KWB MF2: Heizverhalten optimieren (Kessel "moduliert" zu stark o.ä.)

There are 17 replies in this Thread which was already clicked 1,159 times. The last Post () by soerenG.

  • Nachdem unsere beiden Kessel (MF2) und (CF2) nun nach dem 3. Winter endlich rund laufen und alles gut mit Puffer und Heizung geregelt ist (hätte nicht gedacht, dass das so viel Geduld braucht ^^ ), können wir nun ein bisserl an der Optimierung feilen.


    Mir brennt schon länger auf den Nägeln, den CF2 MF2 bei der Verbrennung besser einzustellen, aber ich habe bisher keine Parameter dafür gefunden. Vorab: Die Modulierung ist ausgeschaltet.


    Folgene Grafik zeigt die Flammtemperatur von letzter Nacht:



    • Um 0:30 wurde der Kessel eingeschaltet und hat dann zuerst den Puffer bis auf ca. 72 Grad durchgeladen. Als Min/Max sind 52 und 77 Grad eingestellt.
    • Gegen 03:00 ist der Puffer voll, der Kessel schaltet sich ab
    • Ab hier schaltet sich der CF2 MF2 immer wieder alle 30~40 Minuten wieder kurz ein; Der Puffer zeigt jeweils knapp 70 Grad an und geht dann auf 72 Grad hoch.

    Es ist ja klar, dass das ständige Hoch/Runterfahren den CF2 MF2 über Gebühr belastet und schlecht für die Effizienz und den Schadstoffausstoß sind. In unserem Fall brauchen wir den Puffer auch nicht dauerhaft auf 72 Grad halten, da die Vorlauftemperatur bei 60 Grad gedeckelt ist.


    Ich suche jetzt eine Möglichkeit die Parametrisierung des CF2 MF2 so einzustellen, dass die Hysterese über die Pufferfühler deutlich relaxter läuft. Die Min/Max-Temperatur des Puffers hat ja wohl keinen Einfluss darauf. Offenbar sorgen ein oder mehrere Parameter schon bei 2 Grad Abfall für ein erneutes Anspringen. Bin mal über alle Parameter drübergesurft, aber habe ad-hoc nichts gefunden, aber es würde mich wundern, wenn das nicht geht. Bin für jeden Tip dankbar und probiere gerne alles aus :hacker:



    Grüße,
    Sören

  • Ist die blaue Linie ist IST Flammtemperatur ?

    Ist das gesamte Puffervolumen durchgeladen auf 72°C ?

    Warum "nur" 72°C , es sind ab Werk 80°C eingestellt ?

    Geht der Kessel in Feuererhaltung , weil der Puffer voll ist und noch Glut im Kessel ist ?

    Lässt sich auch die Kesseltemperatur in dem obigen Diagramm mit anzeigen ?


    Geht es überhaupt um dem Classicfire im Stückholzbetrieb oder ist das ein Zwitter und hier gehts um den Pelletsbetrieb ?

  • SORRY, mein Fehler: Es geht um unseren MF2, nicht CF2 (das passiert, wenn man so spät am Abend noch was postet, sorry nochmals). Einen CF2 haben wir auch, aber mit dem ist alles okay, BTW.


    Ja --> Die blaue Linie ist die IST Flammentemperatur, die grüne der O2.

    Ja --> Das Puffervolumen ist voll durchgeladen (es ist ein bischen komplizierter, weil wir noch den CF2 auf den gleichen Puffer laufen lassen, aber die beiden Fühler "suggerieren" dem MF2 einen auf 72 Grad durchgeladenen Puffer (Achtung: obere Soll-Temperatur ist auf 77 Grad eingestellt; warum das keine 80 sind, keine Ahnung, wird der Installateuer vermutlich so eingestellt haben)

    Nein --> Keine Feuerhaltung, weil es ja um einen MF2 geht (sorry, abermals 😄)


    Ich erstelle nochmal ein Diagramm mit beiden Fühler- und der Kesseltemperatur.

