Fröling PE1: Rätselhaftes Verhalten der Zündpatrone

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Vielen Dank für euer Verständnis.
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  • Hallo allerseits.


    Meine Heizungsanlage bringt mich grade zur Verzweiflung.


    Hersteller: Fröling ; Typ: PE1 Pellet 20; Erstinbetriebnahme 2017 aktuell ca 16500 Betriebsstunden.

    Hauptproblem: Zündversuch nicht gelungen erstmals im November 2025

    Betreits geprüft: - Pelletzuführung > Stokerantrieb hatte Getriebeschaden > Getriebemotor getauscht

    - Brennerrost sah schon mal besser aus > getauscht

    - Zündpatrone auf Verdacht getauscht.

    Dann ein halbes Jahr kaum Probleme.

    Seit 2-3 Wochen gefühlt alle paar Tage ein Fehlversuch gefolgt von erfolgreicher Zündung.

    Seit gestern keine erfolgreiche Zündung mehr.


    Habe heute nochmal folgendes geprüft:


    - Brennerrost in Ordnung und funktioniert.

    - Pelletzuführung funktioniert.

    Obige Punkte sowohl manuell als auch im Automatikmodus.


    -Zündpatrone glüht nach ca. 140 Sekunden im Handbetrieb; sowohl alte als auch neue.


    Also hab ich alles zusammengebaut und versucht zu Heizen > leider wieder ohne Erfolg. Also Deckel auf und festgestellt das die Pellets im Brennraum

    nichtmal angekokelt waren.

    Erneuter Anheizversuch: nach 3-Minütiger Zündung sollte die Zündpatrone doch schonmal Glühen; dachte ich und zog sie raus. Ergebnis: gefühlt 40 - 60°C.

    Während der noch laufenden Phase die Zündpatrone manuell angesteuert begann sie nach gut einer Minute zu glühen.


    Kennt irgendjemand dieses Verhalten?

    Ich bin mit meinen Ideen grad mal am Ende.


    Vielen Dank schon mal im Voraus


    Mit freunlichen Grüßen


    Klaus

  • 855

    Approved the thread.
  • Etaminator

    Changed the title of the thread from “rätselhaftes Verhalten der Zündpatrone” to “Fröling PE1: Rätselhaftes Verhalten der Zündpatrone”.
  • Hallo Klaus ramml31,


    willkommen im Holzheizer-Holzvergaser-Forum!:thumbup:


    Nachdem die neue Zündpatrone dasselbe Problem zeigt wie die alte, könnte es sich um ein Problem auf der Platine handeln: Die Kontakte des Relais sind oxidiert oder verbrannt und dadurch bricht unter Last (Zündpatrone im Luftstrom) die Spannung ein.


    Siehe auch hier, ganz am Ende des Textes:

    Google Search


    Viele Grüße von Karlheinz :)

    Seit Juni 2011:

    ETA Twin: SH30/P25 "noTouch" (Füllraum 150 Liter)

    Hopf Pelletaustragung: 6x UniWok-Saugsonden (Selbstbaulager für 6 to)

    Paradigma Pufferspeicher: 2x Aqua Expresso (1090 + 958 Liter; seriell verbunden)

    Paradigma FrischWasserStation

    Paradigma VRK-Anlage: 2x CPC21 Star Azzurro Solarpanel (10m²; Aqua-System ohne Glykol)

  • Guten Morgen Karlheinz.


    Danke für die schnelle Antwort und den Link.

    Da sind mal ein paar gute Ansätze dabei, die ich gleich mal abarbeiten werde.

    Melde mich später mit dem / den Ergebnis / -en.


    Gruß Klaus

  • So, nun zu den Ergebnissen.


    Luftkanal Brennkammer nochmal entstaubt, Lambdasonde gereinigt, neuer Anheizversuch mit Spannungsmessung am Stecker der Zündpatrone.

    Spannungsaufnahme konstant 222 -223 Volt. Ab Umschalten auf Zustand "Zünden" mit nem klack auf 0 Volt weggebrochen.

    Kann es sein daß hier der Fehler liegt? Oder muß das so?


    Zum Thema Firmware:

    Nach Tausch der Zündpatrone ging es ja fast ein halbes Jahr mit wenigen Aussetzern; somit würde ich die Firmware erstmal ausschließen; oder Irre ich mich da? Wenn Irrtum, wüsste ich gerne warum.


    Gruß Klaus

  • Spannungsmessung am Stecker der Zündpatrone.

