Gastherme durch Wärmepumpe ersetzen – Einbindung in bestehende Holzvergaser-/Pufferanlage über UVR16x2

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  • Hallo ginatrick,

    • Heisst es wäre erstrebenswert die 35 Grad zu fahren und den Rest über den Puffer beizumischen.

    Was meinst du mit Rest ? Die Differenz auf z. B. 40-45 Grad um bei deinen HZK genug Wärmeabgabe im Gebäude zu haben ?


    Bei 35 Grad VL hast du bei einer WP ca. 30-32 Grad RL, wenn du jetzt aber mit >35 Grad vom Heizkreis in die WP retour kommst, schaltet deine WP nach 2-3 Minuten ab oder fängt an zu Takten (stottern, ein/aus).

    Das gleiche Problem gibt es auch, wenn die WP zu groß gewählt wurde oder meist gerade in der Übergangszeit, wenn die produzierte Wärme nicht im Gebäude abgenommen werden kann wegen zu kleinen Wärmeabgabeflächen (HZK) etc.


    Anbei ein Zahlenbeispiel zur Prozentverteilung für Wärmebedarf je Monat und PV-Ertrag je Monat, kann natürlich bei jedem anders sein, wird sich aber im Großen und Ganzen ähnlich abbilden.

    Beispiel 2025:

    - Jänner: 12 % vom Jahreswärmebedarf, 3 % vom Jahres-PV-Ertrag.

    - Dezember: 11 % vom Jahreswärmebedarf, 2 % vom Jahres-PV-Ertrag.


    Die 2 hellblauen Zeilen zeigen den Monatsanteil in % für Gesamten Wärmedarf versus PV-Ertrag.

  • So schnell wird aus einem einfachen Gedanken ein Komplexes Modell ^^.

    Ich verstehe was du damit meinst. Ich frage mich allerdings wofür dann regenerative Mischer ist ? Dieser ist ja laut Weishaupt genau dafür da Hochtemepratur Erzeuger in das System einzubinden.


    Ergänzung: Denkfehler gefunden. Der Regenerative Mischer macht nur Entweder/Oder.. also reicht der Puffer nimmt er es komplett aus dem Puffer, Reicht der Puffer nicht macht er es komplett über die WP. Es wird also kein Warmwasser beigemischt sondern nur Puffer oder WP.

  • So schnell wird aus einem einfachen Gedanken ein Komplexes Modell ^^.

    Ich verstehe was du damit meinst. Ich frage mich allerdings wofür dann regenerative Mischer ist ? Dieser ist ja laut Weishaupt genau dafür da Hochtemepratur Erzeuger in das System einzubinden.


    Ergänzung: Denkfehler gefunden. Der Regenerative Mischer macht nur Entweder/Oder.. also reicht der Puffer nimmt er es komplett aus dem Puffer, Reicht der Puffer nicht macht er es komplett über die WP. Es wird also kein Warmwasser beigemischt sondern nur Puffer oder WP.

    Ich glaube eine WP effizient mit 35 Grad VL direkt in den Heizkreis zu fahren und gleichzeitig einen Hochtemperatur-Quelle einzubinden, beißt sich aus meiner Sicht.

    Wäre so, wenn ich meine ST direkt auf den Heizkreis fahre z. B. Minimum ST-VL 42 Grad, Maximum ST-VL 65 Grad und parallel die WP mit 36-37 VL betreiben würde.

    Aber, ich kann mich auch täuschen.


    Habe mal ChatGPT-KI gefragt:


    Schau dir dies mal an, es wird halt aus meiner Sicht komplex.


    Wärmepumpe mit 35 Grad Vorlauf direkt auf den Heizkreis fahren und parallel über einen Mischer aus einer Hochtemperaturquelle (Pufferspeicher wird von Holzvergaser gespeist) beimischen, geht dies überhaupt ?

    Ja, dieses Konzept ist grundsätzlich machbar und wird in der Praxis bei hybriden Heizungssystemen (insbesondere in Kombination mit Biomasse wie Holzvergasern und Pufferspeichern) sogar häufiger eingesetzt. Es bringt jedoch einige gravierende hydraulische und regelungstechnische Herausforderungen mit sich, die Sie unbedingt beachten müssen.