  • Der Kessel moduliert nicht, der taktet.


    Wer immer da die Inbetriebnahme gemacht hat, hat es verbockt. Dort einhaken. Die Betriebsweise ist ja ein schlechter Witz.

  • @all: Zur Erinnerung: Die Anlage steht in Spanien und die dortigen Installateure sind wohl "schwierig". Deshalb möchte Sören seine Anlage selbst verstehen und auch warten - was ja auch sehr sinnvoll ist.


    Hallo soerenG,


    solange sich hier niemand meldet, der sich auch mit dem KWB Multifire auskennt (du heizt mit Hackschnitzeln, nicht mit Pellets), können wir lediglich versuchen mehr über die Anlage in Erfahrung zu bringen. Vielleicht ergibt sich dadurch schon ein Lösungsansatz.


    Meine Fragen:

    • Wie groß ist dein Pufferspeicher? Wenn mehr als ein Behälter, wie sind diese hydraulisch verbunden (parallel oder seriell)?
    • Wo am Puffer sind wieviele Temperaturfühler angebracht?
    • Im Eingangsbeitrag schreibst du "als Min/Max sind 52 und 77 Grad eingestellt": Auf welche Temperaturfühler beziehen sich diese Angaben?
    • Wie ist die Verblockung zum Scheitholzkessel CF2 gelöst? Du schreibst der CF2 "suggeriert dem MF2 72 Grad", das verstehe ich nicht. Es ist doch normal, dass alle Wärmeerzeuger auf denselben Puffer gehen. Wie ist das mit den Puffer-Fühlern gelöst: Hat jeder Kessel eigene Fühler oder sind die Fühler als Y-Draht ausgeführt?

    Nun zu den Kurvendiagramen:

    • Sind für den MF2 Heizzeiten eingestellt? Denn der Kessel startet anscheinend um 3:00 Uhr voll durch, obwohl die von dir genannte (Puffer-) Mindesttemperatur von 52°C schon lange unterschritten ist.
    • Ebenso schaltet der Kessel um 8:00 Uhr unmittelbar ab, obwohl er vorher stundenlang versucht, die Puffer-Temperatur auf einem Niveau über 70°C zu halten (genauer lassen sich die Charts leider nicht ablesen). Dabei ist auch nicht klar, ob der Temperaturfühler für Puffer-Oben (TPO) oder Puffer-Unten (TPU) führend ist.
    • Sehr seltsam finde ich das Verhalten des TPU. Der Puffer scheint schon um 4:00 Uhr, also nach einer Stunde, komplett durchgeladen zu sein. Das deutet darauf hin, dass entweder der Puffer sehr klein ist oder die beiden Pufferfühler liegen nahe beieinander (d.h. der TPU liegt in Höhe der Puffer-Mitte?). Bei Kombi-Anlagen will man ja oft nicht den gesamten Puffer durchladen, damit man beizeiten wieder mit Scheitholz heizen kann.
    • Dass der MF2 bei den kleinsten Änderungen des TPO (bzw. des TPU) wieder nachheizt, kann, wie du schon richtig erkannt hast, eigentlich nur an einer zu klein eingestellten Hystere liegen. Wo man diese einstellt, weiß ich nicht. Hier noch ein Link zu den uns bekannten KWB-Codes.

