ETA PC25; Wie Anzahl Kesselstarts verringern und Puffer komplett durchladen, bzw. Ladezeit erhöhen

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  • Hallo,
    Ich bin seit letztem Frühling Nutzer/Mieter einer ETA PC25 Pelletheizung mit Pufferspeicher (1000l, 750l effektiv laut Webservice Auslesewert)
    und Frischwassermodul. Eta Touch Software Version ist 3.56.8.


    Frage:

    Wie kann ich die Anzahl der Zündungen/Startvorgänge des Kessels verringern und den Puffer möglichst vollständig und lange durchladen?


    An kalten Tagen im Winter (-15°C bis ca. 2°C) hatte ich 5 bis 6 Kesselstarts pro Tag und einen Verbrauch von ca. 35-40kg/Tag.

    Der Kessel heizt etwa 1,5Std und die Pufferladung hält dann etwa 3Std bis wieder angefordert wird.

    Der Puffer lädt von etwa 35% auf 65%. Das Delta ist immer etwa 30%, es verschiebt sich nur etwas, egal welche Einstellung ich versuche.

    Eine "Puffer ein" Einstellung scheint es nicht zu geben, bzw. wird diese durch den Heizkreis oder WW bestimmt richtig?

    Wie kann ich es trotzdem verhindern, dass der Puffer zu früh einfängt zu laden? Ich würde gerne auf ein Min Ladezustand <30% runter.

    Ich konnte durch das Heraufsetzen von "Puffer aus" schon eine leichte Verbesserung herbeiführen, aber es mMn trotzdem noch zu viele Kesselstarts.

    Angeblich soll man auch die Leistung drosseln. Dazu habe ich keine Einstellung gefunden.


    Meine Einstellungen:

    Heizkurve VL bei -10°C: 55°C, VL bei +10°C: 35°C

    Heizzeiten 6:30 bis 23:00

    FWM Temperaturen zwischen 45°C und 47°C.

    Erzeuger Puffer min: Fühler 1, 10°C

    Erzeuger Puffer aus: Fühler 4, 55°C

    Restwärme Differenz: Fühler 3, 6°C

    Verbraucher Puffer oben: Fühler 2

    Verbraucher Puffer aus: Fühler 4, 55°C

    Laden mit anderen Verbrauchern: Fühler 3, 50°C (Puffer aus), Einschaltdifferenz: 10°C
    (Was bedeutet diese Einstellung "Laden mit anderen Verbrauchern" überhaupt? Keine Info in der Anleitung.
    Wenn ich hier die Einschaltdifferenz auf 15°C setze, scheint das keinen Effekt zu haben.)

    Nennheizlast bei HK ist bei 11550W eingestellt war vorher wesentlich höher ,bzw. auf Werkseinstellung, das Ändern scheint aber keinen Effekt zu haben.

    Generell habe ich das Gefühl, dass mit der Service Berechtigung im Menu nur wenig Einstellungen sichtbar sind.


    Zum Standort:

    Das alte Bauernhaus wurde laut Vermieter kernsaniert. Es wurde einigen an Außenfassade und Fenster (3fach verglast) gemacht.

    Wir bewohnen 165qm davon mit 2 Etagen. Es gibt noch 2 weitere unbewohnte und unsanierte Etagen über uns (Kaltdach).

    Dort wurde im Herbst nachträglich der Boden zu unserer Etage neu befüllt/gedämmt.

    Die ETA PC25 steht in einer kalten ungedämmten Garage (Temperatur im Winter 6 bis 10 Grad).

    Die Rohrleitungen in der Garage wurden nachträglich gedämmt. Im Wohnbereich liegen die Leitungen unverkleidet unter Sockelleisten.

    Der Vermieter hat 7t Verbrauch prognostiziert, was auch ungefähr hinkommen wird.


    Hier noch ein Screenshot zur aktuellen Datenaufzeichnung.
    Der letzte Kesselstart heute Mittag um 12Uhr war wieder zu früh. Ich hatte gehofft es beginnt erst später zu laden und ich komme diesmal mit 3 Starts über den Tag.
    Man sieht auch schön, wie die lange heiße Dusche am Abend den Fühler 4 in den Keller zieht.
    Das wäre für mich okay, solange es keinen erneuten Kesselstart innerhalb kurzer Zeit verursacht.
    Ich hatte bei den Betriebszeiten&Temperaturen des Frischwassermoduls rumgespielt (mal nur 40°C außerhalb der Duschzeiten) ohne gewünschten Erfolg.
    Der Puffer hat dann einfach nur früher aufgehört zu laden.


