Hallo an Alle,
wir habe einen alten Bauernhof in der Nähe von Klodzko in Polen mit 520m² gekauft der mäßig gedämmt ist. Das Dach hat eine Dämmung mit ca. 10cm Glaswolle, die Ziegeln sind auf durchgängigen massiven Holzplanken montiert. Die Wände haben größtenteils eine Innendämmung, evenfalls aus Glasswolle. Wir rechnen mit einer Heizlast von 100.000 KW pro Jahr (mit einiger Ungewissheit).
Am liebsten hätte ich eine Hackschnitzelheizng, es gibt jedoch im Umkreis von 100km keinen Lieferanten und die Eigenproduktion ist zu aufwändig und schwierig.
Da wir auch mal in Urlaub fahren möchten oder vielleicht krank werden, erwägen wir einen Kombikessel für Holz und Pellets.
Holz ist gut verfügbar (Buche ungespalten für unter 100€ / m³) und wir kennen einige Förster. Da die Arbeit mit Holz aber kein Hobby von mir ist ich würde es entweder gespalten kaufen oder spalten lassen. Um möglichst wenig Arbeit zu haben möchte ich das Holz auf Paletten lagern und mit einem Gabelstapler, Traktor, Vorderlader oder Geländehubwagen (für Empfehlungen und Ideen wäre ich dankbar) in den Heizungsraum bringen.
Am besten gefällt mir der Atmos DC40GSP mit 40 kW mit automatischer Umstellung, der aber etwas unterdimensioniert ist.
Folgende Heizungen haben wir auch in Erwägung gezogen:
ETA SH TWIN: sehr teuer (ca. 17000€ netto), es soll ihn bis 60kW geben, gefunden habe ich nur bis zu 50
ATTACK DPX COMBI PELLET 50 keine automatische Umstellung
Fröling S5 Dual 48 kW: 40 kW im Pelletbetrieb, 48 kW Scheitholzbetrieb
Am liebsten würden wir nur einmal pro Tag nachlegen müssen, daher lieber eine größer dimensionierte Heizung.
Als Kombiheizung scheint es etwas über 50 kW aber nicht zu geben und die größere Pufferspeicher muss dann wohl auch größter sein.
Der Heizraum hat nur 13m² und eine Höhe von 3-4m (Gewölbedecke) und ist für Heizung mit Puffern schon recht klein.
Es gäbe die Möglichkeit einen Nachbarraum (teilweise) zu opfern wenn es nicht anders geht.
Eine andere Idee wäre eine Heizung mit Beladung von oben anzuschaffen und sie mit einem Vorderlader zu beladen.
Z.B. HHS 40 – 60, Lopper drummer, Novatronic XV, Vitoligno 250-S. Dazu wäre dann bestimmt der Bau von einem eigenen Heizuraum
notwendig, da der aktuelle Heizungsraum nicht dazu taugt befahren zu werden.
Als dritte Lösung haben wir ein separate Stückholz- und Pelletheizung in Erwägung gezogen. Das erhöht natürlich den Platzbedarf und die Investition.
An eine Solarheizung für Wasser im Sommer oder eine Brauchwasserwärmepumpe haben wir auch mal gedacht.
Ein Heizungsbauer hat uns eine Gasheizung oder Wärmepumpe empfohlen, es gibt aber keinen Gasanschluss und die laufenden Kosten für beides machen schon Angst.
Es ist der klassische Konflikt zwischen Komfort und Kosten.
Erfahrung haben wir natürlich keine auch wenn wir schon viel mit Heizungsbauern, Energieberatern und Freunden gesprochen haben.
Das Thema ist recht überwältigend. Daher wären wir für jede Empfehlung oder schlaue Idee dankbar.