    Viele Grüße von Karlheinz :)

    Seit Juni 2011:

    ETA Twin: SH30/P25 "noTouch" (Füllraum 150 Liter)

    Hopf Pelletaustragung: 6x UniWok-Saugsonden (Selbstbaulager für 6 to)

    Paradigma Pufferspeicher: 2x Aqua Expresso (1090 + 958 Liter; seriell verbunden)

    Paradigma FrischWasserStation

    Paradigma VRK-Anlage: 2x CPC21 Star Azzurro Solarpanel (10m²; Aqua-System ohne Glykol)

  • Hallo Etaminator, vielen Dank für Deine Hilfe (auch Thread-Umbenennung und Korrekturen) - Du kennst die User des Forums ja offenbar genau mit der jeweiligen Vorgeschichte, super! :D


    Austro-Diesel bringt es auf den Punkt: Der Installateuer hat das natürlich zu verantworten, unsere Lösung war angeblich die erste Installation dieser Art in Spanien, deswegen wundert mich das auch nicht wirklich...aber bisher haben wir alle anderen Problemchen auch schon ohne Rückgriff auf diesen "Spezialisten" in den Griff bekommen (ist leider eine lange Geschichte, die uns viel Nerven gekostet hat...)


    Zu den Fragen, erstmal das gesamte Diagram (wieder ein Screenshot aus Openhab, Überblick über einen Teil unseres Energiemanagements). Ich erkläre kurz die relevanten Punkte:


    • Der CF2 (18KW) ist als Master konfiguriert, hat immer Vorrang und übernimmt vor allem im Winter/Frühjahr und sporadisch im Sommer/Herbst den größten Teil der Last (ca. 70% der Heizleistung, aber das nur am Rande)
    • Ein 3200 Liter Pufferspeicher ist direkt an den CF2 angeschlossen und von den 5 Temperaturfühler sind die 1(Oben), 2, 4 und 5 (Unten) angeschlossen (ergo: 3 ist nicht angeschlossen, der liegt genau in der Mitte)
    • Der MF2 (40 KW) ist der "Slave" im Betrieb. D.h. sobal der MF2 läuft und der Meinung ist, er erzeugt genug Wärme wird dem MF2 ein "Aus"-Signal gegeben. Das ist wohl ein KWB-spezifisches Feature und wird zwischen den beiden Kesseln, die sich kennen per Direktverbindung signalisiert.
      Das erlaubt einen Parallelbetrieb für den Fall, dass der CF2 alleine nicht ausreichend wäre, den benötigten Bedarf zu decken. In der Realität haben wir das aber noch nicht gebraucht, so dass wir faktisch entweder nur MF2 oder CF2 nutzen.
      Wenn nur der MF2 läuft, darf er das tatsächlich komplett alleine, der CF2 hält sozusagen die Füße still und funkt nicht dazwischen, bis wir ihn manuell in Betrieb nehmen würden.
    • Der spezielle Kniff ist dabei, dass der CF2 MF2 nur die Fühler 1 (Oben) und 3 (Mitte) angeschlossen hat, diese werden auf die Fühleranschlüsse "1" und "5" gelegt, so dass dem MF2 eben bei halbvollem Puffer ein "ganz voll" vorgegaukelt wird. Die Fühler sind eigenständig verkabelt, d.h. der Puffer erlaubt faktisch 2 x 5 Fühlereinschübe, d.h. wir müssen nichts "Y-verkabeln" oder ähnlich. Jeder Kessel kann seine eigenen Fühler haben. Am Rande: Das führt zu geringfügigen Unterschieden für den Fühler 1, obwohl auf der gleichen Höhe eingebaut zeigen die schonmal bis 2 Grad Unterschied an.
      Der "Kniff" besteht nun darin, dass der MF2 immer nur maximal den halben Speicher aufladen kann bzw. soll, das sind immer noch rund 1600 Liter. Sollte sich der CF2 dazuschalten und die Heizung nicht schnell genug Wärme abnehmen, stehen zumindest erstmal 1600 Liter zum Aufheizen zur Verfügung. Da der CF2 MF2 sehr schnell thermisch zwischen an und aus wechseln kann, funktioniert das grundsätzlich sehr gut. Etaminator, Du hast das wohl "Kombi-Anlage" genannt, das ist vermutlich genau unser Setup.
    • Noch zwei Details am Rande, aber vermutlich nicht relevant für das Problem: Der Warmwasserspeicher ("ACS") hat 750 Liter und ist an den Puffer über eine separate Ladepumpe angeschlossen. Und der Hauptspeicher hat keine Ladelanze o.ä. Schnickschnack, eingespeichert wird oben, Kaltwasser wird unten zugeführt. Das funktioniert erstaunlich gut, ich habe schon >30 Grad Temperaturdifferenz zwischen "oben" und "unten" gesehen, die auch für mehrere Stunden erhalten blieb.