    Spannungsaufnahme konstant 222 -223 Volt. Ab Umschalten auf Zustand "Zünden" mit nem klack auf 0 Volt weggebrochen.

    Hallo Klaus,


    ich bin ja auch nur Hobbyelektriker. ;) Aber dass die Spannung bei Last auf Null geht, ist nicht gewollt...


    Der Einfachheit halber habe ich nochmal Gemini mit deinem Messergebnis gefüttert:

    Google Search


    Viele Grüße von Karlheinz :)

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  • So, nun zu den Ergebnissen.


    Luftkanal Brennkammer nochmal entstaubt, Lambdasonde gereinigt, neuer Anheizversuch mit Spannungsmessung am Stecker der Zündpatrone.

    Spannungsaufnahme konstant 222 -223 Volt. Ab Umschalten auf Zustand "Zünden" mit nem klack auf 0 Volt weggebrochen.

    Kann es sein daß hier der Fehler liegt? Oder muß das so?

    Glüht denn die Patrone bei Dir im Ruhebetrieb, weil wenn in Ruhe die Spannung an der Heizpatrone anliegt, müsste die da ja glühen. Vom Verhalten sollte das genau anders herum laufen, in Ruhe Null Volt und beim Zünden dann 220 Volt.

    Heizkessel SL 25PK, Pellet und Festbrennstoff, 2000l Pufferspeicher, Rücklaufanhebung Laddomat 21, Steuerung UVR 1611 mit CMI, Visualisierung. Stromversorgung über 3000W Hybridwechselrichter, 3x2x100Ah LiFePO4 Akku und 3x540W Solarpanele

  • Hallo.

    Zündpatronen an der Steckdose getestet > nach ca 2 Minuten rot glühend (gleiches bei manueller Ansteuerung über die Kesselsteuerung).


    keine Schmorspuren auf der gesamten Platine zu finden.


    Sicherungen haben Durchgang mit nem Wiederstand von 0,2 - 0,5 Ohm. ( Sicherungen auserhalb der Platine geprüft)


    Also kann mein Problem auf die Platine bzw Relais eingegrenzt werden.



    Beim Anheizen kommen ja die Zustände Vorbereiten 0 V; Anwärmen 222 V; Zünden 0V.


    Demnach werde ich wohl ne neue Platine verbauen müssen...

    Stellt sich nur noch die Frage ob das dann Plug and Play funktioniert, oder mus die vom Kundendienst mit der übrigen Kesselsteuerung verheiratet werden?


    Gruß Klaus

  • Ich verstehe unter "Zünden" (kommt von anzünden) den Zustand, wo die Patrone zum glühen gebracht wird.


    Weiter ober in 4 schreibst Du, dass Du direkt an der Patrone in Ruhe 220V gemessen hast. Deshalb meine Frage, ob da die Patrone glüht.

    Heizkessel SL 25PK, Pellet und Festbrennstoff, 2000l Pufferspeicher, Rücklaufanhebung Laddomat 21, Steuerung UVR 1611 mit CMI, Visualisierung. Stromversorgung über 3000W Hybridwechselrichter, 3x2x100Ah LiFePO4 Akku und 3x540W Solarpanele

  • Hallo Robert.


    Bei Stromaufnahme von 220 Volt kommt die Zündpatrone nach knapp 2,5 Minuten zum glühen. Das bedeutet das zum Zeitpunkt der Umschaltung auf Zünden das Glühen gerade so begonnen hat als die Spannung wegbrach. Da ich aber noch in der Hoffnung war, das die Patrone wieder aktiviert wird, habe ich noch ne Minute die Spannung beobachtet. Als ich die Patrone danach aus der Brennkammer zog war sie nur noch gut erhitzt.

    Meiner Denkweise nach müsste sie aber beim Zünden erstrecht auf Glut bleiben, da knapp 3 Minuten Vorheizen den Brennraum nicht auf Themparatur bringen können. Der Zustand Zünden wird ja bis zu 15 Minuten gehalten.


    Gruß Klaus

  • Ich kenne jetzt keinen Fröling, finde die gewählten Begrifflochkeiten aber verwirrend.


    Vorwärmphase bezeichnet wohl das ansteuern der Zündpatrone und den folgenden Prozess der Glutbildung.

    Zünden ist dann der Übergang zum Heizbetrieb.


    Schau mal in diesen Thread --> Fröling: PE1 beginnt heizen, nach ~10 Min. abreinigen, im Haus richt es nach Rauch, nach ~25 Min. beginnt wieder heizen und nun läuft der Kessel - Warum?


