Therminator-2: Risse im wasserführendem Teil des Kesselkörpers

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Hinweis: Wartungsarbeiten am Forum

In den nächsten Tagen kann es immer mal wieder zum zeitweisen Ausfall des Forums kommen.
Vielen Dank für euer Verständnis.
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  • Hallo in die Runde,


    hat jemand Erfahrung mit Risse im Kesselkörper? Kessel ist BJ 2013 und wurde 2015 in Betrieb genommen.


    Ich freue mich über jedes Feedback. Lieben Dank

  • Etaminator

    Changed the title of the thread from “Risse im wasserführendem Teil desKesselkörper” to “Therminator-2: Risse im wasserführendem Teil des Kesselkörper”.
  • Hallo Stephan Kraussst,


    willkommen im Holzheizer-Holzvergaser-Forum! :thumbup:


    Ob ein Riss (oder sind es mehrere?) im Kesselkörper geschweißt werden kann, hängt zum einen davon ab, wie zugänglich die Stelle ist. Zum anderen muss man einen erfahrenen Schweißer finden, der das überhaupt machen will und kann. Eine Garantie, dass das längere Zeit hält, wird dir auch niemand geben.


    Manche Hersteller haben einen Kundendienst dafür oder können einen Schweißer vermitteln. Wie das bei Solarfocus ist, weiß ich nicht. Hast du schon Kontakt mit deinem Heizungsbauer oder dem Hersteller aufgenommen?


    Als Notlösung kann man den Kessel evtl. auch von innen mit einem Dichtmittel abdichten. Das sind aber alles nur temporäre Lösungen, denn meistens läuft es auf einen neuen Kessel (-Körper) hinaus.


    Zum Einlesen in die Thematik empfehle ich die Beiträge des Mitglieds Verrauchtnochmal, der seinen Attack-Kessel schon mehrfach geschweißt hat. Die Geschichte zieht sich über 6 Themen hin, ich verlinke mal auf das aktuellste:



    Viele Grüße von Karlheinz :)

    Seit Juni 2011:

    ETA Twin: SH30/P25 "noTouch" (Füllraum 150 Liter)

    Hopf Pelletaustragung: 6x UniWok-Saugsonden (Selbstbaulager für 6 to)

    Paradigma Pufferspeicher: 2x Aqua Expresso (1090 + 958 Liter; seriell verbunden)

    Paradigma FrischWasserStation

    Paradigma VRK-Anlage: 2x CPC21 Star Azzurro Solarpanel (10m²; Aqua-System ohne Glykol)

  • Hallo Karlheiz,

    vielen Dank für deine Antwort.

    Es sind insgesamt vier nahezu identische Risse. Einer davon ist bereits durchgehend, sodass Wasser in den Brennraum austritt. Auffällig ist, dass sich alle Risse an identisch ausgeführten, langlochähnlichen Ausschnitten im Brennraum befinden.

    Ich finde das insofern bemerkenswert, als bei neueren Modellen an genau dieser Stelle offenbar eine konstruktive Änderung vorgenommen wurde. Das lässt mich vermuten, dass die vom Hersteller angebotene kostenpflichtige Schweißreparatur das Problem möglicherweise nur hinauszögert, die eigentliche Ursache jedoch nicht beseitigt.

    Mich würde daher besonders interessieren, ob andere Solarfocus-Besitzer ähnliche Erfahrungen gemacht haben und wie dauerhaft eine solche Reparatur tatsächlich ist.

    Viele Grüße

    Stephan

  • Hallo Stephan,


    so weit ich es überblicke, bist du der erste, der im Forum über Risse im Therminator berichtet. Ich zähle 68 Mitglieder mit einem Therminator, davon waren dieses Jahr aber erst 5 mindestens einmal Im Forum aktiv angemeldet.


    Ich wünsche dir eine gute Entscheidung!


