Hallo,
bei uns ging Ende September 2023 ein ETA SH30 Twin in Betrieb. Der lief in den folgenden Monaten auch problemlos. Im Dezember 24 dann die erste Wartung durch den Haizungsbauer. Er meinte dann, daß der Füllraum innen etwas seltsam ausgesehen hat und klärte das wohl auch gleich mit ETA ab, aber die meinten das wäre normal. Zweite Wartung dann im November 2025. Diesmal ohne irgendwelche Auffälligkeiten. Im März 2026 blockierte dann die automatische Wärmetauscherreinigung, nachdem ich in den Wochen davor eine zunehmende Qualmbildung und massive Probleme beim Anheizen bemerkte (und deswegen schon anrufen wollte - aber da wars dann schon passiert mit der Blockade).
Der Heizungsbauer hat den WT-Reiniger freigerottelt, mal angefeuert (wieder Qualm, Abgastemperatur von 220 Grad zwar mühsam erreicht, dann aber sofort auf 150 Grad eingebrochen) und sofort den ETA-Werkskundendienst angerufen, der sich dann von extern auf die Steuerung aufschaltete und meinte, daß da mal jemand vorbeikommen muß.
Tatsächlich war 4 Tage später jemand da, diagnostizierte Flammenabreisse und deshalb extrem hohe CO-Werte, meinte, daß das eingelegte Holz etwas zu fein gespalten ist, veränderte Kesselparameter (Abgastemperatur hoch, geringfügige Modifikationen an den Stellwerten der Primär- und Sekundärluftklappe), Testmessung, alles OK und tschüß. Dann gabs noch den Hinweis, daß dicke Scheite unten und dünne weiter oben rein sollten (OK - kann ich machen).
In den darauffolgenden Woche liefs dann wieder völlig problemlos. Auch diese Verkrustungen die man wohl im Dezember 2025 bemängelte waren weg. Keine Probleme mehr die Abgastemperatur zu erreichen und zu halten. Kein Qualm mehr, schöne blau-violette Flamme in der Brennkammer, Asche hellgrau, Brennkammer ebenso.
Dann kam vor ein paar Tagen der Schornsteinfeger und wollte unbedingt den Scheitholzkessel messen. Also abgewartet bis mal eine kühler Tag war und die Pufferspeicher leer waren. Tja, was soll ich sagen: Messung nicht bestanden. Hier die Messwerte (in Klammer die Werte von der Scheitholz-Inbetriebnahmemmessung 2023, und vom Twin vom November 2024):
Staubgehalt im Abgas : 0.002 g/m**3 (0.017, 0.012)
CO im Abgas: 0.928g/m**3 (0.178, 0.029)
O2 im Abgas: 10.4 Vol.-% (10.0, 12.6) -> Fun-Fact 1: Die Touch-Steuerung zeigte 4.2% an
Kesseltemperatur: 77 C (70, 62)
Abgastemperatur: 201 C (199, 172) -> Fun-fact 2: Abgastemperatur im Touch-Display bei 227 Grad Celsius
Der Kaminkehrer hat dann nachgeschaut und meinte, daß es keinen Hohlbrand gäbe und daß die Flammenfarbe absolut in Ordnung ist (blau-Violett). Holzfeuchte 16%.
Jetzt muß halt eine Nachmessung her und der Heizungsbauer soll sich drum kümmern meinte der Schornsteinfeger. Nützt mir aber alles nix, weil das vermutlich bis in den Herbst hinein geht bis sich da jemand vernünftig drum kümmern kann. Im Sommer heizt man ja nicht und Handwerkerferien sind auch noch.
Gibts vielleicht jemand im Forum der schon mal ähnliches erlebt hat und was dazu sagen kann. Ich habe im Moment echt Bedenken, daß ich mit dem ETA-Kessel eine gigantische Fehlinvestition getätigt habe. Davor heizten wir über 20 Jahre lang mit einer Lopper 35kW Scheitholz-/Ölkombination und der kam durch jede Prüfung durch.
Bin für jeden Trost dankbar ![]()