    Ich hoffe, das beantwortet die Fragen nach Puffergröße, Fühlerverschaltung etc. soweit vollständig? Wenn nicht, schiebe ich gerne mehr Infos nach :saint:


    Jetzt noch zu den Fragen:

    • "Min/max von 52/77 Grad": Das bezieht sich auf die Temperatur-Einstellung für den Puffer, die man bspw. im "Comfort Online"-Web vornehmen kann (oder auch direkt in der Steuerung).
    • Der MF2 hat - im Moment - keine Heizzeiten. Das hängt mit dem spezifischen Wärmebedarf im Frühjahr und Herbst bei uns zusammen: Das "An" und "Aus" habe ich in Software in Openhab modelliert und steuere damit den MF2 flexibler und effizienter, als es die eingebaute Steuerung erlaubt. Ich könnte auch das "Zeit+"-Programm benutzen, wenn die Möglichkeit nicht bestünde, aber mit Openhab sind wir halt einen Tacken besser 8o
      Im letzten Screenshot wurde der Kessel um 6 Uhr auf "ein" gestellt und bekam um 9 Uhr das Kommando "aus", dazwischen läuft er dann eigenständig mit dem Programm "Temperatur", also die Puffer-Fühler nach meinem Verständnis. Der erste Screenshot des ersten Beitrags ist ein anderer Tag, bitte ignorieren.
    • Verhalten TPU und TPO: Ich hoffe, das ergibt sich alles aus den bisherigen Informationen.


    Das mit der Hysterese ist ja die Kernfrage, wo finde ich die passenden Einstellungen? In der Comfort 4-Steuerung finde ich auf der Fachkraftebene für den Puffer u.a. folgende Einstellungen:

    • Temperaturdifferenz Ein: 15 Grad
    • Temperaturdifferenz Aus: 7 Grad
    • Synchronladen: Aus
    • [...und mehr...]

    Wie üblich bei KWB werden die Werte für Enduser nicht erklärt, für mich hört sich das aber genau nach einer Hysterese-Config an - nur passt das Verhalten halt nicht dazu...?


    Bin ab hier etwas ratlos und für helfenden Rat dankbar.


    Grüße,
    Sören

  • Hallo Sören,


    danke für die ausführliche Erklärung. Das meiste habe ich verstanden - bin aber auch nur interessierter Laie, der eigentlich nur seine eigene Anlage relativ gut kennt (und durch das Forum noch etwas dazugelernt hat). ;)


    Das was du als "Kniff" bezeichnest ist m.E. die übliche Vorgehensweise bei Pelletanlagen mit (zu) großem Puffer, wie man sie bei i.d.R. Kombianlagen mit Scheitholz vorfindet. Bei meiner Anlage ist das ähnlich gelöst, ich kann aber zusätzlich noch den Puffer im Pelletbetrieb durchladen, wenn ich wollte.


    Das mit der Hysterese ist ja die Kernfrage, wo finde ich die passenden Einstellungen? In der Comfort 4-Steuerung finde ich auf der Fachkraftebene für den Puffer u.a. folgende Einstellungen:

    - Temperaturdifferenz Ein: 15 Grad
    - Temperaturdifferenz Aus: 7 Grad
    - Synchronladen: Aus
    - [...und mehr...]

    Wie üblich bei KWB werden die Werte für Enduser nicht erklärt, für mich hört sich das aber genau nach einer Hysterese-Config an - nur passt das Verhalten halt nicht dazu...?