    Viele Grüße von Karlheinz :)

    Seit Juni 2011:

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  • Hallo Stephan,


    eigentlich hast Du Dir die Frage ja schon fast selbst beantwortet.

    Der Hersteller hat Dir eine kostenpflichtige Reparatur in Aussicht gestellt. Das ist schon einmal ein Angebot das bei Kesselherstellern durchaus nicht selbstverständlich ist. Jetzt ist die Entscheidung eigentlich sehr einfach.


    Dein Kessel ist gut zehn Jahre in Betrieb, dass ist ebenfalls je nach Nutzungsgrad durchaus nicht der untere Prozentsatz der Lebenserwartung. Wenn der Kessel lt. Hersteller dann noch X Jahre Lebenserwartung hat und Y die Reparatur gekostet hat, sollte die Entscheidung nicht sonderlich schwer fallen. Der Hersteller dürfte solche Reparaturen ja nur anbieten wenn der den weiteren Verlauf nach der Reparatur ausreichend sicher einschätzen kann. Ansonsten hätte er kein Angebot gemacht.


    Zum Thema VA schweißen, dass geht sehr gut. Aber Einatmen von Schweißgasen ist hier noch weniger ratsam als bei einfach legierten Stählen. Hier jemanden zu finden der das freiwillig anbietet wird sicher nicht ganz so einfach werden.


    Letztlich ist eine Entscheidung bei dem Instandsetzungsangebot eine reine Kosten/Nutzenrechnung auf Basis der Zusagen des Herstellers.


    Grüße Matthias

  • Hallo zusammen,


    vielen Dank für eure Rückmeldungen.


    Ich werde zunächst noch die abschließende Stellungnahme der Geschäftsführung von Solarfocus abwarten. Mir ist wichtig, dem Hersteller die Gelegenheit zu geben, den Sachverhalt noch einmal zu prüfen und gegebenenfalls eine angemessene Lösung anzubieten.


    Unabhängig vom Ausgang werde ich den gesamten Schadensfall anschließend ausführlich dokumentieren – selbstverständlich mit Fotos, dem Schadensverlauf sowie den technischen Hintergründen.


    Bei meinen bisherigen Recherchen konnte ich bereits einen nahezu identischen Schadensfall finden. Das hat mich nachdenklich gemacht und bestärkt mich darin, der Ursache weiter nachzugehen. Nach dem derzeitigen Stand halte ich es für möglich, dass die Rissbildung konstruktiv begünstigt wird. Ob sich diese Vermutung bestätigt, möchte ich jedoch erst nach einer objektiven technischen Bewertung beurteilen.


    Deshalb werde ich auch weiterhin nach vergleichbaren Schadensfällen suchen. Sollten weitere Betreiber eines Therminator II ähnliche Risse (Risse auch ohne sofortigen Wasseraustritt und nur erkennbar bei der Demontage einiger Teile) oder Auffälligkeiten festgestellt haben, würde ich mich sehr über einen Austausch freuen.


    Mein Ziel ist es ausdrücklich nicht, einen Hersteller an den Pranger zu stellen, sondern herauszufinden, ob es sich tatsächlich um einen Einzelfall oder um ein wiederkehrendes Schadensbild handelt.


    Sobald der Vorgang abgeschlossen ist, werde ich sämtliche Informationen transparent und sachlich veröffentlichen, damit sich jeder selbst ein objektives Bild machen kann.

  • Die KI beschreibt den Sachverhalt von verschiedenen Stählen "Edelstahl/niedrig legierter Stahl" ziemlich gut:

    Quote from Chat GPT KI

    Edelstahl (hochlegierte Stähle) Vorteile:Extreme Korrosionsbeständigkeit: Absolut unempfindlich gegenüber aggressivem Kondensat, Teersäuren und Sauerstoff im Heizungswasser. Ein Durchrosten von innen oder außen ist nahezu unmöglich. Keine Rücklaufanhebung nötig: Kann theoretisch auch mit sehr kaltem Rücklaufwasser betrieben werden, da entstehendes Kondensat dem Material nicht schadet. Hohe Zunderbeständigkeit: Verträgt im trockenen Bereich (ohne Wasserkühlung) problemlos Temperaturen bis weit über 600 °C, ohne zu oxidieren.