    Wie das System funktioniert (Das Prinzip)

    • Wärmepumpe als Grundlast: Die Wärmepumpe liefert konstant Wasser mit einer niedrigen Vorlauftemperatur von 35 °C (ideal für hocheffiziente Arbeitszahlen/COP). Akkudoktor Forum
    • Mischer als Beimischung: Ein nachgeschalteter Mischer regelt die tatsächliche Vorlauftemperatur für das Haus. Ist es draußen kälter als 35 °C oder wird eine höhere Temperatur benötigt, mischt er gezielt heißes Wasser aus dem holzbeheizten Pufferspeicher zu.

    Die entscheidenden Fallstricke und Probleme

    1. Hydraulischer Kurzschluss / Volumenstromkonflikte: Wenn Sie die Wärmepumpe und den Mischer ungeschützt parallel verschalten, „kämpfen“ die Umwälzpumpen der Wärmepumpe und des Heizkreises gegeneinander. Eine Wärmepumpe benötigt einen konstanten, exakten Mindestvolumenstrom, um nicht zu überhitzen oder auf Störung zu gehen. Wenn der Mischer aus dem Puffer zieht, kann das die Hydraulik der Wärmepumpe massiv stören.
    2. Unkontrollierte Rücklauftemperaturen: Wenn der Mischer voll öffnet (weil der Puffer heiß ist), strömt viel zu heißes Wasser in den Rücklauf oder den Vorlauf der Wärmepumpe. Moderne Wärmepumpen haben interne Temperaturgrenzen (oft maximal zulässige Rücklauf- oder Einlauftemperaturen von ca. 55 °C bis 60 °C). Wird dieser Wert überschritten, schaltet die Wärmepumpe zum Eigenschutz mit einem Fehler ab. Controme Support Center
    3. Ineffizienz bei falscher Schaltung: Wenn die Wärmepumpe stumpf in einen heißen Puffer arbeitet, den der Holzvergaser gerade auf 70 °C geheizt hat, bricht die Effizienz der Wärmepumpe komplett ein, da der Temperaturhub viel zu groß wird.

    Die saubere Lösung: Hydraulische Entkopplung

    Um dieses Konzept fehlerfrei zu betreiben, sollte niemals "wild" ohne Trennung gemischt werden. Stattdessen baut man das System so auf:

    • Pufferspeicher als Weiche/Kaskade: Die Wärmepumpe lädt den Pufferspeicher (oder einen dezidierten Rücklauf-Puffer) im unteren Temperaturbereich (35 °C).
    • Serieller Aufbau (Reihenschaltung / Rücklaufanhebung) als Alternative: Oft ist es hydraulisch eleganter, die Wärmepumpe in den Rücklauf des Heizkreises zu setzen. Die Wärmepumpe hebt das Wasser, das aus den Heizkörpern kommt, von z. B. 28 °C auf 35 °C an. Reicht das nicht aus, zieht der anschließende Mischer die restliche Energie aus dem Holz-Pufferspeicher.
    • Systemtrennung: Eine hydraulische Weiche oder ein Kombispeicher mit klar definierten Schichtungen verhindert, dass sich die Volumenströme gegenseitig abwürgen.

    Perfekte integration von 2 Heizkreisen: das ETA Mischerkreismodul - der Pelletheizungprofi erklärt

    Dieses Video zeigt am Beispiel eines modernen Mischerkreismoduls, wie die Beimischung von Hochtemperatur-Quellen in bestehende Heizkreise hydraulisch korrekt und steuerungstechnisch eingebunden wird.

  • Mit ChatGPT streite ich mich schon seit gestern Abend. Problem ist das typische .. ich widerlege seine Aussage und es kommt "Oh sorry war wohl zu pauschal".


    Nachdem ich mich jetzt gefühlt quer durchs halbe Netz gelesen habe bleibt für mich folgende Erkenntnis:

    Entweder Puffer oder WP. Jeder Mix wird problematisch. Heist solange der Puffer VL Soll + x K hat wird ausschließlich aus dem Pufffer bezogen und wenn es darunter fällt springt die WP ein.


    Bedeutet im Umkehrschluss bei z.B. 45 Grad VL Soll das die Puffer nur bis etwa 48 Grad entladen werden können.

    Die 48 Grad könnten wiederum als VL für das Hochtemperaturmodul (FriWa Versorgung) genutzt werden und den Hub dort reduzieren.