    Speziell wie die Datenbank zu den Betriebszuständen ausgelesen wird, da ist ersichtlich was die Steuerung zu welcher Zeit getan hat. Also wenn da die Vorwärmphase ansteht und das Relais aber schon nach 2-3 min abfällt, wäre das klar der Relaiszweig bzw. dessen Ansteuerung. Würde man noch Messtechnisch eingrenzen können, mit einer Messung an der Relaisspule.

    Heizkessel SL 25PK, Pellet und Festbrennstoff, 2000l Pufferspeicher, Rücklaufanhebung Laddomat 21, Steuerung UVR 1611 mit CMI, Visualisierung. Stromversorgung über 3000W Hybridwechselrichter, 3x2x100Ah LiFePO4 Akku und 3x540W Solarpanele

  • Hallo Klaus,


    m.W. sind die Stati beim PE1 wie folgt:

    • Vorbereiten: Der Rost reinigt sich ab, das Saugzuggebläse startet mit kleiner Drehzahl (40%), die Lambdasonde wird aktiviert.
    • Vorwärmen: Es wird eine definierte Menge Pellets für den Start eingeschoben. Das Zündelement wird für eine definierte Zeit (2,5 Minuten?) bestromt, um die Pellets zum glühen zu bringen.
    • Zünden: Das Zündelement wird abgeschaltet(!) und das Gebläse geht auf 100% Drehzahl. Rest-O2 und Abgastemperatur-Anstieg wird überwacht.
    • Heizen: Die Flamme brennt ...

    Ich gehe davon aus, dass der Kessel eine Fehlermeldung anzeigt ("Zündversuch fehlgeschlagen")?


    Wenn also das Abschalten des Zündelements nach dem Vorwärmen normal ist (das ist schon etwas widersprüchlich), dann beiben eigentlich nur noch folgende Fehlermöglichkeiten:

    • Es werden zu wenige Pellets für den Zündvorgang eingeschoben (Tagesbehälter leer oder etwas ist verstopft).
    • Zündelement falsch eingebaut (zu weit von den Pellets weg oder durch Falschluft wird die Hitze weggesaugt)
    • Das neue Zündelement hat eine geringere Leistung, als das alte. Somit ist die aktuell eingestellte Vorwärmzeit zu kurz. Im oben verlinkten Beitrag wird von einer Vorwärmzeit von 6 Minuten gesprochen.

    Viele Grüße von Karlheinz :)

    Seit Juni 2011:

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  • Habe vorhin mal nen Versuch gestartet, da ich meinen Brauchwasserboiler aufheizen wollte; wollen ja auch mal duschen...


    Zündpatrone (ZP) neu vom Kessel angesteuert draussen liegen lassen lassen und die alte an der Steckdose angeschlossen in die Brennkammer geschoben und bei Anheizen mit Spannung versorgt.

    Im folgenden beschreibe ich was das Programm vorgibt und was mit der vom Kessel angesteuerten ZP geschieht.

    Das Automatikprogramm startet mit Vorbereitung Dauer ca 2 Minuten und ZP kalt.
    Anheizen Dauer 90 Sekunden ZP wird heiß .
    Vorwärmen Dauer Soll 1800 Sekunden ZP glüht jetzt; nach 30 Sek. weiter mit Zünden.
    Zünden Dauer Soll bis zu 900 Sekunden. ZP kühlt schon ab. Die ZP in der Brennkammer schaffte es nicht zu Zünden.

    Habe diese weiter glühen lassen und das Programm erneut starten lassen. Diesmal kam es zur Zündung.
    Heizen beginnt sobald die Abgasthemparatur deutlich steigt.


    Da das Vorwärmen eigentlich bis zu 1800 Sekunden sprich 30 Minuten dauern sollte, ist der Abbruch nach 30 Sekunden wohl doch etwas zu früh. Somit reicht die Zeit nicht die Zündthemparatur zu erreichen. Folglich sollte das Problem in der Ansteuerung liegen.


    @Karlheinz

    Pelletzufur war ja mein erster Gedanke, funktioniert in Perfektion.

    Zündelement kann nicht anders eingebaut werden, es gibt nur eine Position in der die Haltefeder dann auch draufpasst.

    das neue Zündelement ist ein Orginalteil mit absolut identischer Teilenummer, Abmessung und aussehen.

    Für Experimente mit Billigteilen aus Hintertimbuktu habe ich weder Geld noch Zeit.

