Backupheizung (Buderus Gaskessel) verbessern

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  • Hallo liebe Forenmitglieder,


    mein Bruder hat als Backup einen alten atmosphärischen Buderus Gaskessel, welcher im Winter und in der Übergangszeit doch mal einige Wochen in Betrieb ist. Nun ist es so, dass der 20KW Kessel nur 11 Liter Kesselinhalt und einen ungemischten Heizkreis hat. An dem Kessel hängt auch eine WW Bereitung mit einem 160 Liter Speicher.

    Aufgrund des geringen Kesselvolumens geht der Brenner alle 4 Minuten an und läuft dann vielleicht weitere 3 Minuten. Die Regelung heizt den Kessel ein paar Grad über die aktuelle geforderte Vorlauftemperatur und schickt die paar Liter Kesselinhalt ungemischt in den Heizkreis. Obwohl in der Regelung eine Mindestsockeltemperatur von 45 Grad eingetstellt ist, rostet der Kessel von außen doch arg (Kondensation) und die Rostpartikel fallen in den Brenner. Der Schornstein besitzt leider kein Rohr, sondern ist gemauert. Aufgrund der geringen Brennerlaufzeit und der geringen Abgastemperatur von 120 Grad kondensiert viel Wasser im Schornstein. Ein Rohreinzug ist nicht möglich, da dann dieser Schornstein aufgrund der gesetzlichen Änderung um 4 Meter verlängert werden muss, damit dieser den First vom Haupthaus überschreitet. Das sieht bescheuert aus.
    Jetzt ist uns folgende Idee gekommen:

    Von einen Abriss eine Altanlage steht uns ein 75 Liter Warmwasserspeicher zur Verfügung. Diesen wollen wir als Heizungspufferspeicher an den Buderus Kessel anbauen. Aus diesem Abriss steht ebenfalls eine witterungsgeführte Regelung mit Mischer und allen Fühlern zur Verfügung. Wir möchten also auch auf einen gemsichten Heizkreis umbauen und der Mischer soll sich aus dem aufgeheizten Puffer bedienen. Die Regelung kann so programmiert werden, dass diese über die Puffertemperatur geregelt wird. Also Fühler oben und unten am Puffer. STB und TR würden natürlich im Kessel selbst bleiben, um ein überhitzen zu vermeiden. Alle Teile sind vorhanden und bis auf ca. 200 Euro Anschlussmaterial wird nichts benötigt. Eine ESBE Rücklaufanhebung mit 55 Grad ist ebenfalls vorhanden.

    Mit dem Puffer wollen wir erreichen, dass der Kessel diesen ordentlich aufheitzt und sich somit die Taktung deutlich verringert. Dem Schornstein würde dies sicherlich auch gut tun. Die Rücklaufanhebung soll die Kondensation von den Abgasen am Gusswäremetauscher verminderen. Der gemischte Heizkreis würde sichlerlich auch gleichmäßiger arbeiten. Die vorhandene Regelung hat auch viel mehr Einstellmöglichkeiten als die einfache, alte Buderus Regelung. Mann kann in dieser die Steigung, Neigung, Hysterese von Brenner usw. einstellen, was vorher nicht möglich war.

    Was haltet ihr davon?

    Mir ist bewusst, dass die 75 Liter kein großes Volumen sind, aber der Brenner würde wahrscheinlich dann nur 2x pro Stunde angehen, statt alle 4 Minuten. Sollen wir dann den Vorlauf vom Mischer direkt oben am Puffer anschießen oder zwischen dem Vorlauf des Kessels und dem Eingang des Puffers (Stickanbindung mittels T Stück). Die gleiche Frage hätten wir für den Rücklauf des Mischers:

    Sollten wir diesen direkt unten am Puffer anschließen oder zwischen dem Puffer und dem Eingang der Rücklaufanhebung des Kessels?

    Ich bedanke mich im Voraus

  • Hallo,


    soweit ich weis gilt First-nah nur für neue eingebaute Holzöfen/Kessel nicht aber für Öl o. Gas.


    Ich würde Beladung und Entnahme und den PS als Hydraulische Weiche nehmen.

    Sonnige Grüße Reiner

    ETA BK 15 mit Saugzuggebläse und Lambdasonde geregelt mit UVR16x2

    3 X 800 l PS zwei mit Solarwendel und 14 m2 FK mit einem CTC 265 EM als

    Backup und LUVANO 10kW geregelt mit zwei UVR16x2, UVR610 mit CAN-I/O45

    CAN-MTx2 und CMI für eine DHH mit Anbau und 110m2 Heizfläche

  • Habt ihr / braucht ihr ne Zirkulation für die Warmwasserbereitung?