    Nachteile: Hohe Wärmeausdehnung: Dehnt sich bei Hitze um ca. 30 % stärker aus als warmfestes Blech. Bei den starren Geometrien eines Heizkessels führt dies zu massiven mechanischen Spannungen und Rissen an den Schweißnähten ("Spannungsrisskorrosion"). Schlechte Wärmeleitfähigkeit: Wirkt im Vergleich wie ein Isolator. Der Kessel benötigt mehr Fläche oder längere Wege, um die gleiche Energie an das Wasser abzugeben. Schwierige Verarbeitung: Edelstahl neigt beim Schweißen zu Verzug. Zudem ist das sogenannte "Formieren" (Schutzgasspülung von innen) beim Schweißen zwingend erforderlich, was die Produktion massiv verteuert. Hohe Kosten: Der Materialpreis liegt um ein Vielfaches über dem von Kesselblech.


    Deshalb bestehen fast alle Holzvergaser- und Pelletkessel aus warmfestem Kesselblech und schützen dieses stattdessen konstruktiv (durch Schamotte, feuerfeste Keramik und eine elektronische Rücklaufanhebung) vor Säure und Überhitzung. Edelstahl wird meist nur in speziellen Brennwert-Wärmetauschern eingesetzt, wo extrem viel aggressives Kondensat anfällt, aber kaum noch thermische Spannungen herrschen.


    Edelstahl ist daher im Holzvergaser nicht unbedingt ein sicherer Hafen bezüglich der Langlebigkeit, obwohl der sehr viele Vorteile besitzt. Das sicherste Indiz für ein langes sorgenfreies Heizen bietet hier das Forum das einige sehr glückliche Besitzer von z.B. ETA, Fröling, Hargassner etc. etc. als Mitglieder hat. Wer die Foren hier nach Marken und deren Probleme vor Kauf durchstöbert ist sicher bei der Auswahl später ganz klar im Vorteil.

  • Hallo Stephan und Matthias,


    ich habe mich jetzt auch noch weiter zum Edelstahlfüllraum beim Therminator informiert:


    Das besondere bei dessen Aufbau ist, dass der wasserführende Kesselkörper aus "normalem Kesselstahl" besteht. Der Füllraum aus Edelstahl ist quasi davor gesetzt und nur an den Kanten mit dem Kesselkörper verschweißt. Da sich, wie oben schon erwähnt, Edelstahl viel stärker ausdehnt, ist zwischen dem Edelstahlmantel und dem Kesselstahl eine dünne "Luftschicht" von 2-5mm vorhanden. In diesem Bereich soll sich der Edelstahl ausdehnen können. Die erwähnten "Langlöcher" sind tatsächlich Ausstanzungen im Edelstahl und sollen ebenfalls helfen Hitze-Spannungen im Edelstahl abzubauen. Diese Langlöcher wurden wohl bei neueren Modellen u.a. etwas verändert (stärker abgerundet), um dort auftretende Spannungsrisse zu vermeiden.


    Dieser zweischalige Aufbau macht eine Reparatur m.E. "noch schwieriger": Wenn tatsächlich schon Wasser austritt, dann muss der Kesselkörper hinter dem Edelstahlmantel undicht sein. Es muss also der Kesselkörper und der Edelstahlmantel geschweißt werden. Wenn "man Glück hat", ist die undichte Stelle auch genau hinter dem Langloch, wo das Wasser austritt. Wegen dem Hohlraum zwischen Edelstahl und Kesselkörper könnte die undichte Stelle aber auch woanders sein und nur durch geometrische Zufälle tritt das Wasser an der beobachteten Stelle aus? In jedem Fall ist jetzt auch Wasser in dem betreffenden Hohlraum, das da nicht hingehört. Bevor geschweißt werden kann, muss auch dieses Wasser komplett "verdampft" werden.