    • Die Frage ist hier zu welchen Fühlern diese Temperaturdifferenzen gehören (TPO und/oder TPM)?
    • Da es sich um Differenzwerte handelt, brauchen diese noch eine Bezugstemperatur. Oft ist diese dynamisch vorgegeben, z.B. durch die aktuelle Wärmeanforderung der Heizkreise und des Boilers.
    • Das müsste "man" herausfinden.

    Verhalten TPU und TPO: Ich hoffe, das ergibt sich alles aus den bisherigen Informationen.

    Ich habe mir das Chart von gestern (13.4.2026) nochmal genauer angeschaut und jetzt abgelesen, dass der für den automatischen Betrieb reservierte Pufferspeicher (1.600 Liter), innerhalb von ca. 2 Stunden von ca. 40°C auf ca. 70°C erwärmt wurde (und nicht, wie ich zuerst annahm, in nur 1 Stunde). Das ist für einen 40 kW Kessel machbar. Die seltsame kleine Hysterese zwischen den "Einschaltpunkten" erklärt das aber nicht.


    Allerdings passen deine Angaben zu den Uhrzeiten nicht so recht zum Chart von gestern (13.4.2026). Du schreibst, deine HA-Regelung hätte den MF2 um 6:00 Uhr eingeschaltet und um 9:00 abgeschaltet. Im Chart kann ich nur ablesen, dass der MF2 zwischen 3:00 Uhr und 8:00 Uhr geheizt hat.


    Der spezielle Kniff ist dabei, dass der CF2 MF2 nur die Fühler 1 (Oben) und 3 (Mitte) angeschlossen hat.

    ...

    Da der CF2 MF2 sehr schnell thermisch zwischen an und aus wechseln kann, funktioniert das grundsätzlich sehr gut.

    An zwei Stellen deines Texts oben, habe ich die Kesselbezeichnung von CF2 nach MF2 geändert. Andernfalls würde ich die Erkläung nicht verstehen. Falls ich mich irre, dann sag Bescheid - ich mache die "Korrektur" dann wieder rückgängig. :/


    Viele Grüße von Karlheinz :)

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  • Hallo Karl-Heinz / Etaminator,

    die Umbennung "CF" in "MF" war richtig, irgendwann kriege ich das auch nochmal sortiert :D

    Dann zum Chart, das ist richtig, ich habe versehentlich ein falsches Datum, den 7.4. nicht 13.4. gepostet, da war tatsächlich schon um 3 Uhr der Start. Aber das Verhalten ist ja im Prinzip identisch.


    Bin nochmal durch alle Einstellungen gegangen, auch die Puffer-Hydraulik und habe erstmal einen Parameter gefunden, der definitiv falsch eingestellt war: Der Puffer ist mit 3200 Liter angegeben. Das stimmt zwar technisch, aber für den MF2 eben nicht, der "sieht" ja nur 1600 Liter davon => Hab ich daher auf 1600 Liter geändert! Da die Steuerung laut Handbuch anhand von Leistung und Soll/Ist-Temperatur abschätzt, wieviel noch verbrannt werden soll würde ich mal denken, dass das evtl. einen positiven Effekt hat. Abhängig davon wie die Comfort 4 rechnet sollte dann zumindest der Brenner früher aufhören.


    Die beiden Einstellungen mit der "Temperaturdifferenz" habe ich zudem leicht auf 15 und 5 Grad gespreizt. Für mich hört sich das ja nach Hysterese an, Ein bei 15 Grad unter Soll, Aus bei 5 Grad unter Soll, aber so einfach ist es ja nicht. Ich schaue mir das heute Nacht mal an (bzw. dann Morgen früh die aufgezeichneten Werte und melde mich nochmal). Wäre natürlich cool, wenn hobara etwas zu den Konfigurationswerten sagen könnte 8o dann müsste man nicht so viel rum raten 8)


    Grüße,
    Sören

  • Eine maximal einstellbare Puffer-Hysterese von 15° wäre abenteuerlich wenig. Der Parameter ist eher für etwas anderes.


