Feedback Planung Pelletkessel im Ferienhaus

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  • Hallo liebe Community.

    Ich bin sehr neu auf dem Gebiet und habe mich versucht in den letzten Wochen massiv zu informieren und schlau zu lesen, weil ich meinen Eltern einen Pelletkessel spendieren will. Da ich neu und unsicher bin, würde ich gerne nach eurer Bewertung zu dem Vorhaben fragen, ob ich alles richtig verstanden und durchdacht habe, oder ob es Fehler in meinen Überlegungen gibt.


    Meine Eltern haben ein freistehendes Bungalow im Norden der Türkei. Eigentlich als Ferien/Sommerhaus gedacht. Als Rentner sind sie allerdings immer häufiger auch in der Übergangszeit und im Winter dort und haben mit der Kälte zu kämpfen. Das Haus hat 90m2 ist an den Wänden ungedämmt und im Dach sowie Boden nur mit 5cm Styropor gedämmt. Im Winter werden es maximal - 5 Grad. Eher 0-10 Grad.


    Chatgpt hat mir eine ungefähre heizlast von ca. 12-14 kw kalkuliert. Es sind 7m Typ 22 Heizkörper verbaut, welche bei 80 grad Vorlauf um die 12-13 kw an den Raum abgeben können.


    Geplant ist deshalb ein einheimischer Pelletkessel. Hier wurde mir ein Ünmak Technopel 15kw Kessel (Ausdehnungsgefäß, Pumpe, Sicherheitsgruppe integriert) mit einem 300l Hygiene/Pufferspeicher empfohlen, womit ich auch gleichzeitig Warmwasser bekommen kann.


    Die Handwerker dort ticken etwas anders als hier in Deutschland, daher habe ich mich selbst schlau gelesen und eine Skizze erstellt, wie sowas aufgebaut werden sollte. Ich bin auf eure Erfahrungen angewiesen um das ganze zu bewerten. Habe ich Fehler gemacht, was vergessen oder schaut das schon vernünftig aus? Bitte um Einschätzung.


    Vom Kessel geht der Vorlauf (mit der internen Pumpe) in den Speicher und dann zu den Heizkörpern. Zurück zum Speicher wird er mit einer zweiten Heizkreispumpe gesaugt und von dort zum Kessel. Es gibt eine Rücklaufanhebung (esbe vtc511). Auf 60grad. -Hier schonmal eine Frage. Die HeizkreisPumpe in den Vorlauf (schieben) oder in den Rücklauf (saugen)?


    Warmwasser: Kaltwasserleitung läuft in den eingebauten Wärmetauscher im Speicher und kommt oben heiß wieder raus. Ein Verbrühungsschutz mischt kaltes Wasser hinzu um das Wasser auf ca. 45 Grad einzustellen.


    Desweiteren ein paar Schmutzfilter, Rückschlagventil, Druckminderer und Hähne.


    Ich hoffe man kann an der Zeichnung In etwa erkennen, wie es gemeint ist.


    Bitte seid nachsichtig, ich habe als Frau normalerweise gar keine Berührungspunkte mit dem Thema und habe mich so gut es geht informiert. Ich freue mich über konstruktive Kritik :saint:


    Liebe Grüße Neslihan

  • 855

    Approved the thread.
  • Ich bin für Split Klimaanlagen zum Heizen.

    Das ist die ortsübliche Heizung, günstig, einfach und du findest mehrere Installateure dafür.

    Wenn die HK benutzt werden sollen eine Luft Wasser Wärmepumpe. Aber Empfehlung ist klar die Klimaanlage weil einfacher bedarfsgerechte benutzt werden kann.

  • Die Arbeiten würde ein Installateur ausführen, der im Umkreis bereits viele Kessel installiert hat. Aber so wie ich das verstanden habe, macht der das noch wie vor 20 Jahren. Rücklaufanhebung, modulierender Kessel usw. sind ihm kein Begriff. Ich würde ihm das schema zeigen und sagen, so will ich es haben und er soll es umsetzen. Er hatte mir einen 35kw Kessel empfohlen, ohne zu wissen wieviel meter Heizkörper ich habe. Das spricht schon für sich D ist die Zeichnung so allerdings plausibel? Kann ich den das so machen lassen?


