Auf dem weißen Blatt Papier - ich plane neu [@Heidjer]

There are 35 replies in this Thread which was already clicked 1,600 times. The last Post () by Austro-Diesel.

  • Moin,


    Ich plane gerade meinen Neubau und kann daher noch Einfluss auf alles

    nehmen, was notwendig ist.


    Angedachte Anlage:

    Fröhling S2 dual compact 15

    2000 l -Hygienespeicher


    Heizungsraum:

    - ebenerdig, Deckenhöhe 2,60 m, das Geschoss darüber ist gut erreichbar

    aber nicht genutzt

    - befindet sich im Nebengebäude, ist gedämmt


    Meine Themen:

    Raumgröße

    welchen Platzbedarf habe ich für welchen Anlagenteil ?

    Ziel ist es den Heizungsraum so klein als möglich zu halten, aber dennoch

    ohne Akrobatik alles vernünftig hineinzubringen, zu installieren, später

    auch warten und ggf austauschen zu können.


    Pelletbunker

    ich habe vor, überwiegend mit Stückholz zu fahren, Pellets werden aber

    trotzdem benötigt und müssen entsprechend eingelagert werden können.

    Wie sehen Eure Bunker aus ?

    Fassungsvermögen ? Bauart ?


    Das ist noch im Heizungsraum untergebracht:

    - Einführung der Anschlüsse über 4-Spartenanschluss (Strom, Wasser, Daten etc)

    - Heizkreisverteiler für die FBH des Nebengebäudes

    - Wechselrichter der 15 kWp-PV-Anlage

    - Sicherungskasten und Schaltschrank der Werkstatt (Nebengebäude)

    - abgehende Leitungen in das Wohnhaus für WW, Zirkulation WW, VL, RL

    - Stellplatz für 1 Europalette Brennholz (verfahre ich vo Hand mit Palettengabel)

  • Du bist hier ja gleich hochaktiv. Das mag ich.


    Hier meine Überlegungen aus 25 Jahre Hausbesitz, 4 Jahren Pelletheizung und 3 Jahren PV mit Batteriesystem — vielleicht bald auch mit Wallbox und E-Auto. Ich fasse hier so meine Überlegungen für den Fall meiner Wiedergeburt zusammen:


    Leiste dir einen Wärmepumpen-Brauchwasserspeicher mit Heizregister und elektrischer Notfall-Direktheizung. Idealerweise mit elektrischer Schutzanode, dann ist der wartungsfrei. Außenluft-Ansaugung und -ausblasung von der Nord(ost/west)seite des Gebäudes, auf keinen Fall aus dem "Südstau" — denn bei zu heißer Luftzufuhr kann es wegen zu hohem Kältemitteldruck dann Störungen geben. So kann die Feststoffheizung von April bis Oktober Pause machen. (Bewährt sich bei uns 1A!)


    Die Platzierung des Warmwasserspeichers möglichst direkt unter den Nassräumen spart die energiefressende Zirkulationsleitung. (Bewährt sich bei uns 1A! Es dauert keine 10 Sekunden bis das Wasser bei uns ausreichend warm aus dem Hahn kommt.)


    In den oder die Pufferspeicher einen 3-phasigen Heizstab mit 4 bis 6 kW (Sternschaltung, also mit Sternpunkt für Nulleiter rausgeführt, das ist universeller) und mechanischem Thermostat für einstellbare Abschaltung bis ca. 80° C (als "Notbremse"). Damit kannst du eine Notheizung realisieren und mit entsprechender Ansteuerung/Regelung PV-Überschüsse verwerten.Eher ein "dummes Produkt" und einen zum PV-Wechselrichter passenden externen Leistungsregler oder -steller, das ist zukunftssicherer. Nicht zu leistungsfähig, das muss zur PV-Leistung passen.


    Den Heizstab kann man auch extern realisieren, ist jedoch komplexer (Strömungsüberwachung, große Querschnitte in der Verrohrung für niedrigen Strömungswiderstand nötig).


    Damit auch der untere Bereich des Pufferspeichers genutzt werden kann entweder Heizpatrone unten einbauen oder eine Zirkulationspumpe mit elektrisch betätigtem Ventil, um die Schichtung gezielt zu zerstören. (Bewährt sich bei uns 1A!)


    Unser tief im Erdreich befindlicher Keller ist sehr kalt und wir leiden daher im Sommer bei schwüler Außenluft unter zu hoher Luftfeuchte. Werkzeug wird rostig und schmutzige Wäsche bäh. Luftentfeuchter waren mühsam und im Betrieb laut wie teuer. Mit der fast kostenlosen Kellerbeheizung auf 21° C per PV-Überschuss erledigt.


    Die Platzierung des Pufferspeichers will insofern überlegt sein, dass dessen Wärmeverluste dem Wärmebedarf des Hauses zugute kommen, aber im Sommer nicht lästig werden. Der Puffer muss ganz sicher nicht beim Kessel stehen, im Gegenteil! Ich würde den heute außerhalb des (bei einem Holzvergaser evtl. geruchsbelasteten) Heizraums platzieren, sodass dessen Abwärme (das geht schon in Richtung 200 bis 400 W rund um die Uhr!) sich nicht "sinnlos staut" und beim Fenster abzieht.