    Edit: ich hab jetzt zum ersten mal die Listenansicht in Eta Touch entdeckt

  • Erstmal geht es hier denke ich darum die Regellogik des ETAs zu verstehen:


    der Kessel wird gestartet sobald die vom Verbraucher geforderte Temperatur am konfigurierten Entnahmepunkt (Fühler) unterschritten wird. Ist diese Temperatur (plus Zuschlag) beim Beladen erreicht schaut er auf den konfigurierten Aus-Fühler und wenn dort die Ausschalt-Temperatur auch überschritten ist, dann stoppt der Kessel. Ist diese noch nicht erreicht heizt er weiter bis diese erreicht ist.


    Ist diese Ausschalt-Temperatur, wie in deinem Fall, nur marginal höher als die geforderte Verbrauchertemperatur (FriWa soll 47 Grad produzieren -> Puffer muss 54 Grad haben), wird aber ja nur auf 55 Grad geladen, wird diese ggf nach bereits kürzer Zeit schon unterschritten (Thema Verbrauch und Bereitstellungsverluste des Puffers).

    Dem kann entgegengewirkt werden in dem die Puffer-Aus-Temperatur weiter angehoben wird und somit der Puffer weiter durchgeladen wird (100% Pufferladung bedeutet 80 Grad durchgängig). Dann brennt der Kessel deutlich länger und die Pause bis zum nächsten Start wird dadurch auch verlängert.

  • Charly01

    Danke, das hilft schon mal weiter.


    Wenn ich "Puffer unten aus" auf einen deutlich höheren Wert als 55 Grad, wie aktuell, setze, regelt der Kessel dann auch abhängig davon nochmal hoch?

    Weil aktuell hat er am Ende des Ladevorgangs nur noch 62 Grad und würde sonst ewig brauchen um den Puffer zu füllen.


    Ich habe jetzt endlich die Einstellung zur Leistungsregelung im Puffer gefunden.

    Die angestrebte Ladedauer war auf 1h eingestellt. Ich teste mal was mit 3h passiert.

  • knoedel

    Danke. Mit der Hysterese spiele ich gerade rum und es scheint was zu bringen.

    Ich bin von anfänglich 6°C auf 8°C hoch und werde jetzt 10°C versuchen.


    Bei Puffer unten Aus bin ich bei 55°C, Werkzustand war glaube ich 50°C.
    Restwärme Differenz hatte ich mal von 8°C auf 6°C gestellt, mit der Hoffnung noch mehr Wärme abzubekommen.
    Putter unten Aus könnte jetzt aber nach dem Ende des Heizvorgangs beim Glutabbrand schon zu hoch sein, um noch ordentlich von

    Restwärme zu profitieren.

    Den Kessel Max Wert finde ich im Menu nicht.


    Die "Primär-Rücklauf" Temperatur meiner FMW ist momentan so 38-40°C.

    Was beim Heizkreis zurück kommt, finde ich nicht. Kann man den Wert irgendwo ablesen?

    Soll man da den gemittelten Wert für Rücklauf nehmen oder den kleinstmöglichen Wert?

    Habe auch festgestellt das der Wert Puffer/Leistungsregelung/Rücklauf der Verbraucher noch auf der Werkseinstellung von 30°C steht.

  • Erstmal geht es hier denke ich darum die Regellogik des ETAs zu verstehen:

    Noch interessanter:
    Wie bekomme ich eine ETA zum Modulieren, also weg vom Takten?

    max 1 Start pro tag oder sogar round about the clock.
    Bei meiner Ökofen muss ich Modulation bewusst einstellen, Dachte bisher, hier wäre die ETA mit ihrer Automatick im Vorteil … Wirklich?

    Meine Anlage, meine Expertise:

    ÖkoFEN PELLEMATIC© Compact 10 - 18 kW (eingestellt auf 18kW)

    ÖkoFEN Systemspeicher Pellaqua 600 Liter

    ÖkoFEN Sacksilo für ca. 9,2 to Pellets

    Ökofen Pelletronic Touch V4.04

    Außentemperaturfühler, kein Raumtemperaturfühler


    Zusätzlich installiert:

    Heizstab, der mit überschüssiger Energie aus PV-Anlage unterstützt. Reicht im Sommer allemal für WW

    ansonsten wird ein Bestandsbau ca 250m² beheizt,

    normale Heizkörper, teilweise noch ursprünglich aus Ende 70er Standard

  • Bei der neuen Regelung ist das alles automatisch:


    Ich gebe bei den Verbrauchern eine Heizlast vor (z.B. Heizkreis) und die Steuerung ermittelt je nach Außentemperatur die momentane Last. Der Kessel startet mit voller Leistung um sich ein ordentlicher Glutbett zu schaffen und auf Temperatur zu kommen. Dann wird die aktuelle Verbraucher-Last mit einbezogen und er regelt i.d.R. etwas über diese Last da der Puffer ja auch noch gefüllt werden soll.

