Halli Hallo,
vor ein paar Tagen hatte ich zum ersten Mal ein echtes Problem mit meinem Thermoflux HV, darüber möchte ich gerne berichten und die Lösung kundtun. Mir wurde hier so oft geholfen, und vielleicht hat ja irgendwann mal jemand das gleiche Problem.
Kurzversion: Das Gebläse war stromlos, Schuld war der STB. Nicht weil er ausgelöst hatte, sondern weil er defekt war.
Lange Version und Fehlersuche:
Vor ein paar Tagen war ich im Keller und dachte mir, ich werfe mal einen Blick in den Kessel, die Heizsaison geht ja bald los. Als ich die Füllraumtür öffnete viel mir gleich auf, dass das Gebläse nicht startete. Im Display wurde aber angezeigt das es läuft.
Gestern hatte ich dann etwas Zeit mich der Sache anzunehmen. Ich hatte ursprünglich den Kondensator im Verdacht. Also versucht das Lüfterrad mit Hand anzuschieben, erfolglos.
Dann habe ich mir den STB angeschaut. Die schwarze Kappe abgeschraubt und ich sah einen weißen Plastikstift, der deutlich aus dem Gehäuse ragte. Ich hatte mir den STB vorher nie angeschaut und kannte daher die Originalposition nicht, aber da es sich ja um einen recht günstigen Kessel handelt, habe ich ehrlich gesagt mit entsprechenden Toleranzen bei den Teilen gerechnet.
Wie dem auch sei, den Stift konnte ich eindrücken, es war ein Widerstand wie von einer Feder zu spüren und er rastete nicht ein. Also den Kessel geöffnet und gemessen.
Es kam kein Strom am Lüfter an, egal ob ich den Stift eindrückte oder nicht. Darum habe ich das erstmal bei Seite geschoben.
Der Kessel verfügt über einem Drehzahlsensor den man für den Fall eines Defektes deaktivieren kann. Das habe ich gemacht, aber es hat nichts gebracht. Darum habe ich ihn auch ausgeschlossen. Die Feinsicherungen auf der Platine waren auch alle OK. Ich hatte schon Angst dass sich ein Triac o.ä. auf der Platine verabschiedet hat (der Lüfter wird nicht über ein Relais geschaltet), aber davon habe ich keine Ahnung, darum wandte ich mich nochmal dem STB zu, der mir eh komisch vorkam. Ich habe die Kabel entfernt und eine Widerstandsmessung durchgeführt. Der Widerstand war unendlich bzw. "open loop", was bedeutet, dass wahrscheinlich der Schalter selbst kaputt ist. Und tatsächlich, als ich ihn überbrückt bzw. die Kabel direkt verbunden habe, lief das Gebläse sofort an.
Warum der STB aufgegeben hat weiß ich nicht, ausgelöst haben kann er nicht. Der Kessel lief bis zum letzten Abbrand problemlos und im Sommer ist er nicht in Betrieb. Das Einzige was mir einfällt sind Erschütterungen, die Katzen sind nämlich öfter im Keller. Ich weiß ja nicht wie empfindlich das Innenleben so eines Schalters ist.
Wie dem auch sei, der neue STB ist bestellt und kommt hoffentlich bald an.
(Ein paar neue Türdichtungen kann ich noch gebrauchen, kennt da jemand einen guten Shop?)
Vielleicht hilft mein Bericht ja irgendwann mal dem ein oder anderen, würde mich freuen.
Bis dahin liebe Grüße,
Alex