    Split Klima war tatsächlich unser erster Gedanke!! Wir haben uns beraten lassen. Hatten uns für ein 24000 btu Gerät entschieden. Man sagte uns, das würde nicht ausreichen. Zumal Wohnzimmer, Küche und Flur offen zusammen 50m2 sind. Außerdem würden die beiden Schlafzimmer und Bäder kalt bleiben, wenn man dort nicht auch welche installiert. Das hat uns verunsichert und wir wollten nicht den Kompromiss eingehen, das wir nur den Wohnbereich teilweise warm bekommen. Was ist da eure Einschätzung? Wären das tatsächlich zu wenig die 24000 btu? Die größeren Geräte sind leider Standgeräte.


    Wärmepumpe wurde zwar auch empfohlen. Aber ich war sehr stutzig. Für die ca. 55 Grad Vorlauf bei der die Maschine effizient läuft, sind die 7m HK glaube ich einfach zu wenig.


    Ich habe leider zu wenig Erfahrung um diese Optionen zu bewerten. Mit einem Pelletkessel haben wir deshalb geliebäugelt, weil wir oft zu Besuch waren bei Leuten, die das hatten und es bei denen zuhause richtig warm wurde, während meine Eltern zuhause gefroren haben :D

  • Hallo


    24.000 BTU/h sind ca. 7 kW. Kann reichen muss nicht reichen. Ist das die Angabe fürs heizen oder kühlen? Und bei welchen Randbedingungen. Kühlleistungsangabe war immer an Aussentempertur gekoppelt. Heizleistungsangabe hat bei Split zu meinen Zeiten noch niemand interessiert, bzw. war bei meinen Anwendungsfällen nicht relevant.

    Und obs reicht kann niemand sagen weil niemand die geneuen Randbedingungen kennt.

  • 35 kW Pelletkessel an einem 300-l-Kombispeicher für ein 90-m2-Häuschen vs. 7 kW Wärmepumpe … das Handwerk wie es leibt und lebt. Kann man fast nicht erfinden.


    Immerhin ist ein Pelletkessel mit Pufferspeicher auf Fehldimensionierung nicht so empfindlich wie zB eine (Luft-Wasser-)Wärmepumpe. Ein Kessel mit zB 13 kW ist für dieses Objekt sicher massig ausreichend und dann passt ein 500-Liter-Puffer gut dazu. So erreichst du ein bis drei Zündungen am Tag.


    Schlauer als ein Kombispeicher wäre eine eigene Brauchwasser-Wärmepumpe oder — besonders in Verbingung mit PV-Anlage — ein einfacher Speicher mit E-Heizpatrone für den Sommerbetrieb. Dem Kessel bleibt dann der Betrieb nur für die Warmwassererzeugung erspart, die Wärmemenge des Warmwassers muss man dann nicht vom Puffer abziehen, also kann der Puffer kleiner sein bzw. er arbeitet effizienter.

    Split-Klimaanlagen sind eine Behelfsheizung, nicht mehr. Nebenräume kalt, Geräusche, ungleichmäßige Wärmeverteilung, begrenzte Haltbarkeit. Als Truhengeräte lassen sich die Nachteile ein wenig eindämmen. Mit zeitgesteuerter elektrischer Fußbodenheizung für Bad und WC vielleicht akzeptabel, aber nicht erste Wahl.

  • Die HeizkreisPumpe in den Vorlauf (schieben) oder in den Rücklauf (saugen)?


    Ein Verbrühungsschutz mischt kaltes Wasser hinzu um das Wasser auf ca. 45 Grad einzustellen.

    Besser in den Rücklauf saugen. Die modernen Pumpen haben Probleme mit Temperatur und noch mehr mit Luft.


    Den Verbrühungsschutz würde ich sofort entsorgen. Die Eltern kennen sicher warmes Wasser. Frag sie ob die mit dem Pipiwasser zufrieden sind oder doch lieber richtig warmes Wasser bekommen wollen.

    Die 13kW reichen nicht 'mal schnell' die Wohnung warm zu bekommen und auch nicht für eine größere Wanne oder längere 'Duschorgien'. Regendusche ist da schon schwierig wenn es ein Hygienepuffer wird. Da würde ich einen doppelten Puffer nehmen. Der könnte auch im Sommer vom Solar geheizt werden.

    Etwa die Hälfte des in Deutschland 'geheiligten' Schnickschnack ist nur Geldtreiberei. Frag den Mann vor Ort ob er einen etwas kleineren schon installiert hat und wie lange der schon lebt. Vermutlich bauen sie dort nicht so pingelige Geräte, welche die nicht sofort zusammenrosten wenn der Rücklauf auf 59° fällt.

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