Rücklauf bei einer Flächenheizung?

    Das sollte weniger sein.

    Ich habe 2 Heizkreise. Fußbodenheizung und Heizkörper.

    Rücklauf ist zwischen 28 und 30 Grad, je nach Außentemperatur.

    Könnte bestimmt noch etwas optimiert werden, da ich den Abgleich selbst gemacht habe.

    Also sehe ich da bei dir nur mit Flächenheizung deutlich weniger als 35 Grad.

  • Hallo,

    Danke also kombikessel, wie schon gesagt, geht über einen Schornstein. Vorteil für mich, bekomme es komplett gefördert, bei zwei separaten Kesseln soweit ich weiß nur einen. Und die Steuerung und Verrohrung muss auch nur einmal passieren…


    Habe inzwischen noch mal nach Hydraulik Schema geschaut und bin nun fündig, wie ich meine. Habe alles zu kompliziert gedacht. Stelle morgen mal ein Schema rein, wie ich denke.


    Mein RL von der wandheizungist tatsächlich so hoch (VL ca. 40) da ich in einem Altbau wohne mit großen Räumen, großen (alten) Fensterflächen und (noch) fast nichts gedämmt. Wird sich nach und nach ändern.


    Gibt es hier eine Meinung ob Fröling sp Dual Compact 20 oder ETA Esh etwin 20?


    Grüße,

    Lukas

  • Hallo


    Schichtung bildet sich aus wenn kontinuiertlich heißes Wasser entnommen oder eingespeist wird. Wenn das Wasser ruht kommen Wärmeleitvorgänge zum tragen und Wasser ist ein guter Wärmeleiter. Und wenn Dein kältester Rücklauf 35°C Sind hast Du Unten 35° oben Annähernd VL-Temp. des Kessels und wo die Trennlinie liegt hängt davon ab welchen beladungszustand Du hast. Wichtig sind beruhigte Einläufe. Solche Hightec Speicher wie von Sailer kosten viel Geld rentieren sich aber meiner Meinung nach nicht. Ergo leere Büchse mit beruhigtem Zulauf.


    Wenn schon geregelter (von Hand) Heizkreis für oben warum nicht gleich über eine Regelung, wenn er später sowieso umgestellt werden soll? Also warum erst mit Krückstock laufen.


    Ich bin Fan von FriWa. Bei einer FriWa kann die Vorlauftemperatur des Wassers begrenzt werden, damit der Kalkausfall im Wärmetauscher vermieden wird. Bei einem Hygienespeicher nimmt das Wasser die Speichertemperatur an. Und bei ca. 55°C beginnt der Kalkausfall.

    Allerdings mußt Du für vermietete Wohnungen eine Mindestzapftemperatur nach x Minuten Zapfzeit zur Verfügung stellen. Ich weiß die Werte nicht auswendig. Also ggf. brauchst Du bei Hygienespeicher und FriWa eine Enthärtung. Kommt auf das Trinkwasser an was bei Dir aus dem Hahn kommt.


    Wenn ich das richtig sehe sind das dann 3 Nutzungseinheiten (2xWohnen, 1x Veranstaltung, Seminar). Brandschutz für Gebäudeklasse 3 oder höher (wegen Versammlungsstätte) beachten, wenn der Fußboden der obersten genutzten Eben (nicht der Dachspitz) nicht höher als 7m im Durchschnitt über GOK liegt. Näheres sagt die die Bauordnung Deines Bundeslandes.


    Für die Verbrauchsabrechnung (Heizung, Wasser) gibt es eine Vereinfachung wenn es nur 2 Nutzungseinheiten (NE) sind und davon eine vom Eigentümer bewohnt wird. Dann kann vereinfacht abgerechnet werden (siehe Heizkostenabrechnungsverordnung). Wenn es mehr NE sind gelten andere aufwändigere Regeln. WMZ für jede NE, Warmwasserzähler für jede NE, Kaltwasserzähler für jede NE, WMZ für WWB.

