Guten Morgen zusammen,
bei uns steht aktuell die Planung einer neuen Heizungsanlage an. Für nächste Woche habe ich die ersten beiden Heizungsbauer bzw. Energieplaner eingeladen und würde gerne nicht völlig unvorbereitet in die Gespräche gehen.
Mein Hauptproblem ist im Moment, eine grobe Heizlast abzuschätzen. Vielleicht könnt ihr mir anhand der Eckdaten zumindest eine Richtung geben.
Gebäude
Haupthaus
-
Baujahr: 1956
-
Anbau: 1978
-
Wohnfläche: ca. 160 m²
-
Dämmung: Dachboden und Dachschrägen gedämmt, sonst weitgehend Originalzustand
Nebenhaus (direkt angebunden)
-
Baujahr: 1956
-
Wohnfläche: ca. 65 m²
-
keine Dämmung
Garage mit vermieteter Wohnung darüber
-
Wohnfläche: ca. 45 m²
-
voll gedämmt
Alle Gebäude hängen an einem gemeinsamen Heizkreislauf.
Aktuelle Heizungsanlage
-
Holzvergaser: Atmos DC50GSE
-
Alter: ca. 19 Jahre
-
Standort: Garage
-
Pufferspeicher: 3 × 1.500 Liter
Der Kessel läuft inzwischen eher schlecht als recht und ist mittlerweile ein ziemlicher Flickenteppich aus Reparaturen. Vom Verhalten her brennt er inzwischen eher wie ein Kaminofen als wie ein richtiger Vergaser.
Wenn ich ihn befülle, gerät mittlerweile etwa die Hälfte des Brennraums direkt in Brand und eine Füllung Fichtenholz hält nur noch ca. 2,5 Stunden.
Alte Ölheizung
Im Keller steht noch eine Viessmann Ölheizung aus den 1980er Jahren.
Diese ist nicht mehr in Betrieb, Vor- und Rücklauf laufen aber noch durch die Anlage, da sie eventuell für Förderungen interessant sein könnte.
Temperaturen im Heizbetrieb
Sehr kalte Tage (z. B. −5 °C nachts)
-
Vorlauf: 60 °C
-
Rücklauf: ca. 42 °C
-
Sonst werden im Nebenhaus nicht mehr alle Heizkörper richtig warm.
Normale Wintertage (ca. 0 °C)
-
Vorlauf: 50 °C
-
Rücklauf: ca. 40 °C
Brennstoffverbrauch
-
ca. 45 Raummeter Fichtenholz pro Jahr (gestapelt)
Mir ist klar, dass das System vermutlich alles andere als effizient läuft.
Ziel der Sanierung
Wir möchten die Anlage jetzt einmal komplett neu aufsetzen, also z. B.:
-
Heizlastberechnung
-
eventuell Wärmepumpe oder Pelletheizung
-
hydraulischer Abgleich
-
ggf. einzelne Heizkörper vergrößern
-
System insgesamt sauber neu planen
Meine eigentliche Frage
Da der Holzvergaser mittlerweile nicht mehr wirklich effizient arbeitet, fällt es mir schwer, aus dem Holzverbrauch auf eine realistische Heizlast zu schließen.
Daher meine Fragen an euch:
-
In welchem Bereich würdet ihr die Heizlast grob vermuten?
-
Würdet ihr bei den Vorlauftemperaturen eher Richtung Wärmepumpe oder Pellet tendieren?
-
Würdet ihr monovalente Wärmepumpe oder bivalentes System in Betracht ziehen?
Vielleicht hat ja jemand schon ähnliche Gebäude oder Konstellationen geplant und kann eine grobe Einschätzung geben.
Vielen Dank schon einmal für eure Einschätzungen und ein schönes Wochenende!