Display More"...Warum gehst Du nicht einfach länger in die Arbeit und nimmst das zusätzliche Einkommen um Öl zu kaufen?..."
Moin,
mit Scheitholz kenne ich mich nicht aus, und es wäre für mich auch keine Option, aber im Hinblick auf Pellets ist die Empfehlung, weiter mit Öl zu heizen, natürlich sehr kritisch zu hinterfragen: 5 Tonnen Pellets kosten beispielsweise aktuell rund 2000 Euro, und das ist schon sehr teuer mit gut 400 Euro pro Tonne. 2500 Liter Heizöl liegen heute jedoch bei über 4300 Euro, und weitere Preisverwerfungen durch globale Krisen sind wahrscheinlich, zumal die stetig ansteigende CO²-Besteuerung perspektivisch zusätzlichen Druck ausüben wird.
Seit ich mit Pellets heize - ausgerechnet seit Beginn der Preiskapriolen des Ukrainekrieges - wäre eine Heizöllieferung immer in etwa doppelt so teuer gewesen wie das Äquivalent in Pellets. Dieser Abstand verringerte sich im vergangenen Jahr zugegeben auf wenige hundert Euro, aber es war immer noch günstiger, und dann kam Herr Trump ja auf die glorreiche Idee, einen Krieg am Golf anzuzetteln. Wer sich jetzt mit dem Gedanken trägt, seine Öl-Heizung auszutauschen, tut sich m. E. mit fossilen Energieträgern keinen Gefallen mehr. Solange die alte Anlage läuft, kann man natürlich zuwarten, aber wie beschrieben verursacht schon jetzt jede weitere Brennstofflieferung erhebliche Mehrkosten, die sich auch mit höheren Anschaffungspreisen und Betriebsaufwendungen einer Holzheizung kaum noch rechtfertigen lassen.
Schöne Grüße zum Osterfest
Die Krux ist aber auch das wir gar nicht in der Lage sind den Pelletbedarf aus heimischer Produktion zu decken. In Rumänien werden derzeit die letzten Urwälder Europas von ausschlieslich westeuropäischen Firmen rücksichtslos geplündert. Und damit natürlich der Peletpreis beeinflusst. Und da gehts nicht um ein paar Käferfichten sondern um Kahlschläge von zig Quadratkilometern intaktem Urwald. Bei uns werden Pelletheizungen gefördert ohne wirklich zu wissen wo der Brennstoff herkommt, Haupsache die CO 2 Bilanz stimmt.