    Einen Kessel mit raumluftunabhängiger Verbrennungsluftzufuhr wählen, dann gibt der Rauchfangkehrer wegen "echtem" Dunstabzug (also Luft nach draußen, das ist das einzig Richtige!) und Kloentlüfter eine Ruh'. Und man verliert nicht so viel Wärme durch die unkontrollierte Heizraumbelüftung durch die geforderten großen Lüftungsquerschnitte. (Bewährt sich bei uns 1A!) — Für den Holzvergaser braucht es trotzdem eine ordentliche Raumdurchlüftung, um allfällige Gerüche vom Nachlegen etc. loszuwerden.


    Eine Brandschutztür mit automatischen Türschließer bei Rauchalarm kann die Abwärme aus dem Heizraum für den Restkeller verwertbar machen. Kostet auch nicht die Welt und — wenn es nicht an den Gerüchen scheitert — eine gute Sache. (Bewährt sich bei uns mit Pelletkessel 1A!)


    Pelletbunker mit gut belüftbarer Luftschleuse zum Restkeller (zB der Heizraum) planen, denn bei frischen Pellets gibt es Kohlenmonoxid-Alarm für ein paar Wochen. Ein CO-Melder ist Hausverstands-Pflicht, auch wenn nicht vorgeschrieben!


    EDIT — Nachschlag zum Pelletbunker: Der Goldstandard ist ein Lager mit mehreren Saugsonden am Boden des Lagers. 4 oder 8 Sonden und eine automatische Umschaltung sind eine gute Sache. Manche Systeme können die Saug- und Blasseite der Sonde vertauschen, um die Sache bei Verblockungen infolge von "Gewölbebildung" wieder zu mobilisieren. (Wir haben eine 4-fach Umschalteinheit von ETA, da gab es noch kein einziges Problem.)


    Eine gute Idee ist eine vertikale Teilung des Lagers für einen 2-Jahres-Bedarf durch zB eine brusthohe Trennwand, damit man die Seiten abwechselnd leerfahren kann um auch mal den letzten angesammelten Staub aus dem Bunker zu verheizen und ungestört Zugang zu den Sonden zu haben, ohne dass dauernd etwas nachrutscht und die Sache wieder verschüttet.


    Ob es nun ein Schrägboden sein muss, darüber kann man streiten, die Schräge stellt sich durch den Schüttwinkel eh von selber ein. Das "Totvolumen" kann man auch als eiserne Reserve verstehen. Allerdings sollte dieses auch mal verbraucht werden, denn Pelletsstaub reichert sich in diesem Bereich an und irgendwann wird es für jeden Pelletbrenner dann problematisch.


    Der Schüttwinkel von Pellets ist ca. 45°. Man kann den Schrägboden auch ein wenig flacher machen. Dann gewinnt man Kubatur, dafür muss man händisch "nachhelfen". Das gelingt aber wieder einigermaßen leicht per Gartenheindel (Haue) mit langem Stiel. (Das ist meine Lösung, ist okay.)


    Man muss mit den Schrägböden auch nicht eine "V-Rinne" bauen sondern kann mit einem "W-förmigen" Profil in breiten Lagern Rauminhalt gewinnen.


    Auf jeden Fall sollte man die Schläuche am Boden mit einem doppelten Boden abdeckken. Dieses in den Restpellets unsichtbare Gewürm bildet wunderbare Stolperfallen und verhindert ein Schaufeln im Bunker mit Erfolgsgarantie.


    Wenn das Mauerwerk total trocken ist — und nur dann! — kann man die Pellets direkt in den Raum blasen. Schon leichte Feuchte kann Erweichungserscheinungen der Pellets und im schlimmsten Fall Schimmelbildung zur Folge haben.


    Ständer-Holzwände kann man auch außen beplanken, damit gewinnt man spürbar Kubatur! (Hab ich so gemacht). Und mehr Höhe ist wichtiger als mehr Grundfläche des Bunkers, denn der Schüttwinkel bringt es mit sich, dass die Raumausnutzung mit Zunahme der Fläche immer schlechter wird.


    Daher auch besser zwei (oder gar drei) Einblas- und eine eigene Absaugöffnung in einem toten Winkel einplanen. Damit kann man die Absaugung während des Einblasvorganges verlässlich ungestört laufen lassen, denn zurückgesaugte Pellets mögen die Lieferanten aus Angst um ihr Gebläse gar nicht. Vertauscht man wie üblich (und wie bei mir auch) nur Ein- und Ausblasschläuche an den Stutzen und hat vor einem Stutzen schon einen schönen Haufen erzeugt, dann ist Ende Gelände. Mit der Anzahl der EInblasöffnungen verbessert sich die Raumausnutzung. — Durch den recht steilen Schüttwinkel und den Deckenabstand der Einblasrohre verliert man nicht wenig an Volumen im oberen Bunkerbereich.


    Sichtfenster in den Bunker sind auch eine feine Sache. Oben einen für eine außen sitzende Lichtquelle und darunter eine eigene zum Gucken. Plexiglas oder Makrolon mit zB 10 mm ist da fein. Position besser seitlich zur Einblasung, da die Prallmatte sonst den Ausblick verstellt.


    Generell würde ich auf alles verzichten, was in Einzahl tief unter den Pellets vergraben ist. Im Gebrechensfall könnte das zur Katastrophe werden.


    Das Lager sollte ein Fassungsvermögen von 6 Tonnen haben, weil das eine Menge ist wo es meist schon etwas bessere Preise gibt. Auch kann man so leichter spekulieren und Krisen leichter aussitzen.


