Einbau von Elektro Heizstab in Fröling P1 Boilerblock zur Warmwasseraufbereitung? Was ist zu beachten?

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  • Servus zusammen,


    da ich im Juli eine 5,3kWP PV Anlage aufs Dach montiere, möchte ich mein Brauchwasser in Zukunft vorrangig per Heizstab warm machen, aber die Brauchwasserheizung mit Pellets als Backup nutzen. Zum Einsatz kommt ein Anker Solix Multisystem mit 8,1kWH Speicher, was mit bis zu 2,4kW ins Hausnetz einspeisen kann.


    Ausgangssituation: Ganz normale P1 Pellet 10 mit dem integrierten Boilerblock (130L), 2 Personen Haushalt.


    Die P1 hat ja im Boilerblock bereits einen 1 1/2 Zoll Anschluss für die Heizpatrone und ich möchte dort einen 1,5kW Heizstab von Alpha Thermotec montieren, der sich auf die gewünschte Temperatur einstellen lässt. Ich fahre aktuell mit 65°C gewünschter Boilertemperatur und lasse die Heizung bei unter 55°C einmal morgens zwischen 04:00 Uhr und 07:00 Uhr und einmal zwischen 14:00 Uhr und 17:00 Uhr nachladen. Das funktioniert seit 2 Jahren super und ist auch so nötig, damit man zu jeder Tageszeit ein Vollbad nehmen kann (die Chefin badet gern :D) oder jederzeit zwei Personen heiß duschen können. Mir geht es primär darum, in den Sommermonaten den Brauchwasserbetrieb mit Pellets zu reduzieren, um einerseits Pellets zu sparen und andererseits die Anlage zu schonen.


    Nun mein Hintergedanke: Funktioniert das, wenn ich die Einstellung der P1 so lasse, wie sie ist, ich den Heizstab auf 65°C einstelle und ihn per Smarter Steckdose tagsüber mit Strom aus der PV Anlage laufen lasse? Der Idealfall wäre ja, dass der die Temperatur mit Solarstrom dauerhaft auf 65°C hält und z.B. nach einer Duschladung nur um 2-3°C nachheizen muss. Ist das der Steuerung der P1 egal, wenn die Kesseltemperatur durch den elektronisch nicht eingebundenen Heizstab dauerhaft über der Nachladetemperatur gehalten wird und sie nicht weiß, warum? Wenn ja, dann wäre das ja super, denn dann könnte ich primär mit dem Heizstab arbeiten und wenn ich tatsächlich mal viel Heißwasser benötige und die Boilertemperatur trotz Heizstab z.B. unter 55°C sinkt, dann würde ja die Pelletheizung als Backup hochfahren und nachladen?

    Was sagt ihr dazu? Frage wäre dann noch, was ich beim Einbau der Heizpatrone beachten muss. Also Kessel entleeren und Zulauf abdrehen ist logisch, aber wie mach ich das am besten? Hausanschluss zu, Heizung aus und solange Heißwasser in die Badewanne laufen lassen, bis nur noch Luft kommt?

  • Sollte egal sein und damit gut machbar. Bei 5,3 kWp wird das im Sommer bei gutem Ertrag passabel funktionieren.


    Die Frage ist, wievele Tage im Jahr das gelingt (schätze ganz grob 100 Tage) und ob sich die Investition überhaupt lohnt.

    • Bei 1,16 Wh pro Liter und Grad kannst du dir grob ausrechnen, dass bei 2 x 120 Liter x 20° x 1,16 Wh/Liter = 5,8 kWh als Minimum nötig sind wenn gebadet wird, wird nur geduscht wird grob die Hälfte ausreichen.
    • Dein Haushalt wird wohl um die 6 bis 12 kWh am Tag verbrauchen, je nach Ausstattung und Lebensstil.

    Also brauchst du 9 bis 18 kWh Ertrag täglich, damit das Konzept aufgeht. Das sollte mit gut ausgerichteten 5,3 kWp von Mai bis August meistens klappen.


    Je nachdem, wieviel der Einbau und der Heizstab kosten, wäre auch ein Umstieg auf einen Brauchwasser-Wärmepumpenspeicher zu überlegen, der kostet rund 2.500 Euro und braucht nur rund ein Viertel des Stroms. Dadurch vergrößert sich die Anzahl der Tage, wo du mit eigenem Strom durchkommst, vermutlich auf grob 200 Tage im Jahr. — Und selbst mit gekauftem Strom kostet dann die Wärmebeschaffung nicht mehr als mittels Pelletheizung.

  • Ich habe über meinen Arbeitgeber Rabatt bei Anker Solix bekommen und hab die 5,3kWp Anlage (12x445W Bifazial Panel) mit zwei Anker Solix 3 Solarbänken (jeweils 2,7kWh), einer 2,7kWh Zusatzbatterie, dem Anker Power Dock (zur kombiniertem Hauseinspeisung) und Smartmeter für 2900€ bekommen. Unter 3000€ für eine 5,3kWp Anlage mit 8,1kWh Speicher sind denk ich schon okay. Es kommen zwar noch die Kosten für die Schienen und die Kabel mit drauf, aber hab ich zum selbst basteln besorgt und montiert wird die Anlage in Eigenleistung, da mein Vater Elektrikermeister ist. Alles in allem werd ich bei um die 3500€ inklusive Heizstab landen.


    Wir verbrauchen aktuell ca. 2800kWh im Jahr, allerdings ohne Warmwasser per Heizstab. Primär geht es mir wie gesagt darum, die Heizung im Brauchwasserbetrieb (also von Mai bis Oktober) durch den Heizstab zu entlasten und den eingekauften Strom ein bisschen zu drücken, u.A. würde ich den Überschuss an heißen Sommertagen auch für meine große Mobilklimaanlage nutzen. Von Oktober bis Mai geht der Ertrag der PV Anlage natürlich runter, aber da läuft die Heizung ja dann sowieso und macht das Brauchwasser mit warm, da würde ich den Heizstab ggf. sogar außer Betrieb nehmen und den Strom vom Dach für den normalen Hausverbrauch nutzen.

  • Versuch macht klug!


    Funktionieren wird's, wieviel es bringt und was die Realisierung der Heizung kostet wirst du sehen — es wird leistbar bleiben.

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