    Soweit ich weiß alle Zähler außer KW fernauslesbar und die Verbrauchsdaten darfst Du monatlich Deinen Mietern zur Verfügung stellen.


    Wenn der Seminarraum zu Deiner Wohnung gehört, aber geschäftsmäßig betrieben werden soll, also Einnahmen generiert werden, kann es sein, dass Du die Ausgaben wie Heizung dokumentieren mußt fürs Finanzamt. Du könntest ja sonst Deine Heizkosten über den Seminarraum abrechnen.


    ciao Peter

  • Hallo Peter,

    Danke dir!

    Also Wasserhärte hier ist 6,4, also dürfte Kalk kein Problem werden.

    Ok, bzgl. beruhigter Einläufe, was hältst du von den solarbayer Puffern? Da ist der Einlauf beruhigt so wie ich das sehe.

    Ok, zum Thema Schichtung/wärmeleitung:

    Also bedeutet das im Falle von hygienespeicher, wenn zwei in Reihe geschaltete Puffer durchgeladen sind und dann über die Wendel in Puffer 1 der heiße Puffer plötzlich „gekühlt“ wird, wird die vorhandene Wärme aus beiden Puffern aufgrund der Leitfähigkeit von Wasser genutzt um die kühle Wendel wieder zu erwärmen und somit sinkt die Temperatur (mit etwas Verzögerung aufgrund der Wärmeleitung) in beiden Puffern insgesamt mehr oder weniger gleichmäßig ab, ohne das verwirbelungen entstehen? Wenn jetzt kein warmwasserbedarf mehr da ist, wird sich ganz oben in Puffer 1 wieder maximal Temperatur einstellen und es kann von vorne losgehen. Ich stelle es mir etwas

    „Schwierig“ vor wenn dann parallel aus der Mitte von Puffer 1 auch noch der Heizkreis Wasser entnimmt. Also von der Effizienz scheint mir FriWa besser. Wollte nur gerne zusätzliche Pumpe und Mischer vermeiden, aber ist vielleicht zu vernachlässigen.

    Danke für die ganzen nützlichen Infos zu Wohneinheiten, soll alles kein großer Betrieb hier werden, eher kleinere, vereinsbasierte/spendenbasierte Veranstaltungen.

    Vg Lukas

  • Also wenn du so einen hohen Wärmebedarf hast, dann glaube ich nicht das der Dual Compact mit dem kleinen Füllraum das richtige ist. Man will ja nicht permanent nachlegen.


    Grüße,

    Christoph

  • Hallo Christoph,

    Also laut einiger Dual compact Nutzer reicht die Größe vollkommen aus, bei vergleichbaren Häusern/umständen.

    Z.B. hier ein Bericht:


    Laut Energieberater hat mein Haus nach den Sanierungsmaßnahmen einen wärmebedarf von 18,7kw pelletbetrieb.


    Aufgrund dessen und der Erfahrungsberichte, dachte ich das sollte auf jeden Fall passen, noch dazu haben wir einen Kaminofen pro Wohnung zur Unterstützung, falls es doch mal knapp wird.

    Vg Lukas

  • Hallo Lukas


    meine Meinung ohne einen Glaubenskrieg lostreten zu wollen. Hygienespeicher können viel aber nichts richtig gut.... und wenn Du ein Problem mit der Wendel hast kannst Du den ganzen Puffer entsorgen. Auch musst Du immer eine gewisse Menge an Heizwasser im Puffer mit der Wendel zur Verfügung haben, was Dir letztendlich an Volumen für die Heizung "fehlt". Ich bevorzuge deshalb FriWas.


