Backupheizung (Buderus Gaskessel) verbessern

****************************************************************
Hinweis: Wartungsarbeiten am Forum

In den nächsten Tagen kann es immer mal wieder zum zeitweisen Ausfall des Forums kommen.
Vielen Dank für euer Verständnis.
****************************************************************

There are 27 replies in this Thread which was already clicked 1,997 times. The last Post () by Autodoktor.

  • Achso das wurde noch vergessen:

    Wenn er nicht da ist, musste ich sonst im Winter ins tiefste Hessen fahren und ist mit Holz anheizen. Da ich auch schon knapp 60 bin, muss das nicht immer sein.

    Vorher ist der Gaskessel so weit runter gekühlt, dass die Abgase beim Brenner einschalten am kalten Guss kondensiert sind . Dieser Blattrost ist dann immer auf den Brenner gefallen und es gab eine Brennerstörung.

    Durch die Rücklaufanhebung ist dies nun wahrscheinlich erledigt.

    Ich bin Materialprüfer von Beruf, hatte mir das mit der Rostbildung am Wärmetauscher genau angeschaut.

  • Hm Luftfeuchte 65% - Nach meiner Meinung kann das nichts werden...


    Hier würde ich als erstes eine Frischluftzufuhr für Öfen und Kamin legen bzw. dafür sorgen, dass der Keller trocken wird.


    Holz bzw. Pellets sollten welche Restfeuchte haben? Suche Dir bitte einmal eine Tabelle in der steht, wie der Brennwert sich zur Restfeuchte verhält...


    LG ICE

  • Hallo,

    danke für die Nachricht. Kein Haus, welches über 100 Jahre alt ist hat einen Keller mit geringerer Feuchte. Wenn der oder die Kessel laufen, ist die Feuchte natürlich wesentlich geringer. Die 65 Prozent gelten im Sommer. Die Raumfeuchte hat ja auch nichts mit der Holzfeuchte zu tun. Die Holzfeuchte ist immer zwischen 12 und 18 Prozent. Die meisten Wohnräume haben im Sommer egal bei welchem Haus auch immer über 50 Prozent. Was soll man denn da machen?

    An einem nassen Novembertag können draußen schon mal 90% Luftfeuchtigkeit sein. Holz und Pelletkessel laufen schon seit 13 oder 14 Jahren Problemlos.

  • Evtl. kannst Du das Lüftungsverhalten mit einer Thermischen Abgasklappe an der Gastherme verändern. Sprich Der Kamin wird nur geöffnet, wenn Wärme die Klappe öffnet. Inwieweit der Holz und Pelletkessel hier weiterhin die Dauerlüftung ermöglichen, solltest vor Montage prüfen.


    Ein weiterer Vorteil einer Thermischen Abgasklappe ist einen unnötigen Wärmeverlust vom Heizraum zu vermeiden. Ist nicht billig, aber ich persönlich bin der Meinung, der sollte bei jeder Gastherme verbaut werden - spart Heizkosten über Jahre.


    Bekannt ist, dass auch Weinkeller früher ein spezielles Lüftungssystem hatten, welches mit Druck- und Temperaturunterschieden arbeitete.


    Noch einmal zurück zu deinem feuchten Kamin. Ja es dauert eine Zeit, bis die Feuchtigkeit durch den Kamin wandert, ebenso dauert es eine sehr lange Zeit, bis bis die Feuchtigkeit wieder weg ist. Bei einem Neubau dauert er mehrere Jahre, bis die Wände komplett trocken sind. Leider ist der Sommer jetzt fast vorbei, aber solange keine Wärme benötigt wird, könntest versuchen festzustellen, wie die Feuchtigkeit im Kamin sich verhält. Einfach morgens, mittags und abends kontrollieren. Ich könnte mir vorstellen, dass ohne dass ein Heizkessel arbeitet, Du feststellen wirst, dass am Morgen der Kamin trockener als am Abend ist, bedingt durch die Raumlüftung (Abluft) durch den Kamin und dies an sehr heißen Tagen mehr als an den kühleren bzw. regnerischen Tagen.


    Meine Theorie: Warme Luft kann viel Feuchtigkeit aufnehmen, kühlt im Keller ab, entweicht durch den Kamin, wobei dann hier der kälteste Punkt sich befinden wird und dort dann ggf. kondensiert.


