Heizungswechsel von Holzvergaser zu Pellets [Natrui]

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  • Hallo,
    wie möchten unseren Heizkessel Herz minifire von 1999 tauschen, da die Kräfte für die ganze Holzarbeit bei Stückgut nicht mehr ausreichen.
    Leider ist es platzmäßig nicht möglich neben den Holzvergaser einen Pelletskessel unter zu bringen.

    Der minifire (unter 15KW) hat vollkommen ausgereicht obwohl nur tagsüber eingeheitzt wurde.
    Pufferspeicher 1600l
    18m² Solar.

    Wohnraum ca. 150m²

    Niedrigenergiehaus Stand 2000

    Wand- und etwas Fußbodenheizung Vorlauf etwas unter 40°


    Wir denken an einen Pelletskessel da ich in der letzten Zeit zu viel negatives zu den Wärmepumpen gehört habe.
    Welcher Kessel kann da, insbesondere in Sicht auf Störungsanfälligkeit empfohlen werden?

  • Ich mag zwar auch keine Wärmepumpen aber so wenig Leistung könnte eine kleine locker schaffen. Sie ist erheblich günstiger als ein Pelletkessel und kann kaum teurer im Verbrauch werden, allein schon weil Pellets zur Zeit 'Goldkernpreise' haben.

    Leider müsste die Wp selber oder von einer ausländischen Firma eingebaut werden. Durch die Förderung sind hierzulande die Preise 10fach überteuert.

  • Leider müsste die Wp selber oder von einer ausländischen Firma eingebaut werden. Durch die Förderung sind hierzulande die Preise 10fach überteuert.

    Hm... das verstehe ich nicht. Die Installateure bieten hier doch auch die Wärmepumpen an.
    Wir sind in Österreich. Ich habe mich noch nicht darum gekümmert, ob es hier dafür noch Förderungen gibt.

  • Hallo


    bei Wand bzw. FBH Vorlauftemperatur unter 40°C würde ich eine Wärmepumpe wählen........

    Wie viel Holz hast Du die letzten Jahre im Durchschnitt verfeuert?


    ciao Peter

  • Hallo


    Wie viel Holz hast Du die letzten Jahre im Durchschnitt verfeuert?


    ciao Peter

    Das kann ich leider nicht so genau sagen, da ich immer wieder auch einiges selbst gemacht habe. Und das andere kam direkt vom Bauern in der Nachbarschaft. Auch habe ich darüber kein Buch geführt.

  • Ich rate in deinem Fall von einem Pelletkessel ab. Die Wärmepumpe ist bei der geringen Heizlast, sowie für das Gesamtkonzept deiner Wohnsituation und Komfort die bessere Wahl. Du kommst mit einer Wärmepumpe viel kostengünstiger, auch in der Unterhaltung.

  • Hier ist nichts billiger.


    In politisch labilen Zeiten explodierender Gaspreise und Merit-Order, wo sich diese früher oder später im Strompreis wiederfinden und in einem Land, wo es jede Menge Holzangebot für die Pelletsproduktion gibt, ist der Rat zur Wärmepumpe differenziert zu sehen.


    Das Objekt ist ohne Zweifel technisch gut für eine solche geeignet. Was bleibt ist die volle Abhängigkeit vom Energieversorger, der die Spielregeln festlegt. Die Netzgebühren werden weiter steigen und machen schon jetzt mehr als die reinen Energiekosten aus, da ändert auch günstiger Einkauf nicht mehr so viel.


    Bei einer modernen Pelletsheizung ist der Nutzungskomfort einer Gasheizung gegeben, mit dem Pelletlager hat man einen Energievorrat, der auch länger unabhängig macht. Wenn man einen kleineren Kellerraum dafür opfert hat man zwei Jahre Unabhängigkeit im Haus.


    Es gibt auch Pellets-Holzvergaser-Kombis, falls teilweis noch Lust aufs Feuern vorhanden ist, Restholz sich anbietet oder ähnliches.


    Wirtschaftlich wird sich das alles nicht viel nehmen.

  • Der [Herz] minifire (unter 15 kW) hat vollkommen ausgereicht obwohl nur tagsüber eingeheizt wurde.
    Pufferspeicher 1600l, 18m² Solar.

    Wohnraum ca. 150m², Niedrigenergiehaus Stand 2000.

    Wand- und etwas Fußbodenheizung,Vorlauf etwas unter 40°.