    Einen Schornstein für einen schönen Kachelofen, Grundofen oder Specksteinofen im Wohnzimmer. Das ist die beste Wärme überhaupt. Und funktioniert auch ganz ohne Strom. (Bei uns "nur" ein ummauerter Heizkamin, bewährt sich bei uns seit 20 Jahren ganz wunderbar!)


    Zum PV-Wechselrichter: Gleich einen Hybrid-Wechselrichter und eine Hochvolt-Batterie in ähnlicher kWh-Dimension wie die PV-Anlage kWp hat. Der Trend der Netzbetreiber geht dahin, die Nutzung von Randzeiten zu belohnen und Spitzenlasten zu bestrafen. Es wird bald (Nacht-)Stunden mit reduzierten Netzkosten für den wohl auch mit 15 kWp noch nötigen winterlichen Restbezug geben. (Bewährt sich bei uns 1A! Fronius Symo Gen24 10.0 kW plus mit 2x BYD HVS 12.8 kWh + Fronius Symo Gen 24 4.0 kW, insgesamt 14,5 kWp)


    Mach auch gleich eine Notstrom-Umschaltung. Bringt wenig, kostet wenig, für den Holzvergaser vielleicht bei Vollbrand wertvoll.


    Mit 15 kWp (idealerweise Ost/West) und 15 kWh Batterie kommst du bei einem durchschnittlichen EFH-Haushalt mit Feststoffheizung auf einen Restbezug von 150 bis maximal 300 kWh im Jahr, ohne PV rechnet man mit 3.500 bis 4.000 kWh. Also einen Stromtarif mit minimalen Grundgebühren wählen, es ist fast egal was die einzelne gekaufte kWh kostet! (Bewährt sich bei uns 1A!)


    Ein Batterieraum mit EI90-Abgrenzung ist zwar Luxus, aber im Fall des Falles sehr hilfreich bei der Gebäudesanierung. Manche Wechselrichter machen Geräusche (Gesumse bis Hornissenschwarm), das kann man damit gleich "wegsperren". (Das hätte ich gerne für den ruhigen Schlaf.)


    Plane eine Klimaanlage für die wichtigsten Räume gleich mit ein. Wir erleben gerade den kühlsten Sommer der nächsten 300 Jahre … macht im Sommer viel Freude und nutzt PV-Erträge in der Übergangszeit. Beachte gute Zugänglichkeit für einfache Wartung, diskreten Einbau. Truhengeräte (wie Heizkörper montiert) kann man besser zum Zuheizen verwenden, die Wärmeverteilung im Raum klappt befriedigender. (Das hätte ich gerne …)


    Eher Single-Split-Geräte als Multi-Split wählen, damit im Fall des Falles nicht gleich mehrere Innengeräte ausfallen und ein Mangel an Ersatzteilen kein Gesamt-K.O. zur Folge hat. Bei mir im Betrieb war noch fast jede Klimaanlage innerhalb von 10 Jahren kaputt (LG, Samsung, Daikin, Toshiba, alles kein Klumpert und beste Invertertechnik, jährlich gewartet). Manche (kleinere) Innengeräte sind wirklich so leise, dass man sie nicht hört.

  • Jetzt musste ich den ergänzten Beitrag aufteilen … zu lang.


    Eine Wohnraumlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ist bei modernen und sehr gut abgedichteten Gebäuden dringend angeraten. Passive Systeme im Gegenstrom- oder Wechselstromverfahren genügen prinzipiell. Aber Obacht dabei auf gesteigerte Geräuschdurchlässigkeit und Gerüche von außen, evtl. Strömungsgeräusche von innen. Jedes lange Rohr ist dabei ein hygienisches Problem, eher einfache Lösungen bevorzugen.


    Wallbox etc. fürs Auto gleich mitdenken. 11 kW genügt im Privatbereich vollauf. Unbedingt mit Lastmanagement, denn hohe Leistungsbezüge in einer Viertelstunde werden in Zukunft teuer! Wenn betrieblich steuerlich verwertbar, auf MID-konformen Zähler fürs Finanzamt achten. Bei mehreren E-Autos gleich zwei davon realisieren, zumindest die Absicherung und Verkabelung vorbereiten. Moderne Autos können auch bei permanentem Angestecktsein "V2L" und "V2G", das ist aber gerade in der Realisierungsphase — hier evtl. noch ein, zwei Jahre zuwarten.


    Viel Spaß beim Geldausgeben und Handwerker-Bändigen!


    Ach ja! Denke immer an das KISS-Prinzip — keep it simple and stupid.

  • Mein Tipp:


    2 Paletten Brennholz in Heizraum. ist nur 1,2 x 0,8 m erspart aber immer die Reste umzuräumen...


    Ansonsten kann ich Austro im großen und ganzen Zustimmen. Macht alles gedanklich Sinn, nur leider kann ich das selbst nicht umsetzen. Außerdem bin ich schon verdonnert, meine Heizung selbst zu bauen, da die Handwerker alles anders machen wollen.


    Aber überlege ob Du wirklich Scheitholz und Pellets als Kombi möchtest. Du hast doch Holz als Hauptheizung im Winter mit Backup Strom (Wärmepumpe oder Heizstab) und im Sommer umgekehrt. Es spart jedenfalls ein zusätzliches System und Lagerplatz im Heizraum und von den Kosten spreche ich nicht.


    Wieviel möchtest Du insgesamt ausgeben?


    LG ICE

  • Hallo Boris,


    herzlich willkommen im Forum.


