Hallo liebe HV-Gemeinde,
ich hab' mich die letzten Tage mit der Brennraumtemperatur beschäftigt und hab' da 'ne Bastelanleitung" für ein Schätzeisen zur Brennraumtemperaturmessung.
Idee: Natürlich von HW55
abgekugt (schreibt man das so?)
Ursache: Eichenholz mit sau-schlechtem Wirkungsgrad
Ergebnis: nutzbar
Kollege Seebeck hat die Grundlagen gelegt, und diverse Hersteller geben gute Tipps, aber: ein fertiger Fühler samt Auswerteinheit liegt locker bei 150€, das war mir zu teuer, deshalb selber basteln.
Jut, jenuch jelabbert, zum Thema:
Ausgangsmaterialien waren: Eisendraht, Kupferdraht, ein Heizlüfter (in der Hoffnung, darin ist Konstantan verbaut) und ein Drahtwiderstand.
Das sind die (noch vorhandenen) Testfühler
Mittels Brenner hab eich die Fühler bis zum Cu-Schmelzpunkt ( 1083°C ) erhitzt und dabei die Spannungen gemessen.
Danach habe ich Fe/Cu-Kombi rausgeschmissen, da die Werte nicht für eine Steuerung nutzbar sind.
Der "heizdraht" aus dem Heizlüfter ist eine Ni/Cr-Legierung, daraus ergab sich eine sehr geringe Thermospannung in Verbindung mit Kupfer, aber halbwegs lineare Werte.
Ziel war es, eine Cu/CuNi(Konstantan)-paarung zu basteln, bei der recht große Thermospanungen entstehen. - Konstantan...... ja, Drahtwiderstände, aber verdammt dünne drähte....
Bastelkistensuchmodus ergab einen Treffer: 100cm Konstantandraht mit 0,3mm²
Testfühler lieferte gute, brauchbare Werte!
Material gefunden: - aber wie einbauen?
Zufällig hatte ich noch eine Kiste aus unserem alten Mietshaus, wo die Herdinternen Anschlussschnüre drinne lagen. Das Zeug ist Stoff- und ?????- isoliert: Verglüht zu keramik-ähnlicher Konsistenz.
Damit habe ich dann zwei Fühler gebaut:
Cu/CuNi (Faktor rund 17*Spannung) und
Cu/NiCr (Faktor rund 200*Spannung).
So sehen dann die Werte aus:
Das hintere,obere, mit 0,6 anzeigende Messgerät ist die Abgastemperatur und das vordere, untere zeigt die "brennraumspannung" an. 37,4mV entspricht 630°C
Das entspricht ganz grob dem Typ T - Thermoelement(der aber nur bis 400°C zugelassen ist)
Desweiteren sind natürlich nicht berücksichtigt:
-die Temperatur des "Nullkontaktes" und
-die Anschlussklemme.
Es ist halt nur ein "Schätzeisen", aber für bastler durchaus nutzbar....
Edit:
der Einbau- den habe ich vergessen:
Da, wo die "tertiärluftbohrungen" sind, habe ich ein neues Loch gebohrt, wo die Fühlerstrippe "gerade so durchpasst".
Gruß Jens




Da Du die Messtechnik schon anwendest, könnte man vielleicht ja dem einen oder anderen diese Technik als "low cost"-version abieten. 
das nach dem Ausglühen der Spitze...
und das der gesamte Fühler.
und der Weg in's Freie....