  • Dachte bisher, hier wäre die ETA mit ihrer Automatick im Vorteil

    Sie IST im Vorteil.... ;)

    Man kann übrigens auch seine beiheizten qm hinterlegen und die Heizlast je qm. Damit weiß die Steuerung dann wieviel überhaupt beheizt werden muss und welche Last aktuell anliegt.

  • Momentan habe ich 3 Starts pro Tag. Weiß nicht, ob ich da noch mehr rausholen kann.

    Kessel springt einmal am Abend an, u.a weil ich die Warmwasser Solltemperatur fürs Duschen um 5 Grad erhöhe.
    Dann irgendwann am Morgen, nach dem 7-8h die Nachtabsenkung lief und dann nochmal nach 4h am Nachmittag.
    Die "angestrebte Ladedauer" habe ich mal von 1h auf 6h gestellt. Das hat die Lastspitzen ("angeforderte Leistung") geglättet.
    Außer beim Start am Morgen (von 7,5 auf 11 kW und zurück) habe ich praktisch keinen Ausschlag mehr.

    Die Ladezeit hat sich nur geringfügig erhöht. Jetzt ca. 2 bis 2:20h .


    Mir ist noch nicht ganz klar warum der Puffer teilweise so früh beginnt zu laden,

    obwohl vom Heizkreis und Warmwasser nur niedrigere Sollwerte anliegen.
    Beispiel gerade eben.
    Fühlertemperaturen lagen bei

    59, 49, 42, 40
    Heizkurve bei 35

    Warmwasser Soll bei 42
    Warum fängt er schon an zu laden?

    Gibt es noch ein Parameter den ich vergessen habe, bzw. eine Anforderungsdifferenz von 7°C?


    Es wäre noch cool, wenn man auf dem Display bzw. Webservice die Info bekommt, was der Auslöser für den Kessel Startvorgang/Puffer Ladevorgang war.
    (falls das ein ETA Entwickler mit liest.)

  • Bekommt man... musst in dem Moment beim jeweiligen FUB schauen. Da steht dann "Anfordern" Das lässt sich natürlich auch per Modbus mitloggen.


    Hängt natürlich auch viel von den Pufferzuordnungen ab. Beim Puffer unter Einstellungen siehst, welcher Verbraucher aus welcher Höhe entnimmt (nach PW Eingabe) und welcher Fühler dafür gilt. Das muss natürlich zwingend richtig konfiguriert sein.


    ETA SH30 Touch Automatik
    ---

  • Momentan habe ich 3 Starts pro Tag.

    Wenn ich das hier so mitlese, klingt das bei ETA ja immer nach „läuft alles vollautomatisch, Modulation vom Feinsten, einfach einschalten und genießen“. So zumindest die Kurzfassung von Charly01 und warp735.

    Ganz ehrlich: Bei Ökofen ist das mit der guten Modulation eher was für Leute mit Schrauber-Mentalität. Da heißt es nicht Knöpfchen drücken und Bingo, sondern messen, beobachten, anpassen – und wieder von vorn. Ist machbar, aber nicht ganz Plug & Play.

    Also vielleicht kochen am Ende doch alle nur mit Wasser – nur mit unterschiedlichem Marketing.

    Aber was ist wirklich dran?


    Es ist ja immerhin möglich, dass meine diesbezügliche Kritik an Ökofen (schwer steuerbare ) zumindest ein Stück weit unberechtigt ist.


    MFG

    Meine Anlage, meine Expertise:

    ÖkoFEN PELLEMATIC© Compact 10 - 18 kW (eingestellt auf 18kW)

    ÖkoFEN Systemspeicher Pellaqua 600 Liter

    ÖkoFEN Sacksilo für ca. 9,2 to Pellets

    Ökofen Pelletronic Touch V4.04

    Außentemperaturfühler, kein Raumtemperaturfühler


    Zusätzlich installiert:

    Heizstab, der mit überschüssiger Energie aus PV-Anlage unterstützt. Reicht im Sommer allemal für WW

    ansonsten wird ein Bestandsbau ca 250m² beheizt,

    normale Heizkörper, teilweise noch ursprünglich aus Ende 70er Standard

  • Wenn interessiert das (in diesem Thread)?