    M.W. gewährt Solarfocus, auch aufgrund des Edelstahl-Füllraums, 10 Jahre Garantie (vertragsgemäße Wartung vorausgesetzt). Da der Kessel mit BJ 2015 erst ein Jahr darüber liegt, würde ich an dieser Stelle ansetzen, auf Kulanz argumentieren und einen neuen Kesselkörper haben wollen. :/


    @krausst: Wir sind wirklich gespannt, wie dieser Fall weitergehen wird. Bilder der Fehlerstellen, falls vorhanden, sind auch schon jetzt willkommen.


    Viele Grüße von Karlheinz :)

    Seit Juni 2011:

    ETA Twin: SH30/P25 "noTouch" (Füllraum 150 Liter)

    Hopf Pelletaustragung: 6x UniWok-Saugsonden (Selbstbaulager für 6 to)

    Paradigma Pufferspeicher: 2x Aqua Expresso (1090 + 958 Liter; seriell verbunden)

    Paradigma FrischWasserStation

    Paradigma VRK-Anlage: 2x CPC21 Star Azzurro Solarpanel (10m²; Aqua-System ohne Glykol)

  • Hallo Karlheinz,

    vielen Dank für deine Mühe und die ausführlichen Hintergrundinformationen. Das hilft mir, den Aufbau des Kessels und die Problematik besser zu verstehen.

    Mein Kessel ist Baujahr 2013 und wurde erst 2015 durch einen Servicetechniker von Solarfocus in Betrieb genommen. Die Bilder der Schadstellen sind aus meiner Sicht eindeutig und zeigen die vier nahezu identischen Risse sehr gut.

    Eine vollumfängliche technische Stellungnahme des Herstellers steht allerdings noch aus. Mit weiteren Details und den Fotos möchte ich daher im Moment noch etwas warten, bis ich eine Rückmeldung vom Geschäftsführer von Solarfocus erhalten habe. Ich möchte dem Hersteller zunächst die Gelegenheit geben, den Fall technisch zu bewerten.

    Sobald es Neuigkeiten gibt, werde ich den weiteren Verlauf und das Ergebnis hier selbstverständlich mit euch teilen.

    Viele Grüße

    Stephan

  • Ob sich da der Herr Kalkgruber wirklich mit beschäftigt, sei dahin gestellt ... Just my 2cents ...

    Hallo,

    das wird sich zeigen - gibt es Erfahrungen deinerseits? Ich möchte dem Hersteller und Herrn Kalkgruber zunächst die Gelegenheit geben, den Sachverhalt vollständig zu prüfen und technisch zu bewerten.

    Mit Herrn Postlmayr hatte ich bereits einen sehr konstruktiven und angenehmen Austausch. Allerdings gab es bisher für mich noch kein wirtschaftlich interessantes und zugleich nachhaltiges Kulanzangebot. Daher möchte ich zunächst die weitere Rückmeldung und die vollständige technische Stellungnahme abwarten.


    Viele Grüße

    Stephan

  • Ich habe mit Solarfocus bislang nur mit dem kundenservise Kontakt gehabt, mit noch keiner "höheren Instanz" ;)

  • Hallo zusammen,

    ich möchte euch kurz auf den aktuellen Stand bringen.

    Zwischenzeitlich hat sich Herr Kalkgruber (Geschäftsführer von Solarfocus) persönlich meines Falls angenommen und eine erneute Prüfung veranlasst. Dafür möchte ich mich ausdrücklich bedanken.


    Als Ergebnis wurde mir inzwischen eine kostenfreie Instandsetzung des Kesselrohkörpers durch einen Solarfocus-Servicetechniker angeboten. Zusätzlich wurde mir eine fünfjährige Dichtheitsgarantie auf den gesamten wasserführenden Kesselrohkörper zugesagt. Das werte ich grundsätzlich als ein deutliches Entgegenkommen.