    Solarbayer hat angeblich ein Patent auf die Ausführung. Und die schauen tatsächlich innen so aus, wie auf den Bildern zu sehen. Die Einlaufberuhigung ist quasi ein umgestülpter Topf und durch die Bohrungen verteilt sich das Heizwasser beim beladen impulsarm unter dem Klöpperboden. Der große Vorteil ist, wenn der Puffer ganz leer ist, muss nicht erst der Puffer oben, bis herunter zu den Anschlüssen geladen werden bis man effektiv Wärme aus dem Puffer entnehmen kann. Durch den "Kurzschluß" innerhalb des "Topfes" muss nur das Volumen im Topf mit heißem Wasser gefüllt sein und das geht extrem schnell. Ich hatte 3 solcher Dinger je 2200 Liter, bei meiner Ex, mit dem Plasma im Hof in Teile geschnitten, um sie in den Keller zu bekommen und dann wieder zusammengeschweißt...... Zerlegen und zusammenschweißen hätte mich damals 700,- Euro je Puffer zzgl. Märchensteuer gekostet. Selber machen hat Zeit gekostet und ein vernüftiges Schweißgerät, das ist aber am Ende der Arbeiten in meiner Werkstatt gestanden hat und nicht vom Hof gefahren. Mittlerweile sind die Solarbayer Speicher aber für meine Begriffe sehr teuer geworden..... Tja dann ist die Scheidung gekommen und das Schweißgerät war weg. Seis drum, ein fast baugleiches steht auch in der neuen Werkstatt :)


    meine Anmerkungen sind als Denkanstoß zu werten, nicht als muss. Es gibt nur viele Bauherren, die vieles schlichtweg nicht wissen, weil sie halt aus anderen Bereichen kommen und wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist weil man es schlicht nicht wußte, ist es oft zu spät oder teuer den Fehler auszubügeln. Gerade im Brandschutz. Ich gehe davon aus, dass es schon immer 3 NE waren, ansonsten könnte eine Anzeige der Nutzungsänderung nötig sein.


    ciao Peter

  • Hallo Peter,

    Danke dir für die ausführliche Antwort!

    Krass, einen Pufferspeicher aufschneiden und wieder zusammen schweißen, da muss man auch erstmal draufkommen, Respekt! Sowas würde ich mir (noch) nicht zutrauen…


    Ja, so langsam tendiere ich auch, trotz Wunsch nach weniger Technik, zur FriWa.


    Das System von solarbayer klingt, wie ich finde sehr durchdacht, der Preis ist halt leider wirklich etwas hoch, gibt es andere preisgünstigere Puffer, die du/ihr empfehlen könnt, die auch einen beruhigten Zulauf haben? Oder lohnt es sich in dem Fall, etwas mehr für Solarbayer zu bezahlen?

    Im Anhang mal mein (vereinfachtes) hydraulik Schema, alles Sicherheitsrelevante überlasse ich dem HB, mir geht es hier nur um eine funktionale, effiziente Speichernutzung. Wie dort beschrieben, dachte ich für Sommerbetrieb (Heizstab/pellet), nur Puffer 1 zu nutzen (händisch umschalten), ist das so möglich?


    Die Kommentare von einigen zum Thema zwei getrennte Kessel, haben mich etwas zum nachdenken gebracht (Thema Redundanz) und so bin ich bei Windhager gelandet, da diese einen kombikessel mit zwei getrennten brennkammern und Wärmetauschern haben. Wirft nun wieder meine bestehende Auswahl zwischen fröling und eta über den Haufen und habe ehrlich gesagt auch keine Lust, noch mehr Optionen abzuwägen. Aber bei so einer großen, essenziellen Anschaffung will ich natürlich auch nichts falsch machen…oh man, fühlt sich gerade so an, als ob das abwägen kein Ende nimmt und ich so nie zu einer Entscheidung komme. Also Gedanken ignorieren und bei eta und fröling bleiben? Tja, wer weiß das schon..

    Nächste Woche kommt ein HB für ein Fröling Angebot, für ETA war schon einer hier, habe aber noch kein Angebot erhalten bis jetzt.

    Schönen Sonntag!

    Lukas

  • Falls du Fragen zum Windhager hast, die kann ich dir vielleicht beantworten.

    Verrichtet schon seit 6 Jahren bei mir seinen Dienst.