    Zusätzliche Feuchtigkeit befindet sich auch im "Abgas" der Gastherme.


    Es gibt auch die Möglichkeit den Kamin von Innen zu versiegeln. Ist aber eine "Sch....arbeit", generell nicht zulässig und reicht von "brandgefährlich" bis "hochexplosiv gefährlich". Deshalb hier keine weiteren Informationen.


    LG ICE

  • Meine Theorie: Warme Luft kann viel Feuchtigkeit aufnehmen, kühlt im Keller ab, entweicht durch den Kamin, wobei dann hier der kälteste Punkt sich befinden wird und dort dann ggf. kondensiert.

    Physikalisch nicht richtig. Wenn die feuchte Luft im Keller abkühlt, kondensiert sie dort, nicht im Kamin.

    Zusätzliche Feuchtigkeit befindet sich auch im "Abgas" der Gastherme.

    Das ist die Hauptfeuchtigkeit !

  • Hallo


    der Buderus ist ein atmosphärischer Brenner, im Jargon auch als überdachtes Lagerfeuer bezeichnet, da die Abgasverluste enorm hoch sind.

    Durch den hohen Luftüberschuss, der auch für einen Großteil der Verluste zuständig ist liegt die Taupunkttemperatur

    des Abgases bei ca. 35 bis 48°C (behauptet die KI). Im vergleich dazu Brennwert hat einen Taupunkt von ca. 56-58°C.


    ciao Peter

  • Bei welcher Temperatur der Taupunkt liegt ist gar nicht so wichtig.

    Wichtig ist, daß die Abgastemperatur höher ist ( außer bei Brennwert ).

    Bei Heizbeginn ist die Abgas- und Kamintemperatur immer niedrig, dann gibt es Kondensat im Kamin.

    Wenn dann die Abgastemperatur über die Temperatur der Kaminmündung ansteigt, verdampft das Kondensat wieder.

    Wenn diese Temperatur nicht erreicht wird, gibt es Probleme.

  • Guten Morgen,

    ich danke euch vielmals für die aufschlussreichen Antworten. :) Das Hauptproblem des Kessels war einfach folgendes:
    Der Buderus hat 11 Liter Kesselinhalt und heizt diesen 5 Grad über der geforderten Vorlauftemperatur auf und schaltet die Pumpe für den ungemischten Heizkreis an. Aufgrund von Radiatoren ist dort auch nicht besonders viel Volumen vorhanden. Um den Kessel von 30 Grad auf 50 Grad hochzuheizen vergehen vielleicht 2 Miunten. Nach weiteren 5 Minuten ist der Kessel durch den Rücklauf schon wieder auf 30 Grad abgekühlt. Das stände an und aus hat den Schornstein nie auf eine Temperatur gebracht, das Kondensat konnte nicht weg. Nun läuft der Kessel ohne Abnahme vom Heizkreis 18 bis 25 Minten am Stück, um den kleinen Puffer von 45 Grad auf 85 Grad aufzuheizen. Dank der Rückaufanhebung bleiben die 11 Liter Kesselinhalt den ganzen Tag auf über 60 Grad. Das heißt, der Gusskessel startet nicht mehr aus dem kalten heraus, wie es sonst etliche Male am Tag der Fall war.
    Mein Bruder hat den Schornstein sowie das Abgastrohr mittlerweile mit Steinwolle isoliert.

    Der Buderus hat einen schlechten Wirkungsgrad. Das ist uns bewusst. Aber in eine neue Gasheizung möchte er nicht mehr investieren. Wenn diese defekt ist, wird auch der Anschluss still gelegt.
    Der Keller ist jedenfalls für so ein altes Haus wirklich sehr trocken. Das kenne ich sonst anders. Ich werde euch auf jeden Fall berichten, wie es im Winterbetrieb ausschaut. Der Schornstein wurde nur von innen nass, wenn die Buderus sehr oft getaktet hat. War diese ein paar Tage aus, war das Kondensat schon fast wieder komplett verschwunden. Die nachträgliche Isolierung des Schornsteins hat laut Aussage meines Bruders schon einiges gebracht. Der obere Teil läuft im Kaltdach.

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!