    Unabhängig davon sind für mich einige technische Fragen weiterhin offen. Insbesondere interessiert mich nach wie vor die Ursache der Rissbildung sowie die Frage, weshalb bei diesem Schadensbild ein Kesseltausch nicht nochmals geprüft wurde.


    Im Zuge meiner weiteren Recherchen konnte ich inzwischen Kontakt zu mehreren Therminator-II-Betreibern aufnehmen, bei denen sich ein sehr ähnliches Schadensbild zeigt. Nach den mir vorliegenden Informationen betreffen diese Fälle ebenfalls Kessel aus etwa dem Baujahr 2013. Ob tatsächlich ein technischer Zusammenhang besteht, kann ich selbstverständlich nicht beurteilen. Genau deshalb versuche ich derzeit, möglichst viele Informationen und Erfahrungen zu sammeln.


    Mich würde daher weiterhin interessieren:

    Gibt es weitere Betreiber eines Therminator II mit einem vergleichbaren Schadensbild?
    An welchen Stellen sind die Risse entstanden?
    Welches Baujahr hat euer Kessel?
    Wie hat Solarfocus den Schaden bewertet bzw. welche Lösung wurde angeboten?


    Mir geht es ausdrücklich nicht darum, den Hersteller anzugreifen. Ich möchte den Sachverhalt einfach technisch besser verstehen.


    Viele Grüße

    Stephan

  • Als Ergebnis wurde mir inzwischen eine kostenfreie Instandsetzung des Kesselrohkörpers durch einen Solarfocus-Servicetechniker angeboten. Zusätzlich wurde mir eine fünfjährige Dichtheitsgarantie auf den gesamten wasserführenden Kesselrohkörper zugesagt.

    Moin,

    mit dem Angebot kannst du doch mehr als zufrieden sein!

    Weshalb sollte dir nach 13 Jahren der Hersteller einen neuen Kessel hinstellen?


    Schäden können auch durch zuviel Feuerhaltung oder defekte Pumpen auftreten.


    Mal so als Beispiel: mein Onkel hatte sich seinerzeit einen Gasbrenntwertkessel von Viessmann installieren lassen bei dem nach 12 Jahren der Kesselkörper gerissen war (Mirola, auch Edelstahl). Kesselkörper nicht mehr lieferbar....

    Er hat dann etwas Rabatt auf einen neuen bekommen.


    Beim Auto träumt auch keiner nach 13 Jahren davon vom Hersteller ein neues Auto kostenlos vor die Tür gestellt zu bekommen. Frag mal jemanden der ein Modell aus der Region Wolfsburg besitzt mit "angepasster" Software.


    Gruß Jens

  • Ich persönlich finde das Angebot von Solarfocus auf Kulanz zu reparieren und eine Dichtheitsgarantie zu geben nach knapp dreizehn Jahren ebenfalls sehr kulant. Das ist keineswegs üblich.


    Ein Holzvergaser der die 20 Jahre im Realbetrieb meistert ist, bei den Brennraumtemperaturen, eher die Ausnahme als die Regel.

  • Hallo Jens,


    vielen Dank für deine Einschätzung.


    Mir geht es tatsächlich nicht darum, nach 13 Jahren "einen neuen Kessel geschenkt zu bekommen". Wäre der Schaden auf normalen Verschleiß oder eine zufällige Undichtigkeit zurückzuführen, würde ich das genauso sehen.


    Der Unterschied in meinem Fall ist jedoch das Schadensbild. Der wasserführende Kesselkörper weist Risse an vier konstruktiv identischen Stellen auf. Nach Aussage von Solarfocus können Materialverschleiß und Materialabtrag ausgeschlossen werden. Außerdem wurde mir erläutert, dass diese Bereiche bei neueren Modellen konstruktiv geändert wurden, um eine bessere Durchströmung zu erreichen.