    Frage:

    Wie kann ich die Anzahl der Zündungen/Startvorgänge des Kessels verringern und den Puffer möglichst vollständig und lange durchladen?

    Also ganz offensichtlich hat der Threadstarter ein Interesse an einer zielführenden Antwort. Ob eine Antwort like : das geht automatisch - weiterhilft, stelle ich mal ganz einfach in Frage. Würde sagen, eher kontraproduktiv.
    Und warum es mich interessiert, habe ich geschrieben: Will einfach mal über den EGO-Tellerrand hinausschauen.

    Meine Anlage, meine Expertise:

    ÖkoFEN PELLEMATIC© Compact 10 - 18 kW (eingestellt auf 18kW)

    ÖkoFEN Systemspeicher Pellaqua 600 Liter

    ÖkoFEN Sacksilo für ca. 9,2 to Pellets

    Ökofen Pelletronic Touch V4.04

    Außentemperaturfühler, kein Raumtemperaturfühler


    Zusätzlich installiert:

    Heizstab, der mit überschüssiger Energie aus PV-Anlage unterstützt. Reicht im Sommer allemal für WW

    ansonsten wird ein Bestandsbau ca 250m² beheizt,

    normale Heizkörper, teilweise noch ursprünglich aus Ende 70er Standard

  • Hi,


    grundsätzlich kannst du auch mal folgendes probieren:


    Lass die Nachtabsenkung weg, reduziere dafür aber die Vorlauftemperaturen, soweit es möglich ist.

    Dadurch kannst du einfach mehr Energie in Form von Temperaturdifferenz in den Puffer laden.

    Wenn du 55 Grad Vorlauf hast, und der Kessel lädt den Puffer auch mit kaum mehr Temperatur, dann wird natürlich sehr schnell die Anforderung "ich brauche 55 Grad für den Heizkreis" erreicht und er zündet wieder.


    Zusätzlich wie schon vorgeschlagen: Einfach den Puffer auf höhere Temperaturen durchladen.


    Durch weglassen der Nachtabsenkung hättest du auch permanente Abnahme, so das du den Puffer lädts, aber gleichzeitig auch den Heizkreis bedienst. ---> Kessel brennt länger.


    Die Modulation siehst du doch in der angeforderten Leistung. Die sollte relativ schnell von Nennleistung anchd am Start auf 4,5KW abfallen. Weniger geht nunmal nicht.

    Sollte er nicht auf 4,5KW fallen (das sollten ca 120°C Abgas sein), dann ist deine Abgasmin. Temp. zu hoch eingestellt (wurden).


    Zum Vergleich:


    Ich habe selbes Setup mit 1000l Puffer, 70m² Fussbodenheizung bei 35°C VL, 60m² Heizkörper bei 45 Grad VL (bei minus 10 Außen)


    Bei der Außentemperatur -10°C startet er ca 2x am Tag, Laufzeit ca 5-6h. Pause dann 5h. Da ich bei wärmeren Temperaturen auch weniger Wärmeabnahme habe, startet er dann bei 0 Grad auch nur bis 3x.


    Idealerweise hat man halt soviel Abnahme, das der Kessel bei kalten Außentemperaturen mit seinenm 4,5 KW durchläuft. Das Problem bei dir wie bei mir:

    Dein Wärmeverbrauch ist halt deutlich niedriger als die minimale Kesselleistung. Dadurch kommt man halt ins takten.


    Beste Grüße, viel Erfolg.

    Tobias

  • Danke Tobias,

    Ich weiß nicht wie ich auf 4,5kW sinken soll. Sicher dass das mit meiner überdimensionierten Variante möglich ist? Unter 7,5kW scheint er gar nicht zu gehen und der Modulationsbereich ist für den PC25 ja mit 7,3 bis 25kW angegeben.


    Ich hatte die Werte im kalten Jahresbeginn noch nicht mitgeloggt aber seit Februar lagen die Abgastemperaturen immer so bei 100 bis 105 Grad beim Starten

  • Da gibt es für die FriWa immer einen Aufschlag damit der Wärmetauscher auch bei hoher Entnahme die gewünschte Temperatur an WW liefern kann.

    Das kannst du nicht runtersetzen, das ist von der Software so vorgegeben.

  • Normalerweise kann man alle Hysteresen auch konfigurieren. Sollte man natürlich mit Hirn und Verstand machen. Es sollte klar sein, das man mit 45° keine 47° erzeugen kann.

    ETA SH30 Touch Automatik
    ---

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