    Erst einmal Respekt. :thumbup:


    Ich finde es spannend, dass du mit 55 Jahren noch den Schritt gehst und ein neues Eigenheim planst und baust.


    Da du über einen großen Brennholzvorrat verfügst, ist deine Entscheidung gegen eine Wärmepumpe für deine persönliche Situation verständlich, wobei ich als Fachmann deine schlechten Erfahrungen mit der Wärmepumpentechnik nicht teilen kann.


    Auch wenn du nur auf Holz setzen willst würde ich dir empfehlen, einmal einen Kobi-Kessel mit Pelletfunktion anzusehen.

    Gerade mit 55 Jahren sollte man auch an die Zukunft denken. ;)


    Es werden möglicherweise Zeiten kommen, in denen das Holzmachen oder das regelmäßige Nachlegen aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr so einfach ist, oder du auch mal verreisen willst. Mit einem Pelletkessel hast du dann eine komfortable Alternative. So bleibst du flexibel und bist für die kommenden Jahrzehnte gut aufgestellt.


    Es muss auch keine komplexe Pelletlösung mit riesigen Lager sein. Ich habe mir z.B. für den "Erstfall" drei Paletten Pellets (Sackware) hingestellt und einen kleinen Container aus OSB-Platten gebaut der die Pelletmenge für ca. einen Monat heizen fasst.


    Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg bei deinem Bauprojekt.

  • Hallo Boris


    Holzheizungen bzw. Pellter sind klassische "Hochtemperatur"-Heizungen. D.h. Heizkörper und Rohrleitungen können kleiner ausfallen, da sie durch höhere Temperaturen auch höhere Leistungen haben, Ähnlich ist es bei Fußbodenheizungen. Dort wird einfach der Verlegeabstand bei höheren Vorlauftemperaturen vergrößert.


    Seit 29.07.2026 ist das neue GModG in Kraft. Das erlaubt den Einbau von Gas- bzw. Ölkesseln weiterhin. Allerdings unter der Vorgabe eine Bio-Treppe einzuhalten. In gewissen Abständen müssen höhere Beimengungen an Brennstoffen biogenen Ursprungs erfolgen. Das erhöht die Kosten. Ebenso wie die steigende CO2 Abgabe. Das GModG wird Dich im ersten Moment nicht treffen. Aber es wird sehr viele Besitzer von Liegenschaften geben, die nicht auf Wärmepumpen umsteigen können, da die Liegenschaften hohe Vorlauftemperaturen benötigen. Sicher gibt es mittlerweile WP's die 70°C Vorlauftemperatur können aber bei welchem COP sagt niemand dazu. Carnot läßt grüßen. Ein nicht unerheblicher Teil wird voraussichtlich auf Pellets umsteigen. Damit wird der Pelletmarkt noch stärker "belastet" und Angebot und Nachfrage regulieren meist den Preis. Manchmal kommt noch die Gier der Anbieter dazu.


    Warum ich das Ausführe hat folgenden Hintergrund. Ein aktueller Neubau muss die aktuellen Vorschriften bzgl. Wärmedämmung einhalten. D.h. es ist von Haus aus prädestiniert für Einsatz von Wärmepumpen. Wenn Du keine willst, ist das Deine Entscheidung. Kann ich so akzeptieren. Aber ich würde Dir empfehlen die Verteilrohre und Heizflächen auf Wärmepumpentaugliche Vor- und Rücklauftemperaturen auszulegen. Wenn Pellets unverschämt teuer sind und Du ggf. nicht mehr mit Holz schüren willst oder kannst hast Du die Rückfallebene: WP ist ohne Probleme möglich.


    Übrigens solltest Du m.M. nach schon jetzt ins Auge fassen, dass das neue GModG ab 01.01.2030 einen Nullemissionsstandard für alle neuen Gebäude fordert. Ich weiß Du baust jetzt. Aber ein Neubau sollte ja auch eine Investition in die Zukunft sein. Und ab 01.01.2050 müssen alle Bestandsgebäude, dazu gehört dann auch Dein Haus, dem Nullemissionsstandard entsprechen. Und ich vermute nicht, dass Du in 20 bis 24 Jahren Dein "neues" Haus sanieren willst.


    Ob die Vorschriften so bleiben, kann nicht mal miene Glaskugel sagen. Das GModG soll 2030 evaluiert werden. Und das GModG setzt 1:1 die europäische Gebäudeeffizientrichtlinie um. Bliebe dann bei Regierungswechsel und Abkehr von den Vorschriften ein Austritt aus der EU.......


    ciao Peter

  • Guten Morgen.


    Austro-Diesel: mit einer zusammenfassung einer Dissertation hatte ich nun nicht gerechnet - Danke für den Schreibfleiß und vor allem für das knoff-hoff.


    Auf Grund der baulichen Gegebenheiten des Heizungsraumes war ich in der Idee auch schon beim Selbstbau des Pelletbunkers, mal schauen, was mich da noch treibt.


    Um die Zirkulation für WW komme ich nicht herum, aber ich gehe mal die Absätze von Austro der Reihe nach durch:


    Wärmepumpe mit Brauchwasserspeicher, wäre eine Überlegung wert, evtl auch nachrüstbar.


    Die enge Zusammenfassung von Heiztechnik und Abnahmestellen für den Verbrauch sind durch den Grundriss leider nicht möglich.


