Erfahrungen und Tipps mit Rasenkanten/Hochbeeten etc.?

There are 6 replies in this Thread which was already clicked 493 times. The last Post () by Baumwurm.

  • Tach zusammen,


    ich plane gerade, einen Teil unseres Gartens ca. 120 m² neu zu gestalten und würde gern mal eure Erfahrungen hören.


    Aktuell ist da einfach nur Rasen ohne klare Struktur. Geplant ist ein Kiesweg mit sauberer Rasenkante, dazu eine Gabione als Sichtschutz zum Nachbarn etwa 1,5 m hoch und rund 5 m lang sowie ein oder zwei Hochbeete für Gemüse.


    Der Boden bei uns ist eher lehmig und bei Regen auch gern mal länger nass. Das macht mir bei der ganzen Sache noch etwas Gedanken.


    Ich habe mich schon ein bisschen umgeschaut und bin unter anderem bei Rasenkante24 gelandet. Konkret hatte ich mir dort diese typischen Metallrasenkanten (https://rasenkante24.de/collections/rasenkanten-metall) angeschaut, einmal verzinkt mit etwa 0,6-mm-Stärke und auch die Varianten aus Cortenstahl mit Rostoptik. Das sind ja diese 1-Meter-Elemente zum Ineinanderstecken mit Verbindern und optionalen Erdankern. Vom Konzept her wirkt das ganz ordentlich und preislich auch interessant, aber mich würde interessieren ob das jemand länger im Einsatz hat. Bleibt das wirklich gerade oder fängt das nach ein paar Jahren an sich zu verziehen?


    Was mir sonst noch durch den Kopf geht:

    • Welche Rasenkanten haben sich bei euch wirklich langfristig bewährt, also frostsicher und ohne dass sie sich ständig setzen?
    • Kommt man bei einer Gabione in der Größe noch ohne ordentliches Fundament aus oder sollte man da gleich etwas Solides machen?
    • Hochbeete, lieber Holz, Metall oder Stein, was hält eurer Erfahrung nach am längsten?

    Ich habe mir dazu auch mal ein Video angeschaut, fand ich ganz hilfreich zum Thema Gabionen-Aufbau und Untergrund:


    External Content www.youtube.com
    Content embedded from external sources will not be displayed without your consent.
    Through the activation of external content, you agree that personal data may be transferred to third party platforms. We have provided more information on this in our privacy policy.


    Gerade was Untergrund und Verdichtung angeht scheint das ja doch wichtiger zu sein als man erstmal denkt. Und ganz allgemein, gibt es Sachen bei denen ihr im Nachhinein sagt hätte ich gleich anders gemacht? Mir geht es vor allem um Lösungen die langfristig halten und nicht nach ein paar Jahren wieder Baustelle sind.


    Dankee!

  • [Moderation]


    Hallo Hugo Baumwurm,


    dieses Thema, versehen mit einem externen "kaufmich24"-Link, hat auffallend wenig mit unserem Holzheizer-Forum zu tun, auch wenn die Rubrik "Alles rund ums Haus" durchaus passend ist. Wäre das dein erster Beitrag im Forum gewesen, dann wäre er erst gar nicht von den Moderatoren freigeschaltet worden und du wärst vermutlich sofort als Spammer gesperrt worden. Nun hast du aber die ersten Hürden mit halbwegs fachlichen Beiträgen geschafft und ich will nicht vorschnell urteilen. Allerdings habe ich mich schon nach deinem zweiten (Antwort-) Beitrag gefragt, woher deine Expertise in Sachen Holz- bzw. Pelletkessel kommt (das bisherige hört sich eher "nachgeplappert" an). In deinem Mitgliedsprofil steht nur etwas von einer Viessmann Gas-Brennwerttherme und eine erklärende Vorstellung, warum du dich im Holzheizer-Holzvergaser-Forum angemeldet hast, gibt es auch nicht. :/


    Bitte nicht falsch verstehen: Es dürfen durchaus auch mal Themen abseits der (Holz-) Heizung diskutiert werden. Der obige Beitrag sieht für mich im Gesamtzusammenhang leider nach typischem Spam aus (manche nennen das auch beschönigend SEO - also Suchmaschinenoptimierung für den gesetzten Backlink) und darauf reagieren wir im Forum allergisch. Es tut mir leid, wenn mein Verdacht falsch ist, aber am besten wäre es, du würdest im Bereich "Vorstellen" einen Vorstellungsbeitrag schreiben, damit wir das, was du schreibst, besser einordnen können. :saint:


