Betrieb einer WP in der Übergangszeit und dabei den Speicher des HV nutzen

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  • Hi, ähnliche Themen wurden hier schon diskutiert, möchte aber jetzt nicht 3 Jahre alte Unterhaltungen aufgreifen zumal mein Ansatz noch in eine etwas andere Richtung geht.


    Also, die Idee: in bestehende HV Anlage eine Wärmepumpe integrieren. Sie soll die Ölheizung ersetzen, die bisher in der Übergangszeit läuft - so ganz grob Okt, Nov und März April . Also kein Mischbetrieb, sondern im Idealfall nur 2x im Jahr umschalten. Der im WP Betrieb benötigte Wärmebedarf wird dann geringer sein als im Winter wenn der HV läuft. Also sollte die geringere Vorlauftemperatur der WP unproblematisch sein, ohne größere Maßnahmen.


    Die Frage ist nun, ob es sinnvoll ist, bei WP Betrieb den Speicher des HV zu nutzen. Also tagsüber die höhere Lufttemperatur und gelegentlich auch mal einen PV Überschuss nutzen um den Speicher (mit-) aufzuladen und nachts dann die WP abschalten und aus dem Speicher ziehen. Auch könnte die WP dann länger ununterbrochen durchlaufen – das unerwünschte Takten wäre dann besser vermeidbar.

    Das an anderer Stelle diskutierte Problem der zerstörten Speicherschichtung sehe ich dann nicht, denn wenn die WP läuft, würde der Pufferspeicher tagsüber eher gleichmäßig erwärmt. Nachts, wenn das Beladen ausbleibt, kann sich dann ja immer noch eine Schichtung bilden.


    Andererseits werden über das Zwischenspeichern sicher ein paar Grad von der ohnehin geringeren VL Temperatur sowie ein Teil der Wärme durch Auskühlung wieder verloren gehen.


    Und ein HV Speicher ist ja auch nicht für eine WP gemacht – er könnte z.B. einfach zu groß sein (3200 ltr, könnte aber auch per Schieber auf 1600 ltr reduzieren) oder aus anderen Gründen konstruktiv ungeeignet sein.


    Schließlich braucht so etwas auch wieder eine spezielle Steuerung, die wohl nicht mal eben so zusammengebastelt werden kann.


    Was meint ihr?

  • Ähnliches (mit einem Pelletkessel) habe ich mir bei der erneuerung der Heizungsanlage überlegt und Anschlüsse dafür vorbereitet.


    Dass dies nun aller Wahrscheinlichkeit nie passieren wird hat vor allem wirtschaftliche Gründe, die Investition bedeutet ein Vielfaches der Ersparnisse über 10 Jahre. Unsere PV liefert viel zu wenig Strom, dass sich das ausginge, die Pelletsheizung ist komfortabel und läuft günstig.


    Ein Thema ist der geringe Wärmeinhalt des nur geringfügig erwärmten Pufferwassers. Damit die Wärmepumpe auch bei schon milderen Außentemperaturen effizient läuft sind 50° C so ungefähr das Maximum. Damit kommt man nicht besonders weit. Du hast wegen des Holzvergasers ein relativ großes Puffervolumen, da kann das schon eher funktionieren. Man kann das berechnen: der Wärmeinhalt 1,16 kWh pro m3 und Grad, also 1,16 · 3,2 · (50 – 35) = 55,7 kWh, das ist ungefähr soviel wie 12 kg Brennholz.


    Eine Schichtung im Puffer kannst du eher vergessen. Der Volumensstrom der Wärmepumpen ist hoch, das Temperaturgefälle zwischen Vor- und Rücklauf bewusst gering, da schichtet nichts mehr ordentlch. Der Puffer muss in mehreren "Durchläufen" einfach auf die Zieltemperatur "hochgepumpt" werden.


    Das eigentliche Thema ist die Verknüpfung der beiden Regelungen und das "Vergewaltigen" der Wärmepumpenregelung, damit sie kontinuierlich bis zur Zieltemperatur läuft und nicht zu modulieren beginnt.

  • Für die Anforderung brauchst du eine Splitwärmepumpe wo nur Kältemittelleitungen mit Innengrät verbunden werden und gibt es nicht in R290 Ausführung außer du nimmst einen Monblock und lässt dann wenn die AT unter 0°C geht das Wasser ab und füllst dieses dann im Frühjahr wenn es dann außen wieder Wärmer wird und zum mitbenutzten der PS kannst du dir ja mal das Prinzip von Sandler Speed Technik bei Youtube anschauen.

    Sonnige Grüße Reiner

    ETA BK 15 mit Saugzuggebläse und Lambdasonde geregelt mit UVR16x2

    3 X 800 l PS zwei mit Solarwendel und 14 m2 FK mit einem CTC 265 EM als

    Backup und LUVANO 10kW geregelt mit zwei UVR16x2, UVR610 mit CAN-I/O45

    CAN-MTx2 und CMI für eine DHH mit Anbau und 110m2 Heizfläche

  • Ein Puffer ist nie zu groß !

