Frischwassererwärmung - verschiedene Möglichkeiten - Welche ist die Beste bzw. Wirtschaftlichste?

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There are 11 replies in this Thread which was already clicked 1,310 times. The last Post () by Austro-Diesel.

  • Hallo,


    nachdem ich mich eigentlich bereits entschieden hatte das Frischwasser mittels Frischwasserstation zu erwärmen, habe ich aktuell Zweifel ob es für mich die richtige Lösung ist.


    Erst einmal generell die Möglichkeiten das Frischwasser zu erwärmen:


    a) Frischwasserspeicher z.B. 200 Liter beheizt mit Holz, Gas, Öl, Solarthermie, PV-Station (betrieben mit PV-Strom), Heizstab (betrieben mit PV-Strom), Wärmepumpe (betrieben mit PV-Strom), wassergekühlter PC (betrieben mit PV-Strom)


    b) Hygienespeicher z.B. 1000 Liter beheizt mit Holz, Solarthermie, PV-Station (betrieben mit PV-Strom), Heizstab (betrieben mit PV-Strom), Wärmepumpe (betrieben mit PV-Strom), wassergekühlter PC (betrieben mit PV-Strom)


    c) Frischwasserstation an z.B. 2000 Liter Pufferspeicher beheizt mit Holz, Solarthermie, PV-Station (betrieben mit PV-Strom), Heizstab (betrieben mit PV-Strom), Wärmepumpe (betrieben mit PV-Strom), wassergekühlter PC (betrieben mit PV-Strom)


    d) Durchlauferhitzer (betrieben mit PV-Strom und ggf. größerem Batteriespeicher)


    Für mich hat zum aktuellen Zeitpunkt nach längerer Überlegung folgende Varianten einen Charm:


    Variante d: einfach, "relativ" wenig technik, unabhängig vom Heizsystem, keine Probleme mit Samonellen/Legionellen o.ä. direkte Wassererwärmung an der Entnahmestelle. Im Sommer zu betreiben mit dem PV-Strom, keine unnötige Abwärme, etc. Im Winter müsste hierfür ggf. etwas Strom hinzugekauft werden, was sich allerdings wiederum in Grenzen hält. 100 Liter kochendes Wasser für Vollbad ca. 10 kW


    Variante c - Variation 1:


    Pufferspeicher Laden mit PV-Station - Entnahme mit Frischwasserstation:

    zusätzliche Kosten für PV-Station und Frischwasserstation, dafür kann jedoch im Sommer der überschüssige und abgeregelte Strom gespeichert werden und ggf. im Heizkreis und als erwärmtes Frischwasser genutzt werden, keine Probleme mit Samonellen/Legionellen o.ä


    Variante c - Variation 2:


    Pufferspeicher laden mit PC (betrieben mit Solarstrom) - Entnahme mit Frischwasserstation:

    Zusätzliche Kosten für PC und Frischwasserstation, Steuerung ist aktuell für mich noch unklar, erzeugter PV-Strom kann z.B. in Krypowährung verwandelt werden und Abwärme in Pufferspeicher eingelagert werden. Dies kann dann ggf. im Heizkreis und als erwärmtes Frischwasser genutzt werden, keine Probleme mit Samonellen/Legionellen o.ä


    Variante b - ebenfalls beide Variationen möglich, jedoch mit der Gefahr bei zu wenig "gefüllten" Puffer kein ausreichend erwärmtes Frischwasser zu bekommen.


    Variante a würde ich eigentlich nicht weiter verfolgen obwohl ein noch gebrauchsfähiger 300 Liter Frischwasserspeicher in gutem Zustand vorhanden ist.

    Welche Variante bzw. Variation würdet Ihr wählen? Es sind auch gerne eigene Vorschläge gesehen...


    LG ICE

  • Hallo,


    das hängt wirklich von dem bisher vorhandenen System ab. Wenn du einen gebrauchsferitigen WW Speicher mit 300 Liter vor Ort hast, dann kannst du ihn doch nehmen. Eine kleine Solarthermie würde den Speicher im Sommer ausreichend beheizen. Wenn du keine Solarthermie hast oder keine haben möchtest, kann man ihn mit einem E - Heizstab oder der vorhandenen Heizung beheizen.

    Wenn du einen "leeren" Pufferspeicher an deinem Holzkessel hast, macht wiederrum eine Frischwasserstation nur Sinn, wenn im Sommer die Beheizung des Puffers mittels Solartherie oder PV Überschuss mit Heizstab erfolgt. Wer möchte schon im Sommer einen 1000L Puffer mit Holz erwärmen, wenn man nur WW braucht?

    Je nach Wasserverbrauch ist natürlich auch ein Durchlauferhitzer sinnvoll.


    Wie ist dein System bisher aufgebaut? Ist der WW Speicher nicht mehr angeschlossen?

  • Definitiv C1, je nach vorhandenem PV Überschuss eben mit Heizstab oder WP. Meine FWS schafft warmes Wasser ab 40 Grad Puffertemperatur. Schafft kein anderes System.

  • Mein Tipp aus der Erfahrung heraus, auch wenn deine Überlegungen in eine andere Richtung gehen:


    Nimm einen Brauchwasser-Wärmepumpenspeicher mit Fremdstromanode (wartungsfrei), mit E-Direktheizung (für Gebrechensfälle) und einem Heizregister für Erwärmung mittels der normalen Heizungsanlage für den Winterbetrieb.