    Hinzu kommt, dass mein Kessel im Verhältnis zu seinem Alter vergleichsweise wenige Betriebsstunden aufweist und keineswegs im intensiven Dauerbetrieb gelaufen ist. Gerade deshalb hat mich dieser Schaden besonders überrascht.

    Meine Heizungsanlage verfügt über eine elektronisch geregelte Rücklaufanhebung und ein Differenzlademodul. Sie wurde seinerzeit durch einen Solarfocus-Kundendiensttechniker selbst in Betrieb genommen und abgenommen. Ein hinzugezogener Heizungsfachbetrieb hat das Schadensbild ebenfalls als ungewöhnlich bewertet.


    Inzwischen habe ich zudem Kontakt zu mehreren Betreibern aufgenommen, deren Therminator-II-Kessel ein sehr ähnliches Schadensbild aufweisen. Ob daraus tatsächlich ein technischer Zusammenhang abzuleiten ist, kann ich nicht beurteilen – genau deshalb suche ich den Austausch mit anderen Betroffenen.


    Ich freue mich übrigens, dass Solarfocus meinen Fall nochmals geprüft hat und den Kessel nun kostenfrei instand setzt. Dafür habe ich mich ausdrücklich bedankt. Die noch offenen Fragen betreffen für mich in erster Linie die technische Ursache des Schadens und nicht den Wunsch nach einem kostenlosen Neugerät.


    Viele Grüße

    Stephan

  • Ich persönlich finde das Angebot von Solarfocus auf Kulanz zu reparieren und eine Dichtheitsgarantie zu geben nach knapp dreizehn Jahren ebenfalls sehr kulant. Das ist keineswegs üblich.


    Ein Holzvergaser der die 20 Jahre im Realbetrieb meistert ist, bei den Brennraumtemperaturen, eher die Ausnahme als die Regel.

    Hallo,


    das aktuelle Kulanzangebot von Solarfocus mit kostenfreier Reparatur und fünfjähriger Dichtheitsgarantie begrüße ich ausdrücklich.


    Meine offenen Fragen beziehen sich daher nicht auf die Kulanz, sondern auf die Ursache des Schadens. Der Kesselkörper ist an vier konstruktiv identischen Stellen gerissen, obwohl der Kessel vergleichsweise wenige Betriebsstunden hat. Ich heize ausschließlich in den Wintermonaten und selbst bei etwa -10 °C in der Regel nur einmal täglich.

    Hinzu kommt, dass ich inzwischen mehrere Therminator-II-Betreiber mit einem sehr ähnlichen Schadensbild gefunden habe. Ob ein technischer Zusammenhang besteht, kann ich nicht beurteilen, genau das möchte ich durch den Erfahrungsaustausch herausfinden.


    Viele Grüße

    Stephan

  • Ich freue mich über jedes Feedback. Lieben Dank

    Warum stellst du keine Bilder der Risse ein ? Das würde sicher etwas mehr Resonanz erzeugen . Interessant wäre auch , was der Hersteller danach geändert hat um diesem offensichtlichen Konstruktionsfehler entgegen zu wirken. Mein Nachbar betreibt auch so einen Kessel (~2016) . Der könnte dann zumindest auf die Suche gehen , ob sein Kessel auch unter dieser "Krankheit" leidet :/ .

  • Hallo


    Edelstahl ist problematischer in der Verarbeitung wie Kesselstahl.

    Mein Vater sagte immer (Schmied und Schlossermeister) Edelstahl darf nicht gestanzt werden - er liebte seine Peddy und Langlöcher....... Stanzen erzeugt Spannungsrisse.

    Gibt noch andere Probleme z.B. beim Schweissen erheblich größerer Verzug. D.h. Schweißreihenfolgen müssen eingehalten werden usw.

    Vom nachfolgenden Beizen und passivieren noch gar nicht zu reden.


    ciao Peter

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