    Meine Empfehlung: schau dir mal den ETA ePE 9 EP an. Das ist das Modell mit der zweitkleinsten Leistung der kleinsten Grundkörper-Größe. Wir haben einen ePE 13 EP, das größte Modell der Reihe.


    ETA ePE Pelletskessel – effizient & kompakt
    Ab nur 0,5 m² Aufstellfläche überzeugt der ETA ePE durch Energieeffizienz, Bedienkomfort und integrierbaren Feinstaubfilter – kompakt und formschön.
    www.eta.co.at


    Der Kessel hat das Format eines Gefrierschranks und enthält alles, was man braucht: 2 Heizkreise, Steuerung/Regelung, Solaranlagen-Steuerung, selbstreinigenden elektrostatischen Partikelabscheider. Eine zeitgemäße Konstruktion mit Lambdasonde und Wenderost, der beim Entaschen zwangsgereinigt wird, also bei schlechten Pellets nicht verkrusten kann.


    Bei uns lief der Kessel nun den vierten Winter und ich bin mehr als zufrieden. Unser Haus mit 150 m2 von 1998 erfüllt den Niedrigenergiestandard noch nicht und wir haben nur Heizkörper. Daher auch ein Verbrauch von ca. 3,0~3,2 Tonnen Pellets pro Jahr. Wir haben 1.200 Liter Pufferspeicher und eine Brauchwasser-Wärmepumpe mit 270 Liter, die im Winter ausgeschaltet ist. Wir kommen auf ziemlich genau 1 Zündung am Tag, der Kessel brennt dann 8 bis 16 Stunden am Stück.


    Du hast ja die ganze Infrastruktur um den Kessel herum, das ist dann ja eine recht überschaubare Baustelle.

  • Wenn es Pellets sein soll, dann schau dir die Pellettherm oder so ähnlich von Guntamatic an.

    Ist im Prinzip ne wandhängende "Pelletstherme". Sollte von der Leistung her in jedem Fall reichen.


    Allerdings halte ich auch bei einem Niedrigenergiehaus von 2000, eine ERD!!!Wärmepumpe mit PV Unterstützung für die Königslösung.


    Wenn Wärmepumpe, dann auf keinen Fall Luft!

  • Es wäre auch interessant zu erfahren, welche Energiemengen das Haus zur Beheizung verlangt. Also zB den Holzverbrauch und dessen Art pro Jahr. Ebenso wie die Brauchwasser-Erwärmung aktuell erfolgt und wie gut die Solaranlage in Schuss ist.


    Wenn man 65 kWh/m2a ansetzt ergeben sich bei 150 m2 rund 10.000 kWh Heizwärme jährlich. Die Solaranlage mag davon ein Drittel abdecken, was einem Restbedarf von rund 6.000 bis 7.000 kWh entspräche. Das korreliert zu 1,25 bis 1,50 Tonnen Pellets im Jahr, was wieder je nach Preis und Menge einen Wert von 450 bis 600 Euro darstellt.


    Eine nachträglich einfach zu integrierende Luft-Wasser-Wärmepumpe mit einer Jahres-Arbeitszahl von 4 konsumiert dann 1.500 bis 1.750 kWh, was bei den gängigen Stromkosten rund 450 bis 550 Euro ausmacht. Wenn die Solarwärme nicht sinnvoll mit der Wärmepumpe kombiniert werden könnte, entsprechend mehr.


    Für eine erfolgreiche Wärmepumpen-Integration ist auch der Verrohrungsquerschnitt zu prüfen, damit es nicht zu Strömungsgeräuschen kommt.


    EDIT: Für einen sorglosen Pelletskesselbetrieb muss der Schornstein kondensatfest sein.

  • Ich würde auch eine Wärmepumpe empfehlen und falls die Möglichkeit besteht mit einem Kaminofen ,wenn es richtig kalt ist dazu heizen

    Gruß aus dem Schwarzwald

    Christoph

    Ein Pufferspeicher ist nie zu groß ! höchstens zu schlecht Isoliert

    Warmes Haus Glückliche Frau :saint:

  • Mit einem Speicherofen im Wohnraum (Grundofen, Kachelofen, Specksteinofen) und einer Wärmepumpe hätte man auch ein Backup für den Gebrechensfall, egal welche Art der Heizung. Nie eine schlechte Idee.