    Feststoffkessel mit Puffer werden idR von zwei Thermofühlern gesteuert, oben der für die Einschalttemperatur, unten jener für die Ausschalttemperatur.

  • Die Frage ist auch: Wie wird die Brenneranforderung gesteuert – absolut oder über Anforderung? Oft gibt es auch die Möglichkeit, die Anforderung bei Bedarf auf "EIN" zu schalten, aber "AUS" erst auf einem höheren Ladeniveau. Die letzten 20 Grad, sag ich mal: Wenn er einmal brennt, warum nicht durchladen, um länger zu profitieren? Das sollte die Anzahl der Starts reduzieren.


    Mit KWB liegst du, was die Steuerlogik angeht, im Mittelfeld zu dem, was Austro-Diesel mit seiner ETA und meiner Ökofen, hier mal der grobe Überblick


    ThemaETAKWBÖkoFEN
    Regelungsehr dynamischstrukturierteher statisch
    Sensorikhochhochbegrenzt
    Modulationsehr feingutvorhanden, muss aber manuell konfiguriert werden
    Durchladungautomatischsteuerbarindirekt und manuell einzustellen
    Ansatzenergiegeführt, akt. Bedarfprogrammgeführttemperaturgeführt


    das, was die ETA automatisch richtig macht, muss ich bei der Ökofen, manuell steuern. :(

    Dafür hat ÖkoFEN mehr bunte Bildchen als ETA 8o
    ....


    MfG

    Meine Anlage, meine Expertise:

    ÖkoFEN PELLEMATIC© Compact 10 - 18 kW (eingestellt auf 18kW)

    ÖkoFEN Systemspeicher Pellaqua 600 Liter

    ÖkoFEN Sacksilo für ca. 9,2 to Pellets

    Ökofen Pelletronic Touch V4.04

    Außentemperaturfühler, kein Raumtemperaturfühler


    Zusätzlich installiert:

    Heizstab, der mit überschüssiger Energie aus PV-Anlage unterstützt. Reicht im Sommer allemal für WW

    ansonsten wird ein Bestandsbau ca 250m² beheizt,

    normale Heizkörper, teilweise noch ursprünglich aus Ende 70er Standard

  • Leider hat die Änderung der Parameter keine Änderung gebracht, anbei ein Screenshot der Werte von heute.


    • Der MF2 hat erstmal normal den - halben - Puffer auf Temperatur gebracht.
    • Um 06:45 und 07:15 sprang er jeweils kurz an, oberer und unterer Fühlen waren dabei jeweils nur knapp 3 Grad unter ihren vorherigen Max-Wert gefallen

    Also mir ist das Regelverhalten hier immer noch völlig schleierhaft.


  • Hallo soerenG,


    ich habe mir die letzten Charts nochmal genauer angesehen (wobei die Skalierung durchaus noch Optimierungspotential hätte). ;)

    Dabei ist mir aufgefallen dass die Spitzen der Flammtemperatur (FT) zwar mit den Senken der TPO und TPU zusammenfallen, das ist m.E. aber ein Folgeeffekt und Zufall. Die FT-Spitzen korrelieren auch mit den Spitzen der Kesseltemperatur (KT): Der Brenner startet immer dann, wenn die KT unter 80 °C fällt und stoppt, wenn die KT wieder ca. 83°C erreicht. Das scheint mir ein viel naheliegenderer Zusammenhang zu sein. Leider kann ich die Werte nicht besser ablesen, aber dort scheint eine KT-Hysterese zwischen 3 und 5 Kelvin zu wirken?


    Ich weiß jetzt nicht, ob dir das etwas hilft, aber vielleicht hast du bisher an der falschen Stelle gesucht?


