GModG 2026: Anteil der nicht erneuerbaren Energie bei Holz jetzt 70%?

There are 4 replies in this Thread which was already clicked 570 times. The last Post () by Wurstgriller.

  • Hallo ALLE Holzheizer!


    Zufällig bin ich gerade auf diesen Beitrag gestoßen: https://www.energie-experten.o…ienz/primaerenergiefaktor


    Wenn ich das richtig sehe, heißt das: während der nicht erneuerbare Anteil bei Holzenergie aktuell (GEG) mit 20% angesetzt wird, sollen das gemäß GmodG 70% sein. Ich weiß nicht, wie die auf die Idee kommen, dass wir 70% der Energie, die in unseren Holzbrennstoffen steckt in Form von NICHT erneuerbarer Energie aufwenden müssen, bevor das Holz in unseren Öfen und Kesseln brennt!?!?


    Dass eine CO2-Abgabe dementsprechend anfallen dürfte, liegt nicht wirklich fern. Müssen wir Hackschnitzel-, Holzpellet- oder Scheitholzheizer uns also darauf einstellen, dass wir in Zukunft mehr als die Hälfte (!!!!!) einer CO2-Abgabe berappen müssen wie die Erdöl- oder Erdgasheizer?


    Was meint Ihr?


    Viele Grüße,


    Wurstgriller

  • Ok, jetzt stell ich mich mal doof....


    aus §22

    ...für flüssige oder gasförmige Biomasse kann abweichend von Anlage 4 Nummer 6 und 7 für den nicht erneuerbaren Anteil der Wert 0,3 verwendet werden,


    a)wenn die flüssige oder gasförmige Biomasse im unmittelbaren räumlichen Zusammenhang mit dem Gebäude oder mit mehreren Gebäuden, die im räumlichen Zusammenhang stehen, erzeugt wird....


    Der Holzvergaser verbrennt doch das unmittelbar und in räumlichen Zusammenhang hergestellte Holzgas aus dem bereitgestellten Holz -> ergo ich verbrenne kein Holz sondern das hergestellte Holzgas, also Faktor 0,3. :P


    Wie sieht es dann beim Pelletofen, Kochherd oder offenen Kamin aus??? Faktor 0,7? :/


    Der Hinweis auf den Gesamtenergiebedarf inkl. Herstellungsenergie ist in meinen Augen nicht korrekt, da dieser bei Pellets deutlich höher ist als bei Scheitholz...


    Außerdem stellt sich für mich die Frage, wie wollen die das kontrollieren - Vergleichswert mit "Musterhaus" OK, aber ob ich das Haus auf 20 °C heize und mit "Wintermantel" beim Kaffee sitze, oder auf 35 °C heize und in Badehose fern sehe sollte ein Unterschied sein. Woher sollen die wissen, wieviel Scheitholz ich verbrauche?


    LG ICE

  • Dass das mit flüssiger oder gasförmiger Biomasse und Holzgas Quatsch ist und zu einer ernsthaften Diskussion nix beiträgt, weiß Du wohl selber (ich spare mir, das zu Deinem ersten Satz ins Verhältnis zu setzen).


    Wenn Du das Holz aus dem eigenen Wald verheizt, können "die" das schlecht "kontrollieren". Sobald irgendwer eine Rechnung über Brennholz, Hackschnitzel, Pellets oder was auch immer schreibt, könnte es sein, dass da die CO-2 Abgabe drauf (von wem auch immer) erhoben wird, späteestens, wenn Du die Heizkostenabrechnung mit Mietern machst. Was meinst Du, wie das beim Erdgas und Erdöl aussieht? Genau so könnte es beim Holz auch kommen. Bestimmte politische Kreise haben schon versucht, Holzenergie in Verruf zu bringen, siehe CO2-Rechner des UBA. Die derzeitige Regierung (namentlich Frau Reiche) könnte daran auch Interesse haben - wenn auch aus anderen Gründen.

  • Ohne das jetzt gelesen zu haben. Hast etwa gedacht die lassen irgendjemanden "entkommen" der nicht nach des Staates Pfeife tanzt? (Wärmepumpe einbauen)

    Aktuell gibt es einen Gesetzesentwurf, der vom Kabinett gebilligt wurde. Der muss noch durch Bundestag und Bundesrat. Wenn er da eine Mehrheit findet, dann kommt das so. Wenn nicht, dann kommt es nicht so. Wenn die Holzheizer ihre Abgeordneten zur Heizungsbesichtigung einladen, kommt es vielleicht eher nicht so.

  • Etaminator

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