    Das mit dem Heizstab hat mir mein befreundeter Elektriker schon angeraten, dieses dumme und simple Prinzip die PV-"Wärme" im Sommer in den Speicher reinzuschieben ist für mich logisch


    Die Abwärme der Anlage geht durch die offene Tür in die Werkstatt, die Werkstatt hat FBH, da der Estrich aber kein Estrich ist, sondern eine 12 cm dicke Betonplatte, wird diese Erwärmung extrem träge reagieren - das soll auch so, geplant ist eine Vorlauftemperatur von 22°, ich brauche in meiner Werkstatt konstante Temperatur und trockene Luft, als Fan des Lüftens wird öfter mal die Außentür und die Dachfenster aufgerissen (Arbeitsraum EG und Lager im DG)


    Die Heizanlage soll übrigens überwiegend Scheitholz verarbeiten, die Pellets sind das backup für nachts und wenn ich tatsächlich mal einen Tag oder länger weg bin, wie groß der Bunker dann tatsächlich werden muß - darüber muß ich noch etwas nachdenken.


    Das Scheitholz habe ich teilweise gestapelt auf 2m³-Paletten, das meiste jedoch in Euro-Gitterboxen (immer 2 übereinander), da ich aber für den Ofen *) nebenan eine Art Minipalettensystem habe, werden immer mehrere dieser Minipaletten auch im Heizungsraum auf Vorrat stehen


    *) Ja, es gibt noch ein Öfchen für "chic" im WiGa nebenan (gleicher Schornstein(3-zügig 2x Rauch, 1x Zuluft)) der wird dann entfacht, wenn man Kaminabend macht oder aber es ist das letzte Backup, wenn sämtliche Systeme bei sibirischer Kälte ausgefallen sind, keine Techniker für den Notdienst am Feiertag erreichbar sind, die Ersatzteile mal wieder Lieferzeit haben, dann schieben wir die Betten in den WiGa und überleben dort (Ofen: Leda, https://www.leda.de/produkte/edda in der Version als "Edda Tea").


    klaro, hätte man sich auch für ein wassergeführtes System entscheiden können, aber irgendwo muß es auch mal gut gewesen sein mit Technik, man hängt einer Kuh mit 4 Zitzen am Euter auch keine 5 Kälber dran.

    Ich kann die Öfen von Leda übrigens nur wärmstens empfehlen, nicht nur weil die mein Kunde sind, ich hatte auch in einem früheren Haus mal einen wassergeführten von denen - der war so was von klasse, das war schon eine 10 +++ bei 10 möglichen, in dem Haus danach hatte ich den "Vispa" mit hervorragend gutem Abbrand und stets sauberer Scheibe...


    Da sich alles im EG ist, alles sehr gut gedämmt wird etc muß ich sowieso mit Zuluftleitung für den Kombiofen arbeiten, bei dem Pelletbunker ebenfalls und "Edda Tea" bekommt ebenfalls eine raumluftunabhängige Luftversorgung. Da ich einen "Raucher" im Heizungsraum in meiner heiligen Halle stehen habe, wird der Raum mit Zu- und Abluft versehen, das falls mal ein Pups entwichen ist, dieser mittels Turbo nach draußen geblasen werden kann.


    Meine Werkstatt bekommt Absauganlage mit Zyklon für Späne, Filter etc - ich lasse mir meine Hobbys nicht durch mein Asthma vermiesen - also auch da wird viel "mit der Luft gearbeitet"


    Über konstruktive Details zu dem Bunker werde ich noch später genauer eingehen/mich beschäftigen


    Für die PV-Anlage ist mei Elektriker zuständig, da weiß ich genau: der macht das schon 8)

    Wird leider eine exakte Süd-Anlage, das Grundstück und die Regeln des B-Plans geben nichts anderes her

    Als Anlagengröße hatten wir mal 24,9 kWp angepeilt, das ist aber sehr groß (gesamte Dachflächen) und haben das erstmal gedanklich auf 15 kWp heruntergeschraubt, der Speicher ist in der Kapazität iwo zw 10 und 15.

    Mit Spitzenlasten aus meiner Werkstatt (Drehstrom) würde die Anlage wahrscheinlich eh nicht fertig werden, daher ist die Versorgung der Werkstatt nur direkt am Netz, den Strom bezahle ich aus meiner Hobbykasse :saint:

    E-Auto haben wir nicht und bekommen wir nicht (ich fahre immer mindestens 6-Zylinder :D) dennoch wird es die Leitungen bis in den Carport hinein geben, denn nichts ist bescheuerter, als ein Kabel im Rohbau nicht zu verlegen und später zu vermissen (in der Rohbauphase kosten Kabel quasi nichts im Vergleich zur nachträglichen Montage)


    Klima ist ein gesondertes Thema, das Haus ist so gebaut, das wir wahrscheinlich darauf verzichten können, für den Fall der Fälle wird es ein Deckensystem passend zur restlichen Bauweise (Holz und Lehm) werden, das für uns problemlos nachgerüstet werden kann.

    Aus Erfahrung weiß ich, das meine Werkstatt keine Klima braucht.


    Das mit der kontrollierten Raumlüftung lassen wir mal lieber, da gibt es überhaupt keine Systeme, die unter Hygienischen Aspekten und unter wirtschaftlichen Argumenten in Frage kommen würden, mein Haus hat Fenster und Türen und wir leben relativ aktiv in unseren Räumen und werden daher sehr gerne lüften. Das ist übrigens mit ein Grund dafür, das wir es uns leisten keine KfW-Förderung in Anspruch zu nehmen, Dämmtechnisch unterschreiten wir Kfw40 und theoretisch könnten wir zusätzlich die Nachhaltigkeit fördern lassen, ich baue aber für den Energieberater zur Abname keine teure Technik gegen meine Überzeugung ein, um sie danach für meine Überzeugung wieder herauszunehmen und zu entsorgen.

