Hallo
Holzfeuerung auch mit Grund- oder Speicherofen sehe ich als Problematisch an.
2,5 kW Heizlast sind ca. 610 Gramm Holz pro Stunde bei NAT. Natürlich weniger wenn die Außentemperatur höher liegt.
Man wird den Speicherofen sinnvoll nutzen können wenn NAT erreicht wird, aber wie viele Tage hat es denn NAT oder in der Nähe von
NAT. Und wie wird die Wärme aufs ganze Haus verteilt? Steht der Ofen zentral in der Mitte, dass man Türtemperaturreegelung
anwenden kann?
Zum Vergleich ich habe ca. 75m². Nach Heizlastabschätzung (3. Schweizer Formel) 5 kW trotz Baujahr 59/60. 30 cm Bimshohlsteine.
Allerdings profitiere ich von einer durchgehend beheizten Wohnung unter mir. Schlafimmer unbeheizt.
Ich verbrauche 5-6 Ster Holz - wenns knackig kalt ist ca. 1,5-2 Eimer Holz/Tag - ich trage das Holz in 20 Liter Eimern herein, deshalb meine Maßeinheit Eimer.
Und ich habe einen 250 kg Speicherofen mittig in der Wohnung. In der kälteren Zeit alles problemlos - in der wärmeren Zeit schwierig zu feuern.
Mal erwischt man zuviel Holz mal zuwenig, da es einen Längeren Zeitraum braucht bis der Ofen durchgeheizt ist.
Und selbst wenn der Ofen das doppelte oder 3-fache wiegen würde erreicht man eine Raumtemperaturspitze die dann
bis zum nächsten Aufheizen wieder abklingt.
D.h. die Raumteperatur schwingt immer um einen gewollten Mittelwert der Raumtemperatur. Mit FBH und Wandheizung hat man
auch ein träges System, aber bei weitem nicht so träge wie ein Speicher- oder Grundofen. Und die Trägheit der Flächenheizungen
relativiert sich zusätzlich über die größeren wärmeabgebenden Flächen.
Was ich mir nicht antue, jedesmal das Holz zu wiegen. Aussentemperatur und erzielte Raumtemperatur aufschreiben und anhand der gewonnen
Daten das notwendige Holz zu berechnen. Mir ist es egal wenns 26°C in der Wohung erreicht.
Bei WP würde ich empfehlen die Speichermasse massiv zu erhöhen, also erheblich dickeren Estrich zu nehmen oder gleich eine Schwedenplatte, dann bekommt man das takten besser in den Griff, bzw. die Taktzyklen werden länger. Achtung bei Schwedenplatte ist ein kühles Schlafzimmer nicht drin. Holz als Bodenbelag wirkt ähnlich wie eine Dämmschicht und ergibt einen etwas höheren Stromverbrauch da der Estrich höher aufgeheizt werden muss um den Wärmedurchgangswiderstand des Holzes zu überwinden. Halte ich bei der Größenordnung von 2,5 kW bei NAT allerdings für vernachlässigbar.
Warum Beton als Speichermasser? Ganz einfach Wasser hat eine Speicherkapazität von 1,16 Wh/(Liter*K). Beton hat eine Speicherkapazität von 0,25 Wh/(kg*K). Werte nach KI.
Im ersten Moment hat Wasser den besseren Wert aber Beton wiegt das 2,2 fache von Wasser. Sieht schon wieder besser für Beton aus und ein Wasserpuffer mit 1000 Liter kostet ca. 700 Euro. Dafür bekommst Du ca. 5-6 Kubikmeter Beton. Nur zur Verdeutlichung bei 7 cm Beton-Estrich hast du bei einer Fläche von 14m² ca. 1 m³ Beton im Haus liegen.
ciao Peter