    ---------------------------

    Um noch etwas zu deinen Gartenfragen beizutragen, habe ich, als Haus- und Gartenbesitzer, natürlich auch eine Meinung: ;)

    • Ich würde mir nie eine Gabione oder eine Bretterwand oder ähnliches nur als Sichtschutz in den Garten stellen. Wenn ein Hang mit Gabionen abgefangen werden muss, dann wäre es etwas anderes. Aber solch schmale Sichtschutz-Gabionen, wie sie dir wohl vorschweben, brauchen einen sehr stabilen Untergrund und müssen auch gegen Umstürzen gesichert werden.
    • Mein Grundstück z.B. ist ringsherum mit verschiedenen Heckenpflanzen umgeben (kein Zaun). Dafür braucht man natürlich Platz und es macht Arbeit wegen dem regelmäßigen Pflegeschnitt und den Blättern im Herbst, aber für die Natur (und die Optik) gibt's nichts besseres.
    • Auch von Rasenkanten aus Eisen oder Stahl halte ich nichts. Ich habe alle Abgrenzungen mit 8er und 10er Granitsteinpflaster in Trasszementmörtel gesetzt. Das hält zwar auch nicht "ewig", hat aber den Vorteil, dass man am Rand mit dem äußeren Rasenmäherrad auf den Steinen fahren kann und somit kein Randstreifen stehen bleibt (das funktioniert auch mit Mährobotern).
    • Hochbeete baue ich mir bisher immer selber aus z.B. (gebrauchten) Dielenbrettern. Material aus Holz hält natürlich auch nicht ewig, sondern muss etwa alle 10 Jahre erneuert werden. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, die Hochbeete innen bis über den Rand mit alten Kunststoffsäcken (Blumenerde) zu verkleiden. Dazu werden die Kunststoffsäcke aufgeschnitten und das Innere als Sichseite nach außen (am besten schwarz) angetackert. Das hält erstaunlich lange und sieht m.E. auch ansprechend aus. Wenn ich mal keine Lust mehr habe zu basteln, dann würde ich mir vermutlich Hochbeete aus WPC in Holzfarbe anschaffen.

    Aber Gartengestaltung ist Geschmackssache und die meisten Fragen hast du dir ja schon selbst beantwortet. :whistling:


    Viele Grüße von Karlheinz :)

    Seit Juni 2011:

    ETA Twin: SH30/P25 "noTouch" (Füllraum 150 Liter)

    Hopf Pelletaustragung: 6x UniWok-Saugsonden (Selbstbaulager für 6 to)

    Paradigma Pufferspeicher: 2x Aqua Expresso (1090 + 958 Liter; seriell verbunden)

    Paradigma FrischWasserStation

    Paradigma VRK-Anlage: 2x CPC21 Star Azzurro Solarpanel (10m²; Aqua-System ohne Glykol)

  • Zum Thema "Gabionen", die Anmerkung ist richtig: Gerade bei lehmigem Untergrund ist bei der von Dir geplanten Höhe ein Fundament Pflicht. Also entweder Ortbeton, 30 cm Tiefe und links/rechts mindestens +10 Breite zur Gabione zugeben oder Untergrund massiv verdichten und mit Mörtelschicht glattziehen. Das hängt halt von Deinem Garten ab, was geht. Erst ab Höhen/Breitenverhältnis 2:1 oder weniger reicht ein mässig verdichteter Untergrund (also Rüttler + tragfähige 0/32-Splittschicht verdichtet)


    Randstreifen haben wir auch mit Corteen gemacht, ich bin auch auf die von Dir gezeigte Webseite gestoßen. Die Materialdicke von 1~1,5mm ist allerdings zu wenig m.E., das kann sich bei der Installation auch schonmal verziehen: Vom Metallbauer haben wir uns ein großes 3mm-Sheet in 20 cm breite, jeweils 3m lange Streifen schneiden lassen (war sehr günstig) und dann einfach 20 cm lange Baustähle jeden Meter angeschweißt (selber, wenn Du das kannst oder auch für kleines Geld machen lassen). Die Stahlpinne haben wir dann einfach in einen versenkten "Mörtelklops" befestigt, alles schön mit Wasserwaage und Faden ausrichten und an zwei Stellen konnten wir auch Rundungen damit bauen. Die Gesamtkonstruktion hält wie Bombe und ist für kleines Geld realisierbar gewesen - vielleicht eine Alternative.