    Ganz nebenbei: die Lage ist extrem ländlich, wenn mein Nachbar die Grünflächen güllt (mehrfach im Jahr) lassen wir bisher die Fenster den Tag dann zu - dann ist es erträglich - mit einer Lüftungsanlage klappt das auch nicht wirklich.


    Bleibt mir noch die Aufgabe zu bewältigen: einen fähigen SHK-Meister zu finden, der mir die Anlage aufbaut und weiß, was er da tut.


    Wieviel das kosten darf ? Nun, das ist eine reine Notwendigkeit, in Schönheit muss hier nichts im tristen Heizungsraum versauern, funktionieren soll es und wertig sein,

    nur nicht billig, wer billig kauft, kauft zweimal

  • Aber ich würde Dir empfehlen die Verteilrohre und Heizflächen auf Wärmepumpentaugliche Vor- und Rücklauftemperaturen auszulegen. Wenn Pellets unverschämt teuer sind und Du ggf. nicht mehr mit Holz schüren willst oder kannst hast Du die Rückfallebene: WP ist ohne Probleme möglich.

    Hier stimme ich zu. Heizflächen für geringe Vor- und Rücklauftemperaturen auslegen. Das steigert auch die Effizienz einer Holzheizung.
    Statt der zusätzlichen Wärmepumpe würde ich aber lieber Klimasplitgeräte empfehlen. Die haben dann einen doppelten Nutzen (heizen und kühlen), zumal die Wärmepumpe dann wohl dank seines Holzvorrates die meiste Zeit ungenutzt wäre.

  • Alles klar!


    Die Brauchwasser-Wärmepumpe muss ja nicht im Heizraum stehen, die kann (so wie beim mir) auch am anderen Ende zuhause sein. Ich war es nach 20 Jahren kaltem Händewaschen leid und diese Platzierung ist Gold wert. Im Betrieb hab ich auch eine und mit Zirkulation (wegen zweier Stockwerke und entsprechender Rohrlängen). Das lutscht den Speicher recht fix leer.


    Diese Investition würde ich nicht in die Zukunft planen, denn auch ein normaler Speicher kostet Geld, ein wartungsfreier erst recht. Wir haben einen Austria Email EHT 270 Revolution, der kostete 2.250 Euro und war damit gut bezahlbar. Warmwasser für 4 Leute (3x Dusche + 1 Vollbad) war nie ein Problem. Verbrauch 40 bis 60 kWh im Monat, je nach Entnahme und Jahreszeit.


    Die PV-Anlage hat einen oft unbedachten Nebeneffekt: Der Dachausbau wird bzw. bleibt durch die Beschattung spürbar kühler! Daher lieber groß als sparsam. Wenn die Leute mal am Dach sind … so billig kriegst du das nie wieder. Ebenso die Verkabelung Wallbox … lass auch gleich die Schutzschalter im Verteilerkasten einbauen.


    Hier bei uns läuft alles von Fronius (mit Batterietürmen von BYD), das kann man zumindest empfehlen. Ohmpilot für den Heizstab und ein Wattpilot ist geplant fürs E-Auto. Es gibt hin und wieder auch Updates, die auch echte Funktionalität erweitern. Im Hinblick auf die sich ändernden Netzbestimmungen kann eine gute Versorgung nach dem Kauf relevant sein, daher eher Finger weg von China-Produkten (Huawai & Co). Die Cloud-Dienste laufen auch besser nicht über fremde Kontinente, wenn man die nächsten 15 bis 25 Jahre keine Einschränkungen erleben will.


    Aufpassen musst du auf jeden Fall mit Grenzen bei Einspeisung, Netzzugang, Förderung und dem Steuerrecht. Du bist Deutscher, da bin ich nicht kompetent. Bei uns wird es ab 20 kW Engpassleistung (also das Maximum, das aufs Netz einwirken kann) schrittweise komplizierter.


    Eine reine Südanlage ist kein Nachteil, wenn man eine PV-Batterie hat. Mit zB einem Fronius Symo Gen24 12.8 plus und entsprechenden Batterien kannst du 12,8 kW Leistung im Wechselrichter umsetzen und (je nach Batterietype und Kapazität) über 10 kW laden und entladen. Damit kann man bis auf Einschalt-/Anlaufspitze, die kaufmännisch irrelevant ist, 99% des Eigenbedarfs abdecken, auch wenn Kreissäge oder Hobelmaschine laufen.


    Und auf jeden Fall Finger weg von kondensierenden Feststoffheizungen, also Brennwert-Technik (gibt es eh nur bei Pellets). Macht mehr Mühe als Nutzen.


    Eine Feststoffheizung ist schwierig mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe zu kombinieren. Zu unterschiedliche Anforderungen an Temperaturniveaus und Volumensströme. Daher besser Luft-Luft-Technik, auch als Klimagerät bekannt.