    Stromüberschüsse der PV-Anlage schwanken. Was sich — über den Monat betrachtet — energetisch elegant ausgeht bringt dir an Regentagen trotzdem Strombezug. Mit PV-Batterie ist das etwas besser, aber wenig Strom bleibt wenig Strom. Ein neuer Speicher mit einer überschussgeregelten E-Heizung des Speichers kostet in etwa soviel wie der Aufpreis der Brauchwasser-Wärmepumpe.


    Kommen noch "Energiekonkurrenten" wie E-Auto oder Pool-Pumpe dazu, dann wird die Effizienz der Brauchwasser-Wärmepumpe Geld wert sein. 50 statt 200 kWh Strom pro Monat bedeuten 750 km mehr E-Mobilität gratis.


    In der Übergangszeit wird PV-Strom üblicherweise rasch knapp. Auch hierbei ist die Wärmepumpe nützlich und man kann damit die Selbstversorger-Saison um ca. 2 bis 2,5 Monate strecken.


    Wann hast du das letzte Mal von Legionellen-Problemen gehört wo man auch gesichert davon ausgehen kann, dass es ein normal bewohntes Haus betrifft und kein Sommerdomizil o.ä.?



    Bei uns läuft seit bald 4 Jahren eine BWWP (Austria-Email EHT-270 Revolution) an einer Pelletheizung. Wir haben auch eine PV-Anlage (effektiv ca. 10 kWp mit 25 kWh PV-Batterie), jetzt kommt eine 11-kW-Wallbox dazu weil ein E-Auto bestellt ist.


    Wir haben einen Ertrag von ca. 11.000 kWh, 4.500 kWh verbrauchen wir durch den Haushalt. Die BWWP zieht ca. 45 bis 55 kWh pro Monat und läuft mit Außenluftansaugung von Mitte März bis Ende Oktober. Strom kaufen wir aktuell nur ab Ende November bis Mitte Februar, in Summe 200 bis 250 kWh.


    Je nach Wetter gibt es im Sommerhalbjahr durchaus Tage, wo man strommäßig "gerade so" durchkommt.

  • Genau so wie Austro-Diesel es sagt: BWWP mit Anschlußmöglichkeit für eine weitere Wärmequelle/ den Heizkessel. Hab ich auch so, allerdings läuft sie bei mir durch, auch im Winter mache ich Warmwasser mit PV, da ist eigentlich immer genug über, außer die Module sind voll mit Schnee.


    Wie groß soll die PV denn werden, das ist eigentlich ausschlaggebend für die Überlegung.

  • Damit hast du auf jeden Fall ganzjährig genug Strom zur Warmwassererzeugung, außer die Module sind mit Schnee bedeckt.


    Über 7 oder 10 Kwp gibt es seit einer Weile neue Regelungen bezüglich Einspeisung/ Vergütung/ Abschaltung usw. Und weitere Gesetzesänderungen sind grad im Bundestag. Hat der Berater dir dazu auch was gesagt?

  • Er hat doch nur wegen Heizunhsförderung beraten. 😵‍💫

    Hätte ja sein können :) . Bringt ja nix wenn er die jetzt eine PV-Anlage schönbetet, du aber nachher im schlimmsten Fall für den eingespeisten Strom sogar bezahlen mußt. Da kann dir die Förderung dann auch egal sein. Aber wir schweifen ab. Mit 17 kWp kann man auf jeden Fall ne Menge machen :).

  • Ich rechne in Dez - Feb. mit ca. 17 x 20 kWh Strom vom Dach....


    Für den Eigenverbrauch sind die 17. 000 kWh Strom pro Jahr sowieso zu viel.


    Es wird auf jedenfall eine Firma benötigt, die beides anbietet.


    Aktuell hab ich auch schon Probleme eine Firma zu finden, die einen kellergeschweißten Pufferspeicher anbietet.

  • PV und Heizung haben doch miteinander kaum etwas zu tun. Würde ich nicht verquicken. Lieber zwei Fachbetriebe, die sich in ihrem jeweiligen Metier auskennen als einen "Wunderwuzzi".


    Von November 2025 bis Februar 2026 lag unser Ertrag bei 140 bis 330 kWh pro Monat. Unsere Anlage hat zwar 14,5 kWp, performt aber wegen der eher abenteuerlichen Dachbelegung wie eine 10-kWp-PV-Anlage: 6 Module nach Ost und Süd, 7 Module nach West und 16 Modulen nach Nord auf einem 45° steilen Dach. Ja, ist eher vermurkst, aber anders ist das Dach nun mal nicht. Im Winter ist es oft diesig und da ist Nord genauso schlecht wie Süd … muss man jetzt nicht extra machen, aber an schwachen Tagen besser als nichts.


    Wenn du 17 kWp in günstigerer Ausrichtung realisieren kannst, dann kannst du wohl vom Doppelten ausgehen, das wären 300 bis 600 kWh pro Wintermonat, also im Mittel 10 bis 20 kWh am Tag.


    Das Thema ist die extrem schwankende Ernte, auf Tage mit annähernd nichts kommen da und dort wieder ein paar richtig starke Stunden, aber richtig hell ist es auch nur von 10 bis 15 Uhr. Um da gute Ertrge mitnehmen zu können brauchst du eine Batterie für den Bedarf von zwei Tagen, also um die 20 kWh. Ob sich das lohnt kann man trefflich diskutieren.

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