    Nur zu schlecht Isoliert!

    Gruß aus dem Schwarzwald

    Christoph

    Ein Pufferspeicher ist nie zu groß ! höchstens zu schlecht Isoliert

    Warmes Haus Glückliche Frau :saint:

  • Danke für die Resonanz bisher.


    ok, etwas genauer:

    Es sollte ein motorgesteuerter 3 Wege Mischer zwischen WP Vorlauf-Abgang und ‚Haus-Heizkreis Anfang‘ einen Abzweig zum Speicher ermöglichen. Damit kann dann tagsüber vorrangig der Wärmebedarf im Haus gedeckt, aber sobald die WP mehr schafft, der Speicher vollgeladen werden. Im Extremfall lädt die WP nur den Speicher. In der Übergangszeit wäre das wahrscheinlich sogar der Regelfall, wenn die Heizkörper tagsüber kaum benötigt werden.

    Andererseits kann nachts die WP ausgeschaltet bleiben und es wird nur der Speicher genutzt wobei der Mischer ganz zur anderen Seite gedreht wird.


    Die Frage ist einfach nur, ob das erhoffte Mehr an Wärme, dass tagsüber pro kWh oder pro € eingeholt werden kann, nicht durch die ganze zusätzliche Pumperei und nie ganz vermeidbare Auskühlung wieder verloren geht. Außerdem muss natürlich bedacht werden, dass das nutzbare delta T angesichts der geringeren Vorlauftemperatur eher bescheiden ist, Schichtung hin- oder her. D.h. auch ein grosser Speicher wird kaum für die ganze Nacht reichen.

    Und alleine dafür jetzt HT- WP zu nehmen wäre wohl wirklich ein invest with no return ;)

  • Die Frage ist einfach nur, ob das erhoffte Mehr an Wärme, dass tagsüber pro kWh oder pro € eingeholt werden kann, nicht durch die ganze zusätzliche Pumperei und nie ganz vermeidbare Auskühlung wieder verloren geht. Außerdem muss natürlich bedacht werden, dass das nutzbare delta T angesichts der geringeren Vorlauftemperatur eher bescheiden ist, Schichtung hin- oder her

    Ich spiele auch schon länger mit dem Gedanken, hab aber einfach noch nicht die Motivation gefunden das umzusetzen. Meine Idee ist aber die folgende:

    Ich würde die WP tagsüber direkt den Puffer befüllen lassen und nachts dann aus dem Puffer heizen. Warum? Mir geht es hauptsächlich um die Übergangszeit, also die Tage wo schon bzw. noch ein guter Überschuss vom Dach kommt und die Tage so warm sind, dass man eigentlich nicht oder nur kaum heizen müßte, die Nächte und die Morgenstunden aber noch/ schon so kalt, das man eben doch heizen muss. Das heißt ich möchte den Strom, den ich tagsüber zu viel habe, als Wärme speichern, um nachts damit zu heizen. Mir reichen dann auch Vorlauftemperaturen von 30-35°C, wenn ich also den Puffer (ich bräuchte nicht mal das komplette Volumen) auf 38-40°C erwärmt hätte, würde das (in MEINEM Fall), locker reichen.

    Wenn du also die Energie für später speichern möchtest, würde ich direkt den Puffer befüllen. Eine gute Schichtung ist hier denke ich nicht allzu wichtig.

  • Auch ich werde das mit Monoblock Luft WP machen mit Frostschutzmittelkreislauf; also extra Plattenwärmetauscher. Dieser ist ein 3 Wege Tauscher. Der 3. Kreis wird immer dann mit warmem Wasser vom Puffer durchströmt, wenn der Monoblock abtaut. Das Steuersignal dafür wird vom 4-Wegeumschaltventil der Wärmepumpe abgegriffen!

    Natürlich braucht man keinen 3 Wege Tauscher, aber es erspart mir ein Umschaltventil.

  • Hey Leute, das mit der Luft-Wärmepumpe ist nicht so mein Thema, ich denke nur gerade mal, wenn mein (zukünftiger) Pufferspeicher auf 90 °C sein sollte habe ich deutlich mehr Energie drin als eine Wärmepumpe bei angenommenen 40 °C. Wenn ich dann bedenke, dass eine einfache Wärmepumpe schon 2 qm Wasser in der Stunde fördert, ist der Puffer sehr schnell leer.


    <Spass an> Warum entnehmt Ihr das Wasser aus dem Pufferspeicher nicht mit einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe? Dann könntet ihr den Pufferspeicher herunterkühlen auf 8°C und diesen dann mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe nachladen. Somit laufen beide Systeme in einer optimalen Laborumgebung <Spass aus>


    LG ICE

  • Ice,

    Dein Beitrag ist sinnbefreit.