    Wenn keine Zirkulation notwendig ist, könnte man diese beiden Speicher durch einen 500, oder 800 Liter Hygienekombispeicher ersetzen.


    Dann hast du ein großes Volumen für die Heizung, ne hydraulische Weiche für den Heizkreis und stets frisches. Warmwasser.

    Und für die Gasheizung ist der Hygienekombispeicher bezüglich Regelung der Warmwasserspeicher.


    Ob das so anwendbar ist, weiß ich natürlich nicht.

  • Ich vermute es geht audschließlich um die Kondensation im Kamin. Passt der Kamin zu. Heizkessel? Zug durchmesser, länge?


    Für mich macht Gasheizung und pufferspeicher keinen Sinn, weil Gasheizkessel mehrere Heizstufen besitzen und sich schnell selbst regeln können.


    Bitte überdenken ob du mit gebrauchten Teilen dein Trinkwasser erwärmen möchtest. ich habe hier meine pers. mentalen Probleme.


    Aktuelle Gasthermen haben Durchlauferhitzer eingebaut, takten also noch öfter...


    LG Ice

  • ich teile deine Bedenken.


    Wenn es Gas bleiben soll/muss dann halt eine gescheite Brennwertheizung. Vitodens 300 moduliert von 1,9 bis 19 kw.... was will man mehr.


    Aber wenn es das alte Gerät am alten Schornstein sein muss - warum auch immer, dann eben so.


    Die Frage der Einstellung ist berechtigt. Hat das alte Teil überhaupt Leistungsstufen? Ist die Gasregelarmatur richtig eingestellt? Kann man ja volumetrisch auch schon mal prüfen wenn man U Rohr hat.

  • Hallo,


    danke für die zahlreichen Antworten. Also der Schornsteinfeger hätte gerne bei einem neuen Kessel oder Therme den Schornstein verlängert. Dies würde auch gelten, wenn der Schornstein saniert wird.

    Die Gasheitzung spielt in dem Fall nur eine untergeordnete Rolle und soll nur in der Übergangszeit und Backup (Urlaub, Notbetrieb usw.) verwendet werden. Es soll keine neue Gasheizung mehr eingebaut werden, das macht aus unserer Sicht keinen Sinn mehr.

    Der jetzige Schornstein ist aus Bims Formsteinen (70er Jahre) gemauert und hat die Innenmaße 120x120mm und ist ca. nur 6 Meter hoch.

    Der vorhandene 160 Liter Warmwasserspeicher bleibt am Gaskessel angeschlossen wie er es schon immer war. Wir haben einen gebrauchten Brauchwasserspeicher mit 75 Liter Volumen hier liegen, der als Heizungspuffer verwendet werden soll. Also der gebrauchte Speicher wird zweckenfremdet und soll einfach nur das winzige Volumen des Gaskessel um das 7 - fache erweitern. Dieser gebrauchte Speicher wird als nicht für die Trinkwasserbereitung verwendet sondern als Puffer/hydraulische Weiche.

    Der Kessel kann nicht modullieren, da es sich um einen einfachen 20KW atmospährischen Brenner handelt. Dieser kann also nur an und aus. Wir haben bereits die Regelung mit allen Fühlern, Mischermotor usw. montiert. Diese Regelung hat auch viel mehr Einstellmöglichkeiten als die älte Buderus Regelung.

    Wir erhoffen uns, dass das starke Takten damit deulich verringert wird. Eine WW Zirkulation haben wir nicht, die ist mal entfernt worden.

    Eine neue Gastherme oder Kessel ist unserer Meinung nach unsinnig. Solange dieser hier noch brauchbar ist, soll er bleiben. Wenn er defekt ist, würde der Gasanschluss ganz weg kommen. Aber jetzt ist eben alles vorhanden und kann ruhig noch bisschen laufen.

    Denkt ihr, dass das Takten mit den orginalen 11 Liter Kesselinhalt plus jetzt (+75 Liter als Zusatz) besser wird? Jetzt wäre der Heizkreis auch gemischt, vorher war dieser ungemischt. Je nach Außentemperatur sind die 11 Liter Kesselinhalt auf die geforderte Vorlauftemperatur (oder etwas höher) erhitzt worden und ungemischt in den Heizkreis gepumpt worden. Nach ganz kurzer Zeit ist dieser winzige Kesselinhalt natürlich aufgebraucht und der Brenner geht wieder an. Die 20 KW haben den Inhalt so schnell erwärmt, dass der Brenner natürlich nach sehr kurzer Zeit wieder ausgeht. Mit dem zusätzlichen Inhalt von 75 Liter erhoffen wir uns eine Laufzeit von wenigstens 15 Minuten oder etwas länger am Stück.