    In einem anderen KWB-Thema hatten wir gelernt, dass es sehr wichtig ist, dass, neben den korrekt zugeordneten Fühlerpositionen am Puffer, auch die Pufferkonfiguration (5.x) richtig eingestellt ist. Als Einstieg in dieses relativ lange Thema verlinke ich mal auf den zentralen Beitrag von hobara:

    Weißt du denn, welcher Puffertyp bei dir eingestellt ist?


    Viele Grüße von Karlheinz :)

    Seit Juni 2011:

    ETA Twin: SH30/P25 "noTouch" (Füllraum 150 Liter)

    Hopf Pelletaustragung: 6x UniWok-Saugsonden (Selbstbaulager für 6 to)

    Paradigma Pufferspeicher: 2x Aqua Expresso (1090 + 958 Liter; seriell verbunden)

    Paradigma FrischWasserStation

    Paradigma VRK-Anlage: 2x CPC21 Star Azzurro Solarpanel (10m²; Aqua-System ohne Glykol)

  • Hi Etaminator,

    okay, den Thread muss ich mir mal in Ruhe durchlesen. Ich werde auch vorsichtshalber mal die Fühlerpositionen checken und ja, Puffertyp kann ich nachschauen. Ich hatte auch irgendwo kürzlich eine ausführliche Übersicht gesehen, wann der MF2 den Betrieb startet, das muss ich auch nochmal suchen und werde dann in Kürze das gesammelte Wissen posten ^^ Wäre doch gelacht, wenn man das Problem nicht in den Griff kriegen könnte ;)



    Danke für den weiteren Hinweis,

    Grüße, Sören

  • Kleiner Update,

    • die Puffer-Einstellungen sind so wie sie sein sollten, und der Typ ist mit "1.2" identisch zum CF2, das Volumen wie schon gesagt im MF2 jetzt halbiert auf 1500 Liter.
    • Den Thread habe ich mir durchgelesen, aber das Beispiel dort ist doch komplexer bzw. anders als bei uns, wir haben keine Solarthermie und Fühlervertauschung kann ich ausschließen, sonst wären die Temperaturen im Chart ja völlig wirr und nicht so schön "geschichtet".

    Jetzt kommen wir zwar langsam in den Sommer und brauchen das nur noch für Warmwasser, aber die nächste Heizperiode kommt bestimmt ^^


    Grüße,
    Sören

  • Hi Sören,

    werden der/die Heizkreise auch aus dem Puffer bedient ? Ich frage, weil der Puffertyp 1.x keinerlei Steuerung für Heizkreise (Kesselanforderung bei Unterschreitung der geforderten HK-Vorlauftemperatur).
    Die Puffertypen hatte ich mal hier RE: KWB EasyFire 2: Kessel Überhitzung - Max. Wärmeabnahme? gepostet.


    VG,

    -Markus

    Hallo Markus, ja danke für den Link auf die Puffer-Schemata. Ja, die HKs werden aus dem Puffer bedient, aber das ist bei uns kein Problem, denn der größte Teil der Wärme, vor allem im Winter, wird ohnehin über einen Scheitholzkessel (CF2) bedient, d.h. wir sind die "manuelle Kesselsteuerung" über den Scheitholzkessel gewohnt ;)


    Ich hab vorhin nochmal eine Idee bekommen, werde die Kesselleistung über Modbus mal abgreifen und mit aufzeichnen, vielleicht finde ich da einen Hinweis auf die Ursache. Das Handbuch zum Kapitel "Wann wird der Pufferspeicher geladen?" zeigt doch einen recht komplexen Entscheidungspfad auf, ich will nicht ausschließen, dass das was mit der Fühlerkonfiguration zu tun hat, aber da fehlen mir noch ein paar Werte von der CF4-Steuerung für die Analyse.



    Grüße,
    Sören

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