    Und ich denke man macht mit keinem der Premiumhersteller einen Fehler. Die wissen alle was sie machen.

  • Hallo Lukas Lukolas,


    ich habe deine Fragen zu Kombikesselen aus dem Bereich "Störung der Heizanlage" hierher in ein neues Thema verschoben, aber das hast du bestimmt schon bemerkt. ;)


    nd so bin ich bei Windhager gelandet, da diese einen kombikessel mit zwei getrennten brennkammern und Wärmetauschern haben

    Du machst dir im Vorfeld viele Gedanken, was erstmal auch gut ist. Andererseits holst du ja gerade Angebote von verschiedenen Heizungsfirmen ein und im besten Fall vergibst du den Auftrag an den kompetentesten HB (und nicht an den billigsten). Die meisten HB-Firmen sind aber auf einen, maximal zwei, Hersteller spezialisert und wollen sich nicht noch mit einem weiteren Fabrikat beschäftigen. Wenn man die Heizung also nicht selber einbauen kann, dann ist es m.E. wichtiger, einen guten HB zu erwischen, dem man vertrauen kann und dann eben dessen Hersteller-Empfehlung befolgt. Die "richtige" Hydraulk sollte dieser HB natürlich ebenfalls beherrschen und das für dich passende einbauen. Wie du vermutlich schon im Forum bemerkt hast, gibt es da quasi unzählige Varianten und keine davon ist von vorneherein schlecht, sondern sie muss zu deiner Heizung, dem Haus und den Gegebenheiten vor Ort passen.


    Ob es dann ETA, Fröling, Hargassner, HDG oder meinetwegen Windhager wird, ist dann fast egal. Allerdings sehe ich den von dir oben genannten Vorteil des Widhager-Kombikessels nicht: Wenn es um die Ausfallsicherheit geht, dann bringen eine separate Brennkammer und Wärmetauscher keine Vorteile. Denn meistens haben diese Kessel eine gemeinsame Elektronik. Und das ist das empfindlichste Bauteil - wenn das ausfällt funktioniert keiner der (angeflanschten) Kombikessel mehr. Auch wenn es ein Problem mit Undichtigkeit geben sollte, ist das kein Vorteil. Im Gegenteil, der Reinigungsaufwand ist bei so einem Kessel höher.


    Die Frage ob Kombikessel (hier sind ETA und Fröling vergleichbar) oder zwei searate Kessel (gibt es bei Hargassner und HDG) ist auch eine Frage des Platzbedarfs. Ebenso beim Thema WW-Bereitung über Friwa, Hygienespeicher oder separater WW-Boiler. Denn bei einem separaten Boiler hat man, neben den Pufferspeichern, dem relativ großen MAG (>= 250 Liter), dann auch noch einen Boiler unterzubringen. Funktionieren werden aber alle Systeme.


    Und noch eine Anmerkung zur Schichtung im Puffer, das du im anderen Thema angesprochen hast: Beim Holzvergaserbetrieb ist die Schichtung wichtiger, als beim Pelletbetrieb. Mit Scheitholz will man möglichst nur einmal am Tag anheizen und die Heizungsabnahme bis zum nächsten Anheizen aus dem Puffer betreiben - deshalb sollte der Puffer sauber schichten und der Pufferrücklauf sollte möglist niedrige Temperaturn haben. Beim Betrieb mit Pellets ist das weniger wichtig, weil jederzeit nachgeheizt werden kann.


    Viele Grüße von Karlheinz :)

    Seit Juni 2011:

    ETA Twin: SH30/P25 "noTouch" (Füllraum 150 Liter)

    Hopf Pelletaustragung: 6x UniWok-Saugsonden (Selbstbaulager für 6 to)

    Paradigma Pufferspeicher: 2x Aqua Expresso (1090 + 958 Liter; seriell verbunden)

    Paradigma FrischWasserStation

    Paradigma VRK-Anlage: 2x CPC21 Star Azzurro Solarpanel (10m²; Aqua-System ohne Glykol)

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