    Grüße,
    Sören

    • Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, die Hochbeete innen bis über den Rand mit alten Kunststoffsäcken (Blumenerde) zu verkleiden. Dazu werden die Kunststoffsäcke aufgeschnitten und das Innere als Sichseite nach außen (am besten schwarz) angetackert.

    Habe dazu Teichfolie verwendet und mit Karosseriescheiben und Nirosta-Schrauben an die Beplankung geklemmt. Die Folie ist nun nach 15 Jahren langsam spröde und im sonnenbeschienen Bereich da und dort schon eingerissen, aber die Lärchenholz-Dielen sind noch immer in Schuss — dicht war's also soweit.


    Gabionen schauen im Prospekt immer elegant aus. Die Wirklichkeit wuchert schneller.

  • Erstmal danke für die Rückmeldungen 👍

    @ Karlheinz Etaminator: den Einwand kann ich verstehen. Der Link war ehrlich gesagt nur das, worüber ich beim Suchen gestolpert bin. Mir ging es eher um die Bauart an sich als um genau den Shop. Ich hab nichts mit denen zu tun, wollte mir nur das Umschreiben sparen. Vorstellung reiche ich noch nach 👍


    Zu euren Punkten:


    Gabione:

    Klingt ziemlich eindeutig, ohne vernünftiges Fundament besser nicht. Bei dem lehmigen Boden hier hatte ich da eh schon ein ungutes Gefühl. Dann wird es vermutlich entweder sauber mit Fundament gemacht oder ich denke nochmal in Richtung Hecke um. Auch wenn das mehr Arbeit macht.


    Rasenkanten:

    Interessant mit den 3 mm Streifen, Sören. Das bestätigt meine Sorge, dass die dünnen Teile sich auf Dauer verziehen. Selbstbau klingt eigentlich gar nicht so verkehrt, vor allem wenn es stabiler ist. Muss ich mir mal genauer anschauen.


    Hochbeete:

    Geht wohl in Richtung Holz ist ok, aber nicht für die Ewigkeit. Innen auskleiden scheint sich zu bewähren. Wenn das 10 bis 15 Jahre hält, wäre das für mich völlig in Ordnung.


    - Gruß, Baumwurm

  • Beim Holz ist auch die Wahl der Holzart und die Ausbildung des Bereichs mit Bodenkontakt relevant. Bei heimischem Holz ist Lärche das Mittel der Wahl und eine Feuchtigkeitssperre schützt vor verfrühtem Moder im Sockelbereich.


    Wir haben einen Kranz aus übriggebliebenen Terrassenpflastersteinen gelegt, darauf den Holzrahmen des Hochbeets – dazwischen einen 5 cm schmalen Streifen aus Teichfolie als Kapillar-Trennschicht. Und innen die Teichfolie dann über diese Pflastersteine drüberhängen lassen, aber den Boden des Hochbeets für die Drainage offen lassen.


    Heute würde ich das zweigeteilt machen: einen unteren Bereich, der über diesem Bodenkontakt-Bereich liegt, und darüber überlappend einen, der nur die Wand des Hochbeets schützt. Das reduziert (hoffentlich) die Zugkräfte auf die Teichfolie, welche durch die Setzungsbewegungen des eingefüllten Erdreichs zustandekommen.

  • Das mit dem Sockelaufbau klingt wirklich sinnvoll, vor allem die Trennung vom direkten Bodenkontakt. Genau da gammelt es ja sonst zuerst weg.

    Die Variante mit Pflastersteinen und Kapillartrennung gefällt mir, ist einfach und nachvollziehbar. Der Hinweis mit der zweiteiligen Folie ist ebenfalls gut, an die Zugkräfte durchs Setzen hätte ich so nicht gedacht.


    Ich werde das wohl ähnlich machen, unten sauber trennen und innen nochmal schützen, aber nicht alles starr verbinden. Lärche passt dann ja auch ins Bild.


    Danke dir 👍

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!