    Es geht um die Nutzung solarer Überschüsse aus Pv. Pumpleistung, also Volumenstrom zur Schichtung, ist über pwm Pumpensteuerung bei WP individuell anpassbar.

    Das ein normaler Heizungsbauer damit überfordert ist, ist selbstverständlich!

  • Die Frage ist einfach nur, ob das erhoffte Mehr an Wärme, dass tagsüber pro kWh oder pro € eingeholt werden kann, nicht durch die ganze zusätzliche Pumperei und nie ganz vermeidbare Auskühlung wieder verloren geht. Außerdem muss natürlich bedacht werden, dass das nutzbare delta T angesichts der geringeren Vorlauftemperatur eher bescheiden ist, Schichtung hin- oder her

    Ich spiele auch schon länger mit dem Gedanken, hab aber einfach noch nicht die Motivation gefunden das umzusetzen. Meine Idee ist aber die folgende:

    Ich würde die WP tagsüber direkt den Puffer befüllen lassen und nachts dann aus dem Puffer heizen. Warum? Mir geht es hauptsächlich um die Übergangszeit, also die Tage wo schon bzw. noch ein guter Überschuss vom Dach kommt und die Tage so warm sind, dass man eigentlich nicht oder nur kaum heizen müßte, die Nächte und die Morgenstunden aber noch/ schon so kalt, das man eben doch heizen muss. Das heißt ich möchte den Strom, den ich tagsüber zu viel habe, als Wärme speichern, um nachts damit zu heizen. Mir reichen dann auch Vorlauftemperaturen von 30-35°C, wenn ich also den Puffer (ich bräuchte nicht mal das komplette Volumen) auf 38-40°C erwärmt hätte, würde das (in MEINEM Fall), locker reichen.

    Wenn du also die Energie für später speichern möchtest, würde ich direkt den Puffer befüllen. Eine gute Schichtung ist hier denke ich nicht allzu wichtig.

    Und wieviel kWh denkst du, dass du bei 1000 L Puffer-Volumen und einer Speichertemperatur von 40 Grad und einer Spreizung von 10 K speichern kannst ? Wieviel Stunden planst du anschließend damit zu heizen ? ;)

  • Holzfreund5


    sorry, erstmal dachte ich vollkommen sinnfrei, wegen mangelnden Kosten/Nutzen. Beim Schreiben der Antwort, bin ich über meine Gedankenfehler bereits selbst gefallen. Hier fehlt auf jedenfall schon einmal die Angabe der Größe der PV Anlage um weiter zu denken und was man für den Stromverkauf im Winter bekommt.


    @ alle

    Dann war nochmals im Internet unterwegs und bin über andere Fakenews gefallen, etc. Dabei bin ich auf Flachklollektoren für Wärmepumpen von Thermosolar gestoßen.... Hat die schon jemand in Betrieb oder Erfahrung? Bzw. ist es eine sinnvolle Alternative zur Luft-Wasser-Wärmepumpe?


    Die Flachkollektoren bringen doch bestimmt auch nur die Wärme bei Tag, welche dann gespeichert werden muss. Ober bin ich da schon wieder am Holzweg?

  • Und wieviel kWh denkst du, dass du bei 1000 L Puffer-Volumen und einer Speichertemperatur von 40 Grad und einer Spreizung von 10 K speichern kannst ? Wieviel Stunden planst du anschließend damit zu heizen ? ;)

    Also ich habe 3x 800 Liter Pufferspeicher, wenn ich die von 30° auf 40 °C erwärme sind das ca. 27 kWh. Heizen würde ich ab Abend, also zwischen 10 und 12 Stunden. Mir geht es nicht darum das Haus auf 21° zu heizen, ich möchte nur nicht das es auf 17° auskühlt, wie es jetzt der Fall ist wenn ich zu faul bin und denke "die Sonne macht das schon" ;). Und eine WP schafft ja auch etwas mehr als 40°.

  • Flachkollektoren "sehen die Kälte des Weltraums" . Damit fallen sie zwar nicht unter -200° aber immerhin 2-3K unter der Umgebungstemperatur was die Wärmepumpe nachts noch schlechter macht als sie eh schon ist. Tagsüber darauf achten das sie nicht beschlagen ;)

    Nun hält uns ja nichts davon ab die Puffer so leer (<30°) zu fahren das eine WP tagsüber schon soviel bringen kann das es Nachts im Haus warm genug bleibt.

    Von den Kosten er wäre ein Heizstab da rentabler besonders wenn es um 'zu vernichtenden' Solarstrom geht.

    Als Hobbyprojekt kann es dann auch eine WP werden die auf >70° kommt, was die bei 30° Außentemperatur sogar effektiver als der Heizstab schafft ;)

    Mit etwas Überredungskunst muß sie auch nicht die Puffer quirlen sondern könnte sie mit der Wunschtemperatur füllen. Damit ist sie nicht am effektivsten, aber besser 1/3 Puffer 50° als den gesamten mit 35°

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