  • Ich habe als Ergänzung meiner vielleicht "etwas eigenen und besonderen" HVG/ÖLheizung (mit Heizungsvorrang vor Pufferladung) siehe mein Profil, im großen offenen Wohnzimmer mit großem Erker und Riesentüren zu Küche, Flur... zentral im Wohnzimmer einer tollen 7 kW Kaminofen mit Riesenglasfront für Feuergenuss, Blackoutfälle u.ä. zu stehen. Der ist drehbar und läßt sich damit sowohl von Wohnzimmer/Wohnküche oder Erker genießen.

    War eine der besten Entscheidungen meines Lebens ! PYROMANIE kann auch Spass machen.....

  • Es wäre auch interessant zu erfahren, welche Energiemengen das Haus zur Beheizung verlangt. Also zB den Holzverbrauch und dessen Art pro Jahr. Ebenso wie die Brauchwasser-Erwärmung aktuell erfolgt und wie gut die Solaranlage in Schuss ist.

    Die Holzmenge kann ich nur schwer abschätzen da ich auch immer wieder Holz selbst gemacht habe oder von anderen bekommen habe und ich kein Buch geführt habe. Auch war die Art des Holzes sehr unterschiedlich. Vielleicht etwa 12 Raummeter. Ich brauchte ja nur ein Halbes Jahr heizen, alles andere kam von der Sonne.

    Aber ein gewisser Anhaltspunkt könnte sein, das unser Stückholzkessel (ich glaube er hat 13KW) selbst bei Dauerfrost nur am Tag laufen musste. Oft läuft er nur 3-5 Stunden bzw. je nach Sonne auch nur alle 2 Tage. Im Sommer gar nicht.

    Die Brauchwasser-Erwärmung läuft über einen Wärmetauscher.
    Die Solaranlage läuft seit 26 Jahren ohne irgendein Problem und hält den Pufferspeicher (1600l) im Sommer monatelang auf 80-90°.


    Eine nachträglich einfach zu integrierende Luft-Wasser-Wärmepumpe...

    Nachdem wir jetzt schon mal von einem Heizungsinstallateur beraten wurden sind wir von einer Wärmepumpe ganz abgekommen. Im Winter ist es nötig, dass der Pufferspeicher täglich auf mind. 80° aufgeheizt wird. Obwohl er selber auch Wärmepumpen aufstellt, hat er uns davon abgeraten, weil wir die erforderlichen Temperaturen nur mit sehr viel Stromkosten erreichen würden, so das sich der ganze Aufwand nicht lohnt.

    Für einen sorglosen Pelletskesselbetrieb muss der Schornstein kondensatfest sein.

    Der Kaminfeger war hier, hat eine Dichtungsprüfung gemacht und hat gemeint das der Kamin dafür geeignet ist.

  • Im Winter ist es nötig, dass der Pufferspeicher täglich auf mind. 80° aufgeheizt wird.

    Das würde ich gerne verstehen, wenn ich könnte.

    Was ist das nicht zu verstehen? Sonst reicht das Wasser an kalten Tagen nicht aus. Wir hatten ja für längere Zeit Dauerfrost und da brauchen wir die Menge. Die Sonne hat ganz besonders in diesem Winter wo wir sehr viele Tage hatten mit "beschleiertem" Himmel (blauen Himmel gibt es ja kaum noch) hatten, nicht viel gebracht.

  • Das mag für den tagsüber betriebenen Holzvergaser stimmen, ignoriert aber die Tatsache, dass eine Wärmepumpe (oder was auch immer) ja rund um die Uhr Wärme ins System einliefern kann.


    Wenn "die Brauchwasser-Erwärmung über einen Wärmetauscher läuft", dann verstehe ich das als eine Frischwasser-Station. Das wäre mit einer Wärmepumpe nur eingeschränkt kompatibel. Effizienter ist da idR ein eigener Speicher.


    Abseits von all dem denke ich, dass du mit einem Pelletkessel gut beraten bist.

  • Das mag für den tagsüber betriebenen Holzvergaser stimmen, ignoriert aber die Tatsache, dass eine Wärmepumpe (oder was auch immer) ja rund um die Uhr Wärme ins System einliefern kann.

    Der Installateur meinte, dass die WP nur etwa 50° warmes Wasser liefern wird, um heißeres Wasser zu bekommen geht das nur mit deutlich mehr Stromverbrauch.

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