    Vereinfachte würde das Hydraulikschema so aussehen :


    Was mir noch missfällt ist, dass in diesem Fall der komplette Pufferinhalt durchgedrückt wird (HK RL unten an Puffer 3). Dadurch steigen die Obeflächenverluste. Ob das letztlich so relevant ist kann ich aktuell nicht einschätzen. Alternativ könnte man in den HK RL noch ein 3 Wege Ventil einbauen was bei WP Betrieb den RL direkt in Puffer 1 schiebt.


    Voraussetzung ist natürlich das der Volumenstrom groß genug ist und die Schichtung sauber funktioniert.


    P.S: Zur Erläuterung das Innenmodul der WP sieht 2 Abgänge vor. Einmal Heizkreis und einmal Hochtemperatur. Diese werden auch separat geregelt.

  • Hey ginatrick


    ich bin gerade auch dabei meine Heizung zu erneuern. Allerdings plane ich etwas anders.


    Zu deinem Vorhaben kann ich Dir nur Raten, schau einmal beim TFZ Bayern in Straubing vorbei oder rufe an. Ist staatliche Stelle mit Ausstellung und die haben auch Wissen mit Kombination WP, HV, Pellets, Hackschnitzel und sonstigen Kombis.


    Ich werde mein Vorhaben anders gestallten. Solar + Splitklima (da ist dann auch WP drin) für Sommer und Übergangszeit und Winter rein Scheitholz mit großem Puffer. Mein aktueller Favorit wird sich aus den 4 bekannten herausbilden ETA, Fröhling, HDG und Hargasser.

    Frischwasser dann entweder mit Frischwasserstation oder doch das ganze Jahr direkt mit Durchlauferhitzer. Hier bin ich noch am rechnen, aber nach grober Schätzung vermutlich nur Durchlauferhitzer, wenn ich im Winterhalbjahr 4 m² Wasser verbrauche ist es viel und die um 50°C anzuheben wären ca. 200 kWh.


    Hast Du einen eigenen Wald?


    Gruß ICE


    PS: Gina pass auch das der Trick keinen Selbstauslöser hat *GG*

  • Als ausgesprochener Nicht-Auskenner in genau dieser Konfiguration frage ich mich, ob ein Pufferspeicher als hydraulische Weiche mit den Volumensströmen und dem geringen Temperaturhub einer Wärmepumpe gut funktioniert?

  • Austro-Diesel


    Bei seinem Schaubild hat die Wärmepumpe 2 Warmwasserausgänge. Ob hier eine Frischwasserstation toll ist, mag ich auch bezweifeln. Warmwasser sollte bei mir schon 55 °C haben, dann noch Verluste in Frischwasserstation etc.


    Aber ich sehe es wie Du. zwei unterschiedliche Heizsysteme die miteinander nicht passen. Deshalb auch von mir immer wieder der Verweis auf den Fachleuten in Straubing.


    Ich kann mir vorstellen, das das ganze recht gut läuft, unter der Voraussetzung dass die Wärmepumpe im Sommer den Dauerbetrieb macht und im Winter dann der Holzvergaser oder Pelletkessel. Aber ständiges Wechseln kann ich mir nicht vorstellen, dass es funktioniert vor allem wegen der grundlegend verschiedenen Heizkurven/Volumenströmen im jeweiligen Teilkreislauf.


    Gruß ICE

  • Danke für die Info. Ich werden mal schauen ob ich irgendwie nach Straubingen komme und mir das anschauen kann, ist leider nicht mal eben um die Ecke.

    Zum Thema FriWa. Das ist im original Hydraulikplan von Weishaupt explizit so vorgesehen. Der Warmwasser Ausgang hat im Innenmodul eine Zusatzheizung welche den entsprechenden Temperaturhub leistet.


    Ich weiß leider nicht ob ich das Schema von Weishaupt hier einfach so veröffentlichen darf sonst würde ich es mal hochladen.

  • Ich weiß leider nicht ob ich das Schema von Weishaupt hier einfach so veröffentlichen darf sonst würde ich es mal hochladen.

    wenn das in irgendwelchen Handbüchern vorhanden ist spricht nichts dagegen.

    Sonnige Grüße Reiner

    ETA BK 15 mit Saugzuggebläse und Lambdasonde geregelt mit UVR16x2

    3 X 800 l PS zwei mit Solarwendel und 14 m2 FK mit einem CTC 265 EM als

    Backup und LUVANO 10kW geregelt mit zwei UVR16x2, UVR610 mit CAN-I/O45

    CAN-MTx2 und CMI für eine DHH mit Anbau und 110m2 Heizfläche

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