Hallo zusammen,
nachdem ich in den vergangenen Jahren regelmäßig Probleme mit meinem bestehenden Holzvergaserkessel hatte, möchte ich die Wärmepumpe künftig als Hauptwärmeerzeuger nutzen. Der Holzvergaser soll nur noch zur Unterstützung bei sehr niedrigen Außentemperaturen beziehungsweise für Spitzenlasten dienen.
Aktuell besteht die Anlage aus:
- Holzvergaser
- Pelletkamin
- Gastherme
- drei Pufferspeichern
- UVR16x2 als zentrale Regelung
Die Gastherme soll vollständig durch eine Wärmepumpe ersetzt werden.
Mein bisheriger, noch recht einfacher Plan sieht folgendermaßen aus:
Die Wärmepumpe soll mit Vorlauf und Rücklauf ausschließlich an den ersten Pufferspeicher angeschlossen werden. Genutzt werden sollen möglichst die vorhandenen Anschlüsse der Gastherme, damit der Umbauaufwand gering bleibt.
Vorgesehen wären im Wesentlichen:
- Luft-Wasser-Wärmepumpe als Monoblock
- Schlamm- beziehungsweise Magnetitabscheider
- separate Umwälzpumpe, falls diese nicht bereits im Außengerät integriert ist
- direkter Anschluss an den ersten Pufferspeicher
- vollständige Ansteuerung über die UVR16x2
Im normalen Wärmepumpenbetrieb soll der Heizungsrücklauf gezielt in den ersten Pufferspeicher geführt werden. Dadurch soll die Wärmepumpe möglichst nur ein kleines Puffervolumen auf dem für den Heizbetrieb notwendigen Temperaturniveau halten und nicht ständig alle drei Speicher aufheizen.
Sobald der Holzvergaser zugeschaltet wird, soll der Rücklauf wieder in den dritten Pufferspeicher umgeleitet werden. Der Holzvergaser könnte dann wie bisher alle drei Speicher vollständig laden.
Vereinfacht wäre der geplante Betrieb also:
Wärmepumpenbetrieb:
- Wärmepumpe lädt nur Puffer 1
- Heizungsrücklauf geht in Puffer 1
- möglichst geringe Puffermasse und niedrige Systemtemperaturen
Holzvergaserbetrieb:
- Holzvergaser lädt alle drei Pufferspeicher
- Heizungsrücklauf wird in Puffer 3 geführt
- vollständige Nutzung des vorhandenen Speichervolumens
Zusätzlich ist eine größere PV-Anlage geplant, um einen möglichst hohen Anteil des Wärmepumpenstroms selbst zu erzeugen.
Mein Ziel ist eine möglichst einfache und kostengünstige Lösung ohne herstellerspezifisches Innengerät oder komplette neue Heizungsregelung. Die Wärmepumpe soll im Idealfall nur als steuerbarer Wärmeerzeuger eingebunden werden. Freigabe, Solltemperaturen, Umschaltventile, Puffermanagement und die Zusammenarbeit mit dem Holzvergaser sollen über die UVR16x2 geregelt werden.
Dazu hätte ich folgende Fragen:
- Hat jemand eine vergleichbare Kombination aus Wärmepumpe, Holzvergaser und mehreren Pufferspeichern umgesetzt?
- Funktioniert die Einbindung der Wärmepumpe ausschließlich in den ersten Pufferspeicher in der Praxis sinnvoll?
- Ist die Umschaltung des Heizungsrücklaufs zwischen Puffer 1 und Puffer 3 hydraulisch sinnvoll?
- Welche Probleme können durch unterschiedliche Volumenströme von Wärmepumpe und Heizkreisen entstehen?
- Ist eine hydraulische Entkopplung erforderlich oder kann der erste Pufferspeicher diese Funktion übernehmen?
- Welche Wärmepumpen lassen sich gut über externe Freigaben, 0–10-Volt-Signale, Modbus oder SG-Ready durch eine UVR16x2 steuern?
- Gibt es dokumentierte Projekte, Hydraulikpläne oder Erfahrungsberichte zu einer solchen Lösung?
Besonders interessant wären praktische Erfahrungen, Fotos, Hydraulikschemata und Angaben zu den verwendeten Komponenten und Kosten.
P.S. Was ich vergessen habe: Warmwassererzeugung erfolgt mittels FriWa.
Viele Grüße Patrick