  • Die Idee ist gut, nur würde ich mit einem Differenztemperaturregler die Taktung und Brennerlaufzeit noch erhöhen. Wobei 75 Liter nicht viel sind. Den Puffer auf 80° Hochheizen und bei 45° erst wieder nachheizen, Beispiel. Das verlängert die Brennerlaufzeit. Auf die Art hatte ich meinen Pellet als Backup eingebunden, hat super Funktioniert.

  • Hallo ihr beiden,


    danke für die Ideen und Nachrichten. Ich hätte die Leistung des Brenners man reduziert, es führt allerdings zu einem noch feuchteren Schornstein.

    Ich habe an die jetzt verbaute Regelung tatsächlich Anschlüsse für eine solche Differenztemperatur Steuerung gebaut.

    Also ich wollte es mit einem Pufferfühler oben und unten realisieren.

    Ich hätte gerne mehr als 75 Liter genommen, aber dieser war grad vorhanden und passt super vom

    Platz her an die Wand.

    Ich denke, dass mit dem gemischten Heizkreis und plus 75 Liter mehr es viel besser werden sollte.

    Vorher waren es ja nur 11 Liter.

  • wie ist denn das Gebäude beschaffen, dass der alte Schornstein verlängert werden muss im Falle einer neuen Heizung?

    Das erschließt sich mir nicht. Hier werden nach wie vor Öl- und Gasheizungen erneuert und da kommt das Rohr auch irgendwo unterhalb vom First raus. Bis 11kw (glaube ich) gibt es ja auch nach wie vor die Möglichkeit direkt durch die Wand raus zu gehen.

  • Das Haupthaus ist 11 Meter hoch und an diesem ist ein Anbau welches mit einem Pultdach nur bis zur Traufe geht. Im Keller von dem Anbau steht die Gasheizung. Der Schornsteinfeger will es so. Ich war auch schon mal mit ihm vor Gericht und habe gewonnen. Das ist ein sehr bekloppter Mensch. Die Diskussion über eine andere Heizung steht aber nicht mehr zur Debatte weil Gas ein Auslaufmodell ist. Ich will sie ja nur als Notheizung und für die Übergangszeit nutzen.

  • OK, das liest sich nach "Retourkutsche".


    Aber jetzt mal ein ganz anderer Denkansatz...


    Deine Gastherme steht im Keller. Wie hoch ist die Raumluftfeuchte?


    Ich könnte mir vorstellen, dass die Raumluftfeuchte im Kamin kondensiert.... In diesem Fall könnte evtl. auch eine Thermische Abgasklappe die Lösung sein.


    Es würde bedeuten, wenn der Kessel heizt, öffnet das Bimetall den Abzug und während der Inaktivität würde im Kamin keine Raumluft entweichen, was wiederum zu einer höheren Raumtemperatur und geringeren Energieverlust führt.


    LG ICE

  • nochmal die Frage: Wenn Gas = back up, was ist dann die Hauptheizung?


    Vielleicht wäre es sinnvoll erst alle Komponenten zu kennen bevor wir weiter Energie für irgendwas fragwürdiges aufbringen.....

  • Moing Mike


    schau mal auf den Text unter seinem Avatar....


    ciao Peter

  • Hallo,


    die Hauptheizungen sind ein Holzvergaser und Pelletkessel. Die Raumfeuchte ist ca. 60 bis 65%, der Keller ist teilweise beheizt.

    Die Feuchtigkeit kommt nur von der kurzen Laufzeit des Brenners.

    Wir werden es glaube einfach probieren und berichten. Eine neue Gasheizung kommt für mein Bruder nicht in Frage. Wenn diese defekt ist, kommt sie weg.

  • Hi,


    es funktioniert tadellos.

    Ohne Heizkreis an läuft der Brenner schon mal 18 Minuten von 30 Grad auf 80 Grad Puffertemperatur. Kein Vergleich zu vorher.

    Im Winter wird mein Bruder es richtig testen.

    Manko: Die Kesselkreis/Ladepumpe wird mit dem Brenner ein- und ausgeschaltet. Da der Gusskörper noch nachheizt, muss ein Nachlaufrelais rein. Sonst könnte der STB auslösen.

    Vielen Dank für eure Hilfe

  • Hallo,


    warum fragwürdig?

    Der Gaskessel war beim Hauskauf vorhanden und ist geblieben. Pellets sind mittlerweile auch arg teuer.

    In der Übergangszeit oder bis 8 Grad plus verwendet mein Bruder den Gaskessel.

    Das System wird noch so lange erhalten, bis es hinüber ist. Er ist auch oft auf Geschäftsreise. Dann läuft einfach der Gaskessel für das Haus zu temperieren. Und genau da war das Takten ganz extrem .

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