  • D.h. es ist von Haus aus prädestiniert für Einsatz von Wärmepumpen. Wenn Du keine willst, ist das Deine Entscheidung. Kann ich so akzeptieren. Aber ich würde Dir empfehlen die Verteilrohre und Heizflächen auf Wärmepumpentaugliche Vor- und Rücklauftemperaturen auszulegen

    Moin,


    das spätere Umrüsten auf WP für die nach-mir-Besitzer ist angedacht, die Verrohrung und FBH auf niedrige Temperaturen auszulegen, hatte ich unbewusst schon so entschieden :saint:


    Schon seit über 20 Jahren haben wir FBH, bei der in jedem Raum ein Fühler im Estrich die Temperatur misst und uns am Regler digital anzeigt, meist vormittags wird entschieden - je nach Wetterlage und Nutzung - welche Temperatur die "richtige" ist und demendsprechend wird das dann eingestellt. Mag tewas nach Steampunk klingen, aber wir halten so die Hysterese sehr klein, die Fehlerquelle der Sensorik und Parameter ist ebenfalls auf einem Minimum und wir haben uns sehr schnell daran gewöhnt so di Heizung zu steuern. Bevor das hier missverstanden wird, wir stellen nicht jeden Tag was anderes ein, aber es gibt Erfahrungswerte für jeden Raum jeweilig, wie wir dann die Temperatur um 1 bis 2 Kelvin verändern, um im Wohlfühlmodus zu bleiben.


    Wohnhaus und Nebengebäude sind für eine weitere Generation auch wieder trennbar, das OG im Wohnnhaus ist jetzt komplett ungenutzt, das kann dann aktiviert werden, dann wird sicherlich auch dort - bei Trennung der Gebäude voneinander - der Heizraum mit/für WP entstehen und das Nebengebäude wird entkernt und innen als vollständiges Wohnhaus neu aufgeteilt.


    Klingt verrückt ? ist mir wurscht, ist das letzte Mal, das ich baue

    mit besten Grüßen


    Boris

    Edited once, last by Etaminator: Zitat eingefügt ().

  • Nachtrag:


    Anstatt eine Auffangwanne unter den Speicher zu stellen, war mir der Gedanke gekommen, den gesamten Fussboden um 5 bis 8 cm abzusenken und komplett abzudichten. Falls es mal knallt, läuft mir die Soße nicht in die Werkstatt und mittels Alarmsensorik ließe sich der Schaden gering halten. In meinem letzten Haus steht der 300-liter Speicher in einer Wanne im OG, Wobei das für´n Poppes ist, denn die ca 40 liter Restvolumen in der Wanne könnten auch überlaufen, wenn der Abfluss mit dem HT DN30 das nicht schafft abzuleiten.....

    Ein Bodenablauf ist nicht geplant, der Siphon davon würde immer wieder austrocknen und müffeln, da ist ein kleiner Pumpensumpf sinnvoller.

  • Ah … alles Mistverstanden.


    Welche "Soße" soll da wo auslaufen?


    Eine LiFePO4-Zelle ("Lithium-Eisenphosphat") enthält keine fließenden Mengen Flüssigkeit. Wenn der Zelle etwas "zustößt" — und das passiert nicht leicht — dann brennt sie. Wenn sie mal brennt, dann brennt sie sehr gut. Die dabei entstehenden tlw. giftigen Gase, Aerosole und deren Ablagerungen sind bei der Sanierung das Problem (neben dem massiven Wasserschaden durch die Feuerwehr).


    Vor Jahren gab es im PV-Heimspeichern noch oft Li-Polymer-Zellen, die sind bedeutend gefährlicher und wurden meines Wissens aus dem Verkehr gezogen. Würde ich mir nie ins Haus stellen.

  • Anstatt eine Auffangwanne unter den Speicher zu stellen, war mir der Gedanke gekommen, den gesamten Fussboden um 5 bis 8 cm abzusenken und komplett abzudichten. Falls es mal knallt...

    Ich kenne zwar die örtlichen Gegebenheiten nicht, halte aber eine Schutzwanne im Aufstellraum nicht für notwendig, wenn sich darunter kein sensibles Geschoss befindet. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Pufferspeicher mal so eben komplett seinen Inhalt verliert ist sehr gering.


    Kritischer sehe ich dann schon, dass ELT-Raum und Heizraum nicht räumlich getrennt sind.


    Die EltBauVO und die FeuVO fordert nämlich eine strikte Trennung der Anlagenarten und definierte bauliche Schutzhüllen, um Brandgefahren zu vermeiden.

    Das kann je nach Bundesland aber leicht variieren, da die Verordnung in Landesrecht umgesetzt wird. Ausschlaggebend sind hierbei auch die Anlagengrößen. Möglich, dass deine Anlage noch nicht darunter fällt. Die genauen Daten habe ich jetzt nicht im Kopf.


    Auch die Stäube, die im Heizraum entstehen sind für elektrische Anlagen nicht gerade förderlich. ;)

  • Alles sehr detailreich und für den Bau auch hilfreich.

    Aber die Basisfragen sind immer:

    Wieviel Arbeit will ich mir beim Bau antun ?

    Wieviel Kosten will ich mir beim Bau antun ?

    Wieviel Arbeit will ich mir beim Betrieb antun ?

    Wieviel Kosten will ich mir beim Betrieb antun ?

    Es gibt auch viele Leute ( Holzheizer-Forum......), die soviel Spaß an der Materie haben,

    daß Arbeit und Kosten sekundär sind.

    Wenn man das alles geklärt hat, kann man mit der Planung anfangen.

