Heizungswechsel von Öl zu Holz-Pellet-Kombi? [Frank81]

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  • Hallo ihr werten Fachleute. Mein Name Frank, bin Steinalt und soll mich mit Biomasseheizungen rumschlagen weil Heizöl für normale Menschen zu teuer und zu umweltschädlich geworden ist.

    Mein Schornsteinfegermeister hat mir den Scheitholzkessel Solarfocus Terminator II empfohlen. Da ich nicht weiß ob er Anteile an der Fa. hat, meine Frage an Euch : was haltet ihr davon ?

  • Hallo Frank81,


    willkommen im Holzheizer-Holzvergaser-Forum! :thumbup:


    Ich habe deine Frage in ein separates Thema verschoben, da deine Fragestellung etwas von der des Mitglieds Natrui abweicht.


    Eine erste Rückfrage habe ich auch schon:

    Der Solarfocus Therminator ist ein Kombikessel für Holz und Pellets. Hast du denn genügend Scheitholz zur Verfügung, damit sich solch ein Kombikessel lohnt? Viele die sich "steinalt" fühlen, wollen eigentlich weg vom Scheitholz ;) - dann wäre ein reiner Pelletkessel vorteilhafter (und billiger).


    Viele Grüße von Karlheinz :)

    Seit Juni 2011:

    ETA Twin: SH30/P25 "noTouch" (Füllraum 150 Liter)

    Hopf Pelletaustragung: 6x UniWok-Saugsonden (Selbstbaulager für 6 to)

    Paradigma Pufferspeicher: 2x Aqua Expresso (1090 + 958 Liter; seriell verbunden)

    Paradigma FrischWasserStation

    Paradigma VRK-Anlage: 2x CPC21 Star Azzurro Solarpanel (10m²; Aqua-System ohne Glykol)

  • Wie hoch ist denn der bisherige Heizöl-Verbrauch in dem Gebäude und welche Art von Heizkörpern oder Flächenheizung ist verbaut?

    Hintergrund meiner Frage ist, ob eine Wärmepumpe nicht die wirtschaftlichere oder komfortablere Alternative ist.

  • Hallo Frank


    was heißt steinalt? Was sagen Dein Nachkommen / Erben?

    Welchen Ölkessel hast Du?

    Wie alt ist der?

    Wie sind die Verbrennungswerte?

    Wieviel Öl hast Du im Jahr verbraucht?

    Hast Du eigenes Brennholz zur Verfügung oder müßtest Du zukaufen?


    HIntergrund meiner Fragestellung ist, ob es sich bei einem steinalten Mann überhaupt "rentiert" eine Kombi oder reinen Pelletkessel einzubauen.


    ciao Peter

  • Hallo,


    so wie ich es verstanden habe, soll nur die Heizung von Öl auf Holz umgestellt werden, ohne weitere Sanierungsmaßnahmen, richtig?

    Bei Scheitholz oder Hackschnitzeln hast du das Problem, dass du hier große Lagervolumina brauchst. Auch ist bei Scheitholz der Aufwand relativ hoch und eigentlich nur zu begründen, wenn du

    a) über eigenen Waldanteil verfügst und somit

    b) fit bist, das auch selbst aktiv zu bewirtschaften.

    Wir werden alle älter, und viele möchten ihre Freizeit nicht unbedingt mit Holzhacken verbringen – auch wenn es fit hält. Das spricht deutlich in Richtung Pellets, zumal der Aufwand hier geringer ist.


    Um eine erste grobe Einschätzung zu erhalten, kannst du deinen Jahresverbrauch an Öl (z. B. 3000 l) einfach mal verdoppeln (also ca. 6 t) und hast so über den Daumen deinen Jahresbedarf an Pellets.

    Das wäre aus meiner Sicht das Minimum an Lagerkapazität. Wenn Platz kein Problem ist, gerne mehr – dann hast du auch Spielraum beim Befüllen und kannst nachtanken, wenn es günstig ist.


    Nächster wichtiger (!) Punkt ist ein ausreichend großer Puffer. Und hier gilt die Devise: eher zu groß als zu klein (meine 600 l sind z. B. zu klein – funktionieren zwar, aber …).


    Letzter Punkt – und wichtiger als das Fabrikat – ist die Kompetenz des ausführenden Heizungsbauers. Kleiner Tipp: Brennwerttechnik im Pelletbereich (höhere Kosten, aufwendigere Wartung, oft Umbauten am Schornstein etc.) wäre für mich ein Ausschlusskriterium, weil es sich einfach nicht rechnet. Ich würde auf solide, erprobte Heizwerttechnik setzen. Ebenfalls keine Solarthermie installieren, sondern stattdessen in PV investieren – Strom kannst du überall gebrauchen.

    Jo, soweit mal in Kurzform.