    Das Abschalten des Zündelementes nach dem Vorheizen kann nur dann Sinn machen, wenn das Vorheizen lange genug dauert.

    Meines Erachtens sind <2Minuten zu wenig um ca 3Kg Eisen und ca einen halben Liter Pellets auf Themaratur zu bringen mit grade mal 300 Watt,



    Der langen Rede kurzer Sinn: Ich werde wohl nicht um ne neue Platine rumkommen.

    Ich bedanke mich schonmal herzlichst für die Hilfe.


    Für weitere Fragen und / oder Tipps bin ich jederzeit offen.


    Gruß Klaus

  • Hallo Klaus,


    eine neue Platine ist bestimmt teuer (~1.000 Euro) und ich bin mir nicht (mehr) sicher, ob das Problem wirklich am Board liegen könnte.


    Ich bin davon ausgegangen, dass man die Zeit, in der das Zündelement bestromt wird, konfigurieren kann. Wenn man diese Zeit verlängert, das hat deine manuelle Verlängerung ja gezeigt, scheint das Zünden wieder zu funktionieren?


    Viele Grüße von Karlheinz :)

    Seit Juni 2011:

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  • Was sagt den Fröling zu diesem Problem?


    Vielleicht besser zum Schmied statt zum Schmiedl gehen, bevor es teuer endet und nichts verbessert …

  • Hallo


    Da solche Ausfälle prinzipiell am Wochenende passieren hatte ich mit Fröhling noch keinen Kontakt.


    Aufgrund der noch immer offenen Frage ob die neue Platine Plug and Play fuktioniert werde ich sowieso mit Fröling

    telefonieren, bevor ich zweimal kaufe.


    Die einzelnen Laufzeiten sind in der Vorgabe (siehe Beitrag #12) eigentlich plausibel.

    Je nach erreichen der Themparaturwerte bzw Abgaswerte werden die Laufzeiten angepasst.

    Das extrem frühzeitige Abbrechen der Vorwärmphase ist unplausibel. Habe aber noch keine Idee was dafür der Auslöser war / ist.


    Mögliche Ursachen:

    - Sensor liefert falsche Werte > muss dann im verborgenen sein, da die angezeigten plausibel sind.

    -Fehler in der Software > seit 8 Jahren unverändert und bis vor kurzem Problemlos gelaufen.

    - Defektes Relais auf der Platine > durchaus Plausibel, da steigende Ausfallhäufigkeit bis Totalausfall innerhalb weniger Wochen.


    Hab ich was Übersehen?


    Trotz allem Danke für jeden Hinweis


    Gruß Klaus

  • Den PE1 kenne ich nicht, wir haben einen ETA ePE. Der ist meines Wissens vom Aufbau her nicht ganz unähnlich konstruiert. Da ist die Heizpatrone mehrere Minuten unter Strom, so in Richtung 5 bis 7 Minuten.


    Dass dein Glühelement nach wenigen Minuten schon wieder stromlos geschaltet wird, das deutet für mich auf eine Zündabbruch hin, denn in zwei Minuten bringt kein Pelletkessel die Verbrennung in Gang.


    Ich vermute (!) daher, dass die Steuerung des Kessels zum Schluss kommt, dass da irgendwas im Ablauf nicht stimmt und die Sache beendet. Das könnte eine defekte Stromflussüberwachung sein, eventuell auch ein Thermofühler, Verbrennungsluftsensorik oder vielleicht auch ein nicht korrekt arbeitende Steller Primär/Sekundärluft …

  • Wir sind hier exakt einer Meinung zum Zündverhalten.

    Aber wer verursacht den Abbruch beim Vorwärmen? Und warum Läuft dann Die Dauer des

    Zündvorgangs komplett ab bevor er mit Fehlermeldung aussteigt.

    Wenn er bewusst abbricht wegen unplausibler Werte müsste er doch direkt aussteigen und Fehler werfen.


    Oder irre ich mich?


    Gruß Klaus

  • FI bleibt drin? Oder gibts überhaupt keinen?

    FI ist vorhanden und bleibt drin; sonst würde er nach abschalten der Zündpatrone

    nicht mit Zünden weitermachen sondern die komplette Anlage einschließlich dem

    kompletten Keller würden dann Stromlos sein.


    Gruß Klaus

  • Oder irre ich mich?

    Das kann nur jemand beurteilen, der das Produkt gut kennt. Wir können hier nur Vermutungen anstellen und "gelehrt daherschwätzen" … was man ohne tiefere Kenntnisse machen kann, das hast du erledigt.

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