  • Moin,

    etwas pauschal die Fragen, aber die Fragen der Basis sind ja für mich alle beantwortet,

    sonst hätte ich mangels Kalkulation der Baukosten für das Projekt ja kaum anfangen

    können/sollen/wollen. 8)

    Es wird auch hier kaum jemanden Helfen, wenn ich hier die gesetzten Budgets aufliste.

    Die grobe Planung steht ebenfalls, jetzt geht es ans Feine und da bin ich hier gerne

    Gast und hole mir Infos, Anregungen, Einwände und was sonst noch so geboten wird.

    Das hier wird den Fachmann vor Ort nicht ersetzen, wird mir aber helfen, der bessere

    Gesprächspartner als Bauherr gegenüber dem Fachmann zu sein.

  • Hallo,


    von meiner Seite auch noch eine Überlegung:


    Bei uns werkelt für Warmwasser eine Brauchwasserwärmepumpe komplett entkoppelt von der Heizung.

    Man spart sich die ganze Verrohrung, Mischer usw.

    Zirkulation auch vorhanden.

    Haben auch 10kwp PV auf dem Dach.

    BWWP läuft nur tagsüber und bekommt vom Wechselrichter Signal, wenn eine gewisse Leistung vorhanden ist.

    Das funktioniert 9 von 12 Monaten im Jahr komplett mit Eigenstrom. Schon 11 Jahre.

    Läuft am Tag ca. 3h und zieht 700W. Im Monat ca. 60kwh Verbrauch.

    2 Personen, Normalduscher.

    Wenn dann unerwartet doch eine ganze Fußballmannschaft duschen will, muss der Heizstab halt mal ran.


    Haben auch Kombikessel und heizen überwiegend mit Scheitholz.

    Bunker haben wir noch keinen. Befüllt wird bei Krankheit, Faulheit oder Skiurlaub mit Sackware in den Tagesbehälter.

    Falls ich mal nicht mehr mag, dann kommt noch ein Bunker für die Pellets rein und oben auf den Tagesbehälter eine Saugturbine.


    Ebenerdige Zufahrt vom Holz zum Heizraum und dort genügend Platz wäre auch mein Wunsch.

    Leider muss bei uns das ganze Holz die Kellertreppe außen runter.


    Gruß Michael

  • BWWP läuft nur tagsüber und bekommt vom Wechselrichter Signal, wenn eine gewisse Leistung vorhanden ist.

    Wozu eigentlich die Komplikation mit dem Wechselrichter-Signal? Das Warmwasser braucht man doch so oder so und, dass es um die Mittagsstunden am ehesten Stromübeschüsse gibt, das ist doch auch bekannt?


    Ich hab das nur per Zeitfenster von 10.30 bis 19 Uhr "eingeengt", die Wärmepumpe läuft bei uns 2 bis 4 Stunden am Tag, je nach Zulufttemperatur (außen) und Wasserentnahme. Bei im Mittel 45 kWh im Monat sind das 1,5 kWh am Tag. Das ergibt bei durchschnittlich 3 Stunden Laufzeit einen Leistungsbedarf von 0,5 kW … das stemmt unsere PV sogar an Regentagen. Den Rest gleicht die PV-Batterie aus.


    Ergo: Es funktioniert auch ohne dieses Kabel ganz vorzüglich!

  • Hallo Boris


    als ich einen Lopper in Gebäude meiner EX aufgestellt habe, hat der Verkäufer - mein Spezl gesagt der hält 30 Jahre und dann tauscht den ein anderer aus.....

    War für mich der Anfang meine Arbeiten so auszuführen, dass sie min. 30 Jahre halten. Dann muss ich sie nicht ein zweites mal mehr machen.


    Und bei der Sanierung des Hauses meiner EX, da war ich knapp über 50, bin ich keine Kompromisse eingegangen. Mit 70 oder älter baut man nicht mehr um und den Rest meines Lebens

    mit einem "faulen" Kompromiss zu leben wollte ich mir nicht antun. Sicher da waren sehr teuere Sachen wie die Dusche dabei. Jeder Wand aus einem Stück Granit gefertigt. Die Duschtasse aus einem Stück Granit gefräst (rauh als Rutschhemmung) mit FBH. Ein Granitsitz wenn man älter wird. Sitz und und Rückwände ebenfalls beheizt. Wollte nicht auf kaltem Stein sitzen.

    Beheizung als HB kein Problem für mich.

    Das ganze hatte auch den Vorteil, dass nach dem Duschen mit einem Fensterabzieher alles schnell abgezogen wurde, auch der Boden. Dann war alles schnell trocken. Hat den Vorteil das Silikon in den Ecken war auch trocken und verfärbt sich nicht so schnell. Zusätzliches Putzen der Dusche war nicht nötig, da durchs abziehen Dreck und Kalk entfernt wurden.


    Bzgl. der Leistung der PV-Anlage solltest Du nochmal mit Deinem Eli reden. Einspeisevergütung ab 2027 erst ab einer gewissen Fläche der PV-Anlage. Diese Option kann man sich offen halten.


    Und was sich nach meiner Erfahrung immer bewährt hat Leerrohre, Leerrohre, Leerrohre. Davon kann man nicht genug haben. Und nicht nur 16'er sonder gerne größer.


    ciao Peter

  • Moin,


    hui, da nehmt Ihr mich gerade mit :thumbup:, das klingt in meinen Ohren sehr plausibel.

    ich frage für einen Freund:

    welche Art Brauchwasserwärmepumpe muß ich bei meinem Händler des

    Vertrauens anfragen, damit er mir das richtige anbietet ? 8)

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