    MfG

    Meine Anlage, meine Expertise:

    ÖkoFEN PELLEMATIC© Compact 10 - 18 kW (eingestellt auf 18kW)

    ÖkoFEN Systemspeicher Pellaqua 600 Liter

    ÖkoFEN Sacksilo für ca. 9,2 to Pellets

    Ökofen Pelletronic Touch V4.04

    Außentemperaturfühler, kein Raumtemperaturfühler


    Zusätzlich installiert:

    Heizstab, der mit überschüssiger Energie aus PV-Anlage unterstützt. Reicht im Sommer allemal für WW

    ansonsten wird ein Bestandsbau ca 250m² beheizt,

    normale Heizkörper, teilweise noch ursprünglich aus Ende 70er Standard

  • Eigene Waldanteile brauchst du nicht nur einen günstigen Lieferanten.

    Wir haben für 24 FM Buche 1200 Euro bezahlt.

    Transport selbst gemacht, im Wald dickere Stämme auf 50 cm gesägt.

    Gespalten wird Zuhause, Platz haben wir ausreichend.

    Überlege dir es macht Arbeit, ich habe mit 73 Jahre keine Probleme.

    Ein Bekannter von mir hat eine ETA Kombination wollte Pellets heizen, Scheitholz in Ausnahme.

    Läuft jetzt bei den Pelletspreisen genau umgekehrt.

  • Wer steinalt ist, der braucht Bewegung. Ein Holzkessel kann dabei wirklich helfen. 8o


    Ein Holzvergaser-Pellets-Kombi ist teurer, voluminöser und universeller. Die Umschaltung von Scheitholz auf Pellets können die idR automatisch. Holzvergaser fordern idR auch größere Pufferspeicher.


    Solarfocus ist eher ein Exot, beim Pelletkessel gibt es keinen sinnvollen Grund für den "Sturzbrand".


    Bewährte Hersteller für moderne Biomasse-Heizungen heißen zB ETA, Fröling und Hargassner. Deren kompakte und moderne Modelle heißen jeweils ePE, P5 und Nano PK. — Hier im eigenen Keller heizt nun den vierten Winter ein ETA ePE und ich kann nur das Beste davon berichten, war eine der besseren Ideen.

  • Ich habe diese seit 3 Jahren: Rennergy NEO HV 30und Pellet Mini 25.

    Sind orginal Hargassner

    Kann ich nur empfehlen. Keine probleme bis jetzt. Und wenn ich mal keine Lust zum anfeuern kümmert sich der Pelleter um ein warmes zu Hause.

  • Hallo, ich habe leider überhaupt keine Ahnung; will aber nicht alles einem Monteur überlassen, der mir irgendetwas aufschwatzt.

    Muss aus Kostengründen von (bequemen) öl weg zu einer Pelletheizung. Jahres-Heizbedarf ohne Warmwasser 70.000 kW.

    Ich suche einen Pelletkessel, 30 kW, der über Außenfühler gesteuert wird und alles alleine macht. Na ja, Pellets kann ich wohl noch bestellen.

    Jemand Erfahrung mit den Kesseln von Attack ?

  • Hallo, erst einmal : vielen Dank an Alle ! für die Mühe mir zu antworten.

    Altes Haus, ungedämmt (Gemeindesatzung verbietet Änderungen) Jahresbedarf ca. 7.000 Liter Heizöl. Steinalt heißt 82 Jahre alt. Ein paar Jahre zu alt für Bäume spalten und hacken, Deshalb wohl doch besser eine Pelletheizung,

    Angedacht Attack Pellet 30 Automatik + ??


    Ach ja, bis 78 hatte ich auch noch keine Probleme :)


    Platz im Keller habe ich schon reichlich, Aber die 14 To Pellets müssen ja irgendwie zum Kessel. Und eine Leitung über den Kellergang ist wohl nicht zu empfehlen. Oder kann eine Saugleitung auch unter der Decke verlegt werden ? (2,20 m Hubhöhe)

    Edited once, last by Etaminator: Ein Beitrag von Frank81 mit diesem Beitrag zusammengefügt. ().

  • Respekt! — Mit 82 über eine neue Heizung nachdenken, das macht nicht jeder.


    Saugleitung über den Plafond funktioniert bei uns ganz unauffällig.


    14 Tonnen Pellets verlangen ein großen, idealerweise hohen Raum. Je höher, desto besser die Raumausnutzung, weniger Totraum durch den unvermeidlichen Schüttkegel. Rechne mit 22 Kubikmetern Pelletvolumen!


    4 bis 8 Saugsonden mit automatischer Umschalteinheit und ein W-förmiger Schrägboden, mindestens zwei Einblasöffnungen und eine Absaugöffnung "im toten Winkel", dann kann man den Raum beim Einblasen ideal nutzen.



    Vielleicht auch eine Brauchwasser-Wärmepumpe für den Sommerbetrieb andenken. Dann bleibt die Heizung von Mitte April bis Mitte Oktober aus.

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